ADEN (dpa-AFX) - Im Jemen gehen die schweren Kämpfe zwischen der Huthi-Miliz und Truppen der international anerkannten Regierung weiter. Diese eroberten im Westen der Provinz Tais mehrere Gebiete von den Huthi zurück, wie es aus Kreisen der Regierungstruppen hieß. Die bergige Region überblickt die wichtige Meerenge Bab al-Mandab. In den umkämpften Gebieten gebe es aber weder für die Huthi noch für die Regierungstruppen und ihre Verbündeten einen Durchbruch oder einen strategischen Erfolg. Auch Beobachter in Tais sprachen von einem "Hin und Her" bei den Gefechten ohne bedeutende Fortschritte.
Für dich zusammengefasst:
Regierungstruppen erobern Gebiete im Westen von Tais.
Saudi-Arabien führt Angriffe auf Huthi-Ziele im Jemen durch.
Huthi greifen Handelsschiffe rund um Bab al-Mandab an.
Ein Armeesprecher teilte mit, die Regierungstruppen hätten unter anderem Artillerie-Stellungen der Huthi-Miliz in der Provinz Marib zerstört.
Saudische Kampfflugzeuge griffen nach Huthi-Angaben einen Sendemast in al-Dschauf im Jemen an. Saudische Streitkräfte hätten auch Ziele in der jemenitischen Provinz Saada nahe der Grenze mit Artillerie beschossen, berichtete die Huthi-Fernsehsender Al-Masirah. Aus Saudi-Arabien gab es dazu keine Angaben. Das Land unterstützt in dem Konflikt die jemenitische Regierung.
Angriffe auf Huthi-Fahrzeuge und Kasernen
Die Huthi waren bei einer Blitzoffensive nach Süden vorgerückt und hatten unter anderem die Stadt Mokka an der Küste zum Roten Meer eingenommen. Derzeit kämpfen sie im Südwesten im Kahbub-Gebirge gegen die sogenannten Riesen-Brigaden, eine mit der Regierung verbündeten Miliz. Diese berichteten von neuen Angriffen auf Stellungen der Huthi sowie Fahrzeuge und Kasernen. Zudem schossen sie nach eigenen Angaben mehrere Drohnen der Huthi ab.
Seit dem Vormarsch können die Huthi etwa Handelsschiffe rund um die Meerenge Bab al-Mandab noch stärker angreifen als zuvor. Sie haben erneut auch Öl-Infrastruktur in Saudi-Arabien angegriffen. Die USA haben als wichtiger Verbündeter des Königreichs bisher davon abgesehen, mit Angriffen im Jemen erneut in den Konflikt einzugreifen. Das US-Militär bombardierte dort im Frühjahr 2025 wiederholt Ziele im Versuch, Angriffe der Miliz auf die Schifffahrt zu stoppen. Die USA beendeten ihre Angriffe erst nach Vermittlung Omans./jot/DP/zb
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