- Die Ölpreise stiegen um ein halbes Prozent auf 100,89 USD.
- Kuwait fördert 75% der Ölmenge vor dem Iran-Krieg.
- Brent-Öl verteuerte sich seit Jahresbeginn um 65%.
- Energiekrise als Kurstreiber:
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Der Preis für ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Referenzsorte Brent aus der Nordsee zur Lieferung im Dezember stieg zuletzt um gut ein halbes Prozent auf 100,89 US-Dollar. Am späten Montagnachmittag waren die Ölnotierungen unter Druck geraten, bis dann am späten Abend eine Gegenbewegung einsetzte.
In der Straße von Hormus ist unterdessen einem Bericht zufolge erneut ein Tanker unter Beschuss geraten. Das berichtete die britische Behörde für Sicherheit in der Schifffahrt (UKMTO) auf der Plattform X unter Berufung auf den Kapitän. Am Montag sei zudem ein Schiff, das auf der Einfahrt in die Straße von Hormus unterwegs war, von den iranischen Revolutionsgarden angewiesen worden, umzukehren, andernfalls würde das Schiff zum Ziel eines Angriffs.
Die Förderländer am Persischen Golf transportieren wieder größere Ölmengen durch die Straße von Hormus. Kuwait teilte mit, derzeit etwa 75 Prozent der vor Beginn des Iran-Kriegs erreichten Ölmenge zu fördern. Der Irak will zusätzliche Schiffe anmieten, um seine Lieferungen durch die Straße von Hormus zu transportieren.
Gleichzeitig hat der staatliche saudische Ölkonzern Saudi Aramco den Preis seiner wichtigsten Sorte Arab Light für asiatische Kunden auf den niedrigsten Stand seit sechs Jahren gesenkt. Damit will der Konzern Marktanteile gewinnen.
Die Erholung der Liefermengen, die saudischen Preissenkungen und die Freigabe strategischer Ölreserven belasteten zwar die Rohölpreise, sagte Naohiro Niimura, Partner bei der Energieberatung Market Risk Advisory, der Nachrichtenagentur Bloomberg. Die zunehmenden Kämpfe im Jemen und die Gefahr weiterer Angriffe begrenzten die Preisverluste jedoch. "Die Sorgen um das Angebot bleiben bestehen, weshalb es für den Markt schwierig ist, über längere Zeit auf fallende Preise zu setzen", sagte Niimura weiter.
Die an ihrer engsten Stelle nur 35 bis 40 Kilometer breite Meerenge ist im Iran-Krieg zum zentralen Konfliktpunkt zwischen dem Iran und den USA geworden. In der für den weltweiten Energiehandel wichtigen Wasserstraße kam es zuletzt wieder regelmäßig zu Beschuss.
Brent-Öl hat sich seit Jahresbeginn noch immer um rund 65 Prozent verteuert. Die USA und Israel hatten den Iran im Februar angegriffen und damit Lieferungen beeinträchtigt sowie den Inflationsdruck verstärkt. Im weiteren Tagesverlauf veröffentlicht die US-Energiebehörde EIA ihren kurzfristigen Energieausblick./stk/mis
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