IEA senkt erneut Prognose für Ölnachfrage - Iran-Krieg lässt Ölvorräte schmelzen

dpa-AFX  | 
aufrufe Aufrufe: 538
A-
A+
Lesemodus
playAudio
playTeilen

PARIS (dpa-AFX) - Die Internationale Energieagentur (IEA) rechnet wegen der durch den Iran-Krieg hohen Öl- und Treibstoffpreise mit weniger Ölnachfrage als bisher. Gleichzeitig sinken durch den Krieg und die damit anhaltende Blockade von Öltransporten durch die Straße von Hormus die weltweiten Ölvorräte.

Für dich zusammengefasst:
Hinweis

In diesem Jahr dürfte die tägliche globale Nachfrage nach Rohöl um durchschnittlich 1,6 Millionen Barrel sinken und damit um rund eine halbe Million mehr als bisher gedacht, wie aus dem am Mittwoch veröffentlichten Monatsbericht für August des Interessenverbands von Industriestaaten hervorgeht. Dies ist der stärkste Einbruch seit der Corona-Krise.

Erst im kommenden Jahr ist nach Einschätzung der IEA-Experten wieder mit einem Anstieg der globalen Nachfrage zu rechnen. Demnach dürfte die tägliche Nachfrage 2027 um durchschnittlich 2,4 Millionen Barrel zulegen, wie es weiter in dem Bericht heißt.

Die Folgen des Iran-Kriegs zeigen sich auch bei der Entwicklung der Ölvorräte. Weil Lieferungen durch die Straße von Hormus ausbleiben, greifen Industriestaaten verstärkt auf ihre Lagerbestände zurück. Da der Krieg zwischen den USA und dem Iran länger dauert als zunächst erwartet, gehen die Experten der IEA davon aus, dass die weltweiten Ölvorräte deutlich schneller schrumpfen werden als ursprünglich prognostiziert.

Aus dem Monatsbericht geht allerdings auch hervor, dass sich die Produktion in den Fördergebieten am Persischen Golf weiter von dem anfänglichen Einbruch durch den Iran-Krieg erholt hat. Für Juli bezifferten die IEA-Experten den Anstieg der Fördermenge im Vergleich zum Vormonat auf 2,5 Millionen Barrel pro Tag auf durchschnittlich 23,9 Millionen Barrel pro Tag. Damit liegt die Fördermenge in der Region aber immer noch mehr als 8 Millionen Barrel unter dem Vorkriegsniveau.

Werte aus dem Artikel:
Brent Crude Ölpreis 117,1469 $ +3,57%
WTI Rohöl NYMEX Rolling 103,6266 $ +4,34%

Dagegen seien die Ölexporte aus der Region, einschließlich der Routen unter Umgehung der Straße von Hormus, im Juli um 2,1 Millionen Barrel pro Tag auf 15 Millionen Barrel pro Tag gesunken, heißt es in dem Monatsbericht. So war die für den Ölhandel wichtige Meerenge Anfang Juli faktisch erneut gesperrt und es war zu Angriffen auf die Ölinfrastruktur sowie auf Tanker gekommen.

Zuvor waren Ölexporte aus dem Persischen Golf durch eine Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran Mitte Juni wieder gestiegen. Zuletzt ist die Schifffahrt durch die Straße von Hormus und die regionale Energieinfrastruktur aber erneut unter Beschuss geraten. Dies hat den Preis für Rohöl und damit verbunden die Kosten für Kraftstoffe wie Benzin und Diesel wieder spürbar ansteigen lassen./jkr/jsl/mis


Knockout von Ing Markets Werbung

Passende Knock-Outs

Strategie Hebel
Steigender Kurs
Call
5
10
20
Fallender Kurs
Put
5
10
20
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen finden Sie jeweils hier: DE000NB7L4Y7 , DE000NB7WKT9 , DE000NB7YW37 , DE000NB5ZSM4 , DE000NB5ZKE8 , DE000NB6GT43 . Bitte informieren Sie sich vor Erwerb ausführlich über Funktionsweise und Risiken der Produkte. Bitte beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung.
Warnung
Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlage­strategien geeignet.

Ähnliche Artikel

Dein Kommentar zum Artikel im Forum

Jetzt anmelden und diskutieren Registrieren Login

Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.

Themen im Trend

Weitere Vorteile:

  • Kursalarme
  • Watchlists & Musterdepots
  • Börsenspiele & Community-Forum
  • Historische Kurse im CSV-Format
  • News & Themen abonnieren