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Applied Materials Aktie

Aktie
WKN:  865177 ISIN:  US0382221051 US-Symbol:  AMAT Branche:  Halbleiter und Halbleiterausrüstung Land:  USA
301,18 $
+19,60 $
+6,96%
258,87 € 09.01.26
Depot/Watchlist
Marktkapitalisierung *
177,24 Mrd. €
Streubesitz
14,39%
KGV
26,58
Dividende
0,46 $
Dividendenrendite
0,15%
neu: Nachhaltigkeits-Score
51 %
Index-Zuordnung
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Applied Materials Aktie Chart

Unternehmensbeschreibung

Applied Materials Inc. mit Hauptsitz in Santa Clara, Kalifornien, gilt als einer der weltweit führenden Anbieter von Anlagen, Software und Services für die Halbleiterfertigung sowie für Display- und verwandte Industrien. Das Unternehmen positioniert sich als technologischer Enabler der globalen Halbleiter- und Elektronik-Wertschöpfungskette und fokussiert sich auf Prozesslösungen für Wafer-Fertigung, Dünnfilm-Deposition, Strukturierung und Inspektion. Als Zulieferer kapitalintensiver Fertigungstechnologie agiert Applied Materials typischerweise in langfristigen Kundenbeziehungen mit Foundries, IDMs, Speicherherstellern und Displayproduzenten.

Geschäftsmodell

Das Geschäftsmodell von Applied Materials basiert auf dem Verkauf komplexer Fertigungsanlagen, ergänzender Prozesskontrolllösungen sowie einem umfangreichen Service- und Ersatzteilgeschäft über den gesamten Lebenszyklus der installierten Systeme. Der Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung und Integration von Prozesstechnologien, die es Kunden ermöglichen, Strukturbreiten zu verkleinern, Energieeffizienz zu steigern und Produktionskosten pro Chip oder Panel zu senken. Applied Materials erzielt seine Erlöse vor allem aus kapitalintensiven Investitionszyklen der Halbleiterindustrie, die von Technologiewechseln, Knotenverkleinerungen und Kapazitätserweiterungen getrieben werden. Flankierend sichert ein wachsender Anteil wiederkehrender Serviceumsätze aus Wartungs-, Upgrades- und Optimierungsverträgen eine gewisse Grundstabilität. Das Unternehmen arbeitet eng mit Foundry- und Speicherpartnern in frühen Entwicklungsphasen zusammen, um Prozessrezepte für neue Technologieknoten gemeinsam zu qualifizieren und anschließend in die Volumenfertigung zu skalieren. Dadurch verschiebt sich der Fokus zunehmend von reinen Hardwarelieferungen hin zu integrierten Lösungen aus Equipment, Prozesswissen, Software und datengetriebenen Optimierungsdiensten.

Mission und strategische Ausrichtung

Die Mission von Applied Materials besteht darin, Materialien auf atomarer Ebene zu modifizieren, um neue Generationen von Halbleitern, Displays und fortgeschrittenen elektronischen Bauteilen zu ermöglichen. Das Unternehmen versteht sich als Treiber der technologischen Roadmap für Rechenleistung, Speicher, Konnektivität und Energieeffizienz. Strategisch konzentriert sich Applied Materials auf drei Leitlinien: erstens die Beschleunigung der Halbleiterinnovation durch Kombination aus Hardware, Prozesschemie und Software; zweitens die Ausweitung in wachstumsstarke Anwendungsfelder wie Künstliche Intelligenz, High-Performance-Computing, 5G, Automotive-Halbleiter und Industrieelektronik; drittens die Unterstützung der Kunden bei der Steigerung von Yield, Durchsatz und Energieeffizienz der Fertigung. Nachhaltigkeitsaspekte gewinnen an Bedeutung: Applied Materials adressiert sie durch energieeffizientere Prozesskammern, geringeren Materialeinsatz und Lösungen zur Senkung von Emissionen in der Produktion. Das Management betont in seinen Veröffentlichungen langfristige F&E-Investitionen und enge Co-Entwicklungspartnerschaften mit führenden Chipproduzenten als Kernelemente der Unternehmensstrategie.

Produkte und Dienstleistungen

Applied Materials deckt ein breites Spektrum an Fertigungsschritten entlang der Halbleiterprozesskette ab. Wichtige Produktbereiche umfassen:
  • Deposition: Anlagen für physikalische und chemische Gasphasenabscheidung (PVD, CVD), Atomic Layer Deposition (ALD) sowie Epitaxie für Frontend- und Backend-of-Line-Prozesse.
  • Strukturierung: Ätzsysteme für Trockenätzprozesse, die präzise Musterübertragung bei extremen Strukturbreiten ermöglichen.
  • Implantation und Dotierung: Systeme zur Einführung von Dotierstoffen, die elektrische Eigenschaften der Halbleiter steuern.
  • Metallisierung und Interconnect: Lösungen zur Abscheidung von Barriereschichten, Kupfer- oder alternativen Interconnect-Metallen sowie kontaktbezogene Prozesse.
  • Metrologie und Inspektion: Anlagen zur kritischen Dimensionsmessung, Defekterkennung und Inline-Prozesskontrolle, die Yield-Optimierung unterstützen.
  • Display- und flexible Elektronik: Dünnfilm-Deposition, Ätztechnologien und Inspektionssysteme für LCD-, OLED- und andere Displaytechnologien.
  • Software und Datenanalyse: Prozesskontrollsoftware, Anlagensteuerung, Automatisierungslösungen und datenbasierte Optimierungsplattformen.
Das Servicegeschäft umfasst vorbeugende Wartung, Ersatzteile, Upgrades, Retrofit-Lösungen, Remote-Monitoring sowie Beratungsleistungen zur Effizienzsteigerung von Fabriken. Applied Materials positioniert sich als Anbieter kompletter Prozessmodule und vernetzter Lösungen, die mehrere Prozessschritte integrieren.

Business Units und Organisationsstruktur

Applied Materials berichtet sein Geschäft typischerweise in mehrere Geschäftsbereiche, die sich an Endmärkten und Technologien orientieren. Im Zentrum steht der Bereich Semiconductor Systems, der die meisten Wafer-Fertigungsanlagen, Prozessmodule und zugehörige Software umfasst. Ein weiterer Bereich konzentriert sich auf Display- und verwandte Märkte, darunter Produktionsanlagen für Flachbildschirme, OLED-Panels und weitere großflächige Elektronikanwendungen. Ergänzend besteht ein globales Servicesegment mit Fokus auf Wartungsverträgen, Upgrades, Ersatzteilen und Consulting, das die installierte Basis betreut. Innerhalb der Halbleitersparte gliedert Applied Materials seine Aktivitäten zusätzlich nach Technologieclustern wie Deposition, Etch, Inspection & Metrology oder Packaging-Lösungen. Diese Struktur soll Technologiekompetenz bündeln, Skaleneffekte bei Forschung und Entwicklung realisieren und gleichzeitig eine enge Ausrichtung an Kundenroadmaps in Logik, Foundry, DRAM, NAND und Spezialtechnologien ermöglichen.

Alleinstellungsmerkmale und technologische Burggräben

Applied Materials verfügt über mehrere Moats, die Markteintrittsbarrieren und Preissetzungsmacht stützen. Erstens besitzt das Unternehmen ein breites, vertikal integriertes Technologieportfolio, das eine Vielzahl kritischer Prozessschritte abdeckt. Kunden können komplette Prozessmodule aus einer Hand beziehen, was Integrationsaufwand und Schnittstellenrisiken reduziert. Zweitens sind langjährige F&E-Investitionen in Materialwissenschaft, Vakuumtechnologie, Plasma- und Dünnfilmphysik schwer imitierbar. Die Entwicklung und Qualifizierung neuer Prozessplattformen über mehrere Technologiegenerationen hinweg erfordert erhebliche Kapital- und Zeitressourcen, was den Markteintritt neuer Wettbewerber begrenzt. Drittens entsteht eine starke Kundenbindung durch gemeinsam entwickelte Prozessrezepte, proprietäre Kammerkonfigurationen und Prozesssoftware. Ein Wechsel zu alternativen Anbietern würde umfangreiche Requalifizierungen, Produktionsrisiken und potenzielle Yield-Einbußen bedeuten. Viertens stellt der große installierte Anlagenbestand einen strukturellen Vorteil dar, da er wiederkehrende Serviceerlöse generiert und Applied Materials einen tiefen Einblick in reale Fertigungsdaten ermöglicht. Diese Datenbasis fließt in Software- und Optimierungslösungen ein und verstärkt den technologischen Vorsprung. Fünftens profitiert das Unternehmen von globaler Reichweite mit Serviceniederlassungen nahe den wichtigsten Fertigungsclustern in Asien, Nordamerika und Europa, was schnelle Reaktionszeiten und lokale Präsenz sicherstellt.

Wettbewerbsumfeld

Applied Materials agiert in einem oligopolistischen Markt mit wenigen global relevanten Wettbewerbern. Im Bereich Lithografie dominiert ASML, dessen Systeme oft komplementär zu den Prozesslösungen von Applied Materials eingesetzt werden. Bei Ätz- und Depositionstechnologien konkurriert das Unternehmen unter anderem mit Lam Research und Tokyo Electron. Weitere Wettbewerber sind KLA im Segment Metrologie und Inspektion sowie diverse spezialisierte Anbieter für Nischenprozesse oder Backend-Packaging. Die Rivalität ist technisch geprägt: Marktanteile verschieben sich bunt durch den Erfolg bei neuen Technologieknoten, die Leistungsfähigkeit von Prozessmodulen und die Fähigkeit, Yield- und Kostenverbesserungen zu liefern. Gleichzeitig entstehen Abhängigkeiten, da führende Foundries und Speicherhersteller in der Regel mit mehreren Anbietern zusammenarbeiten, um technologische und lieferseitige Risiken zu diversifizieren. Eintrittsbarrieren bleiben hoch, weil die Qualifikation neuer Equipmentlieferanten mehrere Jahre, umfangreiche Testläufe und signifikante Investitionen auf Kundenseite erfordert. Damit sind Marktanteile in ausgereiften Segmenten tendenziell stabil, während neue Technikfelder wie Advanced Packaging, Power-Semiconductors oder Spezialmaterialien zusätzliche Wettbewerbsdynamik bringen.

Management und Strategie

Die Unternehmensführung von Applied Materials ist seit Jahren auf Kontinuität und technologische Führung ausgerichtet. An der Spitze steht ein erfahrenes Managementteam mit tiefem Hintergrund in Halbleitertechnik, Fertigung und globalem Operations-Management. Die strategische Priorität liegt auf langfristigen Innovationsprogrammen, enger Verzahnung mit Leitkunden und selektiven Investitionen in neue Endmärkte, in denen Halbleiter-Content strukturell wächst, etwa Cloud-Rechenzentren, KI-Beschleuniger, Automotive-Elektronik und Industrieautomation. Das Management verfolgt eine Strategie, die auf Skaleneffekte, modulare Plattformarchitekturen und die Nutzung von Datenanalytik zur Prozessoptimierung setzt. Investorenkommunikation und Veröffentlichungen signalisieren einen Fokus auf F&E-Quote, robuste Lieferketten und geographische Diversifikation der Kundenbasis. Gleichzeitig adressiert die Unternehmensführung regulatorische Anforderungen, Exportkontrollen und geopolitische Spannungsfelder durch Compliance-Programme und Anpassung der Lieferstrukturen. Risikosteuerung in Bezug auf Technologiewechsel, Kundenkonzentration und Zyklizität der Halbleiterinvestitionen bleibt ein wiederkehrendes Thema in der strategischen Planung.

Branchen- und Regionenfokus

Applied Materials operiert im Zyklus der globalen Halbleiter- und Displayindustrie, die von technologischer Innovation, Nachfrageschwankungen und geopolitischen Rahmenbedingungen geprägt ist. Hauptabnehmer stammen aus Asien, insbesondere aus Taiwan, Südkorea und Festlandchina, wo ein Großteil der fortgeschrittenen Foundry- und Speicherfertigung angesiedelt ist. Weitere wichtige Standorte sind die USA, Japan und zunehmende Aktivitäten in Europa, wo neue Fertigungskapazitäten im Kontext industriepolitischer Programme geplant oder aufgebaut werden. Branchenseitig profitiert das Unternehmen von strukturellem Wachstum in datenintensiven Anwendungen: Rechenzentren, KI-Workloads, 5G-Infrastruktur, Edge-Computing und vernetzte Fahrzeuge. Gleichzeitig stützen spezialisierte Halbleiter für Industrie, Medizintechnik, Energie und Sensorik die Nachfrage in breiteren Zyklen. Der Display- und großflächige Elektronikmarkt bleibt von Technologieübergängen, etwa von LCD zu OLED oder neuen Panelarchitekturen, geprägt. Dabei verschiebt sich das Gewicht tendenziell zu höherwertigen Anwendungen mit komplexeren Prozessanforderungen, was den Bedarf an fortschrittlichen Anlagen und Prozesskontrolle erhöht.

Unternehmensgeschichte

Applied Materials wurde Ende der 1960er-Jahre im Silicon Valley gegründet, in einer Phase, in der die integrierte Schaltung ihren industriellen Durchbruch erlebte. Ausgangspunkt war die Bereitstellung von Vakuum- und Dünnfilmtechnologie für die wachsende Halbleiterindustrie in Kalifornien. In den folgenden Jahrzehnten expandierte das Unternehmen schrittweise international, zunächst nach Japan und später in weitere asiatische Märkte, parallel zur Verlagerung der Waferfertigung in globale Zentren. Über Akquisitionen und interne Entwicklung baute Applied Materials sein Portfolio von einfachen Beschichtungsanlagen zu komplexen Prozessplattformen und integrierten Cluster-Tools aus. Mit jeder Technologiegeneration – von Mikrometer- hin zu Nanometerstrukturen – gewann materialwissenschaftliches Know-how an Gewicht, was das Selbstverständnis des Unternehmens als materials engineering company prägte. Im Zuge des Aufstiegs der Flachbildschirmindustrie weitete Applied Materials seine Aktivitäten auf den Displaysektor aus und übernahm eine bedeutende Rolle als Anbieter von Dünnfilm- und Großsubstratanlagen. In den vergangenen Jahren konzentrierte sich das Unternehmen verstärkt auf Lösungen für Advanced Nodes, 3D-Speicher, FinFET- und Gate-all-around-Architekturen sowie fortgeschrittenes Packaging, um den steigenden Anforderungen durch KI, Cloud und mobile Endgeräte gerecht zu werden.

Sonstige Besonderheiten

Applied Materials zeichnet sich durch starke Verzahnung von Forschungseinrichtungen, Kundenlaboren und Pilotfertigungslinien aus. Das Unternehmen investiert in sogenannte Co-Development-Center, in denen gemeinsam mit Leitkunden neue Prozessflüsse, Materialkombinationen und Integrationsschemata qualifiziert werden. Dieser Ansatz verkürzt Time-to-Market für neue Halbleitertechnologien und verankert Applied Materials tief in den Entwicklungspipelines seiner Kunden. Ein weiteres Merkmal ist der wachsende Schwerpunkt auf Advanced Packaging, bei dem verschiedene Chips in 2.5D- und 3D-Konfigurationen integriert werden. Hier positioniert sich Applied Materials als Anbieter von Deposition-, Ätz-, Interconnect- und Inspektionslösungen, die über das klassische Frontend hinausgehen. Zudem adressiert das Unternehmen Nachhaltigkeitsanforderungen der Kunden, indem es Prozesslösungen mit reduziertem Energie- und Chemikalieneinsatz entwickelt und Tools anbietet, die Emissionen in der Fertigung verringern sollen. Auf regulatorischer Ebene bewegt sich Applied Materials in einem Umfeld strenger Exportkontrollen für bestimmte Technologien und Destinationen. Das Unternehmen muss seine Liefer- und Entwicklungsaktivitäten regelmäßig an neue Richtlinien insbesondere der US-Regierung anpassen, was zusätzliche Komplexität in der internationalen Geschäftstätigkeit mit sich bringt.

Chancen

Aus Sicht eines konservativen Anlegers ergeben sich mehrere strukturelle Chancen. Erstens profitiert Applied Materials von langfristigen Wachstumstreibern der Halbleiterindustrie, insbesondere vom steigenden Bedarf an Rechenleistung, Speicher und Konnektivität in datenintensiven Anwendungen wie Künstlicher Intelligenz, Cloud-Computing und Internet der Dinge. Zweitens schafft der Trend zu komplexeren Chiparchitekturen, 3D-Strukturen und Advanced Packaging nachhaltigen Bedarf an hochspezialisierter Prozess- und Metrologietechnik. In vielen dieser Segmente verfügt Applied Materials über etablierte Plattformen und enge Kundenbeziehungen. Drittens bieten die weltweiten Initiativen zur Stärkung lokaler Halbleiterfertigung – etwa staatliche Förderprogramme in den USA, Europa und Asien – zusätzliche Investitionszyklen, von denen Ausrüster mit breiter Produktpalette profitieren können. Viertens erhöht das wachsende Service- und Softwaregeschäft den Anteil wiederkehrender Erlöse und kann zur Glättung zyklischer Schwankungen beitragen. Fünftens ermöglicht die starke Bilanz- und F&E-Ausrichtung, Chancen in neuen Technologiefeldern wie Leistungselektronik, Wide-Bandgap-Materialien, Spezialsensorik und energieeffizienten Elektroniklösungen zu adressieren.

Risiken

Dem stehen signifikante Risiken gegenüber, die ein konservativer Anleger berücksichtigen sollte. Die Halbleiterkapitalgüterindustrie bleibt strukturell zyklisch: Investitionsbooms können von scharfen Abschwüngen gefolgt werden, wenn Überkapazitäten entstehen oder Nachfrageschocks auftreten. Applied Materials ist zudem stark von einer begrenzten Zahl großer Kunden abhängig, insbesondere führenden Foundries und Speicherherstellern. Veränderungen in deren Investitionsplänen, technologische Richtungswechsel oder Verschiebungen von Marktanteilen können sich überproportional auswirken. Geopolitische Spannungen und Exportkontrollen stellen ein weiteres Kernrisiko dar, da ein wesentlicher Teil der Nachfrage aus Regionen mit politisch sensiblen Technologiebeziehungen stammt. Einschränkungen beim Export bestimmter Anlagen oder Prozesslösungen können die adressierbaren Märkte begrenzen oder zu Anpassungen im Produktportfolio zwingen. Technologisches Risiko ergibt sich aus der Notwendigkeit, dauerhaft an der Spitze der Innovationskurve zu bleiben: Gelingt es Wettbewerbern, bei Schlüsseltechnologien einen Vorsprung zu erlangen, könnten Margen- und Marktanteilsdruck entstehen. Schließlich sind regulatorische Anforderungen im Hinblick auf Umweltschutz, Energieverbrauch und Chemikalienhandhabung in der Fertigung hoch. Eine Verschärfung dieser Vorgaben könnte zusätzlichen Investitionsbedarf auslösen und Entwicklungsressourcen binden. Vor diesem Hintergrund erscheint Applied Materials für vorsichtige Investoren als Unternehmen mit attraktiven, aber deutlich zyklischen Perspektiven und hohen technologischen wie geopolitischen Abhängigkeiten, das eine sorgfältige Risikoabwägung und langfristigen Anlagehorizont erfordert.
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Ausgewählte Faktor-Zertifikate

Kurs
Typ
Faktor
Geld/Brief
WKN
Typ
Faktor
Geld/Brief
WKN
301,18 $
Call
7,0 0,05/-   €
PG7APM
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15,0 0,01/-   €
PK1V7J
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Weitere Faktor-Zertifikate
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Kursdaten

Geld/Brief 301,33 $ / 301,45 $
Spread +0,04%
Schluss Vortag 281,58 $
Gehandelte Stücke 3.485.889
Tagesvolumen Vortag 114.702.846 $
Tagestief 298,46 $
Tageshoch 302,78 $
52W-Tief 123,94 $
52W-Hoch 302,78 $
Jahrestief 265,18 $
Jahreshoch 302,78 $

News

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19.08.25
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Applied Materials: Kursrückgang nach Quartalszahlen
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Nachrichtenlage zusammengefasst: Warum ist die Applied Materials Aktie heute gestiegen?

  • Die Quartalszahlen von Applied Materials Inc. haben die Erwartungen der Analysten übertroffen, was zu einem Anstieg des Aktienkurses führte.
  • Die starke Nachfrage nach Halbleiterprodukten wird weiterhin als Haupttreiber für das Wachstum des Unternehmens angesehen.
  • Analysten erwarten, dass sich der positive Trend in den nächsten Quartalen fortsetzen wird, unterstützt durch Investitionen in neue Technologiefelder.
Hinweis

Fundamentale Kennzahlen (2024)

Umsatz in Mio. 27.176 $
Operatives Ergebnis (EBIT) in Mio. 7.867 $
Jahresüberschuss in Mio. 7.177 $
Umsatz je Aktie 32,82 $
Gewinn je Aktie 8,67 $
Gewinnrendite +37,77%
Umsatzrendite +26,41%
Return on Investment +20,86%
Marktkapitalisierung in Mio. 150.348 $
KGV (Kurs/Gewinn) 20,94
KBV (Kurs/Buchwert) 7,91
KUV (Kurs/Umsatz) 5,53
Eigenkapitalrendite +37,77%
Eigenkapitalquote +55,22%

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Derivate

Anlageprodukte (1)
Aktienanleihen 1
Hebelprodukte (168)
Optionsscheine 99
Faktor-Zertifikate 38
Knock-Outs 31
Alle Derivate

Dividenden Kennzahlen

Auszahlungen/Jahr 4
Gesteigert seit 8 Jahre
Keine Senkung seit 20 Jahre
Stabilität der Dividende 0,91 (max 1,00)
Jährlicher 17,15% (5 Jahre)
Dividendenzuwachs 17,68% (10 Jahre)
Ausschüttungs- 18,9% (auf den Gewinn/FFO)
quote 24,9% (auf den Free Cash Flow)
Erwartete Dividendensteigerung 4,07%

Dividenden Historie

Datum Dividende
20.11.2025 0,46 $ (0,40 €)
21.08.2025 0,46 $ (0,39 €)
22.05.2025 0,46 $ (0,41 €)
20.02.2025 0,40 $ (0,38 €)
21.11.2024 0,40 $ (0,38 €)
22.08.2024 0,40 $ (0,36 €)
22.05.2024 0,40 $ (0,37 €)
21.02.2024 0,32 $ (0,30 €)
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Termine

31.01.2026 Quartalsmitteilung
30.04.2026 Quartalsmitteilung
Quelle: Leeway

Prognose & Kursziel

Keine aktuellen Prognosen oder Kursziele bekannt.

Übersicht Handelsplätze

Handelsplatz
Letzter
Änderung
Vortag
Zeit
Düsseldorf 255,85 € +5,90%
241,60 € 09.01.26
Frankfurt 260,45 € +9,32%
238,25 € 09.01.26
Hamburg 253,10 € +5,20%
240,60 € 09.01.26
Hannover 253,05 € +5,15%
240,65 € 09.01.26
München 241,90 € -3,01%
249,40 € 09.01.26
Stuttgart 249,25 € +3,17%
241,60 € 09.01.26
Xetra 253,05 € +5,35%
240,20 € 09.01.26
L&S RT 258,725 € +0,12%
258,425 € 13:03
NYSE 301,36 $ +7,00%
281,64 $ 09.01.26
Nasdaq 301,18 $ +6,96%
281,58 $ 09.01.26
AMEX 300,83 $ +6,82%
281,63 $ 09.01.26
Wien 252,75 € +5,09%
240,50 € 09.01.26
SIX Swiss Exchange -   -
-   -
Tradegate 259,90 € +7,53%
241,70 € 09.01.26
Quotrix 252,80 € +4,14%
242,75 € 09.01.26
Gettex 258,45 € +6,78%
242,05 € 09.01.26
Weitere Börsenplätze

Historische Kurse

Datum
Kurs
Volumen
09.01.26 301,18 1,37 Mrd
08.01.26 281,64 131 M
07.01.26 292,20 720 M
06.01.26 295,78 237 M
05.01.26 284,31 327 M
Weitere Historische Kurse

Performance

Zeitraum Kurs %
1 Woche 268,87 $ +12,02%
1 Monat 267,14 $ +12,74%
6 Monate 195,39 $ +54,14%
1 Jahr 176,99 $ +70,17%
5 Jahre 95,56 $ +215,17%

Unternehmensprofil Applied Materials Inc

Applied Materials Inc. mit Hauptsitz in Santa Clara, Kalifornien, gilt als einer der weltweit führenden Anbieter von Anlagen, Software und Services für die Halbleiterfertigung sowie für Display- und verwandte Industrien. Das Unternehmen positioniert sich als technologischer Enabler der globalen Halbleiter- und Elektronik-Wertschöpfungskette und fokussiert sich auf Prozesslösungen für Wafer-Fertigung, Dünnfilm-Deposition, Strukturierung und Inspektion. Als Zulieferer kapitalintensiver Fertigungstechnologie agiert Applied Materials typischerweise in langfristigen Kundenbeziehungen mit Foundries, IDMs, Speicherherstellern und Displayproduzenten.

Geschäftsmodell

Das Geschäftsmodell von Applied Materials basiert auf dem Verkauf komplexer Fertigungsanlagen, ergänzender Prozesskontrolllösungen sowie einem umfangreichen Service- und Ersatzteilgeschäft über den gesamten Lebenszyklus der installierten Systeme. Der Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung und Integration von Prozesstechnologien, die es Kunden ermöglichen, Strukturbreiten zu verkleinern, Energieeffizienz zu steigern und Produktionskosten pro Chip oder Panel zu senken. Applied Materials erzielt seine Erlöse vor allem aus kapitalintensiven Investitionszyklen der Halbleiterindustrie, die von Technologiewechseln, Knotenverkleinerungen und Kapazitätserweiterungen getrieben werden. Flankierend sichert ein wachsender Anteil wiederkehrender Serviceumsätze aus Wartungs-, Upgrades- und Optimierungsverträgen eine gewisse Grundstabilität. Das Unternehmen arbeitet eng mit Foundry- und Speicherpartnern in frühen Entwicklungsphasen zusammen, um Prozessrezepte für neue Technologieknoten gemeinsam zu qualifizieren und anschließend in die Volumenfertigung zu skalieren. Dadurch verschiebt sich der Fokus zunehmend von reinen Hardwarelieferungen hin zu integrierten Lösungen aus Equipment, Prozesswissen, Software und datengetriebenen Optimierungsdiensten.

Mission und strategische Ausrichtung

Die Mission von Applied Materials besteht darin, Materialien auf atomarer Ebene zu modifizieren, um neue Generationen von Halbleitern, Displays und fortgeschrittenen elektronischen Bauteilen zu ermöglichen. Das Unternehmen versteht sich als Treiber der technologischen Roadmap für Rechenleistung, Speicher, Konnektivität und Energieeffizienz. Strategisch konzentriert sich Applied Materials auf drei Leitlinien: erstens die Beschleunigung der Halbleiterinnovation durch Kombination aus Hardware, Prozesschemie und Software; zweitens die Ausweitung in wachstumsstarke Anwendungsfelder wie Künstliche Intelligenz, High-Performance-Computing, 5G, Automotive-Halbleiter und Industrieelektronik; drittens die Unterstützung der Kunden bei der Steigerung von Yield, Durchsatz und Energieeffizienz der Fertigung. Nachhaltigkeitsaspekte gewinnen an Bedeutung: Applied Materials adressiert sie durch energieeffizientere Prozesskammern, geringeren Materialeinsatz und Lösungen zur Senkung von Emissionen in der Produktion. Das Management betont in seinen Veröffentlichungen langfristige F&E-Investitionen und enge Co-Entwicklungspartnerschaften mit führenden Chipproduzenten als Kernelemente der Unternehmensstrategie.

Produkte und Dienstleistungen

Applied Materials deckt ein breites Spektrum an Fertigungsschritten entlang der Halbleiterprozesskette ab. Wichtige Produktbereiche umfassen:
  • Deposition: Anlagen für physikalische und chemische Gasphasenabscheidung (PVD, CVD), Atomic Layer Deposition (ALD) sowie Epitaxie für Frontend- und Backend-of-Line-Prozesse.
  • Strukturierung: Ätzsysteme für Trockenätzprozesse, die präzise Musterübertragung bei extremen Strukturbreiten ermöglichen.
  • Implantation und Dotierung: Systeme zur Einführung von Dotierstoffen, die elektrische Eigenschaften der Halbleiter steuern.
  • Metallisierung und Interconnect: Lösungen zur Abscheidung von Barriereschichten, Kupfer- oder alternativen Interconnect-Metallen sowie kontaktbezogene Prozesse.
  • Metrologie und Inspektion: Anlagen zur kritischen Dimensionsmessung, Defekterkennung und Inline-Prozesskontrolle, die Yield-Optimierung unterstützen.
  • Display- und flexible Elektronik: Dünnfilm-Deposition, Ätztechnologien und Inspektionssysteme für LCD-, OLED- und andere Displaytechnologien.
  • Software und Datenanalyse: Prozesskontrollsoftware, Anlagensteuerung, Automatisierungslösungen und datenbasierte Optimierungsplattformen.
Das Servicegeschäft umfasst vorbeugende Wartung, Ersatzteile, Upgrades, Retrofit-Lösungen, Remote-Monitoring sowie Beratungsleistungen zur Effizienzsteigerung von Fabriken. Applied Materials positioniert sich als Anbieter kompletter Prozessmodule und vernetzter Lösungen, die mehrere Prozessschritte integrieren.

Business Units und Organisationsstruktur

Applied Materials berichtet sein Geschäft typischerweise in mehrere Geschäftsbereiche, die sich an Endmärkten und Technologien orientieren. Im Zentrum steht der Bereich Semiconductor Systems, der die meisten Wafer-Fertigungsanlagen, Prozessmodule und zugehörige Software umfasst. Ein weiterer Bereich konzentriert sich auf Display- und verwandte Märkte, darunter Produktionsanlagen für Flachbildschirme, OLED-Panels und weitere großflächige Elektronikanwendungen. Ergänzend besteht ein globales Servicesegment mit Fokus auf Wartungsverträgen, Upgrades, Ersatzteilen und Consulting, das die installierte Basis betreut. Innerhalb der Halbleitersparte gliedert Applied Materials seine Aktivitäten zusätzlich nach Technologieclustern wie Deposition, Etch, Inspection & Metrology oder Packaging-Lösungen. Diese Struktur soll Technologiekompetenz bündeln, Skaleneffekte bei Forschung und Entwicklung realisieren und gleichzeitig eine enge Ausrichtung an Kundenroadmaps in Logik, Foundry, DRAM, NAND und Spezialtechnologien ermöglichen.

Alleinstellungsmerkmale und technologische Burggräben

Applied Materials verfügt über mehrere Moats, die Markteintrittsbarrieren und Preissetzungsmacht stützen. Erstens besitzt das Unternehmen ein breites, vertikal integriertes Technologieportfolio, das eine Vielzahl kritischer Prozessschritte abdeckt. Kunden können komplette Prozessmodule aus einer Hand beziehen, was Integrationsaufwand und Schnittstellenrisiken reduziert. Zweitens sind langjährige F&E-Investitionen in Materialwissenschaft, Vakuumtechnologie, Plasma- und Dünnfilmphysik schwer imitierbar. Die Entwicklung und Qualifizierung neuer Prozessplattformen über mehrere Technologiegenerationen hinweg erfordert erhebliche Kapital- und Zeitressourcen, was den Markteintritt neuer Wettbewerber begrenzt. Drittens entsteht eine starke Kundenbindung durch gemeinsam entwickelte Prozessrezepte, proprietäre Kammerkonfigurationen und Prozesssoftware. Ein Wechsel zu alternativen Anbietern würde umfangreiche Requalifizierungen, Produktionsrisiken und potenzielle Yield-Einbußen bedeuten. Viertens stellt der große installierte Anlagenbestand einen strukturellen Vorteil dar, da er wiederkehrende Serviceerlöse generiert und Applied Materials einen tiefen Einblick in reale Fertigungsdaten ermöglicht. Diese Datenbasis fließt in Software- und Optimierungslösungen ein und verstärkt den technologischen Vorsprung. Fünftens profitiert das Unternehmen von globaler Reichweite mit Serviceniederlassungen nahe den wichtigsten Fertigungsclustern in Asien, Nordamerika und Europa, was schnelle Reaktionszeiten und lokale Präsenz sicherstellt.

Wettbewerbsumfeld

Applied Materials agiert in einem oligopolistischen Markt mit wenigen global relevanten Wettbewerbern. Im Bereich Lithografie dominiert ASML, dessen Systeme oft komplementär zu den Prozesslösungen von Applied Materials eingesetzt werden. Bei Ätz- und Depositionstechnologien konkurriert das Unternehmen unter anderem mit Lam Research und Tokyo Electron. Weitere Wettbewerber sind KLA im Segment Metrologie und Inspektion sowie diverse spezialisierte Anbieter für Nischenprozesse oder Backend-Packaging. Die Rivalität ist technisch geprägt: Marktanteile verschieben sich bunt durch den Erfolg bei neuen Technologieknoten, die Leistungsfähigkeit von Prozessmodulen und die Fähigkeit, Yield- und Kostenverbesserungen zu liefern. Gleichzeitig entstehen Abhängigkeiten, da führende Foundries und Speicherhersteller in der Regel mit mehreren Anbietern zusammenarbeiten, um technologische und lieferseitige Risiken zu diversifizieren. Eintrittsbarrieren bleiben hoch, weil die Qualifikation neuer Equipmentlieferanten mehrere Jahre, umfangreiche Testläufe und signifikante Investitionen auf Kundenseite erfordert. Damit sind Marktanteile in ausgereiften Segmenten tendenziell stabil, während neue Technikfelder wie Advanced Packaging, Power-Semiconductors oder Spezialmaterialien zusätzliche Wettbewerbsdynamik bringen.

Management und Strategie

Die Unternehmensführung von Applied Materials ist seit Jahren auf Kontinuität und technologische Führung ausgerichtet. An der Spitze steht ein erfahrenes Managementteam mit tiefem Hintergrund in Halbleitertechnik, Fertigung und globalem Operations-Management. Die strategische Priorität liegt auf langfristigen Innovationsprogrammen, enger Verzahnung mit Leitkunden und selektiven Investitionen in neue Endmärkte, in denen Halbleiter-Content strukturell wächst, etwa Cloud-Rechenzentren, KI-Beschleuniger, Automotive-Elektronik und Industrieautomation. Das Management verfolgt eine Strategie, die auf Skaleneffekte, modulare Plattformarchitekturen und die Nutzung von Datenanalytik zur Prozessoptimierung setzt. Investorenkommunikation und Veröffentlichungen signalisieren einen Fokus auf F&E-Quote, robuste Lieferketten und geographische Diversifikation der Kundenbasis. Gleichzeitig adressiert die Unternehmensführung regulatorische Anforderungen, Exportkontrollen und geopolitische Spannungsfelder durch Compliance-Programme und Anpassung der Lieferstrukturen. Risikosteuerung in Bezug auf Technologiewechsel, Kundenkonzentration und Zyklizität der Halbleiterinvestitionen bleibt ein wiederkehrendes Thema in der strategischen Planung.

Branchen- und Regionenfokus

Applied Materials operiert im Zyklus der globalen Halbleiter- und Displayindustrie, die von technologischer Innovation, Nachfrageschwankungen und geopolitischen Rahmenbedingungen geprägt ist. Hauptabnehmer stammen aus Asien, insbesondere aus Taiwan, Südkorea und Festlandchina, wo ein Großteil der fortgeschrittenen Foundry- und Speicherfertigung angesiedelt ist. Weitere wichtige Standorte sind die USA, Japan und zunehmende Aktivitäten in Europa, wo neue Fertigungskapazitäten im Kontext industriepolitischer Programme geplant oder aufgebaut werden. Branchenseitig profitiert das Unternehmen von strukturellem Wachstum in datenintensiven Anwendungen: Rechenzentren, KI-Workloads, 5G-Infrastruktur, Edge-Computing und vernetzte Fahrzeuge. Gleichzeitig stützen spezialisierte Halbleiter für Industrie, Medizintechnik, Energie und Sensorik die Nachfrage in breiteren Zyklen. Der Display- und großflächige Elektronikmarkt bleibt von Technologieübergängen, etwa von LCD zu OLED oder neuen Panelarchitekturen, geprägt. Dabei verschiebt sich das Gewicht tendenziell zu höherwertigen Anwendungen mit komplexeren Prozessanforderungen, was den Bedarf an fortschrittlichen Anlagen und Prozesskontrolle erhöht.

Unternehmensgeschichte

Applied Materials wurde Ende der 1960er-Jahre im Silicon Valley gegründet, in einer Phase, in der die integrierte Schaltung ihren industriellen Durchbruch erlebte. Ausgangspunkt war die Bereitstellung von Vakuum- und Dünnfilmtechnologie für die wachsende Halbleiterindustrie in Kalifornien. In den folgenden Jahrzehnten expandierte das Unternehmen schrittweise international, zunächst nach Japan und später in weitere asiatische Märkte, parallel zur Verlagerung der Waferfertigung in globale Zentren. Über Akquisitionen und interne Entwicklung baute Applied Materials sein Portfolio von einfachen Beschichtungsanlagen zu komplexen Prozessplattformen und integrierten Cluster-Tools aus. Mit jeder Technologiegeneration – von Mikrometer- hin zu Nanometerstrukturen – gewann materialwissenschaftliches Know-how an Gewicht, was das Selbstverständnis des Unternehmens als materials engineering company prägte. Im Zuge des Aufstiegs der Flachbildschirmindustrie weitete Applied Materials seine Aktivitäten auf den Displaysektor aus und übernahm eine bedeutende Rolle als Anbieter von Dünnfilm- und Großsubstratanlagen. In den vergangenen Jahren konzentrierte sich das Unternehmen verstärkt auf Lösungen für Advanced Nodes, 3D-Speicher, FinFET- und Gate-all-around-Architekturen sowie fortgeschrittenes Packaging, um den steigenden Anforderungen durch KI, Cloud und mobile Endgeräte gerecht zu werden.

Sonstige Besonderheiten

Applied Materials zeichnet sich durch starke Verzahnung von Forschungseinrichtungen, Kundenlaboren und Pilotfertigungslinien aus. Das Unternehmen investiert in sogenannte Co-Development-Center, in denen gemeinsam mit Leitkunden neue Prozessflüsse, Materialkombinationen und Integrationsschemata qualifiziert werden. Dieser Ansatz verkürzt Time-to-Market für neue Halbleitertechnologien und verankert Applied Materials tief in den Entwicklungspipelines seiner Kunden. Ein weiteres Merkmal ist der wachsende Schwerpunkt auf Advanced Packaging, bei dem verschiedene Chips in 2.5D- und 3D-Konfigurationen integriert werden. Hier positioniert sich Applied Materials als Anbieter von Deposition-, Ätz-, Interconnect- und Inspektionslösungen, die über das klassische Frontend hinausgehen. Zudem adressiert das Unternehmen Nachhaltigkeitsanforderungen der Kunden, indem es Prozesslösungen mit reduziertem Energie- und Chemikalieneinsatz entwickelt und Tools anbietet, die Emissionen in der Fertigung verringern sollen. Auf regulatorischer Ebene bewegt sich Applied Materials in einem Umfeld strenger Exportkontrollen für bestimmte Technologien und Destinationen. Das Unternehmen muss seine Liefer- und Entwicklungsaktivitäten regelmäßig an neue Richtlinien insbesondere der US-Regierung anpassen, was zusätzliche Komplexität in der internationalen Geschäftstätigkeit mit sich bringt.

Chancen

Aus Sicht eines konservativen Anlegers ergeben sich mehrere strukturelle Chancen. Erstens profitiert Applied Materials von langfristigen Wachstumstreibern der Halbleiterindustrie, insbesondere vom steigenden Bedarf an Rechenleistung, Speicher und Konnektivität in datenintensiven Anwendungen wie Künstlicher Intelligenz, Cloud-Computing und Internet der Dinge. Zweitens schafft der Trend zu komplexeren Chiparchitekturen, 3D-Strukturen und Advanced Packaging nachhaltigen Bedarf an hochspezialisierter Prozess- und Metrologietechnik. In vielen dieser Segmente verfügt Applied Materials über etablierte Plattformen und enge Kundenbeziehungen. Drittens bieten die weltweiten Initiativen zur Stärkung lokaler Halbleiterfertigung – etwa staatliche Förderprogramme in den USA, Europa und Asien – zusätzliche Investitionszyklen, von denen Ausrüster mit breiter Produktpalette profitieren können. Viertens erhöht das wachsende Service- und Softwaregeschäft den Anteil wiederkehrender Erlöse und kann zur Glättung zyklischer Schwankungen beitragen. Fünftens ermöglicht die starke Bilanz- und F&E-Ausrichtung, Chancen in neuen Technologiefeldern wie Leistungselektronik, Wide-Bandgap-Materialien, Spezialsensorik und energieeffizienten Elektroniklösungen zu adressieren.

Risiken

Dem stehen signifikante Risiken gegenüber, die ein konservativer Anleger berücksichtigen sollte. Die Halbleiterkapitalgüterindustrie bleibt strukturell zyklisch: Investitionsbooms können von scharfen Abschwüngen gefolgt werden, wenn Überkapazitäten entstehen oder Nachfrageschocks auftreten. Applied Materials ist zudem stark von einer begrenzten Zahl großer Kunden abhängig, insbesondere führenden Foundries und Speicherherstellern. Veränderungen in deren Investitionsplänen, technologische Richtungswechsel oder Verschiebungen von Marktanteilen können sich überproportional auswirken. Geopolitische Spannungen und Exportkontrollen stellen ein weiteres Kernrisiko dar, da ein wesentlicher Teil der Nachfrage aus Regionen mit politisch sensiblen Technologiebeziehungen stammt. Einschränkungen beim Export bestimmter Anlagen oder Prozesslösungen können die adressierbaren Märkte begrenzen oder zu Anpassungen im Produktportfolio zwingen. Technologisches Risiko ergibt sich aus der Notwendigkeit, dauerhaft an der Spitze der Innovationskurve zu bleiben: Gelingt es Wettbewerbern, bei Schlüsseltechnologien einen Vorsprung zu erlangen, könnten Margen- und Marktanteilsdruck entstehen. Schließlich sind regulatorische Anforderungen im Hinblick auf Umweltschutz, Energieverbrauch und Chemikalienhandhabung in der Fertigung hoch. Eine Verschärfung dieser Vorgaben könnte zusätzlichen Investitionsbedarf auslösen und Entwicklungsressourcen binden. Vor diesem Hintergrund erscheint Applied Materials für vorsichtige Investoren als Unternehmen mit attraktiven, aber deutlich zyklischen Perspektiven und hohen technologischen wie geopolitischen Abhängigkeiten, das eine sorgfältige Risikoabwägung und langfristigen Anlagehorizont erfordert.
Hinweis

Stammdaten

Marktkapitalisierung 177,24 Mrd. €
Aktienanzahl 796,64 Mio.
Streubesitz 14,39%
Währung EUR
Land USA
Sektor Technologie
Branche Halbleiter und Halbleiterausrüstung
Aktientyp Stammaktie

Aktionärsstruktur

+9,70% Vanguard Group Inc
+9,45% BlackRock Inc
+4,89% State Street Corp
+2,64% Geode Capital Management, LLC
+1,70% AllianceBernstein L.P.
+1,35% Morgan Stanley - Brokerage Accounts
+1,20% Northern Trust Corp
+1,12% Ameriprise Financial Inc
+1,11% Van Eck Associates Corporation
+1,10% NORGES BANK
+1,06% T. Rowe Price Associates, Inc.
+1,00% Bank of New York Mellon Corp
+0,99% Amundi
+0,97% Sanders Capital, LLC
+0,96% Amvescap Plc.
+0,96% Nuveen, LLC
+0,95% Goldman Sachs Group Inc
+0,89% Bank of America Corp
+0,84% Deutsche Bank AG
+0,81% Legal & General Group PLC
+41,92% Weitere
+14,39% Streubesitz

Community-Beiträge zu Applied Materials Inc

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ARIVA.DE
Künstliche Intelligenz entfesselt Milliarden: ...
Dies ist ein automatisiert generierter Hinweis auf die neueste News zu "Applied Materials Inc" aus der ARIVA.DE Redaktion.

Der KI-Boom entfacht eine neue Milliardenwelle. Während Microsoft, Alphabet und Meta um die Vorherrschaft kämpfen, haben Analysten in Asien und den USA unterschätzte Profiteure entdeckt. Von Chip-Testern bis hin zu Speicher-Spezialisten – diese Aktien könnten am stärksten vom globalen KI-Rausch profitieren.

Lesen Sie den ganzen Artikel: Künstliche Intelligenz entfesselt Milliarden: Sind das die heimlichen KI-Profiteure?
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Highländer49
Applied Materials
Ein enttäuschender Ausblick von Applied Materials (Applied Materials Aktie) hat am Freitag am deutschen Markt Papiere von Halbleiterkonzernen belastet. Infineon (Infineon Aktie) im Dax , Aixtron und Siltronic (Siltronic Aktie) im MDax sowie Süss Microtec und Elmos Semiconductor im SDax verloren zwischen 1,4 und 2,9 Prozent. https://www.ariva.de/news/aktien-im-fokus-trueber-ausblick-von-applied-materials-11442208
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Highländer49
Applied Materials
Optimismus von Applied Materials treibt Chipbranche an Ein überraschend hoher Umsatzausblick von Applied Materials (Applied Materials Aktie) hat Anlegern am Freitag Hoffnung auf eine Belebung der Chipbranche gemacht. Der US-Hersteller von Anlagen für die Halbleiterindustrie prognostizierte für das zweite Quartal Erlöse über der durchschnittlichen Analystenschätzung. Das dürfte fortgesetzt hohe Investitionen von Chipherstellern in ihre Produktionskapazitäten signalisieren. Analyst Stacy Rasgon von Bernstein Research sprach in einer ersten Einschätzung von recht starken Geschäftszahlen von Applied Materials sowie von einem sehr guten Ausblick. Alle Bereiche hätten die Erwartungen übertroffen. Der Experte hob das Kursziel von 175 auf 230 US-Dollar an und betätigte eine "Outperform"-Einstufung. Damit geht der Experte damit davon aus, dass die Kursentwicklung der Aktien in den kommenden zwölf Monaten um mehr als 15 Prozentpunkte über der Entwicklung des S&P-500-Index liegen wird. Im vorbörslichen US-Handel schnellten die Applied-Materials-Aktien bereits um 13 Prozent auf 212 Dollar (Dollarkurs) in die Höhe. Chiphersteller profitieren zwar schon länger von einer starken Nachfrage nach Prozessoren für Anwendungen mit Fokus auf Künstliche Intelligenz, was vor allem die Aktienkurse vom Vorreiter Nvidia (Nvidia Aktie) und dessen Konkurrenten AMD schon länger kräftig antreibt. Andere Bereiche wie etwa Speicherchips litten allerdings vor allem 2023 unter signifikanten Bestandskorrekturen bei Chipherstellern und deren Kunden, die ihre vollen Lager abbauten. Zuletzt mehrten sich zudem Anzeichen einer schwächelnde Nachfrage nach Chips für industrielle Anwendungen. So stellte etwa der Infineon-Konkurrenten STMicroelectronics für das erste Quartal einen Umsatzrückgang in Aussicht. Und auch Infineon (Infineon Aktie) kann sich dem teils schwachen Halbleitermarktumfeld nicht entziehen und musste Anfang Februar die Prognosen für das laufende Geschäftsjahr senken. Den anschließenden Kursrückschlag haben die Infineon-Aktien bislang nur teilweise aufgeholt. Immerhin: die Erholung ging am Freitag mit einem Kursplus von gut einem Prozent weiter. STMicro -Aktien stiegen um eineinhalb Prozent. Deutlich nach oben ging es für den Aktienkurs des Chipindustrieausrüsters Aixtron . Die Anteilsscheine gewannen an der Spitze des Nebenwerteindex MDax gut 6 Prozent. Im Nebenwerteindex SDax legten Süss Microtec um 2,7 Prozent und Elmos Semiconductor (ELMOS Semiconductor Aktie) um 1,4 Prozent zu. Der Elmos-Kurs war schon am Vortag um 9 Prozent gestiegen, nachdem sich das Management im Zuge der Bilanzvorlage trotz eines schwierigen Umfelds für Chips zuversichtlich für das neue Jahr gezeigt hatte. Mit Blick auf die europäischen Börsen waren zum Wochenschluss Aktien von Chipausrüstern wie ASML sowie ASM International gefragt. Quelle: dpa-AFX
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Lesanto
Applied
17. Nov (Reuters) - Die US-Behörden ermitteln Insidern zufolge gegen Applied Materials wegen einer etwaigen Umgehung der Export-Beschränkungen gegen China. Der Chipzulieferer habe möglicherweise ohne Genehmigung Ausrüstung im Wert von mehreren hundert Millionen Dollar an Chinas führenden Halbleiter-Hersteller SMIC geliefert, erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters von insgesamt drei Personen, die namentlich nicht genannt werden wollten. Ihren Angaben zufolge sollen die Lieferungen über ein Tochterunternehmen in Südkorea erfolgt sein. Nach der Veröffentlichung der Reuters-Meldung und der jüngsten Geschäftszahlen am Donnerstag lagen die Aktien von Applied im nachbörslichen Handel gut sieben Prozent im Minus. Applied erklärte, man arbeite mit den Behörden zusammen. Bereits im Oktober 2022 habe man eine Anfrage der Staatsanwaltschaft zu dem Thema publik gemacht. Die Bundesstaatsanwaltschaft in Boston wollte die Angaben weder bestätigen noch dementieren. Eine Stellungnahme von SMIC lag nicht vor. Die USA haben unter Verweis auf die nationale Sicherheit den Versand modernster Computerchips und Chip-Ausrüstung nach China eingeschränkt. Dies soll nach Darstellung der Regierung in Washington verhindern, dass amerikanische Hochtechnologie von China zu militärischen und nachrichtendienstlichen Zwecken verwendet wird.
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Häufig gestellte Fragen zur Applied Materials Aktie und zum Applied Materials Kurs

Der aktuelle Kurs der Applied Materials Aktie liegt bei 258,8725 €.

Für 1.000€ kann man sich 3,86 Applied Materials Aktien kaufen.

Das Tickersymbol der Applied Materials Aktie lautet AMAT.

Die 1 Monats-Performance der Applied Materials Aktie beträgt aktuell 12,74%.

Die 1 Jahres-Performance der Applied Materials Aktie beträgt aktuell 70,17%.

Der Aktienkurs der Applied Materials Aktie liegt aktuell bei 258,8725 EUR. In den letzten 30 Tagen hat die Aktie eine Performance von 12,74% erzielt.
Auf 3 Monate gesehen weist die Aktie von Applied Materials eine Wertentwicklung von 36,71% aus und über 6 Monate sind es 54,14%.

Das 52-Wochen-Hoch der Applied Materials Aktie liegt bei 302,78 $.

Das 52-Wochen-Tief der Applied Materials Aktie liegt bei 123,94 $.

Das Allzeithoch von Applied Materials liegt bei 13.549,00 $.

Das Allzeittief von Applied Materials liegt bei 2,81 $.

Die Volatilität der Applied Materials Aktie liegt derzeit bei 81,22%. Diese Kennzahl zeigt, wie stark der Kurs von Applied Materials in letzter Zeit schwankte.

Die Marktkapitalisierung beträgt 177,24 Mrd. €

Insgesamt sind 828,0 Mio Applied Materials Aktien im Umlauf.

Vanguard Group Inc hält +9,70% der Aktien und ist damit Hauptaktionär.

Am 17.04.2002 gab es einen Split im Verhältnis 1:2.

Am 17.04.2002 gab es einen Split im Verhältnis 1:2.

Laut money:care Nachhaltigkeitsscore liegt die Nachhaltigkeit von Applied Materials bei 51%. Erfahre hier mehr

Applied Materials hat seinen Hauptsitz in USA.

Applied Materials gehört zum Sektor Halbleiter und Halbleiterausrüstung.

Das KGV der Applied Materials Aktie beträgt 26,58.

Der Jahresumsatz des Geschäftsjahres 2024 von Applied Materials betrug 27,18 Mrd $.

Die nächsten Termine von Applied Materials sind:
  • 31.01.2026 - Quartalsmitteilung
  • 30.04.2026 - Quartalsmitteilung

Ja, Applied Materials zahlt Dividenden. Zuletzt wurde am 20.11.2025 eine Dividende in Höhe von 0,46 $ (0,40 €) gezahlt.

Zuletzt hat Applied Materials am 20.11.2025 eine Dividende in Höhe von 0,46 $ (0,40 €) gezahlt.
Dies entspricht einer Dividendenrendite von 0,15%. Die Dividende wird monatlich gezahlt.

Die letzte Dividende von Applied Materials wurde am 20.11.2025 in Höhe von 0,46 $ (0,40 €) je Aktie ausgeschüttet.
Das ergibt, basierend auf dem aktuellen Kurs, eine Dividendenrendite von 0,15%.

Die Dividende wird monatlich gezahlt.

Der letzte Zahltag der Dividende war am 20.11.2025. Es wurde eine Dividende in Höhe von 0,46 $ (0,40 €) gezahlt.

Um eine Dividende ausgezahlt zu bekommen, muss man die Aktie am Ex-Tag (Ex-Date) im Depot haben.