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Wütende Landwirte blockieren Griechenlands Hauptverkehrsadern

ATHEN (dpa-AFX) - Griechische Landwirte blockieren seit Tagen wichtige Straßen und Autobahnen mit Traktoren und landwirtschaftlichem Gerät. Besonders betroffen ist der zentrale Nord-Süd-Korridor zwischen Athen und Thessaloniki. Zeitweise wurden zudem Grenzübergänge nach Bulgarien, Nordmazedonien, der Türkei und Albanien lahmgelegt, wie der staatliche Rundfunk ERTnews berichtete. Die Sperrungen führen auch im internationalen Lastwagenverkehr zu erheblichen Verzögerungen.

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Junge Maispflanzen auf einer Ackerfläche (Symbolbild).
Quelle: - pixabay.com:

Wo blockiert wird - und warum

Die größten Blockaden konzentrieren sich derzeit auf einen Verkehrsknotenpunkt in der Region um Larissa in Mittelgriechenland, wo sich Traktoren aus mehreren Gebieten versammeln. Auch im Norden des Landes kommt es zu Sperrungen. Autofahrer müssen teils große Umwege in Kauf nehmen, um die blockierten Knotenpunkte zu umgehen.

Hintergrund der Proteste sind ausstehende Agrarsubventionen. Viele Landwirte beklagen seit Monaten verzögerte Auszahlungen und fordern zusätzlich Unterstützung angesichts drastisch gestiegener Produktionskosten. Auch faire und kostendeckende Preise für ihre Erzeugnisse stehen auf der Liste ihrer Forderungen.

Eskalation - Proteste und Polizeieinsatz

In mehreren Regionen kam es bereits zu Zusammenstößen zwischen Landwirten und der Polizei. Beim Versuch, neue Straßensperren zu verhindern, setzte die Polizei Tränengas ein. Es gab Festnahmen und mehrere Verletzte.

Die Bauern kündigten an, ihre Aktionen auch an Weihnachten und bis Neujahr fortzusetzen, solange die Regierung keine konkreten Zusagen macht. Vertreter der Protestbewegung sprechen von einem "Kampf um die Existenz der Höfe"./tt/DP/jha

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