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USA und Großbritannien sanktionieren Online-Betrüger

WASHINGTON/LONDON (dpa-AFX) - Im Kampf gegen milliardenschweren Online-Betrug und Liebesschwindel im Internet haben die USA und Großbritannien mehrere Netzwerke aus Südostasien sanktioniert. Bei Razzien seien Immobilien der Prince Group aus Kambodscha beschlagnahmt worden, hieß es in einer Mitteilung des US-Finanzministeriums sowie des Außenministeriums des Vereinigten Königreiches.

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Blick auf das Washington DC Capitol mit wehender amerikanischer Flagge
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Die Sanktionen zielten auch auf das Unterhaltungsunternehmen Jin Bei Group, die Golden Fortune Resorts World und die Krypto-Plattform Byex Exchange ab. Zudem werde der Finanzdienstleister Huione Group vom US-Finanzsystem abgeschnitten, weil er Gelder in Milliardenhöhe für Nordkorea und die Prince Group gewaschen habe.

Der Chef der Prince Group, Chen Zhi, wurde ferner laut US-Justizministerium wegen Überweisungsbetrug und Geldwäsche angeklagt. Er soll auf einer privaten Krypto-Geldbörse Vermögenswerte von umgerechnet rund 15 Milliarden Dollar (Dollarkurs) besitzen.

Finanzministerium: Milliardenverluste durch Online-Betrug

Laut US-Finanzministerium stiegen die Verluste in den Vereinigten Staaten durch Online-Investitionsbetrug in den vergangenen Jahren stetig - insgesamt ist die Rede von gut 16,6 Milliarden US-Dollar (14,3 Milliarden Euro). Mindestens zehn Milliarden Dollar seien 2024 an Betrüger in Südostasien geflossen, hieß es weiter.

"In Südostasien nutzen Betrugszentren hochentwickelte Methoden, darunter auch solche, bei denen Menschen in falsche Liebesbeziehungen gelockt werden, um Opfer im großen Stil (...) zu betrügen", teilte das britische Außenministerium mit. Beide Stellen wiesen auch auf die katastrophalen Bedingungen für die hin, die die Betrügereien im Auftrag der Netzwerke durchführen, demnach teils unter Androhung von Folter.

Den Angaben zufolge locken die Betrüger oft auch Ausländer unter anderem über gefälschte Stellenanzeigen in stillgelegte Casinos oder andere Anlagen, in denen diese zum Online-Betrug gezwungen wurden. Dabei sollten sie eine Beziehung zu ihren Opfern aufbauen und diese motivieren, immer größere Summen in Kryptowährung-Maschen zu investieren.

Außenministerin: Betrüger "ruinieren Leben"

Die Drahtzieher hinter diesen Betrugszentren "ruinieren das Leben" leicht ausnutzbarer Menschen, sagte die britische Außenministerin Yvette Cooper. In London wurde unter anderem ein Anwesen im Wert von zwölf Millionen Pfund (13,8 Millionen Euro) beschlagnahmt. Ein Netzwerk hatte einen dreistelligen Millionenbetrag in Londoner Immobilien investiert./ngu/DP/jha

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