Der Kupferpreis in den USA war an der New Yorker Börse Comex am Dienstag auf ein Rekordhoch gestiegen. Ein Pfund Kupfer kostete dort zeitweise 5,6 US-Dollar. Zuvor hatte der Preis noch bei rund 5,0 Dollar (Dollarkurs) gelegen. In London hingegen wird der Preis in metrischen Tonnen gehandelt, also je 1.000 Kilogramm. Eine Tonne kostete zuletzt 9.660 Dollar. Eine metrische Tonne entspricht rund 2.205 Pfund. Damit würde der Preis an der Comex für eine Tonne bei über 12.000 Dollar liegen.
An der Metalbörse LME in London fielen die Preise zuletzt. Dies sorgte für einen historischen Preisunterschied von 28 Prozent. "Dieser könnte sich kurzfristig noch ausweiten: US-Importeure könnten versuchen, vor Inkrafttreten der Zölle möglichst viel Kupfer einzulagern", schreibt die Postbank. Normalerweise gibt die LME die Richtung der Preise weltweit vor.
Trump schrieb auf der Plattform Truth Social am Donnerstag: "Amerika wird wieder eine DOMINANTE Kupferindustrie aufbauen." Experten halten dies jedoch für unwahrscheinlich und rechnen mit deutlichen Preisanstiegen in den USA.
"Sollten die Zölle dauerhaft gelten, wären höhere Preise für US-Verbraucher unvermeidlich, da die heimische Produktion den Bedarf nicht decken kann - insbesondere angesichts des wachsenden Kupferbedarfs durch Datenzentren, Automobilindustrie und Energieversorger", schreiben die Experten der Commerzbank (Commerzbank Aktie).
Kupfer sei das vom Verteidigungsministerium am zweithäufigsten verwendete Metall, begründete Trump die Entscheidung. Kupfer wird beispielsweise für Munition verwendet. Die Entscheidung über die Zölle sei nach einer "robusten" Überprüfung der nationalen Sicherheit erfolgt, so Trump. Gegenwärtig sind die USA in hohem Maße von Einfuhren abhängig. Die USA importieren Kupfer vor allem aus Chile, Kanada und Mexiko./jsl/la/jha/
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