Menschen aus der "inner city" würden diese Art der Arbeit "einfach nicht verrichten", sagte Trump. Migranten hingegen erledigten diese Tätigkeiten "von Natur aus". Er spielte auch darauf an, dass sich Migranten keine Schwächen wie Rückenschmerzen leisten könnten.
"Inner city" (zu Deutsch etwa "Innenstadt") ist in den USA eine politisch aufgeladene Umschreibung für Stadtviertel, in denen historisch vor allem Schwarze lebten. Sie wurden im Verlauf der US-Geschichte durch diskriminierende Gesetze in bestimmte Gegenden gedrängt und zugleich von wirtschaftlichen Chancen ausgeschlossen.
Vorwurf des Rassismus
Diese räumliche Trennung ist vielerorts bis heute sichtbar: Arme weiße Menschen leben in den USA tendenziell eher auf dem Land, arme schwarze Menschen dagegen häufiger in urbanen Gegenden. Allerdings werden sie durch steigende Lebenshaltungskosten zunehmend an die Stadtgrenzen gedrängt. Der Begriff "inner city" dient in politischen Debatten dennoch weiterhin manchen als Vehikel, um über Schwarze zu sprechen, ohne dies direkt zu benennen.
Kritiker werfen auch Trump immer wieder vor, mit seinen Äußerungen rassistische Stereotype zu bedienen. Die Landwirtschaft in den USA war über Jahrhunderte eng mit der Ausbeutung schwarzer Arbeitskräfte verbunden - von der Sklaverei bis hin zu späteren Formen der Diskriminierung.
Trumps jüngste Bemerkungen könnten ähnliche Vorwürfe auslösen. Bürgerrechtsgruppen kritisieren seit langem, dass Migranten in politischen Debatten oft allein auf die von ihnen geleistete Arbeit - insbesondere in der Landwirtschaft und Gastronomie - reduziert würden./gei/DP/he
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