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ROUNDUP/USA: Beschäftigung steigt erneut weniger als erwartet

WASHINGTON (dpa-AFX) - Die US-Wirtschaft hat im August erneut weniger Arbeitsplätze geschaffen als erwartet. Außerhalb der Landwirtschaft kamen 22.000 Stellen hinzu, wie das Arbeitsministerium am Freitag in Washington mitteilte. Volkswirte hatten im Schnitt 75.000 neue Stellen erwartet. Der Beschäftigungsaufbau in den beiden Vormonaten wurde zudem um insgesamt 21.000 Stellen nach unten revidiert.

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Die New Yorker Freiheitsstatue. New York ist die Börsenmetropole der Vereinigten Staaten.
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Der Arbeitsmarktbericht steht derzeit besonders im Fokus. Bereits im Juli war der Beschäftigungsaufbau hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Zudem waren die beiden Vormonate sehr stark nach unten revidiert worden. Trump feuerte daraufhin die Leiterin der Arbeitsmarktstatistik, Erika McEntarfer. Er warf ihr vor, Zahlen aus politischer Motivation gefälscht zu haben und ihm damit schaden zu wollen.

Die schwache Beschäftigungsentwicklung wurde vor allem durch den staatlichen Sektor ausgelöst. Hier wurden 16.000 Stellen abgebaut. Im privaten Sektor 38.000 Stellen neu entstanden.

Die Arbeitslosenquote legte im Monatsvergleich um 0,1 Prozentpunkte auf 4,3 Prozent zu. Volkswirte hatten im Schnitt mit diesem Anstieg gerechnet.

Die durchschnittlichen Stundenlöhne kletterten gegenüber dem Vormonat um 0,3 Prozent. Volkswirte hatten dies im Schnitt erwartet. Im Juli waren sie ebenfalls um 0,3 Prozent gestiegen. Im Jahresvergleich legten die Löhne um 3,7 Prozent zu und damit etwas schwächer als im Vormonat.

"Die US-Wirtschaft ist auf Sinkflug", kommentierte Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank. Der schwache Jobaufbau sei ein klares Anzeichen dafür, dass die Konjunktur lahme. "Es scheint nun auch so, dass der schwache Bausektor allmählich auch auf den Arbeitsmarkt durchschlägt."

Eine Leitzinssenkung durch die US-Notenbank Fed auf ihrer nächsten Sitzung ist laut Experten jetzt noch wahrscheinlicher. "Damit dürften letzte Zweifel daran ausgeräumt sein, dass die US-Notenbank am 17. September ihren Leitzins senken wird", kommentierte Elmar Völker, Volkswirt bei der LBBW. Dies gelte ungeachtet eines sukzessive steigenden Inflationsdrucks. "Letzterer dürfte nach unserer Einschätzung aber verhindern, dass die Notenbanker ernsthaft eine Senkung um mehr als 0,25 Prozentpunkte ins Auge fassen werden." Die Fed wird am 17. September ihre Zinsentscheidung bekannt geben.

Der US-Dollar geriet zu allen wichtigen Währung unter Druck. Der Eurokurs stieg auf ein Tageshoch von 1,1750 US-Dollar. Die Kurse von US-Anleihen legten merklich zu. Der Dax bewegte sich hingegen kaum. Der Goldpreis (Goldkurs) stieg auf ein neues Rekordhoch von 3.586,82 US-Dollar. Der Bitcoin legte nur geringfügig zu./jsl/nas

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