Es lohne sich sehr, "beim Tanken die regelmäßigen Schwankungen der Kraftstoffpreise im Tagesverlauf zu nutzen und möglichst zu günstigen Tageszeiten zu tanken", rät der ADAC-Kraftstoffmarkt-Experte Christian Laberer. Damit könne man nun wieder deutlich mehr sparen als vor einem Jahr.
Morgens teuer, abends billig
Maximal verkürzt heißt die Sparformel: Abends statt morgens. So steigen die Spritpreise am Morgen ab etwa 6.00 Uhr stark an und erreichen ihr Tageshoch kurz nach 7.00 Uhr, also im Berufsverkehr. Dann ist Diesel im Schnitt 9 Cent teurer als im Tagesdurchschnitt, Super E10 um 8 Cent. Von dort geht es allerdings steil bergab, schon gegen 9.00 Uhr liegt der Preis nur noch 2 Cent über dem Tagesschnitt, bevor er wieder leicht ansteigt und sich dann in Wellen Richtung Abendtief bewegt. Kurz vor Mittag ist Sprit bereits gut 2 Cent unter dem Tagesschnitt, kurz vor 18.00, 20.00 und 22.00 Uhr sind es sogar rund 4 Cent, wobei das Tief kurz vor 20.00 Uhr eine Kleinigkeit günstiger ist als die anderen beiden. Ab 22.00 Uhr geht es dann wieder nach oben, bleibt die Nacht über relativ ruhig, bevor es am nächsten Morgen wieder steil nach oben geht.
Insgesamt zählt der ADAC im Tagesverlauf acht typische Preisspitzen. Das entspricht dem Rekordniveau des Vorjahres. An einzelnen Tankstellen können es auch deutlich mehr sein, die Auswertung des Verkehrsclubs beruht auf Durchschnittswerten. Das Bundeskartellamt hatte zu Jahresbeginn im Schnitt 22 Preisänderungen pro Tankstelle gezählt, bei manchen waren es sogar mehr als 40 oder in seltenen Fällen mehr als 50 am Tag. Eine Garantie, am Abend auch das exakte Preistief zu erwischen, gibt es also nicht. Die Chancen stehen aber zumindest gut./ruc/DP/zb
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