dpa-AFX  | 
aufrufe Aufrufe: 243

Medien: Mehr als 250 Durchsuchungen vor Parlamentswahl in Moldau

CHISINAU (dpa-AFX) - Knapp eine Woche vor der Parlamentswahl in der Ex-Sowjetrepublik Moldau haben Medienberichten zufolge Strafverfolgungsbehörden mehr als 250 Objekte durchsucht. Hintergrund sind den örtlichen Medien zufolge Ermittlungen zur Vorbereitung von Massenunruhen und der Destabilisierung des Staates. Russland solle dies mit Hilfe krimineller Gruppen koordinieren. Betroffen waren demnach mehr als 100 Personen an verschiedenen Orten im ganzen Land. Auch Gefängnisse seien durchsucht worden.

play Anhören
share Teilen
feedback Feedback
copy Kopieren
newsletter
font_big Schrift vergrößern
Für dich zusammengefasst:
Hinweis
Zeitungsständer (Symbolbild).
Quelle: - © AdrianHancu / iStock Editorial / Getty Images Plus / Getty Images:

Der prorussische Ex-Präsident des Landes von der Partei der Sozialisten, Igor Dodon, schrieb bei Facebook (Facebook Aktie), dass es Durchsuchungen bei "unseren Kollegen" im Norden des Landes gebe. Er warf der proeuropäischen Partei Aktion und Solidarität (PAS) von Präsidentin Maia Sandu Einschüchterungsversuche vor. Dodons Partei hat sich für die Parlamentswahl mit weiteren russlandorientierten Parteien zu einem Wahlblock zusammengeschlossen.

Das Nationale Antikorruptionszentrum führte nach eigenen Angaben außerdem gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft Chisinau Razzien durch. Dabei ging es der Mitteilung zufolge um ein Strafverfahren wegen illegaler Parteifinanzierung, Geldwäsche und Wählerbestechung. Eine Person sei festgenommen worden.

Proeuropäische und prorussische Kräfte streiten um den Kurs

In Moldau wird am Sonntag ein neues Parlament gewählt. Das kleine Land zwischen Rumänien und der Ukraine ist seit Jahrzehnten zwischen einer Annäherung an den Westen und einer Anlehnung an Russland hin- und hergerissen. Seit 2022 ist der verarmte Agrarstaat EU-Beitrittskandidat. Bei einem Referendum 2024 setzten sich die Befürworter eines EU-Kurses knapp durch. Umfragen lassen erwarten, dass Sandus Partei PAS bei der Wahl wieder stärkste Kraft werden könnte, aber nicht mehr alleine regieren kann./ksr/DP/men

Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.


Weitere Artikel des Autors

Themen im Trend