dpa-AFX  | 
aufrufe Aufrufe: 295

Iran plant weitere Verhandlungen mit der UN-Atombehörde

TEHERAN (dpa-AFX) - Der Iran plant ein weiteres Treffen mit Vertretern der Internationalen Atomenergieorganisation (IAEA). Die Verhandlungsrunde soll in den nächsten Tagen stattfinden, sagte Außenamtssprecher Ismail Baghai in einer Pressekonferenz. Details darüber, wo und wann das nächste Treffen stattfinden wird, gibt es bislang nicht.

play Anhören
share Teilen
feedback Feedback
copy Kopieren
newsletter
font_big Schrift vergrößern
Die Flagge des Iran.
Quelle: - pixabay.com:

Der Iran hatte im Juli die Zusammenarbeit mit der IAEA ausgesetzt, da die Behörde nach Darstellung des Landes die Angriffe Israels und der USA im Juni auf die iranischen Atomanlagen nicht verurteilt hatte. Letzte Woche hatte Irans Regierung erstmals nach den Bombardierungen den IAEA-Vizegeneraldirektor Massimo Aparo in Teheran empfangen.

Bei den Gesprächen wurde über die künftige Zusammenarbeit diskutiert. Die von IAEA-Chef Rafael Grossi geforderte Besichtigung der Atomanlagen fand aber nicht statt. Man einigte sich lediglich auf weitere Verhandlungen.

Verhandlungen auch mit den USA?

Israel, die USA und europäische Staaten befürchten, der Iran strebe nach Atomwaffen. Teheran weist dies zurück. Vor dem zwölf Tage langen Krieg hatten Washington und Teheran fast zwei Monate über das Nuklearprogramm verhandelt - ohne Durchbruch.

Laut Baghai stehen neue Atomverhandlungen mit den USA weiterhin nicht auf der Agenda, Gespräche mit den sogenannten E3-Staaten Deutschland, Frankreich und Großbritannien sollen jedoch weitergeführt werden. Die letzte Verhandlungsrunde dieser Art fand vergangenen Monat in Istanbul statt.

Mitte Oktober läuft das Wiener Atomabkommen von 2015 formal aus. Bis dahin könnten die E3-Staaten als Mitunterzeichner der Vereinbarung den sogenannten Snapback und somit die Wiedereinführung früherer Sanktionen gegen den Iran beim UN-Sicherheitsrat beantragen. Zu den zentralen Forderungen der Europäer gehören die Wiederaufnahme der Kontrolle des iranischen Atomprogramms durch Inspektoren der IAEA sowie Informationen über den Verbleib von rund 400 Kilogramm hochangereicherten Urans./pey/str/DP/nas

Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.


Weitere Artikel des Autors

Themen im Trend