Das Brandenburger Tor in der deutschen Hauptstadt Berlin.
Quelle: - pixabay.com:
Google
dpa-AFX  | 
aufrufe Aufrufe: 292

Huthi-Angriffe: Berlin und Wien offen für stärkere EU-Reaktion

WIEN (dpa-AFX) - Deutschland und Österreich sind angesichts zunehmender Angriffe der Huthi-Miliz auf Handelsschiffe offen für eine Aufstockung der EU-Militäroperation "Aspides" im Roten Meer. "Die Operation Aspides der Europäischen Union hat in einem schwierigen Umfeld schnell Erfolge erzielt", sagte Außenminister Johann Wadephul (CDU) bei einem Treffen mit seinem israelischen Kollegen Gideon Saar und der österreichischen Außenministerin Beate Meinl-Reisinger in Wien. Es liege nun an den militärischen Ratgebern, "Hinweise zu geben, ob das verstärkt oder angepasst werden muss", fügte Wadephul hinzu.

play Anhören
share Teilen
feedback Feedback
copy Kopieren
newsletter
font_big Schrift vergrößern

Die neuerlichen Angriffe der jemenitischen Miliz auf Handelsschiffe zeigten, dass ein iranischer Verbündeter weiterhin ohne jeden Anlass die zivile Schifffahrt erheblich störe und das Leben unschuldiger Seeleute gefährde, sagte Wadephul. "Wir verurteilen das auf das Schärfste und erwarten, dass der Iran seinen Einfluss auf die Huthis ausübt, um das zu beenden."

Der CDU-Politiker sagte mit Blick auf die Angriffe auf die Handelsschiffe: "Wir werden uns dagegen weiter wehren." Handels- und Seewege seien Teile der wirtschaftlichen Sicherheit.

Meinl-Reisinger ergänzte, die Sicherheit der Passage durch das Rote Meer sei im ureigensten Interesse Europas. Deshalb beteilige sich Österreich mit Stabsoffizieren an der EU-Operation. Sie stehe einer Diskussion "sehr offen gegenüber, inwieweit das verstärkt oder angepasst wird". Dies sei nun Sache der militärischen Berater.

Im Rahmen von "Aspides" ("Schilde") waren zuletzt etwa 30 Bundeswehrsoldaten eingesetzt. Deutschland stellte in den vergangenen Monaten Soldaten für die Luftraumüberwachung, Stabspersonal im Hauptquartier im griechischen Larissa sowie auf dem Führungsschiff der Operation.

Huthi-Miliz versenkt zwei Handelsschiffe

Die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz im Jemen hatte in den vergangenen Tagen zwei Handelsschiffe angegriffen, die daraufhin sanken. Die Miliz greift seit Beginn des Gaza-Kriegs im Oktober 2023 unter anderem Handelsschiffe mit angeblichem Bezug zu Israel an. Erklärtes Ziel ist die Unterstützung der islamistischen Hamas im Gazastreifen./bk/mrd/DP/jha

Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.


Weitere Artikel des Autors

Themen im Trend