Explosionsartig hatten sich die Flammen anfangs ausgebreitet. Tausende Menschen erhielten die Anweisung, sofort ihre Häuser zu verlassen. Zudem wurden rund 14.000 Anwohner alarmiert, sich auf eine mögliche Evakuierung einzustellen. Auf Fernsehbildern waren lichterloh brennende Hügelketten, dichter Rauch und flüchtende Menschen zu sehen. Doch eine Katastrophe konnte zunächst verhindert werden.
Feuerwehr macht Fortschritte
Nach Ausbruch des Feuers am Donnerstag (Ortszeit) konnten die Einsatzteams bereits am Freitag Fortschritte vermelden. Das "Canyon Fire" sei zu 25 Prozent eingedämmt, hieß es. Bis dahin hatten die Flammen eine Fläche von etwa 22 Quadratkilometern verkohlt. Durch die harte Arbeit der Feuerwehrleute seien größere Schäden in Wohngebieten bisher verhindert worden, teilte die Behörde mit.
Eine Entwarnung gab es aber nicht, denn die gefährlichen Wetterbedingungen sollten auch am Wochenende anhalten. Eine Hitzewelle bringe heiße, trockene und windige Bedingungen mit sich, warnte die Behörde. Unter diesen Umständen könnten sich Waldbrände schneller ausweiten. Jeder Funke sei gefährlich.
Keine Entwarnung
An einigen Stellen in bereits gelöschten Gebieten sehe man ein Wiederaufflammen, sagte Andrew Dowd, Sprecher der Feuerwehr im Bezirk Ventura County, der "Los Angeles Times". Die Vegetation sei völlig ausgedörrt.
Mehr als 400 Helfer waren am Freitagnachmittag (Ortszeit) gegen die Flammen im Einsatz. Rund 2.500 Anwohner durften vorerst nicht in die gefährdeten Gebiete zurück. Der Gouverneur von Kalifornien, Gavin Newsom, dankte den "mutigen Männern und Frauen", die gegen die Brände ankämpften. Er habe auf Antrag Hilfsmittel von der Katastrophenschutzbehörde (Fema) erhalten, um die Feuer schnell zu bekämpfen.
Strafgefangene helfen mit
Bei der Brandbekämpfung wurde die Feuerwehr auch diesmal von Häftlingen unterstützt. Dies ist in Kalifornien schon seit Jahrzehnten üblich. Häufig stehen auch Angehörige der Nationalgarde den Teams zur Seite. Im vorigen Januar waren bei den verheerenden Feuern im Raum Los Angeles zeitweise 900 Häftlinge im Einsatz. Zu ihren Aufgaben gehörte es unter anderem, Brandschneisen anzulegen und brennbares Material wie umgefallene Bäume zu entfernen.
Angst vor einem Inferno
Das Katastrophen-Szenario vom Januar haben die Menschen in Kalifornien nicht vergessen. Damals hatten zwei Flächenbrände in Teilen von Los Angeles eine Schneise der Verwüstung hinterlassen. Bei heftigen Santa-Ana-Winden breiten sich die Flammen am Westrand der Metropole bis zu den Stränden von Malibu blitzschnell aus. In panischer Eile flüchten Anwohner aus ihren Häusern - auf verstopften Straßen ließen einige ihre Autos zurück und brachten sich zu Fuß in Sicherheit. Dazu kam ein weiteres Großfeuer in Altadena, am Ostrand des Bezirks Los Angeles. Tausende Gebäude brannten gleich in der ersten Nacht ab.
Zeitweise waren 200.000 Menschen vor dem Flammen auf der Flucht. Wochenlang kämpften Feuerwehrleute gegen das Inferno an. Die schreckliche Bilanz: Mehr als 16.000 Gebäude brannten ab, mindestens 31 Menschen starben. Noch im Juli wurden menschliche Überreste in einer Brandzone in Altadena gefunden./alz/DP/zb
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