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| Geld/Brief | 55,25 € / 57,25 € |
| Spread | +3,62% |
| Schluss Vortag | 55,50 € |
| Gehandelte Stücke | 0 |
| Tagesvolumen Vortag | - |
| Tagestief 54,45 € Tageshoch 55,70 € | |
| 52W-Tief 49,16 € 52W-Hoch 70,10 € | |
| Jahrestief 51,40 € Jahreshoch 65,60 € | |
| Umsatz in Mio. | 6.168 $ |
| Operatives Ergebnis (EBIT) in Mio. | 6,99 $ |
| Jahresüberschuss in Mio. | -4,76 $ |
| Umsatz je Aktie | 76,77 $ |
| Gewinn je Aktie | -0,06 $ |
| Gewinnrendite | -0,07% |
| Umsatzrendite | - |
| Return on Investment | -0,05% |
| Marktkapitalisierung in Mio. | 6.954 $ |
| KGV (Kurs/Gewinn) | -1.442,50 |
| KBV (Kurs/Buchwert) | 1,00 |
| KUV (Kurs/Umsatz) | 1,13 |
| Eigenkapitalrendite | - |
| Eigenkapitalquote | +79,38% |
| Knock-Outs | 25 | |
| Faktor-Zertifikate | 18 |
| Auszahlungen/Jahr 4 |
| Gesteigert seit 5 Jahre |
| Keine Senkung seit 15 Jahre |
| Stabilität der Dividende 0,9 (max 1,00) |
| Jährlicher 15,32% (5 Jahre) Dividendenzuwachs 21,97% (10 Jahre) |
| Ausschüttungs- 100% (auf den Gewinn/FFO) quote 100% (auf den Free Cash Flow) |
| Erwartete Dividendensteigerung 6,74% |
| Datum | Dividende |
| 13.03.2026 | 0,32 $ |
| 29.12.2025 | 0,32 $ |
| 25.09.2025 | 0,44 $ |
| 26.06.2025 | 0,44 $ |
| 14.03.2025 | 0,32 $ |
| 27.12.2024 | 0,32 $ |
| 26.09.2024 | 0,32 $ |
| 26.06.2024 | 0,32 $ |
| Handelsplatz | Letzter | Änderung | Vortag | Zeit | |
|---|---|---|---|---|---|
| Düsseldorf | 55,50 € | +1,37% | 54,75 € | 19:31 | |
| Frankfurt | 54,45 € | -0,46% | 54,70 € | 08:19 | |
| Hannover | 54,85 € | -0,81% | 55,30 € | 17:25 | |
| München | 55,85 € | 0 % | 55,85 € | 08:01 | |
| Stuttgart | 56,10 € | +1,54% | 55,25 € | 21:55 | |
| L&S RT | 56,175 € | +2,18% | 54,975 € | 22:51 | |
| NYSE | 66,14 $ | +2,15% | 64,75 $ | 22:10 | |
| Nasdaq | 66,015 $ | +1,77% | 64,865 $ | 21:52 | |
| AMEX | 64,89 $ | -2,33% | 66,44 $ | 10.04.26 | |
| Tradegate | 54,50 € | -1,36% | 55,25 € | 10:10 | |
| Quotrix | 55,20 € | -0,36% | 55,40 € | 07:27 | |
| Gettex | 55,70 € | +0,36% | 55,50 € | 22:43 | |
| Datum | Kurs | Volumen |
|---|---|---|
| 13.04.26 | 54,75 | 0 |
| 10.04.26 | 55,50 | 0 |
| 09.04.26 | 55,95 | 2.246 |
| 08.04.26 | 56,30 | 0 |
| 07.04.26 | 54,85 | 439 |
| 02.04.26 | 56,20 | 56 |
| Zeitraum | Kurs | % |
|---|---|---|
| 1 Woche | 56,20 € | -2,58% |
| 1 Monat | 56,00 € | -2,23% |
| 6 Monate | 59,25 € | -7,59% |
| 1 Jahr | 66,20 € | -17,30% |
| 5 Jahre | - | - |
| Marktkapitalisierung | 4,01 Mrd. € |
| Aktienanzahl | 77,96 Mio. |
| Streubesitz | 9,65% |
| Währung | EUR |
| Land | Kanada |
| Sektor | Grundstoffe |
| Branche | Papier u.Forstprodukte |
| Aktientyp | Stammaktie |
| +90,35% | Weitere |
| +9,65% | Streubesitz |
West Fraser Timber ist für mich zum Stand 11. April 2026 eine qualitativ starke, aber klar zyklische Holzaktie. Der Markt bewertet das Unternehmen derzeit so, als ob die Schwächephase noch länger anhält: Die Aktie schloss in New York zuletzt bei 64,75 US-Dollar, während West Fraser für 2025 zwar 5,462 Milliarden US-Dollar Umsatz erzielte, aber wegen eines extrem schwachen Marktumfelds und hoher Restrukturierungs- sowie Wertminderungsaufwendungen einen Jahresverlust von 937 Millionen US-Dollar auswies. Entscheidend ist dabei: In diesem Verlust stecken 712 Millionen US-Dollar an Restrukturierungs- und Impairment-Kosten; das bereinigte EBITDA lag immerhin noch bei 56 Millionen US-Dollar. Das ist kein gutes Jahr, aber es ist auch nicht das Bild eines bilanziell gefährdeten Unternehmens. (West Fraser Timber Company)
Die Geschichte von West Fraser ist ein wichtiger Teil der Investmentthese, weil sie viel über die Unternehmenskultur sagt. Der Konzern begann 1955, als die Ketcham-Brüder in Quesnel in British Columbia für 60.000 Dollar Two Mile Planing Mills kauften. 1958 wurde der Name West Fraser Timber Co. Ltd. eingeführt, 1986 folgte der Börsengang in Toronto. Danach kam die Expansion erst in Alberta, dann massiv in die USA; 2007 beschleunigte West Fraser den Schritt in den U.S. South mit dem Kauf von 13 Werken. 2021 folgte mit der Norbord-Übernahme der eigentliche Sprung in die globale OSB-Liga, dazu kam das Listing an der NYSE. Das Muster dahinter ist seit Jahrzehnten gleich: niedrige Kosten, starke Bilanz, antizyklische Reinvestition. (West Fraser Timber Company)
Heute ist West Fraser kein reiner Sägewerkswert mehr, sondern ein breit aufgestellter Holz- und Holzwerkstoffkonzern mit mehr als 50 Standorten in Kanada, den USA, Großbritannien und Europa. Zum Jahresende 2025 hatte der Konzern 28 Lumber Mills, 15 OSB-Werke, 9 weitere Engineered-Wood-Standorte sowie 2 Pulp-&-Newsprint-Werke und rund 9.590 Beschäftigte. Wichtig ist die regionale Verschiebung: 54 Prozent der Lumber-Kapazität liegen inzwischen im U.S. South, 28 Prozent in Alberta und nur noch 18 Prozent in British Columbia. Genau das ist strategisch sinnvoll, weil der U.S. South langfristig faserseitig und logistisch attraktiver ist als British Columbia. Beim Umsatz kamen 2025 rund 2,561 Milliarden US-Dollar aus Lumber, 2,140 Milliarden aus North America EWP, 493 Millionen aus Europe EWP und 325 Millionen aus Pulp & Paper. West Fraser ist also deutlich diversifizierter, als viele Anleger auf den ersten Blick denken. (West Fraser Timber Company)
Die Bilanz ist der Kernpunkt, warum ich das Unternehmen trotz des miesen Zyklus für robust halte. West Fraser beendete 2025 mit 1,222 Milliarden US-Dollar verfügbarer Liquidität, 202 Millionen US-Dollar Cash und Cash Equivalents, 300 Millionen US-Dollar langfristiger Finanzschuld und einer Debt-to-Capital-Quote von nur 6 Prozent; die Net-Debt-to-Capital-Quote lag bei 2 Prozent. Das Eigenkapital betrug 5,849 Milliarden US-Dollar bei 78,3 Millionen ausstehenden Aktien, was grob einem Buchwert von rund 74,7 US-Dollar je Aktie entspricht. Gegenüber dem aktuellen Kurs handelt die Aktie damit bei ungefähr 0,87-fachem Buchwert. Dazu kommen Investment-Grade-Ratings von Moody’s mit Baa2 und S&P mit BBB-. Das ist für einen zyklischen Produzenten ein echter Puffer. Positiv ist auch die Kapitalallokation: West Fraser zahlt seit dem Börsengang 1986 jedes Quartal Dividende, hat seit der Norbord-Übernahme bereits mehr als 45 Millionen Aktien zurückgekauft und im März 2026 erneut ein NCIB über bis zu 3,8 Millionen Aktien erneuert. Das Management handelt also nicht defensiv aus Not, sondern nutzt die Schwächephase aktiv zur Kapitalrückführung. (West Fraser Timber Company)
Warum ist die Aktie dann trotzdem so billig? Weil das operative Umfeld kurzfristig unerquicklich ist. West Fraser kämpft gleichzeitig mit Überangebot bei Lumber im U.S. South, einer jüngst in Überangebot gerutschten nordamerikanischen OSB-Industrie, schwachen Repair-&-Remodelling-Märkten und den altbekannten Softwood-Lumber-Duties. 2025 hat der Konzern deshalb Werke geschlossen oder dauerhaft stillgelegt, darunter Augusta in Georgia, 100 Mile House in British Columbia sowie zuvor schon Huttig und Lake Butler; zusätzlich wird das High-Level-OSB-Werk in Alberta im Frühjahr 2026 auf unbestimmte Zeit stillgelegt. Das reduziert Kapazität und belastet kurzfristig, ist aus meiner Sicht aber rational, weil West Fraser bewusst teure oder strukturell schwächere Anlagen aus dem Portfolio nimmt und Produktion in modernere, billigere Werke verschiebt. Bei den Zöllen ist die Lage unerquicklich, aber nicht hoffnungslos: Für AR6 liegt West Fraser mit einer kombinierten Cash-Deposit-Rate von 26,5 Prozent immer noch deutlich unter Canfor mit 47,6 Prozent und unter dem Wert für „All Others“ von 35,2 Prozent. Zudem stehen bei West Fraser 1,003 Milliarden US-Dollar als Duty Deposits beim U.S. Department of Commerce, denen ein bilanzieller Netto-Forderungswert von 308 Millionen US-Dollar gegenübersteht. Das bleibt ein Risiko, aber West Fraser ist innerhalb der kanadischen Gruppe nicht schlecht positioniert. (West Fraser Timber Company)
Kurzfristig, also über die nächsten 12 bis 24 Monate, sehe ich 2026 eher als Übergangs- und kein Boomjahr. Der jüngste offiziell verfügbare U.S.-Housing-Starts-Wert liegt für Januar 2026 bei 1,487 Millionen Einheiten annualisiert; die Veröffentlichungen für Februar und März wurden auf den 29. April verschoben, sodass der Markt bis dato keine frischeren amtlichen Starts-Daten hat. Gleichzeitig lag die durchschnittliche 30-jährige US-Hypothekenrate am 9. April 2026 immer noch bei 6,37 Prozent. Das ist besser als 2023 oder 2024, aber immer noch hoch genug, um die Erschwinglichkeit von Wohnraum zu bremsen. West Fraser selbst erwartet für 2026 bei SPF und SYP jeweils 2,4 bis 2,7 Milliarden Board Feet an Auslieferungen, bei North America OSB 5,9 bis 6,3 Milliarden Square Feet und in Europa 1,0 bis 1,25 Milliarden Square Feet. Die Investitionen sollen auf 300 bis 350 Millionen US-Dollar sinken. Gleichzeitig sagt das Unternehmen offen, dass der neue Henderson-Standort erst ab Ende 2026 einen wirklich spürbaren zusätzlichen Run-Rate-Beitrag liefern dürfte. Anders gesagt: Der Hebel für einen Gewinnsprung ist da, aber er wird nicht morgen voll sichtbar. (Census.gov)
Gerade Henderson und Allendale sind für mich die eigentlichen Treiber der mittelfristigen Story. Henderson wurde 2025 fertiggestellt, fährt bis 2027 in die Hochlaufphase und mehr als verdoppelt dort die Produktion; Allendale hat seinen Ramp-up 2025 abgeschlossen und zählt laut Unternehmen inzwischen zu den kostengünstigsten OSB-Werken im Portfolio. Solche Anlagen entscheiden in einer zyklischen Branche darüber, wer im Tief Geld verliert und wer im Aufschwung überproportional verdient. Hinzu kommt die Sensitivität des Geschäfts: West Fraser selbst beziffert den Effekt eines Anstiegs des Lumber-Preises um 10 Dollar je Mfbm auf rund 51 Millionen US-Dollar Vorsteuerergebnis, bei NA-OSB um 10 Dollar je Msf sogar auf 54 Millionen. Das zeigt brutal offen, wie stark die Ergebniskraft wieder anziehen kann, wenn sich der Zyklus dreht. Wer hier investiert, kauft also keine lineare Wachstumsstory, sondern einen finanziell starken Hebel auf bessere nordamerikanische Holz- und OSB-Märkte. (West Fraser Timber Company)
Meine Kursziele leite ich deshalb nicht aus einem glatten KGV ab, sondern aus einem Bewertungsrahmen über Zyklus, Bilanzqualität und Asset-Basis. Im Bärenfall, also bei weiter schwachen Housing-Märkten, anhaltendem Überangebot und keiner sauberen Margenerholung, halte ich 50 bis 58 US-Dollar für realistisch. Im Basisszenario, das ich derzeit für am wahrscheinlichsten halte, komme ich auf 78 bis 90 US-Dollar. Das wäre grob eine Rückkehr in Richtung Buchwert bis leicht darüber, was für einen qualitativ guten Zykliker mit intakter Bilanz und besserem Kostenprofil nicht ambitioniert ist. Im Bullenfall, also bei klar fallenden Hypothekenzinsen, besserem Housing-Umfeld, wirksamem Henderson-Hochlauf und normalisierten OSB-Margen, halte ich 105 bis 120 US-Dollar für erreichbar. Der aktuelle Kurs von 64,75 US-Dollar preist für meinen Geschmack zu viel schlechte Dauer und zu wenig Normalisierung ein. (West Fraser Timber Company)
Auf Sicht von fünf bis fünfzehn Jahren sehe ich West Fraser als potenziellen Gewinner der Konsolidierung in der Holzindustrie, aber eben nicht als Selbstläufer. Die positive Langfristthese lautet: mehr Gewicht im U.S. South, modernere und kostengünstigere Werke, OSB- und Engineered-Wood-Exposure, ein diszipliniertes Management und eine Bilanz, die auch schwache Jahre aushält. Dazu kommt, dass West Fraser selbst für Europa langfristig Wachstum erwartet, weil OSB dort weiter als Alternative zu Plywood Marktanteile gewinnen kann, und dass eine alternde Wohnsubstanz in Nordamerika und Europa den Repair-&-Remodelling-Markt langfristig stützt. Die negative Seite lautet: Softwood-Lumber-Duties verschwinden nicht einfach, Commodity-Zyklen bleiben brutal, und bei einer längeren Bauflaute kann die Aktie noch lange billig aussehen. Mein Fazit ist deshalb klar: West Fraser ist kein defensiver Qualitätscompounder, sondern ein sehr guter, finanziell robuster Zykliker. Wer Schwankungen aushält und antizyklisch denken kann, bekommt hier aus meiner Sicht einen der besseren Werte im nordamerikanischen Holzsektor. Wer stetiges Gewinnwachstum ohne harte Drawdowns erwartet, ist hier falsch. (West Fraser Timber Company)
Autor: ChatGPT
West Fraser: Downgading to "Sell" on deteriorating earnings and bearish charts (technical analysis)
https://seekingalpha.com/article/4873203-west-fraser-downgrading-to-sell-on-deteriorating-earnings-and-bearish-charts-technical-analysis