STOCKHOLM (dpa-AFX) - Die schwedische Verve Group ist trotz erheblicher Belastungen durch Währungseffekte zu Jahresbeginn aus eigener Kraft gewachsen. Der Spezialist für digitale Werbung und Spieleentwicklung profitierte von Verbesserungen bei seiner Technologie-Plattform und der Verwendung von Künstlicher Intelligenz (KI). Der Gewinn war jedoch wegen gestiegener Kosten rückläufig. Den Ausblick für 2026 bestätigte der Konzern. Bei den Anlegern kamen die Neuigkeiten nicht gut an.
Für dich zusammengefasst:
Verve Group erzielte im Q1 137,2 Millionen Euro Umsatz.
Der Gewinn sank auf 6,2 Millionen Euro im Vergleich zu 6,8 Millionen.
Die Aktie fiel um 2,9 Prozent auf den SDax-Titeln.
Für die Aktie des im Kleinwerteindex SDax gelisteten Unternehmens ging es zuletzt um 2,9 Prozent nach unten. Seit Jahresbeginn haben die Titel fast 14 Prozent an Wert verloren, in den vergangenen zwölf Monaten sogar nahezu 60 Prozent.
Der Umsatz stieg im ersten Quartal dank Zukäufen um ein gut ein Viertel auf 137,2 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Mittwoch in Stockholm mitteilte. Auf vergleichbarer Basis (like-for-like) erhöhten sich die Erlöse um 3,7 Prozent. Organisch, sprich ohne Währungs- und Portfolioeffekte sowie Zukäufe, lag das Wachstum bei 6,4 Prozent.
Das bereinigte operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sank indessen unter anderem wegen höherer Personalkosten um 6,2 Prozent auf 28,3 Millionen Euro. Die entsprechende operative Marge verringerte sich auf vergleichbarer Basis um 2,2 Prozentpunkte auf 20,6 Prozent. Unter dem Strich fiel der um Sondereffekte bereinigte Gewinn auf 6,2 Millionen Euro, nachdem im Vorjahreszeitraum noch 6,8 Millionen erzielt worden waren.
Für das laufende Jahr erwartet das Management um Konzernchef Remco Westermann weiterhin einen Umsatz in einer Spanne von 680 bis 730 Millionen Euro. Das bereinigte operative Ergebnis soll bei 145 bis 175 Millionen Euro herauskommen. 2025 erzielte Verve Erlöse in Höhe von 602 Millionen Euro bei einem operativen Ergebnis von gut 134 Millionen.
Verve investiert derzeit stark in sein Wachstum, insbesondere das Vertriebsteam wird erweitert und ein noch junger Geschäftszweig namens Retail-Media ausgebaut. Dabei messen die Schweden, inwieweit digitale Werbung von Einzelhandelspartnern sich konkret in Umsatz an der Ladenkasse niederschlägt.
Im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen zudem zwei Zukäufe getätigt. So wurde für 24,5 Millionen Euro Acardo übernommen. Das deutsche Unternehmen ist ein digitaler Lösungsanbieter und konzentriert sich unter anderem auf Couponing- und Cashback-Lösungen für führende Einzelhändler wie Edeka, Kaufland und Rewe.
Zudem kauften die Schweden Captify Technologies aus London für insgesamt 25,6 Millionen Euro. Dabei handelt es sich um eine auf Künstliche Intelligenz basierte Suchmaschinenplattform./err/tav/stk
Hinweis:
ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen.
Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich
dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch
eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link
„Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für
diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.