Transalta Corp

Aktie
12,01 $
-0,70 $
-5,51%
10,284 € 22:10:00 Uhr
Depot/Watchlist
Marktkapitalisierung *
3,23 Mrd. €
Streubesitz
18,56%
KGV
26,79
Dividende
0,16 EUR
Dividendenrendite
1,52%
Index-Zuordnung
-
Transalta Aktie Chart

Transalta Unternehmensbeschreibung

TransAlta Corporation ist ein kanadischer, börsennotierter Stromerzeuger mit Fokus auf flexible, kapitalintensive Kraftwerksportfolios in Nordamerika und ausgewählten internationalen Märkten. Das Unternehmen betreibt ein diversifiziertes Set an Erzeugungsanlagen aus Wasserkraft, Windenergie, Solarenergie, Gaskraft und einigen verbliebenen Kohlekapazitäten, die schrittweise in emissionsärmere Technologien überführt wurden. Als unabhängiger Stromproduzent agiert TransAlta überwiegend auf liberalisierten Strommärkten und sichert einen wesentlichen Teil seiner Cashflows über langfristige Stromabnahmeverträge (Power Purchase Agreements, PPAs) mit Versorgern, Industrieunternehmen und öffentlichen Auftraggebern. Für erfahrene Anleger ist TransAlta vor allem als Dividendenwert mit Infrastrukturcharakter interessant, dessen Ertragsprofil stark von regulatorischen Rahmenbedingungen und der Preisentwicklung an den Großhandelsstrommärkten abhängt.

Geschäftsmodell und Erlösquellen

Das Geschäftsmodell von TransAlta basiert auf dem Betrieb, der Optimierung und der langfristigen Bewirtschaftung eines breit gestreuten Kraftwerksparks. Kern der Wertschöpfung ist die Umwandlung von Energiequellen in zuverlässig verfügbare elektrische Energie und Kapazität, die über verschiedene Marktmechanismen monetarisiert wird. Typische Erlösströme sind:
  • Fixe Kapazitätszahlungen und Energiepreise aus langfristigen PPAs
  • Spotmarkt- und Terminmarkterlöse aus dem Verkauf von Strom und Herkunftsnachweisen
  • Vergütungen aus Kapazitätsmärkten und Netzdienstleistungen wie Regelenergie
  • Gebühren aus Betriebsführungsverträgen sowie Optimierungs- und Dispatch-Dienstleistungen für Partner
TransAlta setzt auf ein aktives Portfoliomanagement, das physische Assets, terminbasierte Absicherungsgeschäfte und die Flexibilisierung von Anlagen kombiniert. Ziel ist es, die Volatilität von Strompreisen und Brennstoffkosten zu glätten und gleichzeitig Opportunitäten aus Lastspitzen, Engpässen im Netz und regionalen Preisunterschieden zu nutzen. Das Unternehmen agiert damit als integrierter Asset Manager für Energieinfrastruktur, der operative Exzellenz mit strukturierter Vermarktung und Risikomanagement verbindet.

Mission und strategische Leitlinien

Die Mission von TransAlta ist auf eine sichere, erschwingliche und zunehmend kohlenstoffarme Stromversorgung ausgerichtet. Das Unternehmen kommuniziert klar das Ziel, die eigene Erzeugungsflotte kontinuierlich zu dekarbonisieren, ohne die Versorgungssicherheit zu gefährden. Strategische Leitprinzipien sind:
  • Schrittweise Verschiebung der Kapazität von emissionsintensiven zu emissionsarmen Technologien
  • Kapitaldisziplin mit Fokus auf Projekten mit langfristig gesicherten Cashflows
  • Risikoadjustierte Renditeoptimierung über den gesamten Lebenszyklus der Anlagen
  • Aufbau stabiler, oft vertraglich fixierter Beziehungen zu Großabnehmern
Diese Mission ist in Nachhaltigkeitsberichten und strategischen Präsentationen des Unternehmens verankert und steht im Einklang mit kanadischen Klimazielen und regionalen Dekarbonisierungsstrategien. TransAlta positioniert sich explizit als Übergangsanbieter, der bestehende Infrastrukturassets in ein emissionsärmeres Energiesystem überführt.

Produkte, Dienstleistungen und Business Units

TransAlta bietet vorrangig Strom und kapazitätsbezogene Dienstleistungen an, ergänzt um Netzdienstleistungen und Asset-Management-Kompetenz. Die operativen Aktivitäten lassen sich nach öffentlich zugänglichen Unternehmensinformationen im Wesentlichen in folgende Segmente beziehungsweise Geschäftseinheiten gliedern:
  • Wasserkraft: Betrieb von Laufwasser- und Speicherkraftwerken, die sowohl Grundlast- als auch Spitzenlastenergie bereitstellen und aus Sicht des Unternehmens stabile, inflationsgeschützte Cashflows liefern.
  • Wind und Solar: Onshore-Windparks und Solaranlagen mit Fokus auf langfristige PPAs, insbesondere mit Versorgern und Industriekunden, die ihre Dekarbonisierungsziele verfolgen.
  • Gasbasierte Erzeugung: Kombinierte Gas- und Dampfkraftwerke sowie Gasturbinen zur Bereitstellung von regelbarer, schnell verfügbarer Kapazität. Diese Anlagen fungieren als Flexibilitätsanker für das wachsende Portfolio an erneuerbaren Energien.
  • Legacy-Kohle und Übergangsanlagen: Ehemalige Kohlekapazitäten, die in Kanada weitgehend in Gas- oder Mischformen überführt oder stillgelegt wurden. Verbleibende Anlagen befinden sich in einem strukturierten Auslauf- oder Umrüstungsprozess.
Darüber hinaus erbringt TransAlta Services im Bereich Betriebsführung, Instandhaltung, Handel und Optimierung von Energieportfolios, sowohl für eigene Anlagen als auch teilweise für Dritte. Für institutionelle Abnehmer ist insbesondere die Kombination aus physischer Belieferung und maßgeschneiderten Vertragsstrukturen relevant.

Unternehmensgeschichte und Transformation

Die Wurzeln von TransAlta reichen bis ins frühe 20. Jahrhundert zurück, als in der kanadischen Provinz Alberta erste Wasserkraftanlagen zur regionalen Stromversorgung errichtet wurden. Über Dekaden baute das Unternehmen eine dominante Position als vertikal integrierter Energieversorger in Westkanada auf, mit einem Schwerpunkt auf Kohleverstromung in der Nähe von Rohstoffvorkommen und industriellen Zentren. Im Zuge der Liberalisierung der Strommärkte und wachsender Umweltauflagen vollzog TransAlta eine tiefgreifende Transformation: schrittweise Trennung von Netz- und Erzeugungsaktivitäten, stärkere Fokussierung auf unabhängige Stromerzeugung und strukturiertes Management von regulatorischen Veränderungen, insbesondere in Alberta. In den letzten Jahren standen drei Entwicklungen im Vordergrund:
  • Beschleunigter Ausstieg aus der kohlebasierten Stromerzeugung und Konversion ausgewählter Kraftwerke auf Erdgas
  • Ausbau von Wind- und Wasserkraftkapazitäten in Kanada und den USA
  • Stärkung der Bilanz und Vereinfachung der Konzernstruktur, unter anderem durch Transaktionen mit dem vormals börsennotierten Yieldco TransAlta Renewables
Diese Historie macht TransAlta zu einem Beispiel für den Übergang eines traditionellen Versorgers hin zu einem marktbasierten, stärker auf erneuerbare Energien fokussierten Independent Power Producer.

Alleinstellungsmerkmale und Burggräben

TransAlta verfügt über mehrere strukturelle Wettbewerbsvorteile, die als Burggräben interpretiert werden können:
  • Langjährige Marktpräsenz in Alberta: Das Unternehmen ist tief in den regionalen Energiemarkt eingebettet, kennt die regulatorischen Mechanismen und verfügt über langjährige Beziehungen zu Großkunden, Industrieclustern und Behörden.
  • Kapitalintensive Infrastruktur: Die hohe Investitionsschwelle für Großkraftwerke und Speicheranlagen fungiert als Markteintrittsbarriere. Historische Standorte mit bestehenden Netzanschlüssen und Genehmigungen lassen sich von neuen Marktteilnehmern nur schwer replizieren.
  • Wasserkraft- und Speicherstandorte: Attraktive, geografisch begrenzte Wasserkraftstandorte verschaffen TransAlta einen strukturellen Vorteil, da neue Projekte häufig mit Genehmigungsrisiken, Umweltauflagen und Flächenkonkurrenz konfrontiert sind.
  • Vertragsstruktur und Kundenbeziehungen: Langfristige PPAs mit kreditwürdigen Vertragspartnern wirken als stabiler Cashflow-Anker und erhöhen gleichzeitig die Wechselkosten für Abnehmer.
Diese Moats sind jedoch nicht absolut. Technologischer Fortschritt, Änderungen in der Marktregulierung und neue Geschäftsmodelle im Bereich dezentraler Energieerzeugung können mittelfristig Teile dieser Schutzmechanismen relativieren.

Wettbewerbsumfeld

TransAlta konkurriert mit einer Reihe regionaler und internationaler Energieunternehmen, die auf ähnliche Märkte und Technologien fokussiert sind. In Alberta und dem übrigen Kanada zählen unter anderem große Versorger und unabhängige Produzenten mit signifikanter Präsenz im Bereich Gas- und Wasserkraft zu den Wettbewerbern. Auf nordamerikanischer Ebene steht TransAlta im Wettbewerb mit:
  • Integrierten Versorgern mit Erzeugungs- und Netzinfrastruktur
  • Spezialisierten Independent Power Producers mit Fokus auf erneuerbare Energien
  • Infrastruktur- und Private-Equity-Fonds, die gezielt in Energieprojekte investieren
Im Bereich Wind und Solar konkurriert TransAlta mit Projektentwicklern und Finanzinvestoren, die zunehmend standardisierte, kostengünstige Anlagen in skalierbaren Programmen errichten. In der Flexibilitäts- und Kapazitätsbereitstellung treten zudem Gaskraftwerksbetreiber sowie Anbieter von Batteriespeichern und Demand-Response-Lösungen auf. Das Wettbewerbsumfeld bleibt damit dynamisch, mit zunehmendem Preisdruck bei standardisierten Projekten und höherer Differenzierung über Standortqualität, Bilanzstärke und Vertragsgestaltung.

Management, Governance und Strategie

Das Management von TransAlta verfolgt eine Strategie, die Risikoreduktion, Bilanzstärkung und graduelles Wachstum kombiniert. Zentrale Elemente sind:
  • Portfolio-Optimierung durch Verschiebung des Kapitalseinsatzes in erneuerbare Energieprojekte mit langfristigen PPAs
  • Strenge Kapitalallokation mit Priorität auf Cashflow-Stabilität, Schuldenreduktion und einer nachhaltigen Ausschüttungspolitik
  • Integration von Umwelt-, Sozial- und Governance-Faktoren (ESG) in Investitionsentscheidungen, unter anderem durch klare Emissionsziele und Diversifizierung der Erzeugungsmatrix
  • Aktives Management von regulatorischen Risiken, insbesondere in Kanada und den USA, mit Fokus auf frühzeitigen Dialog mit Behörden und Marktorganisatoren
Das Board of Directors setzt sich aus mehrheitlich unabhängigen Mitgliedern mit Erfahrung in Energie, Infrastruktur, Finanzen und Regulierung zusammen. Für konservative Anleger ist insbesondere relevant, dass das Management wiederholt betont, Ausschüttungen und Reinvestitionen an die langfristige Tragfähigkeit der Cashflows zu koppeln und spekulative, stark kurzzyklische Projekte zu vermeiden.

Branchen- und Regionenanalyse

TransAlta ist primär im nordamerikanischen Stromerzeugungssektor tätig, mit einem Schwerpunkt auf der Provinz Alberta und ausgewählten Märkten in Kanada und den USA. Charakteristisch für diese Regionen sind:
  • Ein fortschreitender Übergang von Kohle- zu Gas- und erneuerbarer Erzeugung
  • Teilweise liberalisierte Strommärkte mit marktbasierten Preisbildungsmechanismen
  • Wachsende Bedeutung von Kapazitätsmärkten und Netzdienstleistungen für Systemstabilität
Die Branche ist kapitalintensiv, stark reguliert und langfristig von Dekarbonisierungspolitik, Netzinvestitionen und Nachfrageentwicklung in Industrie und Dienstleistungen geprägt. In Alberta beeinflussen unter anderem Öl- und Gasindustrie, Bevölkerungswachstum und Witterung die Stromnachfrage. Politische Entscheidungen zu CO₂-Bepreisung, Fördermechanismen für erneuerbare Energien sowie Marktregeln für Kapazitäts- und Reserveprodukte wirken sich direkt auf die Ertragsprofile von TransAlta aus. Gleichzeitig sorgt der langfristige Bedarf an verlässlicher Energieversorgung dafür, dass Erzeugungskapazität und Flexibilitätsoptionen strukturell nachgefragt bleiben.

Sonstige Besonderheiten

Eine Besonderheit von TransAlta liegt in der Kombination aus Legacy-Assets und neuen Technologien innerhalb eines einheitlich gesteuerten Portfolios. Dies ermöglicht es, Erzeugungsprofile über Tages- und Jahreszeiten zu glätten und so ein relativ ausgewogenes Risiko-Ertrags-Profil zu gestalten. Zudem verfügt das Unternehmen über langjährige Erfahrung mit emissionsbezogenen Regimen und Zertifikatehandel, etwa im Umgang mit Emissionsgutschriften, Offsets und Herkunftsnachweisen. Ein weiterer Punkt ist die nach außen kommunizierte Bereitschaft, Partnerschaften und Joint Ventures einzugehen, um Kapitalbedarf zu teilen und Projektpipelines zu beschleunigen. Für institutionelle Investoren relevant ist auch die Praxis, detaillierte Offenlegungen zu Asset-Lebenszyklen, Umweltkennzahlen und regulatorischen Risiken in Berichten bereitzustellen, was die Transparenz erhöht und eine fundiertere Risikoanalyse ermöglicht.

Chancen für langfristig orientierte, konservative Anleger

Für konservative Anleger ergeben sich mehrere potenzielle Chancen:
  • Infrastrukturcharakter: Viele Assets von TransAlta weisen lange technische Lebensdauern auf und sind teils über mehrjährige Verträge abgesichert. Dies kann, bei stabiler Gegenparteibonität, relativ berechenbare Cashflows ermöglichen.
  • Partizipation an der Energiewende: Der zunehmende Anteil erneuerbarer Energien eröffnet TransAlta die Möglichkeit, weiter in CO₂-ärmere Technologien zu investieren und von politischen Fördermechanismen sowie der wachsenden Nachfrage nach grüner Energie zu profitieren.
  • Erfahrung im Übergangsmanagement: Die erfolgreich vollzogene Reduktion der Kohleabhängigkeit zeigt die Fähigkeit, große Strukturänderungen zu managen und komplexe regulatorische Anforderungen zu erfüllen.
  • Potenzial für Effizienzsteigerungen: Durch Digitalisierung, vorausschauende Instandhaltung und optimierten Einsatz von Flexibilitätsoptionen kann die Profitabilität bestehender Anlagen weiter verbessert werden.
Für Anleger mit Fokus auf stabile, inflationsresistente Ertragsströme und langfristige Sachwertinvestments kann TransAlta damit grundsätzlich als Baustein in einem diversifizierten Energie- oder Infrastrukturfokus betrachtet werden, ohne dass daraus eine Anlageempfehlung abgeleitet werden sollte.

Risiken und Unsicherheiten für Investoren

Dem Chancenprofil stehen substanzielle Risiken gegenüber, die konservative Anleger sorgfältig abwägen sollten:
  • Regulatorische Risiken: Änderungen in Emissionsvorschriften, Marktregeln, Subventionssystemen oder CO₂-Preisen können Geschäftsmodelle einzelner Assets deutlich beeinträchtigen. Besonders relevant sind Entscheidungen in Alberta und auf Bundesebene in Kanada sowie regulatorische Anpassungen in US-Bundesstaaten.
  • Marktpreisrisiken: Trotz Absicherungsstrategien bleibt TransAlta teilweise der Volatilität von Großhandelsstrompreisen und Brennstoffkosten ausgesetzt. Unerwartete Nachfragerückgänge, Überkapazitäten oder starke Zuwächse variabler erneuerbarer Energien können Margen unter Druck setzen.
  • Technologie- und Übergangsrisiken: Der schnelle technologische Fortschritt bei erneuerbaren Energien, Batteriespeichern und Demand-Response-Lösungen kann bestehende Anlagen wirtschaftlich entwerten, wenn sie nicht rechtzeitig modernisiert oder repowert werden.
  • Finanzierungs- und Zinsrisiken: Als kapitalintensives Unternehmen ist TransAlta von funktionierenden Kredit- und Kapitalmärkten abhängig. Steigende Zinsen, verschärfte Kreditbedingungen oder Herabstufungen des Kreditratings könnten Refinanzierungskosten erhöhen und Wachstumsprojekte einschränken.
  • Operative Risiken: Technische Störungen, Ausfälle von Großanlagen, Naturereignisse und Verzögerungen bei Genehmigungen oder Bauprojekten können zu temporären Ertragsausfällen und zusätzlichen Investitionen führen.
Für risikoaverse Investoren bedeutet dies, dass ein Engagement in TransAlta stets im Kontext der eigenen Risikotragfähigkeit, der Diversifikation über Branchen und Regionen sowie unter Berücksichtigung der hohen Abhängigkeit von politischen und regulatorischen Rahmenbedingungen bewertet werden sollte, ohne dass daraus eine konkrete Anlageentscheidung abgeleitet wird.

Kursdaten

Geld/Brief 12,06 $ / 12,04 $
Spread -0,17%
Schluss Vortag 12,71 $
Gehandelte Stücke 527.585
Tagesvolumen Vortag 2.133.420 $
Tagestief 11,96 $
Tageshoch 12,07 $
52W-Tief 8,335 $
52W-Hoch 17,87 $
Jahrestief 11,38 $
Jahreshoch 14,24 $

Community: Diskussion zur Transalta Aktie

Zusammengefasst - darüber diskutiert aktuell die Community

  • TransAlta wird in den Postings als großer unabhängiger Stromerzeuger mit historischer Herkunft und einem diversifizierten Kraftwerkspark (Wasser, Wind, Solar, Gas) in Kanada, den USA und Western Australia beschrieben; rund 9.014 MW Bruttokapazität und etwa 4.619 MW vertraglich abgesichert Ende 2025 zeigen teils planbare, teils merchant‑exponierte Erträge, während der Konzern aktiv von Kohle auf Gas und Erneuerbare umstellt.
  • Die Finanzlage wird als ordentlich, aber nicht makellos bewertet: 2025er Adjusted EBITDA und Free Cashflow sind rückläufig, es gab einen Nettoverlust, das Management guidet 2026 vorsichtiger, die Dividende wurde erhöht, die Verschuldung bleibt spürbar (Adjusted Net Debt/EBITDA ~4,0x) und der Markt bewertet die Aktie eher als Optionsstory auf bessere Strommarktbedingungen denn als voll kontrahierte Infrastruktur‑Story.
  • Wesentliche Treiber und Risiken sind Projektabschlüsse und Akquisitionen (Heartland, Far North, Keephills‑Datencenter‑MOU, Centralia‑Umbau), die Upside bieten könnten, aber stark von Alberta‑Preisen, Hedging, Projekt‑Execution und politisch‑regulatorischen Eingriffen abhängen; insgesamt gilt die Aktie als attraktiv für Anleger, die Markt‑, Projekt‑ und Politikrisiken bewusst mitkaufen, während konservative Investoren abwarten sollten.
Hinweis
Jetzt mitdiskutieren

Transalta Aktie: Fundamentale Kennzahlen (2024)

Umsatz in Mio. 2.845 $
Operatives Ergebnis (EBIT) in Mio. 585,00 $
Jahresüberschuss in Mio. 229,00 $
Umsatz je Aktie 9,42 $
Gewinn je Aktie 0,76 $
Gewinnrendite +13,12%
Umsatzrendite +8,05%
Return on Investment +2,41%
Marktkapitalisierung in Mio. 6.149 $
KGV (Kurs/Gewinn) 26,79
KBV (Kurs/Buchwert) 3,52
KUV (Kurs/Umsatz) 2,16
Eigenkapitalrendite +13,12%
Eigenkapitalquote +18,38%

Transalta News

NEU
Kostenloser Report:
Cash in der Krise - diese 3 Monatszahler sichern dir jetzt stabile Einnahmen!



Weitere News »

Dividenden Kennzahlen

Auszahlungen/Jahr 4
Stabilität der Dividende -0,44 (max 1,00)
Jährlicher -26,1% (5 Jahre)
Dividendenzuwachs -12,35% (10 Jahre)
Ausschüttungs- 136,8% (auf den Gewinn/FFO)
quote 19,5% (auf den Free Cash Flow)
Erwartete Dividendensteigerung 7,69%

Dividenden Historie

Datum Dividende
27.02.2026 0,065 CAD
01.12.2025 0,065 CAD
29.08.2025 0,065 CAD
30.05.2025 0,065 CAD
28.02.2025 0,060 CAD
29.11.2024 0,060 CAD
30.08.2024 0,060 CAD
31.05.2024 0,060 CAD
Werbung

Mehr Nachrichten kostenlos abonnieren

E-Mail-Adresse
Benachrichtigungen von ARIVA.DE
(Mit der Bestellung akzeptierst du die Datenschutzhinweise)

Transalta Termine

Keine Termine bekannt.

Transalta Aktie: Übersicht Handelsplätze

Handelsplatz
Letzter
Änderung
Vortag
Zeit
Düsseldorf 10,18 -4,95%
10,71 € 19:32
Frankfurt 10,78 0 %
10,78 € 08:02
Hamburg 10,82 +0,09%
10,81 € 08:10
München 10,95 +0,97%
10,845 € 11:01
Stuttgart 10,23 -5,37%
10,81 € 21:33
L&S RT 10,29 -5,16%
10,85 € 22:59
NYSE 12,01 $ -5,51%
12,71 $ 22:10
Nasdaq 12,015 $ -5,54%
12,72 $ 21:59
AMEX 12,06 $ -3,37%
12,48 $ 21:50
Tradegate 10,355 -4,74%
10,87 € 21:05
Quotrix 10,825 +0,37%
10,785 € 07:27
Gettex 10,305 -5,15%
10,865 € 22:43
Weitere Börsenplätze

Historische Kurse

Datum
Kurs
Volumen
28.04.26 12,71 2,17 M
27.04.26 12,59 0,91 M
24.04.26 12,49 2,77 M
23.04.26 12,08 3,03 M
22.04.26 12,28 3,03 M
Weitere Historische Kurse

Performance

Zeitraum Kurs %
1 Woche 12,28 $ +3,50%
1 Monat 12,92 $ -1,63%
6 Monate 17,73 $ -28,31%
1 Jahr 9,09 $ +39,82%
5 Jahre 9,89 $ +28,51%

Unternehmensprofil Transalta

TransAlta Corporation ist ein kanadischer, börsennotierter Stromerzeuger mit Fokus auf flexible, kapitalintensive Kraftwerksportfolios in Nordamerika und ausgewählten internationalen Märkten. Das Unternehmen betreibt ein diversifiziertes Set an Erzeugungsanlagen aus Wasserkraft, Windenergie, Solarenergie, Gaskraft und einigen verbliebenen Kohlekapazitäten, die schrittweise in emissionsärmere Technologien überführt wurden. Als unabhängiger Stromproduzent agiert TransAlta überwiegend auf liberalisierten Strommärkten und sichert einen wesentlichen Teil seiner Cashflows über langfristige Stromabnahmeverträge (Power Purchase Agreements, PPAs) mit Versorgern, Industrieunternehmen und öffentlichen Auftraggebern. Für erfahrene Anleger ist TransAlta vor allem als Dividendenwert mit Infrastrukturcharakter interessant, dessen Ertragsprofil stark von regulatorischen Rahmenbedingungen und der Preisentwicklung an den Großhandelsstrommärkten abhängt.

Geschäftsmodell und Erlösquellen

Das Geschäftsmodell von TransAlta basiert auf dem Betrieb, der Optimierung und der langfristigen Bewirtschaftung eines breit gestreuten Kraftwerksparks. Kern der Wertschöpfung ist die Umwandlung von Energiequellen in zuverlässig verfügbare elektrische Energie und Kapazität, die über verschiedene Marktmechanismen monetarisiert wird. Typische Erlösströme sind:
  • Fixe Kapazitätszahlungen und Energiepreise aus langfristigen PPAs
  • Spotmarkt- und Terminmarkterlöse aus dem Verkauf von Strom und Herkunftsnachweisen
  • Vergütungen aus Kapazitätsmärkten und Netzdienstleistungen wie Regelenergie
  • Gebühren aus Betriebsführungsverträgen sowie Optimierungs- und Dispatch-Dienstleistungen für Partner
TransAlta setzt auf ein aktives Portfoliomanagement, das physische Assets, terminbasierte Absicherungsgeschäfte und die Flexibilisierung von Anlagen kombiniert. Ziel ist es, die Volatilität von Strompreisen und Brennstoffkosten zu glätten und gleichzeitig Opportunitäten aus Lastspitzen, Engpässen im Netz und regionalen Preisunterschieden zu nutzen. Das Unternehmen agiert damit als integrierter Asset Manager für Energieinfrastruktur, der operative Exzellenz mit strukturierter Vermarktung und Risikomanagement verbindet.

Mission und strategische Leitlinien

Die Mission von TransAlta ist auf eine sichere, erschwingliche und zunehmend kohlenstoffarme Stromversorgung ausgerichtet. Das Unternehmen kommuniziert klar das Ziel, die eigene Erzeugungsflotte kontinuierlich zu dekarbonisieren, ohne die Versorgungssicherheit zu gefährden. Strategische Leitprinzipien sind:
  • Schrittweise Verschiebung der Kapazität von emissionsintensiven zu emissionsarmen Technologien
  • Kapitaldisziplin mit Fokus auf Projekten mit langfristig gesicherten Cashflows
  • Risikoadjustierte Renditeoptimierung über den gesamten Lebenszyklus der Anlagen
  • Aufbau stabiler, oft vertraglich fixierter Beziehungen zu Großabnehmern
Diese Mission ist in Nachhaltigkeitsberichten und strategischen Präsentationen des Unternehmens verankert und steht im Einklang mit kanadischen Klimazielen und regionalen Dekarbonisierungsstrategien. TransAlta positioniert sich explizit als Übergangsanbieter, der bestehende Infrastrukturassets in ein emissionsärmeres Energiesystem überführt.

Produkte, Dienstleistungen und Business Units

TransAlta bietet vorrangig Strom und kapazitätsbezogene Dienstleistungen an, ergänzt um Netzdienstleistungen und Asset-Management-Kompetenz. Die operativen Aktivitäten lassen sich nach öffentlich zugänglichen Unternehmensinformationen im Wesentlichen in folgende Segmente beziehungsweise Geschäftseinheiten gliedern:
  • Wasserkraft: Betrieb von Laufwasser- und Speicherkraftwerken, die sowohl Grundlast- als auch Spitzenlastenergie bereitstellen und aus Sicht des Unternehmens stabile, inflationsgeschützte Cashflows liefern.
  • Wind und Solar: Onshore-Windparks und Solaranlagen mit Fokus auf langfristige PPAs, insbesondere mit Versorgern und Industriekunden, die ihre Dekarbonisierungsziele verfolgen.
  • Gasbasierte Erzeugung: Kombinierte Gas- und Dampfkraftwerke sowie Gasturbinen zur Bereitstellung von regelbarer, schnell verfügbarer Kapazität. Diese Anlagen fungieren als Flexibilitätsanker für das wachsende Portfolio an erneuerbaren Energien.
  • Legacy-Kohle und Übergangsanlagen: Ehemalige Kohlekapazitäten, die in Kanada weitgehend in Gas- oder Mischformen überführt oder stillgelegt wurden. Verbleibende Anlagen befinden sich in einem strukturierten Auslauf- oder Umrüstungsprozess.
Darüber hinaus erbringt TransAlta Services im Bereich Betriebsführung, Instandhaltung, Handel und Optimierung von Energieportfolios, sowohl für eigene Anlagen als auch teilweise für Dritte. Für institutionelle Abnehmer ist insbesondere die Kombination aus physischer Belieferung und maßgeschneiderten Vertragsstrukturen relevant.

Unternehmensgeschichte und Transformation

Die Wurzeln von TransAlta reichen bis ins frühe 20. Jahrhundert zurück, als in der kanadischen Provinz Alberta erste Wasserkraftanlagen zur regionalen Stromversorgung errichtet wurden. Über Dekaden baute das Unternehmen eine dominante Position als vertikal integrierter Energieversorger in Westkanada auf, mit einem Schwerpunkt auf Kohleverstromung in der Nähe von Rohstoffvorkommen und industriellen Zentren. Im Zuge der Liberalisierung der Strommärkte und wachsender Umweltauflagen vollzog TransAlta eine tiefgreifende Transformation: schrittweise Trennung von Netz- und Erzeugungsaktivitäten, stärkere Fokussierung auf unabhängige Stromerzeugung und strukturiertes Management von regulatorischen Veränderungen, insbesondere in Alberta. In den letzten Jahren standen drei Entwicklungen im Vordergrund:
  • Beschleunigter Ausstieg aus der kohlebasierten Stromerzeugung und Konversion ausgewählter Kraftwerke auf Erdgas
  • Ausbau von Wind- und Wasserkraftkapazitäten in Kanada und den USA
  • Stärkung der Bilanz und Vereinfachung der Konzernstruktur, unter anderem durch Transaktionen mit dem vormals börsennotierten Yieldco TransAlta Renewables
Diese Historie macht TransAlta zu einem Beispiel für den Übergang eines traditionellen Versorgers hin zu einem marktbasierten, stärker auf erneuerbare Energien fokussierten Independent Power Producer.

Alleinstellungsmerkmale und Burggräben

TransAlta verfügt über mehrere strukturelle Wettbewerbsvorteile, die als Burggräben interpretiert werden können:
  • Langjährige Marktpräsenz in Alberta: Das Unternehmen ist tief in den regionalen Energiemarkt eingebettet, kennt die regulatorischen Mechanismen und verfügt über langjährige Beziehungen zu Großkunden, Industrieclustern und Behörden.
  • Kapitalintensive Infrastruktur: Die hohe Investitionsschwelle für Großkraftwerke und Speicheranlagen fungiert als Markteintrittsbarriere. Historische Standorte mit bestehenden Netzanschlüssen und Genehmigungen lassen sich von neuen Marktteilnehmern nur schwer replizieren.
  • Wasserkraft- und Speicherstandorte: Attraktive, geografisch begrenzte Wasserkraftstandorte verschaffen TransAlta einen strukturellen Vorteil, da neue Projekte häufig mit Genehmigungsrisiken, Umweltauflagen und Flächenkonkurrenz konfrontiert sind.
  • Vertragsstruktur und Kundenbeziehungen: Langfristige PPAs mit kreditwürdigen Vertragspartnern wirken als stabiler Cashflow-Anker und erhöhen gleichzeitig die Wechselkosten für Abnehmer.
Diese Moats sind jedoch nicht absolut. Technologischer Fortschritt, Änderungen in der Marktregulierung und neue Geschäftsmodelle im Bereich dezentraler Energieerzeugung können mittelfristig Teile dieser Schutzmechanismen relativieren.

Wettbewerbsumfeld

TransAlta konkurriert mit einer Reihe regionaler und internationaler Energieunternehmen, die auf ähnliche Märkte und Technologien fokussiert sind. In Alberta und dem übrigen Kanada zählen unter anderem große Versorger und unabhängige Produzenten mit signifikanter Präsenz im Bereich Gas- und Wasserkraft zu den Wettbewerbern. Auf nordamerikanischer Ebene steht TransAlta im Wettbewerb mit:
  • Integrierten Versorgern mit Erzeugungs- und Netzinfrastruktur
  • Spezialisierten Independent Power Producers mit Fokus auf erneuerbare Energien
  • Infrastruktur- und Private-Equity-Fonds, die gezielt in Energieprojekte investieren
Im Bereich Wind und Solar konkurriert TransAlta mit Projektentwicklern und Finanzinvestoren, die zunehmend standardisierte, kostengünstige Anlagen in skalierbaren Programmen errichten. In der Flexibilitäts- und Kapazitätsbereitstellung treten zudem Gaskraftwerksbetreiber sowie Anbieter von Batteriespeichern und Demand-Response-Lösungen auf. Das Wettbewerbsumfeld bleibt damit dynamisch, mit zunehmendem Preisdruck bei standardisierten Projekten und höherer Differenzierung über Standortqualität, Bilanzstärke und Vertragsgestaltung.

Management, Governance und Strategie

Das Management von TransAlta verfolgt eine Strategie, die Risikoreduktion, Bilanzstärkung und graduelles Wachstum kombiniert. Zentrale Elemente sind:
  • Portfolio-Optimierung durch Verschiebung des Kapitalseinsatzes in erneuerbare Energieprojekte mit langfristigen PPAs
  • Strenge Kapitalallokation mit Priorität auf Cashflow-Stabilität, Schuldenreduktion und einer nachhaltigen Ausschüttungspolitik
  • Integration von Umwelt-, Sozial- und Governance-Faktoren (ESG) in Investitionsentscheidungen, unter anderem durch klare Emissionsziele und Diversifizierung der Erzeugungsmatrix
  • Aktives Management von regulatorischen Risiken, insbesondere in Kanada und den USA, mit Fokus auf frühzeitigen Dialog mit Behörden und Marktorganisatoren
Das Board of Directors setzt sich aus mehrheitlich unabhängigen Mitgliedern mit Erfahrung in Energie, Infrastruktur, Finanzen und Regulierung zusammen. Für konservative Anleger ist insbesondere relevant, dass das Management wiederholt betont, Ausschüttungen und Reinvestitionen an die langfristige Tragfähigkeit der Cashflows zu koppeln und spekulative, stark kurzzyklische Projekte zu vermeiden.

Branchen- und Regionenanalyse

TransAlta ist primär im nordamerikanischen Stromerzeugungssektor tätig, mit einem Schwerpunkt auf der Provinz Alberta und ausgewählten Märkten in Kanada und den USA. Charakteristisch für diese Regionen sind:
  • Ein fortschreitender Übergang von Kohle- zu Gas- und erneuerbarer Erzeugung
  • Teilweise liberalisierte Strommärkte mit marktbasierten Preisbildungsmechanismen
  • Wachsende Bedeutung von Kapazitätsmärkten und Netzdienstleistungen für Systemstabilität
Die Branche ist kapitalintensiv, stark reguliert und langfristig von Dekarbonisierungspolitik, Netzinvestitionen und Nachfrageentwicklung in Industrie und Dienstleistungen geprägt. In Alberta beeinflussen unter anderem Öl- und Gasindustrie, Bevölkerungswachstum und Witterung die Stromnachfrage. Politische Entscheidungen zu CO₂-Bepreisung, Fördermechanismen für erneuerbare Energien sowie Marktregeln für Kapazitäts- und Reserveprodukte wirken sich direkt auf die Ertragsprofile von TransAlta aus. Gleichzeitig sorgt der langfristige Bedarf an verlässlicher Energieversorgung dafür, dass Erzeugungskapazität und Flexibilitätsoptionen strukturell nachgefragt bleiben.

Sonstige Besonderheiten

Eine Besonderheit von TransAlta liegt in der Kombination aus Legacy-Assets und neuen Technologien innerhalb eines einheitlich gesteuerten Portfolios. Dies ermöglicht es, Erzeugungsprofile über Tages- und Jahreszeiten zu glätten und so ein relativ ausgewogenes Risiko-Ertrags-Profil zu gestalten. Zudem verfügt das Unternehmen über langjährige Erfahrung mit emissionsbezogenen Regimen und Zertifikatehandel, etwa im Umgang mit Emissionsgutschriften, Offsets und Herkunftsnachweisen. Ein weiterer Punkt ist die nach außen kommunizierte Bereitschaft, Partnerschaften und Joint Ventures einzugehen, um Kapitalbedarf zu teilen und Projektpipelines zu beschleunigen. Für institutionelle Investoren relevant ist auch die Praxis, detaillierte Offenlegungen zu Asset-Lebenszyklen, Umweltkennzahlen und regulatorischen Risiken in Berichten bereitzustellen, was die Transparenz erhöht und eine fundiertere Risikoanalyse ermöglicht.

Chancen für langfristig orientierte, konservative Anleger

Für konservative Anleger ergeben sich mehrere potenzielle Chancen:
  • Infrastrukturcharakter: Viele Assets von TransAlta weisen lange technische Lebensdauern auf und sind teils über mehrjährige Verträge abgesichert. Dies kann, bei stabiler Gegenparteibonität, relativ berechenbare Cashflows ermöglichen.
  • Partizipation an der Energiewende: Der zunehmende Anteil erneuerbarer Energien eröffnet TransAlta die Möglichkeit, weiter in CO₂-ärmere Technologien zu investieren und von politischen Fördermechanismen sowie der wachsenden Nachfrage nach grüner Energie zu profitieren.
  • Erfahrung im Übergangsmanagement: Die erfolgreich vollzogene Reduktion der Kohleabhängigkeit zeigt die Fähigkeit, große Strukturänderungen zu managen und komplexe regulatorische Anforderungen zu erfüllen.
  • Potenzial für Effizienzsteigerungen: Durch Digitalisierung, vorausschauende Instandhaltung und optimierten Einsatz von Flexibilitätsoptionen kann die Profitabilität bestehender Anlagen weiter verbessert werden.
Für Anleger mit Fokus auf stabile, inflationsresistente Ertragsströme und langfristige Sachwertinvestments kann TransAlta damit grundsätzlich als Baustein in einem diversifizierten Energie- oder Infrastrukturfokus betrachtet werden, ohne dass daraus eine Anlageempfehlung abgeleitet werden sollte.

Risiken und Unsicherheiten für Investoren

Dem Chancenprofil stehen substanzielle Risiken gegenüber, die konservative Anleger sorgfältig abwägen sollten:
  • Regulatorische Risiken: Änderungen in Emissionsvorschriften, Marktregeln, Subventionssystemen oder CO₂-Preisen können Geschäftsmodelle einzelner Assets deutlich beeinträchtigen. Besonders relevant sind Entscheidungen in Alberta und auf Bundesebene in Kanada sowie regulatorische Anpassungen in US-Bundesstaaten.
  • Marktpreisrisiken: Trotz Absicherungsstrategien bleibt TransAlta teilweise der Volatilität von Großhandelsstrompreisen und Brennstoffkosten ausgesetzt. Unerwartete Nachfragerückgänge, Überkapazitäten oder starke Zuwächse variabler erneuerbarer Energien können Margen unter Druck setzen.
  • Technologie- und Übergangsrisiken: Der schnelle technologische Fortschritt bei erneuerbaren Energien, Batteriespeichern und Demand-Response-Lösungen kann bestehende Anlagen wirtschaftlich entwerten, wenn sie nicht rechtzeitig modernisiert oder repowert werden.
  • Finanzierungs- und Zinsrisiken: Als kapitalintensives Unternehmen ist TransAlta von funktionierenden Kredit- und Kapitalmärkten abhängig. Steigende Zinsen, verschärfte Kreditbedingungen oder Herabstufungen des Kreditratings könnten Refinanzierungskosten erhöhen und Wachstumsprojekte einschränken.
  • Operative Risiken: Technische Störungen, Ausfälle von Großanlagen, Naturereignisse und Verzögerungen bei Genehmigungen oder Bauprojekten können zu temporären Ertragsausfällen und zusätzlichen Investitionen führen.
Für risikoaverse Investoren bedeutet dies, dass ein Engagement in TransAlta stets im Kontext der eigenen Risikotragfähigkeit, der Diversifikation über Branchen und Regionen sowie unter Berücksichtigung der hohen Abhängigkeit von politischen und regulatorischen Rahmenbedingungen bewertet werden sollte, ohne dass daraus eine konkrete Anlageentscheidung abgeleitet wird.
Stand: April 2026
Hinweis

Transalta Prognose 2026: Einstufung & Empfehlung von Analysten

Transalta Kursziel 2026

  • Die Transalta Kurs Performance für 2026 liegt bei +0,55%.

Stammdaten

Marktkapitalisierung 3,23 Mrd. €
Aktienanzahl 296,40 Mio.
Streubesitz 18,56%
Währung EUR
Land Kanada
Sektor Versorger
Branche Unabhängige Stromversorger und erneuerbare Energien
Aktientyp Stammaktie

Aktionärsstruktur

+81,44% Weitere
+18,56% Streubesitz

Community-Beiträge zu Transalta

  • Community-Beiträge
  • Aktuellste Threads
Avatar des Verfassers
MrTrillion3
CA89346D1078 - TransAlta Corporation

Stand 14.4.2026 ist TransAlta für mich eine interessante, aber keineswegs risikolose Stromaktie. Das Unternehmen ist heute kein klassischer regulierter Versorger, sondern ein großer unabhängiger Stromerzeuger mit 9.014 MW Bruttokapazität in Kanada, den USA und Western Australia. Zum Jahresende 2025 waren davon 4.619 MW vertraglich abgesichert; die durchschnittliche Restlaufzeit dieser Verträge lag bei neun Jahren. Das schafft Stabilität, aber eben nicht Vollkasko: Ein relevanter Teil der Ertragskraft hängt weiter an Alberta-Strompreisen, Hedging und Vermarktung. (TransAlta)

Historisch ist TransAlta ein altes Energiehaus. Die Wurzeln reichen bis 1909 zurück, als Calgary Power gegründet wurde; 1911 floss aus dem ersten Wasserkraftprojekt bereits Strom. 1981 wurde daraus TransAlta Utilities, in den 1990er-Jahren begann die internationale Expansion, ab 2000 der stärkere Ausbau der Erneuerbaren, 2013 kam TransAlta Renewables als eigenes Vehikel hinzu, und seit 2016 läuft der harte Umbau weg von der Kohle hin zu Gas, Wasser, Wind und Solar. Diese Geschichte ist wichtig, weil sie zeigt: TransAlta kann sich neu aufstellen, aber der Konzern tut das nie geräuschlos und nie ohne Kapitalbedarf. (TransAlta)

Die Fundamentals sind ordentlich, aber nicht makellos. 2025 erzielte TransAlta 1,104 Milliarden CAD Adjusted EBITDA und 514 Millionen CAD Free Cashflow, nach 1,255 Milliarden bzw. 575 Millionen CAD im Vorjahr. Operativ war das also ein Rückgang, kein Absturz. Unter dem Strich stand dennoch ein Nettoverlust von 190 Millionen CAD für die Stammaktionäre. Für 2026 guidet das Management nochmals vorsichtiger: 950 Millionen bis 1,05 Milliarden CAD Adjusted EBITDA sowie 350 bis 450 Millionen CAD Free Cashflow beziehungsweise 1,18 bis 1,51 CAD je Aktie. Die Dividende wurde trotzdem auf 0,28 CAD annualisiert erhöht, was das siebte Jahr in Folge mit Anhebung markiert. Die Bilanz ist tragbar, aber nicht leicht: Adjusted Net Debt zu Adjusted EBITDA lag Ende 2025 bei 4,0x, die verfügbare Liquidität bei 1,5 Milliarden CAD. Dazu kommt: TransAlta hat per Ende 2025 nur bei einer Ratingagentur Investment Grade, bei zwei weiteren liegt das Rating eine Stufe darunter. (TransAlta)

Die eigentliche Investmentstory liegt inzwischen weniger im reinen Bestandsgeschäft als in der Frage, ob TransAlta aus seinem bestehenden Kraftwerkspark wieder steigende, stärker kontrahierte Cashflows machen kann. Genau dafür waren die letzten Schritte sinnvoll: Die Heartland-Übernahme hat Ende 2024 rund 1.747 MW flexible Kapazität hinzugefügt, Far North brachte im Februar 2026 weitere 310 MW Gaskapazität in Ontario. Parallel hat TransAlta für den Keephills-Standort in Alberta ein Memorandum of Understanding mit CPP Investments und Brookfield geschlossen, das mit einer ersten langfristigen Stromabnahme von rund 230 MW startet und perspektivisch auf bis zu 1 GW Last skalieren könnte. Noch wichtiger ist Centralia: Für Unit 2 wurde im Dezember 2025 ein langfristiger Tolling-Vertrag mit Puget Sound Energy geschlossen; die 700-MW-Anlage soll für rund 600 Millionen US-Dollar von Kohle auf Gas umgebaut werden, ab Ende 2028 laufen und bis Ende 2044 vertraglich gebundene Cashflows liefern. Aus Aktionärssicht ist das genau die Art von Umbau, die TransAlta besser macht: weniger reine Preiswette, mehr planbare Erträge. (TransAlta)

Trotzdem sollte man die aktuelle Euphorie nicht einfach schlucken. Das Management hat auf dem Investor Day zwar eine attraktive Brücke bis 2029 gezeigt, aber die zugrunde liegenden Annahmen sind ambitioniert. In der Sensitivität für Alberta unterstellt TransAlta für 2029 bei 1.100 MW Netto-Lastzuwachs unter anderem einen durchschnittlichen Alberta-Spotpreis von 100 CAD/MWh nach 44 CAD/MWh im Jahr 2025, einen AECO-Gaspreis von 3,20 CAD/GJ nach 1,61 CAD/GJ sowie einen Anstieg der Merchant-Gas-Produktion um rund 65 Prozent. Die gleiche Darstellung zeigt einen potenziellen EBITDA-Uplift von rund 150 Millionen CAD aus Centralia plus – je nach Alberta-Lastwachstum – rund 200 Millionen CAD bei 900 MW, rund 150 Millionen CAD bei 1.100 MW oder rund 300 Millionen CAD bei 1.300 MW zusätzlicher Last. Das ist echte Upside, aber keine belastbare Unterkante. Dazu kommt politisches Risiko: Das US-Energieministerium hat Centralia Unit 2 im März 2026 nochmals verpflichtet, bis zum 14. Juni 2026 betriebsbereit zu bleiben. Das zeigt, wie stark TransAlta in einzelnen Projekten weiter von Regulierung und Politik abhängt.

Auf dem aktuellen Kursniveau wirkt die Aktie für mich weder spottbillig noch überteuert. Beim Schlusskurs von rund 18,87 CAD am 14.4.2026 kommt TransAlta grob auf 5,60 Milliarden CAD Börsenwert; auf Basis von rund 297 Millionen Aktien als Näherung und 3,725 Milliarden CAD Nettoverschuldung ergibt sich ein Enterprise Value von etwa 9,33 Milliarden CAD. Das entspricht ungefähr dem 9,3-Fachen des 2026er EBITDA-Mittelpunkts von 1,0 Milliarde CAD. Der Free-Cashflow-Yield auf Basis des 2026er Mittelpunkts liegt bei gut 7,1 Prozent, die Dividendenrendite nur bei rund 1,5 Prozent. Heißt übersetzt: Der Markt bezahlt TransAlta nicht wie einen langweiligen Versorger, aber auch noch nicht wie eine saubere, voll kontrahierte Infrastrukturstory. Genau da liegt der Punkt. Solange Alberta schwach bleibt, ist das okay. Wenn Alberta enger wird, die Rechenzentrumsnachfrage real kommt und Centralia sauber durchgezogen wird, ist das zu günstig. (Yahoo Finance)

Mein 12- bis 18-Monats-Kursziel liegt bei 21 CAD. Im schwachen Szenario, also bei weiter flauen Alberta-Preisen, Verzögerungen bei den Wachstumsprojekten und anhaltend hoher Skepsis gegenüber Merchant-Power, sehe ich eher 16 bis 17 CAD. Im positiven Szenario, also bei spürbar anziehenden Alberta-Fundamentals, glaubwürdigem Fortschritt beim Keephills-Datencenter und höherer Sicherheit bei Centralia, halte ich 27 bis 30 CAD für erreichbar. Das ist ausdrücklich meine Bewertung und kein Konsenskursziel. Die Aktie ist aus meiner Sicht derzeit eher eine gut unterlegte Optionsstory auf bessere Strommarktbedingungen als ein klassischer Qualitätswert mit sofort glasklarer Unterbewertung. (TransAlta)

Für die nächsten 5 bis 15 Jahre gefällt mir TransAlta grundsätzlich. Der Konzern besitzt echte Substanz, eine brauchbare geografische Diversifikation, einen großen Bestand an Wasser-, Wind-, Solar- und Gasanlagen und vor allem Standorte, Netzanbindungen und Betriebs-Know-how, die in einem enger werdenden Stromsystem wertvoller werden können. Aber man muss sauber trennen: TransAlta ist kein defensiver Schlafwagen, sondern ein zyklischerer Stromwert mit Infrastruktur-Charakter. Wer so etwas aushält, bekommt eine Aktie mit ordentlicher Basis, realem Hebel auf Alberta und mehreren konkreten Werttreibern. Wer maximale Berechenbarkeit sucht, ist hier falsch. Mein Gesamturteil ist deshalb: attraktiv, aber nur für Anleger, die Strommarkt-, Projekt- und Politikrisiken bewusst mitkaufen. (TransAlta)

Autor: ChatGPT

Avatar des Verfassers
Intelligentinvestor
Entwickelt sich gut
Gibt es irgendwelche News?
Avatar des Verfassers
Runner44
Quartalszahlen
https://www.investing.com/news/stock-market-news/transalta-shares-climb-2-on-earnings-beat-in-q1-93CH-3418398
Avatar des Verfassers
Runner44
Gründe für Transalta
https://www.zacks.com/stock/news/2241245/reasons-to-add-transalta-tac-to-your-portfolio-right-now
Jetzt anmelden und diskutieren Registrieren Login
Zum Thread wechseln

Häufig gestellte Fragen zur Transalta Aktie und zum Transalta Kurs

Der aktuelle Kurs der Transalta Aktie liegt bei 10,2843 €.

Für 1.000€ kann man sich 97,24 Transalta Aktien kaufen.

Das Tickersymbol der Transalta Aktie lautet TAC.

Die 1 Monats-Performance der Transalta Aktie beträgt aktuell -1,63%.

Die 1 Jahres-Performance der Transalta Aktie beträgt aktuell 39,82%.

Der Aktienkurs der Transalta Aktie liegt aktuell bei 10,2843 EUR. In den letzten 30 Tagen hat die Aktie eine Performance von -1,63% erzielt.
Auf 3 Monate gesehen weist die Aktie von Transalta eine Wertentwicklung von -6,20% aus und über 6 Monate sind es -28,31%.

Das 52-Wochen-Hoch der Transalta Aktie liegt bei 17,87 $.

Das 52-Wochen-Tief der Transalta Aktie liegt bei 8,34 $.

Das Allzeithoch von Transalta liegt bei 37,84 $.

Das Allzeittief von Transalta liegt bei 2,54 $.

Die Volatilität der Transalta Aktie liegt derzeit bei 33,62%. Diese Kennzahl zeigt, wie stark der Kurs von Transalta in letzter Zeit schwankte.

Die Marktkapitalisierung beträgt 3,23 Mrd. €

Insgesamt sind 302,0 Mio Transalta Aktien im Umlauf.

Transalta hat seinen Hauptsitz in Kanada.


Das KGV der Transalta Aktie beträgt 26,79.

Der Jahresumsatz des Geschäftsjahres 2024 von Transalta betrug 2.845.000.000 CAD.

Ja, Transalta zahlt Dividenden. Zuletzt wurde am 27.02.2026 eine Dividende in Höhe von 0,065 CAD (0,040 €) gezahlt.

Zuletzt hat Transalta am 27.02.2026 eine Dividende in Höhe von 0,065 CAD (0,040 €) gezahlt.
Dies entspricht einer Dividendenrendite von 0,00%. Die Dividende wird vierteljährlich gezahlt.

Die letzte Dividende von Transalta wurde am 27.02.2026 in Höhe von 0,065 CAD (0,040 €) je Aktie ausgeschüttet.
Das ergibt, basierend auf dem aktuellen Kurs, eine Dividendenrendite von 0,00%.

Die Dividende wird vierteljährlich gezahlt.

Der letzte Zahltag der Dividende war am 27.02.2026. Es wurde eine Dividende in Höhe von 0,065 CAD (0,040 €) gezahlt.

Um eine Dividende ausgezahlt zu bekommen, muss man die Aktie am Ex-Tag (Ex-Date) im Depot haben.