TotalEnergies und Masdar gründen ein 2,2-Milliarden-Dollar-Gemeinschaftsunternehmen für Erneuerbare Energien in Asien. Was das für Anleger bedeutet – und wo die Risiken liegen.
Für dich zusammengefasst:
TotalEnergies und Masdar investieren 2,2 Milliarden Dollar.
Das Gemeinschaftsunternehmen agiert in neun asiatischen Ländern.
Die DZ Bank bewertet die Kooperation als strategischen Mehrwert.
Für 2,2 Milliarden Dollar (Dollarkurs) bündeln TotalEnergies und der Abu Dhabi-Konzern Masdar ihre Kräfte im asiatischen Erneuerbaren-Markt. Das französisch-emiratische Gemeinschaftsunternehmen soll künftig als alleinige Entwicklungsplattform in neun asiatischen Ländern fungieren – von Solar über Onshore-Wind bis zu Batteriespeichern.
Für TotalEnergies ist das Bündnis strategisch bedeutsam: In vielen der neun Zielmärkte fehlt dem Konzern bislang eine nennenswerte Präsenz im Bereich Erneuerbarer Energien. Masdar, der staatlich gestützte Energieriese der Vereinigten Arabischen Emirate, bringt nicht nur Kapital, sondern auch Netzwerke in wachstumsstarken Schwellenländern mit.
Die DZ Bank bewertet die Kooperation als Mehrwert, der über Asien hinausweist. Die Bündelung von Kontakten und gemeinsamer Schlagkraft dürfte laut den Frankfurter Analysten auch bei künftiger Zusammenarbeit in anderen Regionen Früchte tragen.
An ihrer Gesamteinschätzung zu TotalEnergies hält die DZ Bank fest: Das Papier bleibt auf Kaufen mit einem Fairen Wert von 73 Euro – der aktuelle Kurs liegt mit knapp 78 Euro bereits darüber. Analyst Werner Eisenmann begründet das langfristige Vertrauen mit der breiten Aufstellung des Konzerns: Mit seiner Wachstumsstrategie, den Erfolgen im Stromgeschäft, der Stärke bei LNG, dem niedrigen Break-even und hohen fossilen Reserven grenze sich TotalEnergies positiv von vielen Konkurrenten ab.
Gleichwohl gibt es Risiken: TotalEnergies gehört neben Shell (Royal Dutch Shell A Aktie) zu den Ölkonzernen, die durch den Iran-Krieg am stärksten von Produktionsausfällen betroffen sind. Den negativen Effekt überwiegen nach DZ-Bank-Einschätzung jedoch die gestiegenen Ölpreise deutlich. Anleger, die primär auf steigende Rohstoffpreise setzen wollen, verweisen die Analysten auf andere Werte – etwa den italienischen Konkurrenten ENI (ENI Aktie).
Autor: Ariva-Redaktion/ js
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