Hohe Kursverluste: Überraschender CEO-Abgang stürzt diesen PayPal-Rivalen ins Chaos!
Max Gross
Max Gross
Max Gross verfügt über langjährige Börsenerfahrung, davon fünf Jahre als Redakteur bei einem der führenden Anlegermagazine Deutschlands. Für ARIVA.DE bereitet er Markt- und Unternehmensentwicklungen fundiert, praxisnah und mit klarem Fokus auf Anlageentscheidungen auf. Sein Schwerpunkt liegt auf US-Aktien, Dividendenwerten und Value-Titeln. Ziel seiner Arbeit ist es, Anlegerinnen und Anlegern relevante Informationen, konkrete Investmentideen und belastbare Impulse für den langfristigen Vermögensaufbau zu liefern. Dafür setzt er auf die Kombination aus technischer und fundamentaler Analyse.
Der Zahlungsabwickler Fiserv kämpft mit einer Wachstumsdelle und einer schwachen Kursentwicklung. Jetzt kommt auch noch ein plötzlicher Chef-Wechsel dazu.
Für dich zusammengefasst:
Die Aktie von Fiserv fiel um 10,9 Prozent zum Wochenauftakt.
Fiserv hat einen überraschenden CEO-Abgang erlebt.
Aktie erreichte den tiefsten Stand seit fast 10 Jahren.
Anlegerinnen und Anleger von PayPal haben angesichts eines Minus von 41,2 Prozent in den vergangenen 12 Monaten allen Grund, mit der Aktienkursentwicklung unzufrieden zu sein. Noch härter getroffen hat es allerdings Mitbewerber Fiserv, der vor allem Zahlungsdienstleistungen im stationären Einzelhandel sowie in der Gastronomie anbietet. Hier ging es um 70 Prozent bergab.
Fiserv kämpft einerseits mit den Folgen eines mittelschweren Bilanzskandals, nachdem der Vorstand Wachstumsziele mutmaßlich wider besseren Wissens zu hoch angegeben hatte. Andererseits liegt in der Geschäftsentwicklung eine Wachstumsdelle vor. Dass die Unternehmensbewertung längst sogar unter die von PayPal mit Kennziffern im einstelligen Bereich gefallen ist, hat bislang nicht zu nachhaltigem Kaufinteresse geführt.
Trotz der bereits hohen Verluste im vergangenen Jahr fiel Fiserv zum Wochenauftakt um weitere 10,9 Prozent. Der Grund hierfür war ein überraschender Vorstandswechsel.
Der bisherige CEO Mike Lyons wird das Unternehmen nach nur 13 Monaten an der Spitze verlassen und den Chefposten bei Truist Financial einnehmen. Ihm folgt Takis Georgakopoulos, der über langjährige Erfahrung in der Branche verfügt und zuletzt Co-Chef der Abteilung für Technologie und Händlerlösungen war.
Zwar bekräftigte Fiserv in seiner Ankündigung, an seinen Zielen für 2026 festzuhalten – angestrebt wird ein organisches Umsatzwachstum von 1 bis 3 Prozent sowie ein bereinigter Gewinn je Aktie von 8,00 bis 8,30 US-Dollar. Das genügte jedoch nicht, um die Irritation des Marktes über den Verlust des CEO auszuräumen. Fiserv hatte in den vergangenen Jahren zahlreiche Abgänge zu beklagen und ist personell bislang nicht zur Ruhe gekommen.
Aktie stürzt auf den tiefsten Stand seit fast 10 Jahren ab
Durch die jüngsten Kursverluste ist Fiserv auf den tiefsten Stand seit fast 10 Jahren gefallen. Solche markanten Mehrjahrestiefs gelten in der technischen Analyse als starke Verkaufssignale. Tatsächlich gibt es aktuell nur wenig, was bei der Aktie auf eine schnelle Gegenbewegung oder sogar eine Trendwende hoffen lässt.
Schon die in den Vorwochen unbefriedigende Kursentwicklung mit Notierungen unterhalb der 50-Tage-Linie zeigte die ausgeprägte Schwäche der Aktie, zumal der Abwärtstrend durch Abwärtsbewegungen in den technischen Indikatoren bestätigt wurde.
Das lässt auf eine nachhaltige Entwicklung schließen. Bullishe Divergenzen oder extrem überkaufte Niveaus, die eine Gegenreaktion zumindest wahrscheinlich machen könnten, liegen bislang keine vor. Bis die Fiserv-Aktie einen neuen Boden gefunden hat, könnte es also eine Weile dauern. Prozyklische Kaufsignale lägen erst oberhalb der 50-Tage-Linie wieder vor, wofür es jedoch noch keine Indizien gibt.
Burry empfiehlt den Kauf, Bewertung gibt ihm nicht Unrecht
Ganz ohne Fans steht Fiserv trotz der operativen Herausforderungen sowie der notorisch schwachen Kursentwicklung jedoch nicht da. Star-Investor Michael Burry hat die Aktie nach dem neuerlichen Kursdebakel zum Kauf empfohlen. Er sieht das operative Geschäft durch den Vorstandswechsel nicht gefährdet und betont die günstige Unternehmensbewertung.
Auf Basis der Management-eigenen Schätzung ist Fiserv für 2026 mit einem KGV von 5,9 bewertet. Das liegt nicht nur unter dem Gewinnvielfachen von PayPal, das für 2026 7,8 beträgt, sondern auch meilenweit unter dem 5-Jahres-Mittel von 16,2. Beim Kurs-Cashflow-Verhältnis hat Fiserv mit unter 5 (das entspricht einer Cashflow-Rendite von über 20 Prozent) seinen Anlegerinnen und Anlegern sogar noch mehr zu bieten.
Bei einem Börsenwert von 28,7 Milliarden US-Dollar wird Fiserv somit sogar zum Übernahmekandidaten – der potenzielle Käufer könnte die Transaktion einfach aus dem von Fiserv erwirtschafteten Cashflow abbezahlen.
Die Fiserv-Aktie ist am Montag nach einem überraschenden Vorstandswechsel zweistellig abgestürzt. Damit notiert sie auf dem tiefsten Stand seit fast 10 Jahren, was die personelle Unruhe, die Wachstumsschwäche und mangelndes Investorenvertrauen widerspiegelt.
Während der Chart der Aktie äußerst schwach ist und weitere Verluste befürchten lässt, ist die Unternehmensbewertung inzwischen auf Billigst-Niveau angelangt und unter die Vielfachen von PayPal abgerutscht, das einigen Anlegerinnen und Anlegern als Value-Aktie gilt. Frustrationstolerante Investoren mit einer Präferenz für Fundamentalanalyse können hier zugreifen, alle anderen Anlegerinnen und Anleger meiden das Papier zugunsten wachstumsstärkerer Titel wie Sezzle oder warten eine nachhaltige Bodenbildung ab.
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen finden Sie jeweils hier: DE000NB5GK50
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Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlagestrategien geeignet.
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