AMD-Aktie schießt auf neues Allzeithoch, doch das mahnt jetzt zur Vorsicht!
Max Gross
Max Gross
Max Gross verfügt über langjährige Börsenerfahrung, davon fünf Jahre als Redakteur bei einem der führenden Anlegermagazine Deutschlands. Für ARIVA.DE bereitet er Markt- und Unternehmensentwicklungen fundiert, praxisnah und mit klarem Fokus auf Anlageentscheidungen auf. Sein Schwerpunkt liegt auf US-Aktien, Dividendenwerten und Value-Titeln. Ziel seiner Arbeit ist es, Anlegerinnen und Anlegern relevante Informationen, konkrete Investmentideen und belastbare Impulse für den langfristigen Vermögensaufbau zu liefern. Dafür setzt er auf die Kombination aus technischer und fundamentaler Analyse.
Halbleiter-Werte: Scharfe Konsolidierung im Sommer ...
Nach einer sehr starken ersten Jahreshälfte mit fast täglich neuen Kursrekorden legten Halbleiterwerte nach einem Blow-Off-Top Ende Mai / Anfang Juli eine Rallye-Pause ein und korrigierten zum Teil scharf. Während der Branchenindex Philadelphia Semiconductor über 20 Prozent einbüßte, ging es für ausgewählte Einzelwerte um 40 Prozent bergab.
Vor allem die zuvor gefragten Speicherchip-Hersteller, wie Micron und SanDisk, hat der Sommer hart getroffen, aber auch Werte wie Infineon (Infineon Aktie) legten den Rückwärtsgang ein und setzten gegenüber ihren Rekordnotierungen deutlich zurück.
... doch pünktlich zum Herbstanfang nimmt die Branche wieder Fahrt auf!
Eine Aktie, die eine bemerkenswert hohe relative Stärke unter Beweis stellen konnte, war AMD. Der Rivale von Intel und Nvidia geriet zwar ebenfalls unter Druck, korrigierte insgesamt aber weniger stark als die Konkurrenz. Auch mit Blick auf die Schwankungsbreite verlief die Korrektur hier deutlich nervenschonender.
Das versetzte die Aktie in eine aussichtsreiche Ausgangslage, von einer neuen Rallye der Branche zu profitieren. Genau eine solche ist in den vergangenen Tagen angelaufen, nachdem die Fed mit ihrem Leitzinsentscheid die Wogen auf dem zuvor tief verunsicherten Anleihenmarkt glätten konnte. Am Montag ist AMD auf neue Allzeithochs ausgebrochen und konnte dabei erstmals eine Marktkapitalisierung von mehr als einer Milliarde US-Dollar erreichen. Damit besteht zwar die Chance auf eine Anschlussrallye, doch Zweifel bleiben.
Mit relative Stärke durch die Korrektur ...
Ausgehend von ihrem Bärenmarkttief, erzielt im Herbst 2022, befindet sich die AMD-Aktie in einem mehrjährigen Aufwärtstrend. Dieser gewann nach einer längeren Seitwärtsphase zwischen dem Herbst letzten und dem Frühjahr dieses Jahres deutlich an Fahrt und mündete bis Ende Juni in eine dynamische Rallye, die bei AMD rund einen Monat länger anhielt als für den Rest der Branche.
Anschließend kam es zu einer ausgedehnten Korrektur. Aus technischer Perspektive waren hierfür bearishe Divergenzen im Relative-Stärke-Index (RSI) sowie im Trendstärkeindikator MACD verantwortlich. Dabei bildete sich ein Abwärtstrendkanal und es kam zum Unterschreiten wichtiger Unterstützungen, wie der Marke von 500 US-Dollar sowie der 50-Tage-Linie. Ein Ausbruchsversuch zur Unterseite scheiterte jedoch.
... und jetzt mit Schwung auf neue Rekordnotierungen
In den zurückliegenden Wochen konnte der Bereich um 450 US-Dollar als Boden etabliert werden. Durch das Verharren an der Abwärtstrendunterkante, konnten sich die technischen Indikatoren allmählich erholen, wodurch sie bullishe Divergenzen liefern konnte. Die schlugen sich zunächst in einer Erholung über die 50-Tage-Linie und jetzt nach dem Ausbruch über die Abwärtstrendoberkante in einer neuen Kaufwelle nieder.
Mit dem Erreich neuer Allzeithochs zum Wochenauftakt klettert AMD erstmals über 600 US-Dollar und liefert außerdem neue Kaufsignale. Deren Bestätigung durch neue Hochs auch in den technischen Indikatoren steht allerdings noch aus. RSI und MACD liegen noch deutlich ihren 52-Wochen-Hochs, das bietet zwar einerseits Platz für weitere Kursgewinne, andererseits könnte sich das neue Rekordhoch damit aber auch als Fehlsignal entpuppen.
Grundsätzlich sollte angesichts der gegenwärtig hohen Trendstärke sowie der Bullenflagge als Trendfortsetzungssignal zunächst von weiteren Kursgewinnen ausgegangen werden.
Fazit: Zweifel an der Nachhaltigkeit lassen sich nicht abschütteln
Ein weiterer Nebeneffekt der starken Kursgewinne ist, dass die ohnehin hohe Unternehmensbewertung jetzt zu einer noch höheren aufgeblasen wird.
Für 2026 ist AMD bereits mit dem 73,9-Fachen seiner erwarteten Gewinne bewertet, für 2027 liegt das KGVe bei knapp 36 – und damit deutlich über dem Niveau, zu dem Nvidia gehandelt wird. Hier stehen 23,9 zu Buche gegenüber einem Branchendurchschnitt von 22,9. Auch bei vielen weiteren Kennziffern liegt AMD zwischen 160 bis fast 400 Prozent über dem Branchendurchschnitt. Selbst gegenüber der eigenen historischen Norm liegen die Aufschläge inzwischen bei über 100 Prozent.
Damit sind die Kursgewinne vom Montag sowohl aus technischer als auch aus fundamentaler Perspektive eine Rallye auf Zeit. Zeichnet sich hier ein Top ab, sollten umgehend Gewinne mitgenommen werden.
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen finden Sie jeweils hier:
DE000NB7N589 ,
DE000NB7QCC4 ,
DE000NB62EX0 ,
DE000NB62EV4 ,
DE000NB6TZW9 . Bitte informieren Sie sich vor Erwerb ausführlich über Funktionsweise und Risiken der Produkte. Bitte beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung.
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