Microsoft-Aktie schießt nach Zahlen nach oben

Pascal Grunow Pascal Grunow
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Pascal Grunow war bereits drei Jahre lang als Werkstudent in der Redaktion von BörsenNEWS tätig und ist heute Teil der Redaktion von Wallstreet-Online. Sein Schwerpunkt liegt vor allem auf Kryptothemen, bei denen er aktuelle Marktbewegungen und Trends rund um digitale Währungen aufbereitet. 

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Microsoft-Zentrale in Bukarest, Rumänien
©iStock
Microsoft überzeugt mit starken Quartalszahlen und erhöht seine Investitionspläne. Die starke Cloud- und KI-Nachfrage treibt die Aktie um fast 9 Prozent nach oben.
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Microsoft hat mit einem starken Quartalsbericht für Begeisterung gesorgt. Die Aktie des Softwarekonzerns legte im nachbörslichen Handel um 8,83 Prozent auf 425,01 US-Dollar zu, nachdem das Unternehmen sowohl die Erwartungen bei Umsatz und Gewinn deutlich übertroffen als auch seine langfristigen Investitionspläne bekräftigt hatte.

Besonders die anhaltend hohe Nachfrage nach Cloud-Diensten und Künstlicher Intelligenz sorgt für Optimismus. Gleichzeitig kündigte Microsoft an, auch in den kommenden Jahren massiv in den Ausbau seiner Rechenzentrumsinfrastruktur zu investieren.

Umsatz und Gewinn übertreffen die Erwartungen deutlich

Für das vierte Quartal des Geschäftsjahres meldete Microsoft einen Umsatz von 90,01 Milliarden US-Dollar. Analysten hatten im Vorfeld lediglich mit 87,62 Milliarden US-Dollar gerechnet. Der Umsatz stieg damit im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 18 Prozent.

Werte aus dem Artikel:
Microsoft Aktie 483,91 $ +0,47%

Auch beim bereinigten Gewinn je Aktie übertraf der Konzern die Erwartungen klar. Microsoft erzielte 4,74 US-Dollar je Aktie, während der Marktkonsens bei 4,24 US-Dollar lag.

Der Nettogewinn kletterte auf 35,77 Milliarden US-Dollar beziehungsweise 4,81 US-Dollar je Aktie. Im Vorjahresquartal hatte Microsoft noch 27,23 Milliarden US-Dollar beziehungsweise 3,65 US-Dollar je Aktie verdient.

Zum Ergebnis trugen unter anderem ein Bewertungsgewinn in Höhe von 3,2 Milliarden US-Dollar aus der Beteiligung am KI-Unternehmen Anthropic bei.

Cloud-Geschäft bleibt der wichtigste Wachstumstreiber

Der eigentliche Star des Quartals war erneut das Cloud-Geschäft. Die Sparte Intelligent Cloud steigerte den Umsatz um 31,6 Prozent auf 39,31 Milliarden US-Dollar und übertraf damit die Analystenschätzungen von 38,16 Milliarden US-Dollar deutlich.

Noch beeindruckender fiel das Wachstum von Azure selbst aus. Die Cloud-Plattform wuchs um 43 Prozent. Im Vorquartal hatte das Wachstum noch bei 40 Prozent gelegen. Analysten hatten lediglich erneut mit einem Wachstum von 40 Prozent gerechnet.

Microsoft gab zudem bekannt, dass Azure im gesamten Geschäftsjahr 2026 erstmals einen Jahresumsatz von mehr als 100 Milliarden US-Dollar erzielt habe.

Microsoft investiert weiter Milliarden in KI-Infrastruktur

Ein weiteres zentrales Thema der Bilanzvorlage waren die enormen Investitionen in den Ausbau der Infrastruktur. Die Investitionen einschließlich Finanzierungsleasing stiegen im Quartal um 69 Prozent auf 41 Milliarden US-Dollar.

Finanzchefin Amy Hood bestätigte, dass Microsoft an seinen Investitionsplänen für das Geschäftsjahr 2026 festhält. Durch Änderungen bei der Bilanzierung sowie eine Verlängerung der Nutzungsdauer von Büro- und Rechenzentrumsgebäuden von bislang 15 auf künftig 25 Jahre erwartet das Unternehmen Investitionen und Finanzierungsleasing im Umfang von rund 175 Milliarden US-Dollar.

Umsatzprognose ebenfalls über den Erwartungen

Auch der Ausblick fiel besser aus als von Analysten erwartet. Für das erste Quartal des neuen Geschäftsjahres rechnet Microsoft mit einem Umsatz zwischen 89,85 und 90,95 Milliarden US-Dollar.

Der Mittelwert der Prognose entspricht einem Wachstum von 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr und liegt über den Analystenschätzungen von 89,66 Milliarden US-Dollar.


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