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Gewerkschaft: 'Würden lieber 100 Jahre Lufthansa feiern'

FRANKFURT (dpa-AFX) - Zahlreiche Beschäftigte des Lufthansa -Kabinenpersonals haben am Frankfurter Flughafen gegen den Kurs der Fluggesellschaft demonstriert. Nach Aufruf der Kabinengewerkschaft Ufo versammelten sie sich am Lufthansa Aviation Center zu einer Kundgebung. Zuvor hatte es einen Protestzug gegeben, an dem nach Polizeiangaben 1.150 Menschen teilnahmen. Auf Plakaten standen unter anderem Slogans wie: "Uns ist die Lufthansa nicht egal. Deswegen kämpfen wir." Die Aktionen fanden im Rahmen eines zweitägigen Streiks bei Lufthansa und der Tochter Cityline statt.

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Die Ufo begründet den Ausstand mit aus ihrer Sicht unzureichenden Zusagen der Arbeitgeberseite. In dem Tarifkonflikt geht es um die im Manteltarifvertrag geregelten Arbeitsbedingungen. Der Leiter Tarifpolitik der Ufo, Harry Jaeger, betont: "Einen Sozialplan zu fordern, ist das Normalste auf der Welt." Auf der Kundgebung bekräftigten mehrere Vertreter der Gewerkschaft die Forderungen nach besseren Absicherungen. Dabei kam es auch zu Rufen gegen Lufthansa-Chef Carsten Spohr: "Spohr muss weg!"

Lufthansa-Personalvorstand Michael Niggemann warnte bereits am Montag: "Jeder Streik verkleinert die betroffene Fluggesellschaft." Für den Lufthansa-Konzern sei es klar, dass Flugzeuge nur dort eingesetzt werden könnten, wo sie profitabel fliegen. "Diese Streiks werden unsere Strategie nicht beeinflussen."

Festakt mit Bundeskanzler

Die Streiks überschatten den Festakt zu "100 Jahre Lufthansa". In das neue Besucherzentrum "Hangar One" sind unter anderem Kanzler Friedrich Merz und Verkehrsminister Patrick Schnieder (beide CDU) geladen.

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Jaeger verwies auf die Verbundenheit vieler Beschäftigter mit dem Unternehmen: "Wir würden lieber 100 Jahre Lufthansa feiern. Und das meine ich bitterernst. Nicht nur die Gewerkschaften, sondern insbesondere die Menschen, die wir vertreten, brennen für Lufthansa." Man habe jedoch das Gefühl, mit den Anliegen nicht gehört zu werden. Auch Lufthansa-Kabinenpersonal aus München reiste zum Protestzug und zur Kundgebung an.

"100 Jahre Lufthansa, da sind ganz viele fleißige Menschen dahinter, und die wollen gesehen und wertgeschätzt werden - und das ist seit Jahren leider nicht mehr der Fall", sagt Yvonne, eine Flugbegleiterin, die an dem Demonstrationszug teilnahm, der Deutschen Presse-Agentur. Auch Vertreter der Pilotengewerkschaft VC waren vor Ort.

Ufo und VC bestreiken Lufthansa

Lufthansa und ihre Passagiere sehen sich aktuell Streikwellen von Piloten und Kabinenbeschäftigten ausgesetzt. Die Ausstände werden von der VC für die Piloten und von der Kabinengewerkschaft Ufo für die Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter organisiert. Bis einschließlich Freitag ist weiterhin täglich mit Hunderten Flugausfällen bei der Kernmarke Lufthansa und dem Regionalzubringer Lufthansa Cityline zu rechnen. Der Ferienflieger Eurowings soll von den Piloten nur am Donnerstag bestreikt werden./lea/DP/jha

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