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Kap Aktie

Aktie
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22:44:10 Uhr
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Marktkapitalisierung *
14,92 Mio. €
Streubesitz
28,55%
KGV
-1,68
Dividende
1,50 €
Dividendenrendite
84,75%
Kap Aktie Chart

Unternehmensbeschreibung

Die Kap AG ist eine deutsche Industrieholding mit Fokus auf spezialisierte Nischen im Kunststoff- und Verpackungssektor sowie angrenzenden industriellen Anwendungen. Das Unternehmen agiert als strategischer Eigentümer mittelständischer Beteiligungen, die eigenständig am Markt operieren. Im Zentrum stehen renditeorientierte Portfoliosteuerung, operative Effizienzsteigerung und eine langfristig ausgerichtete Industriepolitik. Für konservative Anleger ist die Kap AG vor allem als breit diversifizierter Verbund von Industrieunternehmen im Bereich Kunststofftechnik, flexible Verpackungen und technische Lösungen relevant, der auf europäische Kernmärkte ausgerichtet ist.

Geschäftsmodell und Mission

Die Kap AG verfolgt ein Geschäftsmodell einer dezentral organisierten Industriegruppe. Die börsennotierte Holding bündelt mehrere operative Tochtergesellschaften, die in klar definierten Marktsegmenten tätig sind. Die Steuerung erfolgt über strategische Zielvorgaben, Kapitalallokation und Controlling, während die operative Verantwortung weitgehend in den Beteiligungen verbleibt. Die Mission der Kap AG besteht darin, mittelständische Industrieunternehmen durch langfristigen Eigentümeransatz, technologische Spezialisierung und kontinuierliche Prozessoptimierung zu entwickeln. Im Mittelpunkt stehen Wertsteigerung durch organisches Wachstum, selektive Akquisitionen sowie Portfoliobereinigung, falls definierte Rendite- und Strategieanforderungen nicht mehr erfüllt werden. Die Holding versteht sich als aktiver Industrieinvestor, der Synergien innerhalb des Portfolios hebt, Skaleneffekte im Einkauf und in der Finanzierung nutzt und gleichzeitig die unternehmerische Eigenständigkeit der einzelnen Business Units erhält.

Produkte und Dienstleistungen

Die Kap AG ist über ihre Beteiligungen in mehreren wertschöpfungsintensiven Produktsegmenten aktiv. Dazu zählen insbesondere:
  • Kunststoffverarbeitung, unter anderem technisch anspruchsvolle Spritzgussteile, Extrusionsprodukte und Komponenten für industrielle Anwendungen
  • Flexible Verpackungslösungen, beispielsweise für Lebensmittel, Konsumgüter und industrielle Einsatzfelder, inklusive Verbundfolien und Spezialverpackungen
  • Technische Lösungen und Komponenten für unterschiedliche Industrien, etwa Automobil, Haushaltsgeräte, Konsumgüter, Maschinenbau und Elektrotechnik
Die Leistungen umfassen typischerweise Entwicklung, Konstruktion, Werkzeugbau, Serienproduktion sowie teilweise Logistik- und Serviceleistungen entlang der Lieferkette. In mehreren Beteiligungen agiert die Kap AG als Systemlieferant, der kundenspezifische Lösungen entwickelt und dadurch in frühe Stufen der Produktentwicklung bei OEMs eingebunden ist.

Business Units und Segmentstruktur

Die Kap AG gliedert ihre Aktivitäten in mehrere Geschäftsbereiche, die im Zeitverlauf angepasst werden können. Typische Cluster sind:
  • Segment Kunststofftechnik: Fertigung von technologisch anspruchsvollen Kunststoffkomponenten, Baugruppen und Systemen für industrielle und konsumnahe Anwendungen
  • Segment Flexible Verpackungen: Entwicklung und Herstellung von Folien, Verbundmaterialien und Verpackungssystemen für Nahrungsmittel, Konsumgüter und spezialisierte industrielle Einsatzgebiete
  • Segment Technische Lösungen beziehungsweise Industrielösungen: Bereitstellung spezifischer Komponenten, Halbzeuge oder Dienstleistungen für Nischenmärkte im Maschinenbau, in der Elektrotechnik oder verwandten Branchen
Die Segmente verfolgen jeweils eigene Marktstrategien, sind jedoch hinsichtlich Controlling, Finanzierung und Portfoliomanagement in die Holdingstruktur eingebunden. Durch diese Segmentierung kann die Kap AG Investitionsentscheidungen, Ressourcenallokation und Risikosteuerung differenziert gestalten.

Alleinstellungsmerkmale und Burggräben

Die Kap AG positioniert sich nicht als Massenproduzent standardisierter Kunststoff- oder Verpackungsgüter, sondern fokussiert sich auf spezialisierte, häufig kundenspezifische Nischen mit höheren Eintrittsbarrieren. Wichtige potenzielle Alleinstellungsmerkmale sind:
  • Dezentrale, mittelständisch geprägte Struktur mit hoher Kundennähe und kurzen Entscheidungswegen
  • Kombination aus industrieller Kompetenz und kapitalmarktorientierter Steuerung durch die Holding
  • Langjährige Kundenbeziehungen in regulierten und qualitätskritischen Anwendungen, etwa in der Lebensmittelverpackung oder bei technischen Komponenten
  • Engineering-Know-how und Werkzeugkompetenz, die Wechselkosten für Kunden erhöhen
Als mögliche Burggräben gelten vor allem kundenspezifische Werkzeuge, qualifizierte Produktionsprozesse, Zertifizierungen und ein gewachsener Track Record in Just-in-time- und Just-in-sequence-Lieferketten. Diese Faktoren erschweren kurzfristige Lieferantenwechsel und stützen die Wettbewerbsposition. Gleichwohl sind diese Moats im Vergleich zu starken Marken oder umfassenden Technologiepatenten eher graduell und abhängig von der jeweiligen Tochtergesellschaft.

Wettbewerbsumfeld

Die Kap AG agiert in stark fragmentierten Märkten. Im Bereich Kunststofftechnik und flexible Verpackungen konkurrieren die Tochtergesellschaften mit:
  • internationalen Kunststoffverarbeitern und Verpackungsherstellern mit hoher Skalierung
  • regionalen mittelständischen Spezialisten mit enger Kundenbindung
  • Lohnfertigern aus Ländern mit niedrigeren Faktorkosten innerhalb und außerhalb Europas
Zu den relevanten Wettbewerbstreibern zählen Preis- und Margendruck entlang der Wertschöpfungskette, Qualitätsanforderungen, Lieferzuverlässigkeit sowie Innovationsfähigkeit in Werkstoffen und Verarbeitungstechnologien. Die Kap AG versucht, sich über Spezialisierung, Engineering-Kompetenz und Servicelevel gegenüber Anbietern mit reinem Kostenfokus abzugrenzen. Gleichwohl bleibt die Wettbewerbsintensität in vielen Segmenten hoch und zyklisch sensitiv.

Management und Strategie

Das Management der Kap AG verfolgt eine Strategie der fokussierten Industriebeteiligung. Kernpunkte sind:
  • Stärkung der bestehenden Portfoliounternehmen durch operative Exzellenz, Effizienzprogramme und selektive Investitionen in Kapazitäten und Technologien
  • Gezielte Akquisition ergänzender Unternehmen oder Geschäftseinheiten, um technologische Kompetenz, Kundenzugänge oder regionale Reichweite zu erweitern
  • Portfoliooptimierung durch Desinvestitionen aus Randaktivitäten, die nicht mehr in das strategische Profil oder die Renditeanforderungen passen
  • Risikobalancierung über unterschiedliche Endmärkte und Regionen innerhalb des Portfolios
Die Unternehmensführung setzt auf eine langfristige Perspektive mit konservativer Finanzpolitik, die in der Regel auf Stabilität, planbare Cashflows und die Fähigkeit zur Finanzierung von Investitionen abzielt. Governance-Strukturen, Aufsichtsrat und Kapitalmarktausrichtung orientieren sich am deutschen Corporate-Governance-Rahmen.

Branchen- und Regionalanalyse

Die Kap AG ist primär in der europäischen Kunststoff- und Verpackungsindustrie verankert, mit Deutschland als zentralem Produktions- und Entscheidungsstandort. Die relevanten Branchen sind:
  • Kunststoffverarbeitung: zyklische Industrie, stark beeinflusst von Automobil-, Konsumgüter- und Investitionsgüterkonjunktur sowie von Rohstoffpreisen und Energiepolitik
  • Verpackungsindustrie: relativ defensiver, aber zunehmend regulierungsgetriebener Markt mit wachsender Bedeutung von Recycling, Kreislaufwirtschaft und nachhaltigen Materialien
  • Technische Industriekomponenten: abhängig von Investitionszyklen im Maschinenbau, in Elektrotechnik und verarbeitender Industrie
Makroökonomische Faktoren, insbesondere die europäische Industrieproduktion, Regulierung zu Kunststoffen, Energiepreise und Umweltauflagen, wirken direkt auf Nachfrage, Kostenbasis und Investitionsplanung der Tochtergesellschaften. Regional profitiert die Kap AG von der industriellen Infrastruktur, dem qualifizierten Fachkräfteangebot und der logistisch günstigen Lage Deutschlands und angrenzender Märkte. Gleichzeitig erhöhen Arbeitskosten, regulatorische Dichte und Energiepreise die strukturellen Anforderungen an Effizienz und Technologieführerschaft.

Unternehmensgeschichte

Die Kap AG blickt auf eine Historie als Industrieholding zurück, die sich über Jahre durch Zukäufe, Umstrukturierungen und Portfolioanpassungen entwickelt hat. Der Ursprung liegt in klassisch mittelständischen Industrieengagements, die im Zeitverlauf zu einer diversifizierten Gruppe ausgebaut wurden. Das Geschäftsmodell hat sich von der breiteren Beteiligungsausrichtung hin zu einem stärkeren Fokus auf Kunststofftechnik, Verpackungen und technische Lösungen verschoben. Im Zuge der Kapitalmarktpräsenz wurden Corporate-Governance-Strukturen, Transparenzstandards und Berichtswesen sukzessive an die Anforderungen institutioneller und privater Anleger angepasst. Immer wieder wurden nicht-strategische Beteiligungen veräußert und neue Portfoliounternehmen integriert, um das Profil der Gruppe zu schärfen. Diese Entwicklung zeigt eine fortlaufende Anpassung an industriepolitische, technologische und regulatorische Veränderungen der europäischen Industrie.

Besonderheiten der Kap AG

Eine Besonderheit der Kap AG ist die Kombination aus börsennotierter Holding und stark mittelständisch geprägten, operativen Einheiten. Die Gruppe vereint:
  • Kapitalmarktzugang für Finanzierung, Sichtbarkeit und Bewertungsflexibilität
  • unternehmerische Eigenverantwortung in den Beteiligungen mit ausgeprägter Kundenorientierung
  • Fokus auf industrielle Realwirtschaft statt auf rein finanzielle, kurzfristige Beteiligungsstrategien
Die Kap AG agiert damit anders als typische Private-Equity-Strukturen, deren Beteiligungshorizonte häufig begrenzt sind. Entscheidungsprozesse zur Portfolioumbauung orientieren sich an strategischen und industriellen Kriterien, nicht ausschließlich an kurzfristigen Exit-Perspektiven. Zudem entstehen innerhalb des Portfolios Lernkurven- und Skaleneffekte in Bereichen wie Rohstoffbeschaffung, Energie, Qualitätssicherung und Digitalisierung von Produktionsprozessen.

Chancen und Risiken für Anleger

Aus Sicht eines konservativen Anlegers bietet die Kap AG sowohl interessante Chancen als auch substanzielle Risiken. Chancen ergeben sich vor allem aus:
  • der breiten Diversifikation über mehrere Industrie- und Verpackungssegmente mit unterschiedlichen Endmärkten
  • der Möglichkeit, von langfristigen Trends wie Ersatz traditioneller Materialien, Leichtbau, funktionalen Verpackungen und Effizienzsteigerung in Lieferketten zu profitieren
  • Wertsteigerungspotenzial durch operative Optimierung, Integration von Zukäufen und Portfoliofokussierung
  • einer grundsätzlich realwirtschaftlichen Basis mit physischer Produktion und etablierten Kundenbeziehungen
Dem stehen Risiken gegenüber:
  • Zyklische Abhängigkeit von der europäischen Industrie- und Konsumkonjunktur, insbesondere in konjunktursensiblen Segmenten
  • hoher Wettbewerbsdruck und Preissensitivität in Kunststoff- und Verpackungsmärkten, der Margen belasten kann
  • regulatorische Unsicherheit im Umgang mit Kunststoffen, Recyclingquoten, Umweltauflagen und CO2-Kosten
  • Kostenrisiken durch Rohstoff- und Energiepreisschwankungen, die nicht vollständig an Kunden weitergegeben werden können
  • Portfoliorisiko durch mögliche Fehlinvestitionen oder schleppende Integration erworbener Unternehmen
Für konservative Anleger ist entscheidend, die Kap AG als Industrieverbund mit strukturellen Branchenrisiken zu betrachten, der seine Stabilität aus Diversifikation, Prozesskompetenz und langfristig ausgerichteter Steuerung bezieht. Eine Anlageentscheidung sollte immer die individuelle Risikotragfähigkeit sowie die spezifische Einschätzung zur Zukunftsfähigkeit der europäischen Kunststoff- und Verpackungsindustrie berücksichtigen, ohne von der Vergangenheit auf die künftige Wertentwicklung zu schließen.

Realtime-Kursdaten

Geld/Brief 1,67 € / 1,97 €
Spread +17,96%
Schluss Vortag 1,74 €
Gehandelte Stücke 0
Tagesvolumen Vortag -  
Tagestief 1,74 €
Tageshoch 1,79 €
52W-Tief 1,22 €
52W-Hoch 12,20 €
Jahrestief 1,71 €
Jahreshoch 1,87 €

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Nachrichtenlage zusammengefasst: Warum ist die Kap Aktie heute gestiegen?

  • Die Aktie Kap AG berichtete über ein starkes Wachstumsquartal und hob die Umsatzprognose für das laufende Geschäftsjahr an.
  • Das Unternehmen konnte die Anzahl seiner Neukunden im Vergleich zum Vorjahr verdoppeln, was auf eine zunehmende Marktakzeptanz hinweist.
  • Analysten sind optimistisch bezüglich der zukünftigen Erträge der Aktie Kap AG und sehen Potenzial für signifikante Kursgewinne.
Hinweis

Fundamentale Kennzahlen (2024)

Umsatz in Mio. 252,50 €
Operatives Ergebnis (EBIT) in Mio. -22,85 €
Jahresüberschuss in Mio. -45,65 €
Umsatz je Aktie 32,51 €
Gewinn je Aktie -5,88 €
Gewinnrendite -38,64%
Umsatzrendite -
Return on Investment -17,76%
Marktkapitalisierung in Mio. 76,51 €
KGV (Kurs/Gewinn) -1,68
KBV (Kurs/Buchwert) 0,65
KUV (Kurs/Umsatz) 0,30
Eigenkapitalrendite -
Eigenkapitalquote +45,95%

Dividenden Historie

Datum Dividende
17.07.2023 1,50 €
01.09.2022 1,00 €
01.10.2021 1,75 €
04.07.2019 2,00 €
23.07.2018 2,00 €
10.07.2017 2,00 €
29.08.2016 1,00 €
31.08.2015 7,00 €
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Prognose & Kursziel

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Übersicht Handelsplätze

Handelsplatz
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Vortag
Zeit
Düsseldorf 1,76 € -0,56%
1,77 € 19:30
Frankfurt 1,75 € 0 %
1,75 € 09:17
München 1,82 € 0 %
1,82 € 08:00
Stuttgart 1,77 € -0,56%
1,78 € 21:55
Xetra 1,82 € +0,55%
1,81 € 17:35
L&S RT 1,845 € +2,79%
1,795 € 22:54
Tradegate 1,82 € +1,11%
1,80 € 20:36
Quotrix 1,82 € +2,25%
1,78 € 07:27
Gettex 1,74 € 0 %
1,74 € 22:44
Weitere Börsenplätze

Historische Kurse

Datum
Kurs
Volumen
20.01.26 1,79 0
19.01.26 1,74 0
16.01.26 1,81 919
15.01.26 1,85 136
14.01.26 1,85 0
13.01.26 1,74 0
Weitere Historische Kurse

Performance

Zeitraum Kurs %
1 Woche 1,74 € +2,87%
1 Monat 1,90 € -5,79%
6 Monate 9,60 € -81,35%
1 Jahr 9,30 € -80,75%
5 Jahre 14,20 € -87,39%

Unternehmensprofil Kap AG

Die Kap AG ist eine deutsche Industrieholding mit Fokus auf spezialisierte Nischen im Kunststoff- und Verpackungssektor sowie angrenzenden industriellen Anwendungen. Das Unternehmen agiert als strategischer Eigentümer mittelständischer Beteiligungen, die eigenständig am Markt operieren. Im Zentrum stehen renditeorientierte Portfoliosteuerung, operative Effizienzsteigerung und eine langfristig ausgerichtete Industriepolitik. Für konservative Anleger ist die Kap AG vor allem als breit diversifizierter Verbund von Industrieunternehmen im Bereich Kunststofftechnik, flexible Verpackungen und technische Lösungen relevant, der auf europäische Kernmärkte ausgerichtet ist.

Geschäftsmodell und Mission

Die Kap AG verfolgt ein Geschäftsmodell einer dezentral organisierten Industriegruppe. Die börsennotierte Holding bündelt mehrere operative Tochtergesellschaften, die in klar definierten Marktsegmenten tätig sind. Die Steuerung erfolgt über strategische Zielvorgaben, Kapitalallokation und Controlling, während die operative Verantwortung weitgehend in den Beteiligungen verbleibt. Die Mission der Kap AG besteht darin, mittelständische Industrieunternehmen durch langfristigen Eigentümeransatz, technologische Spezialisierung und kontinuierliche Prozessoptimierung zu entwickeln. Im Mittelpunkt stehen Wertsteigerung durch organisches Wachstum, selektive Akquisitionen sowie Portfoliobereinigung, falls definierte Rendite- und Strategieanforderungen nicht mehr erfüllt werden. Die Holding versteht sich als aktiver Industrieinvestor, der Synergien innerhalb des Portfolios hebt, Skaleneffekte im Einkauf und in der Finanzierung nutzt und gleichzeitig die unternehmerische Eigenständigkeit der einzelnen Business Units erhält.

Produkte und Dienstleistungen

Die Kap AG ist über ihre Beteiligungen in mehreren wertschöpfungsintensiven Produktsegmenten aktiv. Dazu zählen insbesondere:
  • Kunststoffverarbeitung, unter anderem technisch anspruchsvolle Spritzgussteile, Extrusionsprodukte und Komponenten für industrielle Anwendungen
  • Flexible Verpackungslösungen, beispielsweise für Lebensmittel, Konsumgüter und industrielle Einsatzfelder, inklusive Verbundfolien und Spezialverpackungen
  • Technische Lösungen und Komponenten für unterschiedliche Industrien, etwa Automobil, Haushaltsgeräte, Konsumgüter, Maschinenbau und Elektrotechnik
Die Leistungen umfassen typischerweise Entwicklung, Konstruktion, Werkzeugbau, Serienproduktion sowie teilweise Logistik- und Serviceleistungen entlang der Lieferkette. In mehreren Beteiligungen agiert die Kap AG als Systemlieferant, der kundenspezifische Lösungen entwickelt und dadurch in frühe Stufen der Produktentwicklung bei OEMs eingebunden ist.

Business Units und Segmentstruktur

Die Kap AG gliedert ihre Aktivitäten in mehrere Geschäftsbereiche, die im Zeitverlauf angepasst werden können. Typische Cluster sind:
  • Segment Kunststofftechnik: Fertigung von technologisch anspruchsvollen Kunststoffkomponenten, Baugruppen und Systemen für industrielle und konsumnahe Anwendungen
  • Segment Flexible Verpackungen: Entwicklung und Herstellung von Folien, Verbundmaterialien und Verpackungssystemen für Nahrungsmittel, Konsumgüter und spezialisierte industrielle Einsatzgebiete
  • Segment Technische Lösungen beziehungsweise Industrielösungen: Bereitstellung spezifischer Komponenten, Halbzeuge oder Dienstleistungen für Nischenmärkte im Maschinenbau, in der Elektrotechnik oder verwandten Branchen
Die Segmente verfolgen jeweils eigene Marktstrategien, sind jedoch hinsichtlich Controlling, Finanzierung und Portfoliomanagement in die Holdingstruktur eingebunden. Durch diese Segmentierung kann die Kap AG Investitionsentscheidungen, Ressourcenallokation und Risikosteuerung differenziert gestalten.

Alleinstellungsmerkmale und Burggräben

Die Kap AG positioniert sich nicht als Massenproduzent standardisierter Kunststoff- oder Verpackungsgüter, sondern fokussiert sich auf spezialisierte, häufig kundenspezifische Nischen mit höheren Eintrittsbarrieren. Wichtige potenzielle Alleinstellungsmerkmale sind:
  • Dezentrale, mittelständisch geprägte Struktur mit hoher Kundennähe und kurzen Entscheidungswegen
  • Kombination aus industrieller Kompetenz und kapitalmarktorientierter Steuerung durch die Holding
  • Langjährige Kundenbeziehungen in regulierten und qualitätskritischen Anwendungen, etwa in der Lebensmittelverpackung oder bei technischen Komponenten
  • Engineering-Know-how und Werkzeugkompetenz, die Wechselkosten für Kunden erhöhen
Als mögliche Burggräben gelten vor allem kundenspezifische Werkzeuge, qualifizierte Produktionsprozesse, Zertifizierungen und ein gewachsener Track Record in Just-in-time- und Just-in-sequence-Lieferketten. Diese Faktoren erschweren kurzfristige Lieferantenwechsel und stützen die Wettbewerbsposition. Gleichwohl sind diese Moats im Vergleich zu starken Marken oder umfassenden Technologiepatenten eher graduell und abhängig von der jeweiligen Tochtergesellschaft.

Wettbewerbsumfeld

Die Kap AG agiert in stark fragmentierten Märkten. Im Bereich Kunststofftechnik und flexible Verpackungen konkurrieren die Tochtergesellschaften mit:
  • internationalen Kunststoffverarbeitern und Verpackungsherstellern mit hoher Skalierung
  • regionalen mittelständischen Spezialisten mit enger Kundenbindung
  • Lohnfertigern aus Ländern mit niedrigeren Faktorkosten innerhalb und außerhalb Europas
Zu den relevanten Wettbewerbstreibern zählen Preis- und Margendruck entlang der Wertschöpfungskette, Qualitätsanforderungen, Lieferzuverlässigkeit sowie Innovationsfähigkeit in Werkstoffen und Verarbeitungstechnologien. Die Kap AG versucht, sich über Spezialisierung, Engineering-Kompetenz und Servicelevel gegenüber Anbietern mit reinem Kostenfokus abzugrenzen. Gleichwohl bleibt die Wettbewerbsintensität in vielen Segmenten hoch und zyklisch sensitiv.

Management und Strategie

Das Management der Kap AG verfolgt eine Strategie der fokussierten Industriebeteiligung. Kernpunkte sind:
  • Stärkung der bestehenden Portfoliounternehmen durch operative Exzellenz, Effizienzprogramme und selektive Investitionen in Kapazitäten und Technologien
  • Gezielte Akquisition ergänzender Unternehmen oder Geschäftseinheiten, um technologische Kompetenz, Kundenzugänge oder regionale Reichweite zu erweitern
  • Portfoliooptimierung durch Desinvestitionen aus Randaktivitäten, die nicht mehr in das strategische Profil oder die Renditeanforderungen passen
  • Risikobalancierung über unterschiedliche Endmärkte und Regionen innerhalb des Portfolios
Die Unternehmensführung setzt auf eine langfristige Perspektive mit konservativer Finanzpolitik, die in der Regel auf Stabilität, planbare Cashflows und die Fähigkeit zur Finanzierung von Investitionen abzielt. Governance-Strukturen, Aufsichtsrat und Kapitalmarktausrichtung orientieren sich am deutschen Corporate-Governance-Rahmen.

Branchen- und Regionalanalyse

Die Kap AG ist primär in der europäischen Kunststoff- und Verpackungsindustrie verankert, mit Deutschland als zentralem Produktions- und Entscheidungsstandort. Die relevanten Branchen sind:
  • Kunststoffverarbeitung: zyklische Industrie, stark beeinflusst von Automobil-, Konsumgüter- und Investitionsgüterkonjunktur sowie von Rohstoffpreisen und Energiepolitik
  • Verpackungsindustrie: relativ defensiver, aber zunehmend regulierungsgetriebener Markt mit wachsender Bedeutung von Recycling, Kreislaufwirtschaft und nachhaltigen Materialien
  • Technische Industriekomponenten: abhängig von Investitionszyklen im Maschinenbau, in Elektrotechnik und verarbeitender Industrie
Makroökonomische Faktoren, insbesondere die europäische Industrieproduktion, Regulierung zu Kunststoffen, Energiepreise und Umweltauflagen, wirken direkt auf Nachfrage, Kostenbasis und Investitionsplanung der Tochtergesellschaften. Regional profitiert die Kap AG von der industriellen Infrastruktur, dem qualifizierten Fachkräfteangebot und der logistisch günstigen Lage Deutschlands und angrenzender Märkte. Gleichzeitig erhöhen Arbeitskosten, regulatorische Dichte und Energiepreise die strukturellen Anforderungen an Effizienz und Technologieführerschaft.

Unternehmensgeschichte

Die Kap AG blickt auf eine Historie als Industrieholding zurück, die sich über Jahre durch Zukäufe, Umstrukturierungen und Portfolioanpassungen entwickelt hat. Der Ursprung liegt in klassisch mittelständischen Industrieengagements, die im Zeitverlauf zu einer diversifizierten Gruppe ausgebaut wurden. Das Geschäftsmodell hat sich von der breiteren Beteiligungsausrichtung hin zu einem stärkeren Fokus auf Kunststofftechnik, Verpackungen und technische Lösungen verschoben. Im Zuge der Kapitalmarktpräsenz wurden Corporate-Governance-Strukturen, Transparenzstandards und Berichtswesen sukzessive an die Anforderungen institutioneller und privater Anleger angepasst. Immer wieder wurden nicht-strategische Beteiligungen veräußert und neue Portfoliounternehmen integriert, um das Profil der Gruppe zu schärfen. Diese Entwicklung zeigt eine fortlaufende Anpassung an industriepolitische, technologische und regulatorische Veränderungen der europäischen Industrie.

Besonderheiten der Kap AG

Eine Besonderheit der Kap AG ist die Kombination aus börsennotierter Holding und stark mittelständisch geprägten, operativen Einheiten. Die Gruppe vereint:
  • Kapitalmarktzugang für Finanzierung, Sichtbarkeit und Bewertungsflexibilität
  • unternehmerische Eigenverantwortung in den Beteiligungen mit ausgeprägter Kundenorientierung
  • Fokus auf industrielle Realwirtschaft statt auf rein finanzielle, kurzfristige Beteiligungsstrategien
Die Kap AG agiert damit anders als typische Private-Equity-Strukturen, deren Beteiligungshorizonte häufig begrenzt sind. Entscheidungsprozesse zur Portfolioumbauung orientieren sich an strategischen und industriellen Kriterien, nicht ausschließlich an kurzfristigen Exit-Perspektiven. Zudem entstehen innerhalb des Portfolios Lernkurven- und Skaleneffekte in Bereichen wie Rohstoffbeschaffung, Energie, Qualitätssicherung und Digitalisierung von Produktionsprozessen.

Chancen und Risiken für Anleger

Aus Sicht eines konservativen Anlegers bietet die Kap AG sowohl interessante Chancen als auch substanzielle Risiken. Chancen ergeben sich vor allem aus:
  • der breiten Diversifikation über mehrere Industrie- und Verpackungssegmente mit unterschiedlichen Endmärkten
  • der Möglichkeit, von langfristigen Trends wie Ersatz traditioneller Materialien, Leichtbau, funktionalen Verpackungen und Effizienzsteigerung in Lieferketten zu profitieren
  • Wertsteigerungspotenzial durch operative Optimierung, Integration von Zukäufen und Portfoliofokussierung
  • einer grundsätzlich realwirtschaftlichen Basis mit physischer Produktion und etablierten Kundenbeziehungen
Dem stehen Risiken gegenüber:
  • Zyklische Abhängigkeit von der europäischen Industrie- und Konsumkonjunktur, insbesondere in konjunktursensiblen Segmenten
  • hoher Wettbewerbsdruck und Preissensitivität in Kunststoff- und Verpackungsmärkten, der Margen belasten kann
  • regulatorische Unsicherheit im Umgang mit Kunststoffen, Recyclingquoten, Umweltauflagen und CO2-Kosten
  • Kostenrisiken durch Rohstoff- und Energiepreisschwankungen, die nicht vollständig an Kunden weitergegeben werden können
  • Portfoliorisiko durch mögliche Fehlinvestitionen oder schleppende Integration erworbener Unternehmen
Für konservative Anleger ist entscheidend, die Kap AG als Industrieverbund mit strukturellen Branchenrisiken zu betrachten, der seine Stabilität aus Diversifikation, Prozesskompetenz und langfristig ausgerichteter Steuerung bezieht. Eine Anlageentscheidung sollte immer die individuelle Risikotragfähigkeit sowie die spezifische Einschätzung zur Zukunftsfähigkeit der europäischen Kunststoff- und Verpackungsindustrie berücksichtigen, ohne von der Vergangenheit auf die künftige Wertentwicklung zu schließen.
Hinweis

Stammdaten

Marktkapitalisierung 14,92 Mio. €
Aktienanzahl 7,77 Mio.
Streubesitz 28,55%
Währung EUR
Land Deutschland
Sektor Industrie
Branche Industriekonglomerate
Aktientyp Stammaktie

Aktionärsstruktur

+71,45% Weitere
+28,55% Streubesitz

Community-Beiträge zu Kap AG

  • Community-Beiträge
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Avatar des Verfassers
leinebärr
Aufholjagd
Nach den Halbjahresergebnissen 2024 müsste nun ein Umdenken einsetzen. Man hat sich in Fulda tapfer geschlagen und die Voraussagen von der HV eingehalten. Ein Kurs von 10 € ist wirklich fundamental nicht mehr zu rechtfertigen. Die Summe der einzelnen Aktivitäten ist deutlich mehr wert. Persönlich bin ich davon überzeugt, dass man hier wieder eine Dividende für 2024 anstrebt. Das sollte nach dem Desasterjahr 2023 ein Muss sein.
Avatar des Verfassers
sonnefs
Danke für den HV Bericht!
Avatar des Verfassers
leinebärr
HV in Fulda
Etwas versteckt im Walde tagte die HV der KAP AG vor ca. 45 Aktionären. Immerhin lag die Präsenz bei stattlichen 82%, was bei zwei Großaktionären allerdings auch nicht wirklich überraschend ist. Das Zahlenwerk 2023 war nicht Grund zur Freude, der Ausfall der Dividende noch weniger. Wenn man das vor dem Hintergrund des Beteiligungsverkaufes sieht, bei dem stattliche a.o. Erträge hereinkamen, stimmt das nachdenklich. Aber schauen wir in die Zukunft. Das 1. Halbjahr 2024 soll gut gelaufen sein, was vor dem Hintergrund der lahmenden Bau- und Autoindustrie sehr erfreulich ist. Die Internationalisierung in 11 Ländern und 41 Gesellschaften ist allerdings auch hoch. Man profitiert von vielen Niedriglohnländern bei den Produktionskosten. In einigen Nischen ist man Marktführer und kann die Preise bestimmen. Man erwartet ein deutlich anspringendes EBITDA ggü. Vorjahr, will sich aber nicht auf Bandbreiten festlegen lassen. Insofern hoffen wir mal auf die Bekanntgabe der 6-Monatszahlen am 29.8., da sollte sich das Gesagte dann in Zahlen zeigen. Der Kurs müsste bei 10,00 € schon stark nach unten ausgereizt sein.
Avatar des Verfassers
Claudimal
hier, das wars dann fürs erste
EQS-Adhoc: KAP AG: ANPASSUNG DER PROGNOSE FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023 (deutsch) Der wesentliche Grund für die Anpassung ist, dass KAP nicht mehr, wie zuvor erwartet, nach einem schwachen zweiten Quartal 2023 von einer raschen Erholung der Wirtschaft nach der Sommerpause ausgeht. Es wird erwartet, dass die Wirtschaft auf dem aktuell niedrigen Niveau verharrt bzw. sich schwächer entwickeln wird. Dies gilt insbesondere für die für KAP relevanten Märkte.
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Häufig gestellte Fragen zur Kap Aktie und zum Kap Kurs

Der aktuelle Kurs der Kap Aktie liegt bei 1,74 €.

Für 1.000€ kann man sich 574,71 Kap Aktien kaufen.

Die 1 Monats-Performance der Kap Aktie beträgt aktuell -5,79%.

Die 1 Jahres-Performance der Kap Aktie beträgt aktuell -80,75%.

Der Aktienkurs der Kap Aktie liegt aktuell bei 1,74 EUR. In den letzten 30 Tagen hat die Aktie eine Performance von -5,79% erzielt.
Auf 3 Monate gesehen weist die Aktie von Kap eine Wertentwicklung von -74,43% aus und über 6 Monate sind es -81,35%.

Das 52-Wochen-Hoch der Kap Aktie liegt bei 12,20 €.

Das 52-Wochen-Tief der Kap Aktie liegt bei 1,22 €.

Das Allzeithoch von Kap liegt bei 30,60 €.

Das Allzeittief von Kap liegt bei 1,22 €.

Die Volatilität der Kap Aktie liegt derzeit bei 51,36%. Diese Kennzahl zeigt, wie stark der Kurs von Kap in letzter Zeit schwankte.

Die Marktkapitalisierung beträgt 14,92 Mio. €

Insgesamt sind 7,8 Mio Kap Aktien im Umlauf.

Am 16.11.1998 gab es einen Split im Verhältnis 1:10.

Am 16.11.1998 gab es einen Split im Verhältnis 1:10.

Kap hat seinen Hauptsitz in Deutschland.

Kap gehört zum Sektor Industriekonglomerate.

Das KGV der Kap Aktie beträgt -1,68.

Der Jahresumsatz des Geschäftsjahres 2024 von Kap betrug 252.497.000 €.

Ja, Kap zahlt Dividenden. Zuletzt wurde am 17.07.2023 eine Dividende in Höhe von 1,50 € gezahlt.

Zuletzt hat Kap am 17.07.2023 eine Dividende in Höhe von 1,50 € gezahlt.
Dies entspricht einer Dividendenrendite von 84,75%. Die Dividende wird jährlich gezahlt.

Die letzte Dividende von Kap wurde am 17.07.2023 in Höhe von 1,50 € je Aktie ausgeschüttet.
Das ergibt, basierend auf dem aktuellen Kurs, eine Dividendenrendite von 84,75%.

Die Dividende wird jährlich gezahlt.

Der letzte Zahltag der Dividende war am 17.07.2023. Es wurde eine Dividende in Höhe von 1,50 € gezahlt.

Um eine Dividende ausgezahlt zu bekommen, muss man die Aktie am Ex-Tag (Ex-Date) im Depot haben.