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Julius Baer Group Aktie

Aktie
WKN:  A0YBDU ISIN:  CH0102484968 US-Symbol:  JBARF Branche:  Kapitalmärkte Land:  Schweiz
65,00 CHF
+0,88 CHF
+1,37%
71,245 € 25.02.26
Depot/Watchlist
Marktkapitalisierung *
13,83 Mrd. €
Streubesitz
29,49%
KGV
11,82
Dividende
2,81 EUR
Dividendenrendite
4,21%
Nachhaltigkeits-Score
63 %
Index-Zuordnung
-
Julius Baer Group Aktie Chart

Unternehmensbeschreibung

Die Julius Baer Group AG ist eine international ausgerichtete, auf Wealth Management spezialisierte Schweizer Privatbankengruppe mit Fokus auf vermögende Privatkunden und Familienunternehmer. Das börsennotierte Finanzinstitut mit Hauptsitz in Zürich agiert als reine Vermögensverwaltungsbank ohne klassisches Investmentbanking und ohne breites Retailgeschäft. Im Zentrum stehen diskretionäre und beratungsbasierte Mandate, strukturierte Vermögensplanung, grenzüberschreitende Private-Banking-Dienstleistungen sowie ein globales Plattformangebot für externe Vermögensverwalter. Julius Baer nutzt die Stabilität des Schweizer Finanzplatzes, kombiniert diese mit einer multinationalen Präsenz in wichtigen Wohlstandszentren und positioniert sich als unabhängiger, reiner Pure Player im Private Banking.

Geschäftsmodell und Ertragslogik

Das Geschäftsmodell von Julius Baer beruht überwiegend auf wiederkehrenden, volumenabhängigen Erträgen aus der Verwaltung von Kundenvermögen. Kernelemente sind Gebühren aus diskretionären Mandatslösungen, Beratungsgebühren, Depot- und Verwahrentgelte sowie Kommissionen aus Wertpapierhandel, strukturierten Produkten, Devisengeschäften und Lombardkrediten. Die Bank betreibt kein klassisches Massengeschäft, sondern fokussiert sich auf High-Net-Worth- und Ultra-High-Net-Worth-Kunden. Das Risikoappetit-Profil ist gemäß öffentlicher Kommunikation konservativ ausgerichtet, mit Schwerpunkt auf Kapitalstärke, Liquidität und regulatorischer Compliance. Kostenmanagement, Skaleneffekte im globalen Buchungssystem und operative Effizienz in Front- und Backoffice-Prozessen sind zentrale Hebel zur Ertragssteigerung. Akquisitionen von Kundenportfolios und kleineren Privatbanken dienen ergänzend als Wachstumsinstrument, werden jedoch in der Regel in das bestehende Geschäftsmodell integriert, um die Plattformbreite und die regionale Abdeckung zu erhöhen.

Mission und strategische Ausrichtung

Die publizierte Mission von Julius Baer zielt auf langfristige, verantwortungsvolle Vermögensbewahrung und -mehrung für private und unternehmerische Kunden ab. Im Mittelpunkt steht die Rolle als vertrauenswürdiger Partner über Generationen hinweg. Strategisch betont das Management die Kombination aus unternehmerischer Unabhängigkeit, individueller Beratung und einem offenen Architekturansatz bei Produkten. Themen wie Nachhaltigkeit, verantwortungsvolles Investieren und ESG-Integration in Anlageprozesse werden zunehmend als Bestandteil der Beratungsphilosophie positioniert. Die Bank strebt eine kontrollierte, organische Expansion in Kernmärkten an, ergänzt durch selektive Zukäufe, ohne die Grundprinzipien von Solidität und Risikodisziplin zu kompromittieren. Ziel ist ein wachstumsorientiertes, aber risikoaverses Profil im internationalen Wealth-Management-Sektor.

Produkte und Dienstleistungen

Julius Baer bietet ein breites Spektrum an Private-Banking- und Vermögensverwaltungsdienstleistungen. Dazu zählen klassisches Portfolio Management, Advisory-Mandate, Trading-Services sowie komplexe Vermögens- und Nachfolgeplanung. Im Anlagebereich umfasst das Angebot unter anderem Einzeltitel, aktiv und passiv verwaltete Fonds, strukturierte Produkte, alternative Anlagen wie Hedgefonds und Private Equity sowie thematische Anlagelösungen. Ergänzend bietet die Bank Lombardkredite, Hypothekarfinanzierungen für ausgewählte Kundensegmente, Devisen- und Edelmetallhandel, sowie Speziallösungen für Unternehmer, Family Offices und Stiftungen. Eine wichtige Säule ist die Betreuung externer Vermögensverwalter über eine dedizierte Plattform, die Depotführung, Abwicklung, Research und digitale Tools integriert. Digitale Kanäle, E-Banking und Reporting-Lösungen dienen der Transparenz und der effizienten Steuerung komplexer Multi-Asset-Portfolios.

Business Units und Organisationsstruktur

Die Julius Baer Group organisiert ihr Geschäft im Kern entlang geografischer Segmente und Kundencluster im Bereich Wealth Management. Das operative Geschäft wird maßgeblich über die Bank Julius Bär & Co. AG als Hauptbank geführt, ergänzt um Tochtergesellschaften und Repräsentanzen in Europa, Asien-Pazifik, Lateinamerika sowie im Mittleren Osten. Zusätzlich bestehen spezialisierte Einheiten für External Asset Managers, für Investment Solutions und für globale Märkte, welche Produktentwicklung, Advisory-Kompetenz und Handel bündeln. Zentralfunktionen für Risiko, Compliance, Legal, Operations und Technologie sind gruppenweit integriert, um Skaleneffekte und einheitliche Governance-Strukturen sicherzustellen. Die Konzernstruktur ist auf ein fokussiertes Kerngeschäft ohne diversifizierende Großbereiche wie Investmentbanking oder Massen-Retailbanking ausgerichtet.

Alleinstellungsmerkmale und Burggräben

Ein entscheidendes Alleinstellungsmerkmal von Julius Baer ist die konsequente Ausrichtung als unabhängiger Pure Player im internationalen Private Banking, ohne Interessenkonflikte aus großvolumigem Eigenhandel oder Investmentbanking. Die Bank kombiniert die Reputation eines traditionellen Schweizer Privatbankhauses mit einer starken Präsenz in wachstumsstarken Vermögensmärkten. Der Burggraben basiert auf mehreren Komponenten: erstens einer gewachsenen Marke, die mit Diskretion, Stabilität und Kontinuität assoziiert wird; zweitens langjährigen Kundenbeziehungen, die im Private Banking häufig über Generationen hinweg bestehen und hohe Wechselbarrieren schaffen; drittens einer regulatorisch verankerten Infrastruktur mit robusten Risikomanagement- und Compliance-Systemen. Hinzu kommen der Zugang zu internationalen Buchungszentren, eine technologisch integrierte Plattform sowie die Spezialisierung auf komplexe Vermögenssituationen, die nicht leicht replizierbar ist. Im Wettbewerb um externe Vermögensverwalter wirkt die Kombination aus Plattformqualität, Servicegrad und Markennamen ebenfalls als struktureller Vorteil.

Wettbewerbsumfeld

Julius Baer agiert in einem intensiv umkämpften Markt für internationales Private Banking. Zu den direkten Wettbewerbern zählen vor allem Schweizer und globale Vermögensverwalter wie UBS, Credit Suisse beziehungsweise deren Nachfolgeorganisationen im Wealth-Management-Geschäft, Pictet, Lombard Odier, Vontobel, EFG International sowie internationale Bankengruppen mit starkem Private-Banking-Fokus. Darüber hinaus konkurriert die Bank mit globalen Universalbanken, die über erhebliche Ressourcen und Produktbreite verfügen, sowie mit unabhängigen Multi-Family-Offices und spezialisierten Boutiquen. Der Wettbewerbsdruck zeigt sich in Margenkompression, steigenden regulatorischen Kosten und hohem Bedarf an Beraterqualität. Differenzierung erfolgt primär über Beratungsqualität, Internationalität der Plattform, technologische Leistungsfähigkeit, Produktarchitektur und Reputation in Bezug auf Stabilität und Compliance.

Management, Governance und Strategie

Das Management der Julius Baer Group wird von einem professionellen Verwaltungsrat und einer operativen Geschäftsleitung geführt. Die Governance-Struktur folgt den regulatorischen Anforderungen für bedeutende Finanzinstitute in der Schweiz und relevanten Auslandsjurisdiktionen. Strategisch betont die Führungsebene drei Stoßrichtungen: organisches Wachstum in Kernmärkten, Vertiefung bestehender Kundenbeziehungen durch ganzheitliche Beratung und selektive Akquisitionen komplementärer Kundengruppen oder Portfolios. Parallel dazu stehen Kapitaldisziplin, konservative Bilanzsteuerung und robuste Compliance-Systeme im Vordergrund. Das Management strebt eine ausgewogene Balance zwischen Wachstum, Profitabilität und Risikoreduzierung an, unter Einbezug von Trends wie Digitalisierung, ESG-Integration und regulatorischen Entwicklungen. Variable Vergütungsmodelle sind in der Regel an langfristige Kennziffern, Kapitalstärke und Risikoadjustierung gebunden, was die Interessenangleichung mit konservativ orientierten Stakeholdern unterstützen soll.

Branchen- und Regionenfokus

Julius Baer ist klar im globalen Wealth-Management- und Private-Banking-Sektor verankert. Die Branche ist stark reguliert, kapitalintensiv und stützt sich auf Vertrauen, Reputation und langfristige Kundenbindungen. Strengere Anforderungen in Bezug auf Transparenz, Steuerkooperation, Geldwäschereibekämpfung und Anlegerschutz prägen das Umfeld. Regional liegt ein historischer Schwerpunkt auf der Schweiz und Europa, ergänzt durch signifikante Aktivitäten in Asien, insbesondere in Finanzzentren wie Singapur und Hongkong, sowie in Lateinamerika und dem Mittleren Osten. Die Bank folgt dabei dem globalen Wachstum privater Vermögen, insbesondere von Unternehmerfamilien und international mobilen Kunden. Das Geschäftsmodell ist eng an die Entwicklung der Finanzmärkte gekoppelt, da Gebühren und Kommissionen überwiegend auf verwalteten Vermögenswerten und Handelsaktivitäten basieren.

Unternehmensgeschichte und Entwicklung

Die Wurzeln von Julius Baer reichen in das 19. Jahrhundert zurück, als in Zürich ein Bankhaus gegründet wurde, das sich im Laufe der Jahrzehnte zu einem bedeutenden Schweizer Privatbankinstitut entwickelte. Über die Zeit hat sich das Unternehmen von einer partnerschaftlich geführten Privatbank zu einer börsennotierten Bankengruppe transformiert. Strategische Meilensteine waren der Ausbau des internationalen Geschäfts, insbesondere in Europa und Asien, sowie verschiedene Akquisitionen, durch die Kundenportfolios, Standorte und Anlagelösungen integriert wurden. Die Gruppe trennte sich im Zuge der strategischen Fokussierung von nicht zum Kerngeschäft passenden Bereichen und positionierte sich als spezialisierte Wealth-Management-Gruppe. Im Zuge globaler Regulierungswellen und internationaler Steuerabkommen hat Julius Baer sein Geschäftsmodell auf deklarierte Kundengelder und hohe Compliance-Standards ausgerichtet. Gleichzeitig wurden technologische Plattformen modernisiert und digitale Angebote sukzessive ausgebaut.

Besonderheiten, Kultur und ESG-Ansatz

Eine Besonderheit von Julius Baer liegt in der Mischung aus traditioneller Schweizer Privatbanken-Kultur und internationaler Ausrichtung. Die Unternehmenskultur betont langfristige Kundenorientierung, Vertraulichkeit und unternehmerisches Denken innerhalb einer stark regulierten Governance-Struktur. In den vergangenen Jahren hat die Bank ESG-Kriterien schrittweise in ihren Anlageprozess integriert und nachhaltige Anlagelösungen ausgebaut, etwa durch Fonds, Mandate und thematische Strategien, die Umwelt-, Sozial- und Governance-Faktoren berücksichtigen. Philanthropische Aktivitäten und Unterstützung gemeinnütziger Initiativen ergänzen die Positionierung als verantwortungsbewusster Vermögensverwalter. Technologisch setzt Julius Baer auf moderne Kernbanksysteme, digitale Reporting-Tools und hybride Beratungsmodelle, bei denen persönliche Relationship Manager durch datengetriebene Research- und Analysetools unterstützt werden.

Chancen für langfristig orientierte, konservative Anleger

Für konservativ orientierte Anleger bietet ein Engagement in einer auf Vermögensverwaltung fokussierten Bankengruppe grundsätzlich Exposure zu strukturellen Trends wie dem globalen Wachstum privater Vermögen, der zunehmenden Professionalisierung von Family Offices und dem Bedarf an komplexer Finanz- und Nachfolgeplanung. Als etablierter Pure Player im Wealth Management könnte Julius Baer von Skaleneffekten in der Vermögensverwaltung, von Margenstabilität im hochvermögenden Kundensegment und von einer diversifizierten internationalen Kundenbasis profitieren. Die Konzentration auf wiederkehrende Gebührenströme, ein erklärter Fokus auf Kapitalstärke und Compliance sowie der Verzicht auf riskantes Investmentbanking können aus konservativer Sicht stabilisierend wirken. Langjährige Kundenbeziehungen und eine starke Marke können zudem die Ertragsbasis glätten und in Marktstressphasen eine gewisse Widerstandsfähigkeit erzeugen. Potenzial besteht auch in der weiteren Digitalisierung von Beratungs- und Abwicklungsprozessen sowie in der systematischen Integration von ESG-Angeboten, die zusätzliche Kundensegmente erschließen können.

Risiken und zentrale Unsicherheiten

Trotz der defensiven Ausrichtung birgt ein Investment in eine Vermögensverwaltungsbank wie Julius Baer signifikante Risiken. Das Geschäftsmodell ist stark abhängig von der Entwicklung der globalen Finanzmärkte, da Wertschwankungen in den verwalteten Vermögen und geringere Handelsaktivität direkt auf Gebühren- und Kommissionserträge durchschlagen. Regulatorische Risiken sind strukturell hoch: Verschärfungen bei Kapitalanforderungen, Geldwäschereibestimmungen, Steuertransparenz oder Anlegerschutz können Kosten, Komplexität und Haftungsrisiken erhöhen. Reputationsrisiken spielen im Private Banking eine zentrale Rolle, insbesondere bei regulatorischen Untersuchungen, Compliance-Verstößen oder Fehlverhalten einzelner Berater. Zudem besteht ein intensiver Wettbewerb um qualifizierte Relationship Manager, deren Abwanderung zu Kundenabgängen führen kann. Wechselkursrisiken, geopolitische Spannungen sowie politische Eingriffe in wichtigen Märkten können die Vermögensentwicklung der Klientel und damit das Geschäftsvolumen belasten. Für konservative Anleger ist es daher wesentlich, die Abhängigkeit von Marktzyklen, die Qualität des Risikomanagements, die Stabilität der Governance-Strukturen und die Fähigkeit des Managements, regulatorische und technologische Umbrüche zu bewältigen, laufend kritisch zu beobachten, ohne daraus eine konkrete Handelsempfehlung abzuleiten.

Kursdaten

Geld/Brief 64,00 CHF / -  
Spread -100,00%
Schluss Vortag 64,12 CHF
Gehandelte Stücke 358.413
Tagesvolumen Vortag 34.109.690 CHF
Tagestief 64,16 CHF
Tageshoch 65,00 CHF
52W-Tief 45,50 CHF
52W-Hoch 68,60 CHF
Jahrestief 61,42 CHF
Jahreshoch 68,60 CHF

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Fundamentale Kennzahlen (2024)

Umsatz in Mio. 3.897 CHF
Operatives Ergebnis (EBIT) in Mio. 1.070 CHF
Jahresüberschuss in Mio. 1.022 CHF
Umsatz je Aktie 18,92 CHF
Gewinn je Aktie 4,96 CHF
Gewinnrendite +14,97%
Umsatzrendite +26,23%
Return on Investment +0,97%
Marktkapitalisierung in Mio. 12.076 CHF
KGV (Kurs/Gewinn) 11,82
KBV (Kurs/Buchwert) 1,77
KUV (Kurs/Umsatz) 3,10
Eigenkapitalrendite +14,97%
Eigenkapitalquote +6,50%

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Derivate

Anlageprodukte (13)
Discount-Zertifikate 10
Aktienanleihen 2
Express-Zertifikate 1
Hebelprodukte (187)
Knock-Outs 82
Optionsscheine 62
Faktor-Zertifikate 43

Dividenden Kennzahlen

Auszahlungen/Jahr 1
Keine Senkung seit 13 Jahre
Stabilität der Dividende 0,96 (max 1,00)
Jährlicher 10,4% (5 Jahre)
Dividendenzuwachs 10,02% (10 Jahre)
quote 76% (auf den Free Cash Flow)

Dividenden Historie

Datum Dividende
14.04.2025 2,60 CHF (2,81 €)
15.04.2024 2,60 CHF (2,67 €)
17.04.2023 2,60 CHF (2,65 €)
14.04.2022 1,50 CHF (1,47 €)
16.04.2021 0,64 CHF (0,58 €)
04.11.2020 0,38 CHF (0,35 €)
11.04.2011 0,46 €
12.04.2010 0,28 €
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Übersicht Handelsplätze

Handelsplatz
Letzter
Änderung
Vortag
Zeit
Düsseldorf 71,06 +1,43%
70,06 € 25.02.26
Frankfurt 70,78 +1,35%
69,84 € 25.02.26
Hamburg 70,42 -0,42%
70,72 € 25.02.26
München 70,54 0 %
70,54 € 25.02.26
Stuttgart 71,22 +1,22%
70,36 € 25.02.26
Xetra 72,74 0 %
72,74 € 23.01.26
L&S RT 71,38 +1,32%
70,45 € 25.02.26
Wien 70,70 +0,54%
70,32 € 25.02.26
Nasdaq OTC Other 84,03 $ +1,45%
82,83 $ 23.02.26
SIX Swiss Exchange 65,00 ¤ +1,37%
64,12 ¤ 25.02.26
Tradegate 71,58 +1,62%
70,44 € 25.02.26
Quotrix 70,76 +0,06%
70,72 € 25.02.26
Gettex 71,12 +0,88%
70,50 € 25.02.26
Weitere Börsenplätze

Historische Kurse

Datum
Kurs
Volumen
25.02.26 64,48 9,72 M
24.02.26 64,12 34,1 M
23.02.26 64,54 30,9 M
20.02.26 65,94 18,4 M
19.02.26 65,46 34,3 M
18.02.26 66,00 35,6 M
Weitere Historische Kurse

Performance

Zeitraum Kurs %
1 Woche 66,00 CHF -2,30%
1 Monat 67,24 CHF -4,10%
6 Monate 59,76 CHF +7,90%
1 Jahr 58,80 CHF +9,66%
5 Jahre 56,54 CHF +14,04%

Unternehmensprofil Julius Baer Group AG

Die Julius Baer Group AG ist eine international ausgerichtete, auf Wealth Management spezialisierte Schweizer Privatbankengruppe mit Fokus auf vermögende Privatkunden und Familienunternehmer. Das börsennotierte Finanzinstitut mit Hauptsitz in Zürich agiert als reine Vermögensverwaltungsbank ohne klassisches Investmentbanking und ohne breites Retailgeschäft. Im Zentrum stehen diskretionäre und beratungsbasierte Mandate, strukturierte Vermögensplanung, grenzüberschreitende Private-Banking-Dienstleistungen sowie ein globales Plattformangebot für externe Vermögensverwalter. Julius Baer nutzt die Stabilität des Schweizer Finanzplatzes, kombiniert diese mit einer multinationalen Präsenz in wichtigen Wohlstandszentren und positioniert sich als unabhängiger, reiner Pure Player im Private Banking.

Geschäftsmodell und Ertragslogik

Das Geschäftsmodell von Julius Baer beruht überwiegend auf wiederkehrenden, volumenabhängigen Erträgen aus der Verwaltung von Kundenvermögen. Kernelemente sind Gebühren aus diskretionären Mandatslösungen, Beratungsgebühren, Depot- und Verwahrentgelte sowie Kommissionen aus Wertpapierhandel, strukturierten Produkten, Devisengeschäften und Lombardkrediten. Die Bank betreibt kein klassisches Massengeschäft, sondern fokussiert sich auf High-Net-Worth- und Ultra-High-Net-Worth-Kunden. Das Risikoappetit-Profil ist gemäß öffentlicher Kommunikation konservativ ausgerichtet, mit Schwerpunkt auf Kapitalstärke, Liquidität und regulatorischer Compliance. Kostenmanagement, Skaleneffekte im globalen Buchungssystem und operative Effizienz in Front- und Backoffice-Prozessen sind zentrale Hebel zur Ertragssteigerung. Akquisitionen von Kundenportfolios und kleineren Privatbanken dienen ergänzend als Wachstumsinstrument, werden jedoch in der Regel in das bestehende Geschäftsmodell integriert, um die Plattformbreite und die regionale Abdeckung zu erhöhen.

Mission und strategische Ausrichtung

Die publizierte Mission von Julius Baer zielt auf langfristige, verantwortungsvolle Vermögensbewahrung und -mehrung für private und unternehmerische Kunden ab. Im Mittelpunkt steht die Rolle als vertrauenswürdiger Partner über Generationen hinweg. Strategisch betont das Management die Kombination aus unternehmerischer Unabhängigkeit, individueller Beratung und einem offenen Architekturansatz bei Produkten. Themen wie Nachhaltigkeit, verantwortungsvolles Investieren und ESG-Integration in Anlageprozesse werden zunehmend als Bestandteil der Beratungsphilosophie positioniert. Die Bank strebt eine kontrollierte, organische Expansion in Kernmärkten an, ergänzt durch selektive Zukäufe, ohne die Grundprinzipien von Solidität und Risikodisziplin zu kompromittieren. Ziel ist ein wachstumsorientiertes, aber risikoaverses Profil im internationalen Wealth-Management-Sektor.

Produkte und Dienstleistungen

Julius Baer bietet ein breites Spektrum an Private-Banking- und Vermögensverwaltungsdienstleistungen. Dazu zählen klassisches Portfolio Management, Advisory-Mandate, Trading-Services sowie komplexe Vermögens- und Nachfolgeplanung. Im Anlagebereich umfasst das Angebot unter anderem Einzeltitel, aktiv und passiv verwaltete Fonds, strukturierte Produkte, alternative Anlagen wie Hedgefonds und Private Equity sowie thematische Anlagelösungen. Ergänzend bietet die Bank Lombardkredite, Hypothekarfinanzierungen für ausgewählte Kundensegmente, Devisen- und Edelmetallhandel, sowie Speziallösungen für Unternehmer, Family Offices und Stiftungen. Eine wichtige Säule ist die Betreuung externer Vermögensverwalter über eine dedizierte Plattform, die Depotführung, Abwicklung, Research und digitale Tools integriert. Digitale Kanäle, E-Banking und Reporting-Lösungen dienen der Transparenz und der effizienten Steuerung komplexer Multi-Asset-Portfolios.

Business Units und Organisationsstruktur

Die Julius Baer Group organisiert ihr Geschäft im Kern entlang geografischer Segmente und Kundencluster im Bereich Wealth Management. Das operative Geschäft wird maßgeblich über die Bank Julius Bär & Co. AG als Hauptbank geführt, ergänzt um Tochtergesellschaften und Repräsentanzen in Europa, Asien-Pazifik, Lateinamerika sowie im Mittleren Osten. Zusätzlich bestehen spezialisierte Einheiten für External Asset Managers, für Investment Solutions und für globale Märkte, welche Produktentwicklung, Advisory-Kompetenz und Handel bündeln. Zentralfunktionen für Risiko, Compliance, Legal, Operations und Technologie sind gruppenweit integriert, um Skaleneffekte und einheitliche Governance-Strukturen sicherzustellen. Die Konzernstruktur ist auf ein fokussiertes Kerngeschäft ohne diversifizierende Großbereiche wie Investmentbanking oder Massen-Retailbanking ausgerichtet.

Alleinstellungsmerkmale und Burggräben

Ein entscheidendes Alleinstellungsmerkmal von Julius Baer ist die konsequente Ausrichtung als unabhängiger Pure Player im internationalen Private Banking, ohne Interessenkonflikte aus großvolumigem Eigenhandel oder Investmentbanking. Die Bank kombiniert die Reputation eines traditionellen Schweizer Privatbankhauses mit einer starken Präsenz in wachstumsstarken Vermögensmärkten. Der Burggraben basiert auf mehreren Komponenten: erstens einer gewachsenen Marke, die mit Diskretion, Stabilität und Kontinuität assoziiert wird; zweitens langjährigen Kundenbeziehungen, die im Private Banking häufig über Generationen hinweg bestehen und hohe Wechselbarrieren schaffen; drittens einer regulatorisch verankerten Infrastruktur mit robusten Risikomanagement- und Compliance-Systemen. Hinzu kommen der Zugang zu internationalen Buchungszentren, eine technologisch integrierte Plattform sowie die Spezialisierung auf komplexe Vermögenssituationen, die nicht leicht replizierbar ist. Im Wettbewerb um externe Vermögensverwalter wirkt die Kombination aus Plattformqualität, Servicegrad und Markennamen ebenfalls als struktureller Vorteil.

Wettbewerbsumfeld

Julius Baer agiert in einem intensiv umkämpften Markt für internationales Private Banking. Zu den direkten Wettbewerbern zählen vor allem Schweizer und globale Vermögensverwalter wie UBS, Credit Suisse beziehungsweise deren Nachfolgeorganisationen im Wealth-Management-Geschäft, Pictet, Lombard Odier, Vontobel, EFG International sowie internationale Bankengruppen mit starkem Private-Banking-Fokus. Darüber hinaus konkurriert die Bank mit globalen Universalbanken, die über erhebliche Ressourcen und Produktbreite verfügen, sowie mit unabhängigen Multi-Family-Offices und spezialisierten Boutiquen. Der Wettbewerbsdruck zeigt sich in Margenkompression, steigenden regulatorischen Kosten und hohem Bedarf an Beraterqualität. Differenzierung erfolgt primär über Beratungsqualität, Internationalität der Plattform, technologische Leistungsfähigkeit, Produktarchitektur und Reputation in Bezug auf Stabilität und Compliance.

Management, Governance und Strategie

Das Management der Julius Baer Group wird von einem professionellen Verwaltungsrat und einer operativen Geschäftsleitung geführt. Die Governance-Struktur folgt den regulatorischen Anforderungen für bedeutende Finanzinstitute in der Schweiz und relevanten Auslandsjurisdiktionen. Strategisch betont die Führungsebene drei Stoßrichtungen: organisches Wachstum in Kernmärkten, Vertiefung bestehender Kundenbeziehungen durch ganzheitliche Beratung und selektive Akquisitionen komplementärer Kundengruppen oder Portfolios. Parallel dazu stehen Kapitaldisziplin, konservative Bilanzsteuerung und robuste Compliance-Systeme im Vordergrund. Das Management strebt eine ausgewogene Balance zwischen Wachstum, Profitabilität und Risikoreduzierung an, unter Einbezug von Trends wie Digitalisierung, ESG-Integration und regulatorischen Entwicklungen. Variable Vergütungsmodelle sind in der Regel an langfristige Kennziffern, Kapitalstärke und Risikoadjustierung gebunden, was die Interessenangleichung mit konservativ orientierten Stakeholdern unterstützen soll.

Branchen- und Regionenfokus

Julius Baer ist klar im globalen Wealth-Management- und Private-Banking-Sektor verankert. Die Branche ist stark reguliert, kapitalintensiv und stützt sich auf Vertrauen, Reputation und langfristige Kundenbindungen. Strengere Anforderungen in Bezug auf Transparenz, Steuerkooperation, Geldwäschereibekämpfung und Anlegerschutz prägen das Umfeld. Regional liegt ein historischer Schwerpunkt auf der Schweiz und Europa, ergänzt durch signifikante Aktivitäten in Asien, insbesondere in Finanzzentren wie Singapur und Hongkong, sowie in Lateinamerika und dem Mittleren Osten. Die Bank folgt dabei dem globalen Wachstum privater Vermögen, insbesondere von Unternehmerfamilien und international mobilen Kunden. Das Geschäftsmodell ist eng an die Entwicklung der Finanzmärkte gekoppelt, da Gebühren und Kommissionen überwiegend auf verwalteten Vermögenswerten und Handelsaktivitäten basieren.

Unternehmensgeschichte und Entwicklung

Die Wurzeln von Julius Baer reichen in das 19. Jahrhundert zurück, als in Zürich ein Bankhaus gegründet wurde, das sich im Laufe der Jahrzehnte zu einem bedeutenden Schweizer Privatbankinstitut entwickelte. Über die Zeit hat sich das Unternehmen von einer partnerschaftlich geführten Privatbank zu einer börsennotierten Bankengruppe transformiert. Strategische Meilensteine waren der Ausbau des internationalen Geschäfts, insbesondere in Europa und Asien, sowie verschiedene Akquisitionen, durch die Kundenportfolios, Standorte und Anlagelösungen integriert wurden. Die Gruppe trennte sich im Zuge der strategischen Fokussierung von nicht zum Kerngeschäft passenden Bereichen und positionierte sich als spezialisierte Wealth-Management-Gruppe. Im Zuge globaler Regulierungswellen und internationaler Steuerabkommen hat Julius Baer sein Geschäftsmodell auf deklarierte Kundengelder und hohe Compliance-Standards ausgerichtet. Gleichzeitig wurden technologische Plattformen modernisiert und digitale Angebote sukzessive ausgebaut.

Besonderheiten, Kultur und ESG-Ansatz

Eine Besonderheit von Julius Baer liegt in der Mischung aus traditioneller Schweizer Privatbanken-Kultur und internationaler Ausrichtung. Die Unternehmenskultur betont langfristige Kundenorientierung, Vertraulichkeit und unternehmerisches Denken innerhalb einer stark regulierten Governance-Struktur. In den vergangenen Jahren hat die Bank ESG-Kriterien schrittweise in ihren Anlageprozess integriert und nachhaltige Anlagelösungen ausgebaut, etwa durch Fonds, Mandate und thematische Strategien, die Umwelt-, Sozial- und Governance-Faktoren berücksichtigen. Philanthropische Aktivitäten und Unterstützung gemeinnütziger Initiativen ergänzen die Positionierung als verantwortungsbewusster Vermögensverwalter. Technologisch setzt Julius Baer auf moderne Kernbanksysteme, digitale Reporting-Tools und hybride Beratungsmodelle, bei denen persönliche Relationship Manager durch datengetriebene Research- und Analysetools unterstützt werden.

Chancen für langfristig orientierte, konservative Anleger

Für konservativ orientierte Anleger bietet ein Engagement in einer auf Vermögensverwaltung fokussierten Bankengruppe grundsätzlich Exposure zu strukturellen Trends wie dem globalen Wachstum privater Vermögen, der zunehmenden Professionalisierung von Family Offices und dem Bedarf an komplexer Finanz- und Nachfolgeplanung. Als etablierter Pure Player im Wealth Management könnte Julius Baer von Skaleneffekten in der Vermögensverwaltung, von Margenstabilität im hochvermögenden Kundensegment und von einer diversifizierten internationalen Kundenbasis profitieren. Die Konzentration auf wiederkehrende Gebührenströme, ein erklärter Fokus auf Kapitalstärke und Compliance sowie der Verzicht auf riskantes Investmentbanking können aus konservativer Sicht stabilisierend wirken. Langjährige Kundenbeziehungen und eine starke Marke können zudem die Ertragsbasis glätten und in Marktstressphasen eine gewisse Widerstandsfähigkeit erzeugen. Potenzial besteht auch in der weiteren Digitalisierung von Beratungs- und Abwicklungsprozessen sowie in der systematischen Integration von ESG-Angeboten, die zusätzliche Kundensegmente erschließen können.

Risiken und zentrale Unsicherheiten

Trotz der defensiven Ausrichtung birgt ein Investment in eine Vermögensverwaltungsbank wie Julius Baer signifikante Risiken. Das Geschäftsmodell ist stark abhängig von der Entwicklung der globalen Finanzmärkte, da Wertschwankungen in den verwalteten Vermögen und geringere Handelsaktivität direkt auf Gebühren- und Kommissionserträge durchschlagen. Regulatorische Risiken sind strukturell hoch: Verschärfungen bei Kapitalanforderungen, Geldwäschereibestimmungen, Steuertransparenz oder Anlegerschutz können Kosten, Komplexität und Haftungsrisiken erhöhen. Reputationsrisiken spielen im Private Banking eine zentrale Rolle, insbesondere bei regulatorischen Untersuchungen, Compliance-Verstößen oder Fehlverhalten einzelner Berater. Zudem besteht ein intensiver Wettbewerb um qualifizierte Relationship Manager, deren Abwanderung zu Kundenabgängen führen kann. Wechselkursrisiken, geopolitische Spannungen sowie politische Eingriffe in wichtigen Märkten können die Vermögensentwicklung der Klientel und damit das Geschäftsvolumen belasten. Für konservative Anleger ist es daher wesentlich, die Abhängigkeit von Marktzyklen, die Qualität des Risikomanagements, die Stabilität der Governance-Strukturen und die Fähigkeit des Managements, regulatorische und technologische Umbrüche zu bewältigen, laufend kritisch zu beobachten, ohne daraus eine konkrete Handelsempfehlung abzuleiten.
Hinweis

Stammdaten

Marktkapitalisierung 13,83 Mrd. €
Aktienanzahl 204,82 Mio.
Streubesitz 29,49%
Währung EUR
Land Schweiz
Sektor Finanzen
Branche Kapitalmärkte
Aktientyp Stammaktie

Aktionärsstruktur

+70,51% Weitere
+29,49% Streubesitz

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Julius Bär rechnet nach Kreditverlusten mit Gewinnrückgang Julius Bär hat die Anleger mit seinem Zwischenbericht zum Geschäftsverlauf nach zehn Monaten aufgeschreckt. Die Aktie ging nach Wertberichtigungen für Kredite auf Talfahrt. Die Bank hat bis zum 19. November Wertberichtigungen in Höhe von insgesamt 82 Millionen Franken auf das Kreditportfolio gebucht, wie Julius Bär am Montag mitteilte. Ganze 70 Millionen davon seien allein im November entstanden. Welche Kredite für die Wertberichtigungen verantwortlich sind, wollte der Vermögensverwalter nicht verraten. Zu einzelnen Kundenbeziehungen würden keine Aussagen gemacht, sagte ein Sprecher auf Anfrage der Nachrichtenagentur AWP. Analysten gehen jedoch davon aus, dass es sich um die Signa-Gruppe des Investors René Benko handelt. In Medien war zuvor bereits spekuliert worden, dass ein Zusammenbruch von Signa auch für Julius Bär unangenehme Folgen haben dürfte. Der Österreicher und seine Unternehmen hätten Kredite von "deutlich über einer halben Milliarde" bei der Bank offen, berichtete etwa der Finanzblog "Inside Paradeplatz" unter Berufung auf Insider. Bär habe vor vier Jahren den Kauf der Globus-Gruppe durch Benko und seine thailändischen Partner finanziert. Die Qualität des Kreditbuchs bleibe von den Wertberichtigungen unbeeinträchtigt, betonte derweil Julius Bär. Und die Bank habe mit einer starken Kapitalisierung und einer hohen Liquidität ausreichend Kapazität, "um jegliche aus der Geschäftstätigkeit der Gruppe resultierenden Risiken aufzufangen". Der Markt ist dennoch beunruhigt: Während das Ausmaß überschaubar und handelbar sei, bleibe die grundsätzlichere Frage nach dem Risikomanagement bei Julius Bär unvermeidbar, meinen etwa die Analysten von Jefferies. An der Börse verloren Julius Bär am Montagvormittag rund 10 Prozent. Damit fielen sie unter 50 Franken und markierten damit ein neues Jahrestief. Für das zu Ende gehende Jahr 2023 rechnet der Vermögensverwalter nun mit einem tieferen Gewinn. 2022 hatte die Bank 950 Millionen Franken verdient. Im ersten Halbjahr lag der Gewinn mit 532 Millionen noch um 20 Prozent über dem Vorjahreszeitraum. Die verwalteten Vermögen von Julius Bär sanken derweil per Ende Oktober 2023 auf 435 Milliarden Franken, nachdem sie Ende Juni noch 441 Milliarden erreicht hatten. In den gesamten ersten zehn Monaten des Jahres stiegen die Vermögen jedoch um 3 Prozent. Diesen Anstieg führt die Bank hauptsächlich auf anhaltende Netto-Neugeldzuflüsse und eine unter dem Strich positive Entwicklung an den globalen Aktienmärkten zurück. Teilweise wurde dies allerdings durch den negativen Währungseffekt belastet: Der Franken wertete gegenüber den meisten wichtigen Währungen seit Jahresbeginn auf. Die Neugeldzuflüsse machten seit Jahresbeginn 2023 netto 10,3 Milliarden Franken aus. Analysten hatten mit mehr Zuflüssen in den vier Monaten Juli bis Oktober gerechnet, nachdem es im ersten Halbjahr 7,1 Milliarden waren. Auch die Bruttomarge ging im Vergleich zum ersten Halbjahr deutlich zurück. Gleichzeitig stiegen auch die Kosten gemessen am Ertrag in den zehn Monaten an. Quelle: dpa-AFX

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Interim Management Statement for the first ten months of 2023 https://www.juliusbaer.com/en/media-investors/news/interim-management-statement-for-the-first-ten-months-of-2023/ Was sagt Ihr zu dem Ergebnis?
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Julius Bär

Interim Management Statement für die ersten vier Monate 2023 Solider Start ins Jahr trotz herausfordernder Marktentwicklungen – Starke Rekrutierungspipeline für Kundenberater – Signifikante Kapitalbildung Zürich, 23. Mai 2023 – Das Umfeld der ersten vier Monate des Jahres 2023 war für Vermögensverwalter herausfordernd. Die Unsicherheiten in bestimmten Bereichen des Bankensektors gegen Ende des Zeitraums unterstrichen dabei die Bedeutung der hervorragenden finanziellen Stärke von Julius Bär. Im Berichtszeitraum verstärkten sich die Kapitalposition und die Liquidität der Bilanz der Gruppe gegenüber den bereits soliden Werten von Ende 2022 weiter. Die Stabilität und Widerstandsfähigkeit von Julius Bärs Geschäftsmodell erwiesen sich sowohl für Kunden als auch für Fachkräfte als attraktiv: Nach einem langsamen Start beschleunigten sich die Netto-Neugeldzuflüsse zum Ende des Berichtszeitraums und die intensivierten Rekrutierungsbemühungen führten zu einer Zunahme bei der Einstellung von Kundenberatern (Relationship Manager, RM) sowie zu einer starken Rekrutierungspipeline für das weitere Jahr. Es wird erwartet, dass das gegenwärtige und bevorstehende signifikante Wachstum der RM-Basis der Gruppe die Generierung von Netto-Neugeld deutlich begünstigen wird. Eine zwischenzeitliche Erholung an den Aktien- und Anleihemärkten unterstützte die Bewertung der verwalteten Vermögen und glich die Auswirkungen des schwächeren US-Dollars aus. Nichtsdestotrotz blieb das Anlageverhalten der Kunden eher zurückhaltend. Der Rückgang der Marktvolatilität im Vergleich zu den Niveaus des zweiten Halbjahres 2022 schränkte den Gesamtbeitrag der aktivitätsabhängigen Ertragskomponenten ein. Die im Strategiezyklus 2020–2022 erreichte erfolgreiche Verlagerung auf profitables Wachstum hat Julius Bär auf eine solide Basis gestellt, um im aktuellen Zyklus 2023–2025 verstärkt in Wachstum zu investieren. Trotz Start dieses Investitionszyklus war die operative Performance weitgehend stabil, wobei die Bruttomarge, die adjustierte Cost/Income Ratio und die adjustierte Vorsteuermarge nahe bei den Niveaus des zweiten Halbjahres 2022 lagen. Bruttomarge von über 92 Basispunkten Die Bruttomarge für die ersten vier Monate des Jahres 2023 belief sich auf knapp über 92 Basispunkte (Bp). Sie lag damit leicht unter den im zweiten Halbjahr 2022 erreichten nahezu 93 Bp, aber deutlich über den 87 Bp im Gesamtjahr 2022. Gegenüber dem zweiten Halbjahr 2022 stieg der Bruttomargenbeitrag des Erfolgs aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft dank der etwas höheren Kundentransaktionsaktivität geringfügig an. Dies wurde jedoch kompensiert durch tiefere Beiträge des Erfolgs aus dem Zinsgeschäft und des wegen erheblich zurückgegangener Marktvolatilität beeinträchtigten Erfolgs aus Finanzinstrumenten bewertet zu FVTPL**. Nach den weiteren Zinserhöhungen seit Jahresbeginn stieg der gesamthafte Bruttomargenbeitrag von direkt zinssensitiven Ertragskomponenten leicht an. Zwar führten vor allem weitere Umschichtungen von Kontokorrentkonten in Call- und Festgelder zu einem leichten Rückgang der Beiträge des Erfolgs aus dem Zinsgeschäft, der Effekt wurde jedoch durch eine Verbesserung der Erträge aus Treasury-Swaps mehr als wettgemacht (im Erfolg aus Finanzinstrumenten bewertet zu FVTPL erfasst). Cost/Income Ratio 66% und adjustierte Vorsteuermarge nahezu 31 Bp Die im vorangegangenen Strategiezyklus erreichte erfolgreiche Wende bei der Kosteneffizienz schaffte Raum, um in den nächsten drei Jahren grössere Investitionen in Wachstum zu finanzieren. Wie im Strategie-Update vom Mai 2022 dargelegt, wird Julius Bär im aktuellen Zyklus 2023–2025 einen grösseren Fokus auf die Rekrutierung von Top-Talenten in den Schlüsselmärkten legen, um die Skalierung in diesen wichtigen Regionen weiter zu steigern. Ausserdem wurde mit weiteren Investitionen in Technologie und Produktinnovation begonnen. Das einzigartige und widerstandsfähige reine Wealth-Management-Geschäftsmodell von Julius Bär, unterstützt durch die offene Produktplattform, die starke und liquide Bilanz sowie die solide Kapitalposition, macht das Unternehmen weiterhin zu einem attraktiven Arbeitgeber für sehr qualifizierte Mitarbeitende. Teilweise begünstigt durch die jüngsten Turbulenzen in anderen Bereichen der Branche hat Julius Bär bereits in den ersten vier Monaten des Jahres 2023 die Anzahl RMs um fast 40 Vollzeitkräfte erhöht. Auch für das weitere Jahr gibt es eine starke Rekrutierungspipeline. Trotz dieser laufenden Wachstumsinvestitionen betrug die adjustierte Cost/Income Ratio knapp mehr als 66%. Damit ist sie gegenüber dem Geschäftsjahr 2022 weitgehend unverändert und liegt nur geringfügig über den für die zweite Jahreshälfte 2022 ausgewiesenen 65%. Die Vorsteuermarge lag bei knapp 31 Bp, verglichen mit 27 Bp im Geschäftsjahr 2022 und unverändert gegenüber dem zweiten Halbjahr 2022. Verwaltete Vermögen CHF 429 Mrd. Per Ende April 2023 beliefen sich die verwalteten Vermögen auf CHF 429 Mrd., 1% mehr als zu Jahresbeginn. Massgebend für den Anstieg waren die positive Marktperformance und die Netto-Neugeldzuflüsse, die zu einem Teil durch einen negativen Währungseffekt ausgeglichen wurden. Dieser beruhte vor allem auf der Aufwertung des Schweizer Frankens gegenüber dem US-Dollar, wobei sich die Entwicklung im April beschleunigt hatte. Das Netto-Neugeld kam Anfang 2023 verhalten in Gang und war weiterhin von Fremdfinanzierungsabbau durch Kunden beeinträchtigt, wenn auch in geringerem Ausmass als zu Beginn des Jahres 2022. Die Nettozuflüsse verbesserten sich gegen Ende des Berichtszeitraums und führten zu Netto-Neugeld von CHF 3.5 Mrd. per Ende April bzw. CHF 5.2 Mrd., wenn man den Effekt des Fremdfinanzierungsabbaus ausklammert. Solide Beiträge stammten dabei von Kunden mit Domizil in Asien (insbesondere Hongkong), Europa (insbesondere Grossbritannien und Irland sowie Schweiz), dem Nahen Osten und Israel. Stark kapitalisiert, sehr liquide Die soliden Kapital- und Liquiditätspositionen von Julius Bär haben sich in den ersten vier Monaten von 2023 weiter verstärkt. Das im März 2022 gestartete Aktienrückkaufprogramm wurde wie geplant am 28. Februar 2023 zum genehmigten Höchstbetrag von CHF 400 Mio. abgeschlossen. Im Rahmen dieses Programms kaufte Julius Bär 7 799 460 Aktien zurück, davon 2 074 888 Aktien (im Gesamtwert von CHF 124 Mio.) in den ersten zwei Monaten von 2023. Nach erteilter Genehmigung an der Generalversammlung im April werden alle im Rahmen dieses Programms zurückgekauften Aktien in den nächsten Monaten vernichtet. Dank der starken Profitabilität und der beginnenden Umkehr (Pull-to-Par) der letztjährigen Wertminderung der im Treasury-Portfolio der Gruppe gehaltenen Anleihen (zum FVOCI*** bewertete finanzielle Vermögenswerte) verbesserte sich die BIZ CET1 Kapitalquote der Gruppe per Ende April 2023 auf 15.0% (Ende 2022: 14.0%). Aus denselben Gründen und zusätzlich unterstützt durch die erfolgreiche Platzierung von EUR 400 Mio. Perpetual Non-Cumulative Additional Tier-1-Securities im Februar 2023 erhöhte sich die BIZ Gesamtkapitalquote auf 24.3% (Ende 2022: 21.2%). Auf diesen Niveaus liegen die BIZ CET1 und die BIZ Gesamtkapitalquote der Gruppe weiterhin deutlich über den eigenen Untergrenzen der Gruppe von 11% bzw. 15% und deutlich über den regulatorischen Anforderungen von 8.3% bzw. 12.5%. Die Tier 1 Leverage Ratio der Gruppe verbesserte sich auf 4.9% (Ende 2022: 4.3%) und befindet sich damit deutlich über den regulatorischen Anforderungen von 3.0%. Quelle: Julius Bär

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Marc Faber
WI-Börsengeflüster vom 24.06.15
http://www.wionline.ch/boersengefluester/detailseite/article/juliusbaer-haussiert/
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Häufig gestellte Fragen zur Julius Baer Group Aktie und zum Julius Baer Group Kurs

Der aktuelle Kurs der Julius Baer Group Aktie liegt bei 71,2454 €.

Für 1.000€ kann man sich 14,04 Julius Baer Group Aktien kaufen.

Das Tickersymbol der Julius Baer Group Aktie lautet JBARF.

Die 1 Monats-Performance der Julius Baer Group Aktie beträgt aktuell -4,10%.

Die 1 Jahres-Performance der Julius Baer Group Aktie beträgt aktuell 9,66%.

Der Aktienkurs der Julius Baer Group Aktie liegt aktuell bei 71,2454 EUR. In den letzten 30 Tagen hat die Aktie eine Performance von -4,10% erzielt.
Auf 3 Monate gesehen weist die Aktie von Julius Baer Group eine Wertentwicklung von 13,28% aus und über 6 Monate sind es 7,90%.

Das 52-Wochen-Hoch der Julius Baer Group Aktie liegt bei 68,60 CHF.

Das 52-Wochen-Tief der Julius Baer Group Aktie liegt bei 45,50 CHF.

Das Allzeithoch von Julius Baer Group liegt bei 100,27 CHF.

Das Allzeittief von Julius Baer Group liegt bei 19,33 CHF.

Die Volatilität der Julius Baer Group Aktie liegt derzeit bei 34,66%. Diese Kennzahl zeigt, wie stark der Kurs von Julius Baer Group in letzter Zeit schwankte.

Die Marktkapitalisierung beträgt 13,83 Mrd. €

Insgesamt sind 206,0 Mio Julius Baer Group Aktien im Umlauf.

Laut money:care Nachhaltigkeitsscore liegt die Nachhaltigkeit von Julius Baer Group bei 63%. Erfahre hier mehr

Julius Baer Group hat seinen Hauptsitz in Schweiz.

Julius Baer Group gehört zum Sektor Kapitalmärkte.

Das KGV der Julius Baer Group Aktie beträgt 11,82.

Der Jahresumsatz des Geschäftsjahres 2024 von Julius Baer Group betrug 3.897.100.000 CHF.

Ja, Julius Baer Group zahlt Dividenden. Zuletzt wurde am 14.04.2025 eine Dividende in Höhe von 2,60 CHF (2,81 €) gezahlt.

Zuletzt hat Julius Baer Group am 14.04.2025 eine Dividende in Höhe von 2,60 CHF (2,81 €) gezahlt.
Dies entspricht einer Dividendenrendite von 4,03%. Die Dividende wird jährlich gezahlt.

Die letzte Dividende von Julius Baer Group wurde am 14.04.2025 in Höhe von 2,60 CHF (2,81 €) je Aktie ausgeschüttet.
Das ergibt, basierend auf dem aktuellen Kurs, eine Dividendenrendite von 4,03%.

Die Dividende wird jährlich gezahlt.

Der letzte Zahltag der Dividende war am 14.04.2025. Es wurde eine Dividende in Höhe von 2,60 CHF (2,81 €) gezahlt.

Um eine Dividende ausgezahlt zu bekommen, muss man die Aktie am Ex-Tag (Ex-Date) im Depot haben.