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HMS Bergbau Aktie

Aktie
44,80 €
+0,4 €
+0,90%
11:31:39 Uhr
Depot/Watchlist
Marktkapitalisierung *
211,56 Mio. €
Streubesitz
24,38%
KGV
10,07
Dividende
1,05 €
Dividendenrendite
2,25%
Index-Zuordnung
-
HMS Bergbau Aktie Chart

Unternehmensbeschreibung

Die HMS Bergbau AG ist ein deutscher Rohstoffhändler mit Schwerpunkt auf dem internationalen Steinkohle- und Energiehandel. Das Unternehmen agiert als spezialisierter Commodity-Trader entlang der gesamten Wertschöpfungskette von der Beschaffung über Logistik bis zur Belieferung von Industrie- und Energieversorgern. Im Kern bündelt HMS Bergbau langfristige Lieferquellen, strukturiert Transport- und Hafenlogistik und schließt Abnahmeverträge mit energieintensiven Kunden, insbesondere in Europa, Asien und Afrika. Das Geschäftsmodell basiert auf margenorientiertem Handelsgeschäft, Risikomanagement über Terminmärkte und der Optimierung physischer Lieferketten. Anstatt eigene Großminen zu betreiben, fokussiert sich HMS Bergbau auf Asset-light-Handelsstrukturen, Beteiligungen an Förderprojekten und Offtake-Vereinbarungen. Dadurch versucht das Unternehmen, Kapitalbindung zu begrenzen und zugleich einen stabilen Zugang zu physischen Rohstoffen sicherzustellen.

Mission und strategische Ausrichtung

Die Mission der HMS Bergbau AG liegt in der verlässlichen Versorgung von Industrie- und Energieunternehmen mit fossilen und zunehmend auch alternativen Energierohstoffen. Das Unternehmen positioniert sich als Partner für Versorgungssicherheit, insbesondere in Schwellen- und Entwicklungsländern mit wachsendem Energiebedarf. Strategisch verfolgt HMS Bergbau eine vertiefte Integration entlang der Lieferkette, um Beschaffungsrisiken zu reduzieren, Qualität zu sichern und Transportkosten zu optimieren. Darüber hinaus adressiert das Management die Transformation der Energiemärkte, indem schrittweise Aktivitäten in Richtung ergänzender Rohstoffe und Infrastrukturprojekte ausgebaut werden, ohne den Kernfokus auf Energie- und Industriekohle kurzfristig aufzugeben. Ein zentrales Leitmotiv ist die Risikodiversifikation über verschiedene Herkunftsländer, Abnehmersegmente und Kontraktlaufzeiten, um zyklische Schwankungen der Rohstoffmärkte abzufedern.

Produkte, Dienstleistungen und Wertschöpfung

HMS Bergbau konzentriert sich primär auf den internationalen Handel mit Steinkohle in verschiedenen Qualitäten für Kraftwerke, Zementwerke und andere Industrieabnehmer. Ergänzend umfasst das Portfolio weitere Energierohstoffe und ausgewählte Industrieminerale, soweit diese in bestehende Logistikketten integrierbar sind. Das Dienstleistungsangebot geht über den reinen Rohstoffverkauf hinaus und umfasst:
  • Strukturierung langfristiger Liefer- und Abnahmeverträge (Offtake-Agreements)
  • Organisation von Seefracht, Bahntransporten und Hafenumschlag
  • Qualitätskontrolle und Mischung unterschiedlicher Kohlequalitäten zur Spezifikationsoptimierung
  • Finanzierungslösungen und Vorfinanzierung entlang der Lieferkette
  • Risikomanagement über Hedging-Instrumente und Preisabsicherungen
Durch diese Kombination aus physischem Handel, Logistik-Expertise und Finanzstrukturierung fungiert HMS Bergbau als Intermediär zwischen Förderunternehmen, Logistikdienstleistern und industriellen Endabnehmern und generiert seine Marge aus Preis- und Strukturierungsvorteilen entlang der Kette.

Geschäftsbereiche und operative Struktur

Die Gesellschaft berichtet ihre Aktivitäten im Kern entlang des internationalen Kohlehandels und zugehöriger Projekte. Operativ lassen sich die Aktivitäten in mehrere Schwerpunkte gliedern:
  • Internationaler Kohlehandel mit Fokus auf Lieferketten von Förderländern wie Indonesien, Südafrika oder weiteren Exportnationen in Richtung Europa, Asien und Afrika
  • Projektentwicklung und Beteiligungen an Rohstoffprojekten zur langfristigen Sicherung von Bezugsquellen
  • Logistik- und Infrastrukturaktivitäten entlang der Transportkette, etwa über langfristige Hafen- und Transportkapazitäten
  • Regionale Tochtergesellschaften und Repräsentanzen, die lokale Markt- und Kundenbetreuung übernehmen
Die Unternehmensstruktur ist auf eine schlanke Zentrale und operative Einheiten ausgerichtet, die Handel, Beschaffung, Logistik und Risikomanagement koordinieren. Der Schwerpunkt liegt auf handelnder Steuerung statt auf capital-intensive Upstream-Assets.

Alleinstellungsmerkmale und Burggräben

Im stark kompetitiven Kohle- und Rohstoffhandel sind nachhaltige Wettbewerbsvorteile schwer zu etablieren. HMS Bergbau versucht dennoch, durch mehrere Faktoren Differenzierung zu erzielen:
  • Langjährige Präsenz im internationalen Kohlehandel mit Kenntnis spezialisierter Nischenmärkte und regionaler Abnehmerstrukturen
  • Aufbau verlässlicher Lieferbeziehungen zu Produzenten und Minengesellschaften, die nicht immer im Fokus globaler Rohstoffkonzerne stehen
  • Regionale Fokussierung auf Wachstums- und Schwellenländer in Afrika und Asien, in denen Bedarf an konventioneller Energieversorgung weiterhin hoch ist
  • Schlanke Kostenstruktur und hohe operative Flexibilität, die Anpassungen an Marktvolatilität erleichtern
Diese Elemente können als operative Burggräben gelten, bleiben jedoch im Vergleich zu integrierten Rohstoffkonzernen begrenzt. Der Moat speist sich weniger aus exklusiven Ressourcenrechten als aus gewachsener Händler- und Netzwerkexpertise.

Wettbewerbsumfeld und Vergleichsunternehmen

HMS Bergbau steht in direktem Wettbewerb mit internationalen Rohstoffhändlern, Kraftwerkslieferanten und spezialisierten Kohletradern. Auf globaler Ebene zählen große Commodity-Häuser wie Glencore oder andere diversifizierte Rohstoffhändler zu den Einflussfaktoren des Marktumfelds, auch wenn sie in deutlich größeren Volumina und mit breiterem Produktportfolio agieren. Daneben existieren zahlreiche regionale und nationale Händler, die spezifische Lieferketten zwischen einzelnen Export- und Importmärkten bedienen. Wettbewerb entsteht zudem durch vertikal integrierte Energieversorger und Minengesellschaften, die Teile des Handels und der Logistik inhouse übernehmen. Für HMS Bergbau bedeutet dies hohen Preisdruck, geringe Produktdifferenzierung und die Notwendigkeit effizienter Kostenstrukturen sowie langfristiger Kundenbindung.

Management und Unternehmensstrategie

Das Management der HMS Bergbau AG wird von einem Vorstand mit langjähriger Erfahrung im Rohstoffhandel, in Logistik und im Projektgeschäft geführt und von einem Aufsichtsrat mit Kapitalmarkt- und Industriekompetenz kontrolliert. Strategisch liegt der Fokus auf drei Kernfeldern:
  • Stabilisierung und Ausbau der Energie- und Industriekohle-Lieferketten für bestehende Abnehmer
  • Selektive Ausweitung der Rohstoffbasis und Projektbeteiligungen, um Versorgungssicherheit und Margenpotenzial zu erhöhen
  • Risikomanagement über Diversifikation nach Regionen, Kundenkategorien und Vertragsstrukturen
Das Management verfolgt eine nüchterne, handelsorientierte Strategie, die stärker auf Cashflow-Generierung und Risikobegrenzung als auf spektakuläres Wachstum ausgerichtet ist. Gleichzeitig muss die Unternehmensführung die absehbaren regulatorischen Veränderungen in Europa und anderen Märkten adressieren, in denen Klimapolitik und Dekarbonisierungsstrategien die Nachfrage nach Kohle strukturell beeinflussen.

Branchen- und Regionenanalyse

HMS Bergbau agiert in der globalen Energie- und Rohstoffbranche mit Schwerpunkt auf dem Steinkohlemarkt. Dieser Sektor ist durch hohe Zyklik, politische Eingriffe und wachsende klimapolitische Restriktionen gekennzeichnet. In Europa und Teilen Nordamerikas nimmt die Kohleverstromung langfristig ab, während in vielen asiatischen und afrikanischen Staaten weiterhin neue Kohlekraftwerke geplant oder in Betrieb genommen werden, um Versorgungssicherheit und Netzstabilität zu gewährleisten. Für einen Rohstoffhändler entstehen daraus gegenläufige Trends:
  • In Industrieländern sinkt die Nachfrage strukturell, Kohlepreise unterliegen zugleich kurzfristig hoher Volatilität durch Energiekrisen oder Versorgungsengpässe
  • In Schwellenländern bleibt Kohle mittelfristig ein zentraler Energieträger, insbesondere dort, wo erneuerbare Energien noch nicht in ausreichendem Umfang verfügbar oder speicherbar sind
Regional ist HMS Bergbau in Beschaffungsmärkten wie Indonesien, Südafrika oder weiteren Produzentenländern präsent und beliefert insbesondere Abnehmer in Europa, Asien und Afrika. Damit ist das Unternehmen von Transportketten, politischen Rahmenbedingungen in Export- und Importstaaten sowie von Wechselkurs- und Seefrachtraten abhängig.

Unternehmensgeschichte und Entwicklung

Die HMS Bergbau AG hat ihren Ursprung als in Deutschland ansässiger Kohlehändler und entwickelte sich im Laufe der Jahre zu einem international ausgerichteten Rohstoffhandelsunternehmen. Ausgehend von europäischen Kundenbeziehungen wurden nach und nach Lieferbeziehungen zu überseeischen Förderländern aufgebaut, was dem Unternehmen den Einstieg in den weltweiten Seehandel mit Steinkohle ermöglichte. Über die Zeit hat HMS Bergbau die reine Handelsfunktion um Projektbeteiligungen und logistische Kooperationen ergänzt, um langfristigen Zugang zu Förderkapazitäten und Transportwegen zu sichern. Die Börsennotierung schuf Zugang zum Kapitalmarkt und erhöhte Transparenz gegenüber institutionellen und privaten Investoren. Die Unternehmensgeschichte ist dabei stark von den Zyklen des internationalen Kohlemarktes geprägt: Phasen hoher Nachfrage und knapper Verfügbarkeit führten zu Expansionsschritten, während Phasen niedriger Preise Anpassungen und Fokussierung auf profitablere Nischen erforderten.

Besonderheiten und ESG-Herausforderungen

Als Kohle- und Energierohstoffhändler steht HMS Bergbau in einem Spannungsfeld zwischen Versorgungssicherheit und Umwelt- sowie Klimaschutzanforderungen. Investoren und Kreditgeber achten zunehmend auf ESG-Kriterien, wodurch sich Finanzierungsbedingungen für kohlebezogene Aktivitäten verschärfen können. Gleichzeitig sind viele Abnehmerländer noch für Jahre auf konventionelle Energieträger angewiesen. Eine Besonderheit des Unternehmens liegt in seiner starken Ausrichtung auf Emerging Markets, in denen Infrastrukturdefizite und politische Risiken mit langfristigen Wachstumschancen einhergehen. Für Kapitalmarktteilnehmer ist zudem relevant, dass die Aktie im Segment kleinerer, weniger liquider Titel gehandelt wird, was Kursausschläge verstärken und den Ein- und Ausstieg für größere Volumina erschweren kann.

Chancen und Risiken für konservative Anleger

Für konservative Anleger ergeben sich im Zusammenhang mit einem potenziellen Engagement in die HMS Bergbau AG sowohl Chancen als auch Risiken, die sorgfältig abgewogen werden sollten. Zu den Chancen zählen:
  • Exponierung gegenüber physischen Rohstoff- und Energiemärkten, die in Zeiten geopolitischer Spannungen und Angebotsengpässen Aufwärtspotenzial bei Handelsmargen bieten können
  • Fokus auf reale Güter mit hoher industrieller Relevanz, insbesondere in Schwellenländern mit wachsendem Energiebedarf
  • Schlanke, handelsorientierte Struktur, die eine flexible Anpassung an Marktbedingungen ermöglicht
Dem stehen wesentliche Risiken gegenüber:
  • Struktureller Rückgang der Kohlenachfrage in wichtigen Industriemärkten aufgrund von Dekarbonisierung und Energiewende
  • Hohe Rohstoffpreisvolatilität sowie Abhängigkeit von Seefracht- und Logistikkosten
  • Politische und regulatorische Risiken in Förder- und Abnehmerländern einschließlich Exportbeschränkungen, Umweltauflagen und Fördersteuern
  • ESG-bedingte Reputations- und Finanzierungsrisiken, die sich auf Bewertung und Kapitalmarktzugang auswirken können
  • Unternehmensgröße und Marktliquidität, die Kursbewegungen verstärken und das Risiko höherer Spreads mit sich bringen
Aus Sicht eines konservativen Anlegers ist die HMS Bergbau AG damit ein spektrumsspezifisches Investment im Rohstoff- und Energiesektor, dessen Risiko-Rendite-Profil stark von globalen Energie- und Klimapolitiken, von Marktschocks und von der Fähigkeit des Managements abhängt, Lieferketten und Kontraktstrukturen stabil zu halten. Eine Anlageentscheidung sollte daher in einen breit diversifizierten Portfolioansatz eingebettet und mit der individuellen Risikotragfähigkeit abgeglichen werden, ohne dass daraus eine Empfehlung im Sinne von Kaufen, Halten oder Verkaufen abgeleitet werden darf.

Kursdaten

Geld/Brief 44,40 € / -  
Spread -100,00%
Schluss Vortag 44,40 €
Gehandelte Stücke 0
Tagesvolumen Vortag -  
Tagestief 44,20 €
Tageshoch 44,80 €
52W-Tief 27,20 €
52W-Hoch 78,00 €
Jahrestief 44,20 €
Jahreshoch 47,20 €

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Fundamentale Kennzahlen (2024)

Umsatz in Mio. 1.364 €
Operatives Ergebnis (EBIT) in Mio. 20,88 €
Jahresüberschuss in Mio. 13,25 €
Umsatz je Aktie 299,46 €
Gewinn je Aktie 2,92 €
Gewinnrendite +27,31%
Umsatzrendite +0,98%
Return on Investment +6,02%
Marktkapitalisierung in Mio. 133,88 €
KGV (Kurs/Gewinn) 10,07
KBV (Kurs/Buchwert) 2,76
KUV (Kurs/Umsatz) 0,10
Eigenkapitalrendite +27,44%
Eigenkapitalquote +22,04%

Dividenden Kennzahlen

Auszahlungen/Jahr 1
Gesteigert seit 3 Jahre
Keine Senkung seit 3 Jahre
Stabilität der Dividende 0,7 (max 1,00)
Ausschüttungs- 35,7% (auf den Gewinn/FFO)
quote 85,8% (auf den Free Cash Flow)
Erwartete Dividendensteigerung 3,81%

Dividenden Historie

Datum Dividende
15.08.2025 1,05 €
14.08.2024 0,92 €
30.08.2023 0,77 €
24.08.2022 0,040 €
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Keine Termine bekannt.

Prognose & Kursziel

Keine aktuellen Prognosen oder Kursziele bekannt.

Übersicht Handelsplätze

Handelsplatz
Letzter
Änderung
Vortag
Zeit
Düsseldorf 44,80 € +1,82%
44,00 € 09:31
Frankfurt 44,40 € 0 %
44,40 € 09:08
München 46,80 € 0 %
46,80 € 08:02
Stuttgart 44,80 € +0,90%
44,40 € 11:31
Xetra 45,40 € 0 %
45,40 € 30.01.26
L&S RT 45,20 € -0,44%
45,40 € 11:53
Quotrix 45,60 € -0,44%
45,80 € 07:27
Gettex 45,60 € -0,44%
45,80 € 11:43
Weitere Börsenplätze

Historische Kurse

Datum
Kurs
Volumen
30.01.26 44,40 0
29.01.26 44,80 8.960
28.01.26 44,20 0
27.01.26 44,60 0
26.01.26 44,60 0
Weitere Historische Kurse

Performance

Zeitraum Kurs %
1 Woche 44,60 € -0,45%
1 Monat 46,00 € -3,48%
6 Monate 54,00 € -17,78%
1 Jahr 33,00 € +34,55%
5 Jahre 21,00 € +111,43%

Unternehmensprofil HMS Bergbau AG

Die HMS Bergbau AG ist ein deutscher Rohstoffhändler mit Schwerpunkt auf dem internationalen Steinkohle- und Energiehandel. Das Unternehmen agiert als spezialisierter Commodity-Trader entlang der gesamten Wertschöpfungskette von der Beschaffung über Logistik bis zur Belieferung von Industrie- und Energieversorgern. Im Kern bündelt HMS Bergbau langfristige Lieferquellen, strukturiert Transport- und Hafenlogistik und schließt Abnahmeverträge mit energieintensiven Kunden, insbesondere in Europa, Asien und Afrika. Das Geschäftsmodell basiert auf margenorientiertem Handelsgeschäft, Risikomanagement über Terminmärkte und der Optimierung physischer Lieferketten. Anstatt eigene Großminen zu betreiben, fokussiert sich HMS Bergbau auf Asset-light-Handelsstrukturen, Beteiligungen an Förderprojekten und Offtake-Vereinbarungen. Dadurch versucht das Unternehmen, Kapitalbindung zu begrenzen und zugleich einen stabilen Zugang zu physischen Rohstoffen sicherzustellen.

Mission und strategische Ausrichtung

Die Mission der HMS Bergbau AG liegt in der verlässlichen Versorgung von Industrie- und Energieunternehmen mit fossilen und zunehmend auch alternativen Energierohstoffen. Das Unternehmen positioniert sich als Partner für Versorgungssicherheit, insbesondere in Schwellen- und Entwicklungsländern mit wachsendem Energiebedarf. Strategisch verfolgt HMS Bergbau eine vertiefte Integration entlang der Lieferkette, um Beschaffungsrisiken zu reduzieren, Qualität zu sichern und Transportkosten zu optimieren. Darüber hinaus adressiert das Management die Transformation der Energiemärkte, indem schrittweise Aktivitäten in Richtung ergänzender Rohstoffe und Infrastrukturprojekte ausgebaut werden, ohne den Kernfokus auf Energie- und Industriekohle kurzfristig aufzugeben. Ein zentrales Leitmotiv ist die Risikodiversifikation über verschiedene Herkunftsländer, Abnehmersegmente und Kontraktlaufzeiten, um zyklische Schwankungen der Rohstoffmärkte abzufedern.

Produkte, Dienstleistungen und Wertschöpfung

HMS Bergbau konzentriert sich primär auf den internationalen Handel mit Steinkohle in verschiedenen Qualitäten für Kraftwerke, Zementwerke und andere Industrieabnehmer. Ergänzend umfasst das Portfolio weitere Energierohstoffe und ausgewählte Industrieminerale, soweit diese in bestehende Logistikketten integrierbar sind. Das Dienstleistungsangebot geht über den reinen Rohstoffverkauf hinaus und umfasst:
  • Strukturierung langfristiger Liefer- und Abnahmeverträge (Offtake-Agreements)
  • Organisation von Seefracht, Bahntransporten und Hafenumschlag
  • Qualitätskontrolle und Mischung unterschiedlicher Kohlequalitäten zur Spezifikationsoptimierung
  • Finanzierungslösungen und Vorfinanzierung entlang der Lieferkette
  • Risikomanagement über Hedging-Instrumente und Preisabsicherungen
Durch diese Kombination aus physischem Handel, Logistik-Expertise und Finanzstrukturierung fungiert HMS Bergbau als Intermediär zwischen Förderunternehmen, Logistikdienstleistern und industriellen Endabnehmern und generiert seine Marge aus Preis- und Strukturierungsvorteilen entlang der Kette.

Geschäftsbereiche und operative Struktur

Die Gesellschaft berichtet ihre Aktivitäten im Kern entlang des internationalen Kohlehandels und zugehöriger Projekte. Operativ lassen sich die Aktivitäten in mehrere Schwerpunkte gliedern:
  • Internationaler Kohlehandel mit Fokus auf Lieferketten von Förderländern wie Indonesien, Südafrika oder weiteren Exportnationen in Richtung Europa, Asien und Afrika
  • Projektentwicklung und Beteiligungen an Rohstoffprojekten zur langfristigen Sicherung von Bezugsquellen
  • Logistik- und Infrastrukturaktivitäten entlang der Transportkette, etwa über langfristige Hafen- und Transportkapazitäten
  • Regionale Tochtergesellschaften und Repräsentanzen, die lokale Markt- und Kundenbetreuung übernehmen
Die Unternehmensstruktur ist auf eine schlanke Zentrale und operative Einheiten ausgerichtet, die Handel, Beschaffung, Logistik und Risikomanagement koordinieren. Der Schwerpunkt liegt auf handelnder Steuerung statt auf capital-intensive Upstream-Assets.

Alleinstellungsmerkmale und Burggräben

Im stark kompetitiven Kohle- und Rohstoffhandel sind nachhaltige Wettbewerbsvorteile schwer zu etablieren. HMS Bergbau versucht dennoch, durch mehrere Faktoren Differenzierung zu erzielen:
  • Langjährige Präsenz im internationalen Kohlehandel mit Kenntnis spezialisierter Nischenmärkte und regionaler Abnehmerstrukturen
  • Aufbau verlässlicher Lieferbeziehungen zu Produzenten und Minengesellschaften, die nicht immer im Fokus globaler Rohstoffkonzerne stehen
  • Regionale Fokussierung auf Wachstums- und Schwellenländer in Afrika und Asien, in denen Bedarf an konventioneller Energieversorgung weiterhin hoch ist
  • Schlanke Kostenstruktur und hohe operative Flexibilität, die Anpassungen an Marktvolatilität erleichtern
Diese Elemente können als operative Burggräben gelten, bleiben jedoch im Vergleich zu integrierten Rohstoffkonzernen begrenzt. Der Moat speist sich weniger aus exklusiven Ressourcenrechten als aus gewachsener Händler- und Netzwerkexpertise.

Wettbewerbsumfeld und Vergleichsunternehmen

HMS Bergbau steht in direktem Wettbewerb mit internationalen Rohstoffhändlern, Kraftwerkslieferanten und spezialisierten Kohletradern. Auf globaler Ebene zählen große Commodity-Häuser wie Glencore oder andere diversifizierte Rohstoffhändler zu den Einflussfaktoren des Marktumfelds, auch wenn sie in deutlich größeren Volumina und mit breiterem Produktportfolio agieren. Daneben existieren zahlreiche regionale und nationale Händler, die spezifische Lieferketten zwischen einzelnen Export- und Importmärkten bedienen. Wettbewerb entsteht zudem durch vertikal integrierte Energieversorger und Minengesellschaften, die Teile des Handels und der Logistik inhouse übernehmen. Für HMS Bergbau bedeutet dies hohen Preisdruck, geringe Produktdifferenzierung und die Notwendigkeit effizienter Kostenstrukturen sowie langfristiger Kundenbindung.

Management und Unternehmensstrategie

Das Management der HMS Bergbau AG wird von einem Vorstand mit langjähriger Erfahrung im Rohstoffhandel, in Logistik und im Projektgeschäft geführt und von einem Aufsichtsrat mit Kapitalmarkt- und Industriekompetenz kontrolliert. Strategisch liegt der Fokus auf drei Kernfeldern:
  • Stabilisierung und Ausbau der Energie- und Industriekohle-Lieferketten für bestehende Abnehmer
  • Selektive Ausweitung der Rohstoffbasis und Projektbeteiligungen, um Versorgungssicherheit und Margenpotenzial zu erhöhen
  • Risikomanagement über Diversifikation nach Regionen, Kundenkategorien und Vertragsstrukturen
Das Management verfolgt eine nüchterne, handelsorientierte Strategie, die stärker auf Cashflow-Generierung und Risikobegrenzung als auf spektakuläres Wachstum ausgerichtet ist. Gleichzeitig muss die Unternehmensführung die absehbaren regulatorischen Veränderungen in Europa und anderen Märkten adressieren, in denen Klimapolitik und Dekarbonisierungsstrategien die Nachfrage nach Kohle strukturell beeinflussen.

Branchen- und Regionenanalyse

HMS Bergbau agiert in der globalen Energie- und Rohstoffbranche mit Schwerpunkt auf dem Steinkohlemarkt. Dieser Sektor ist durch hohe Zyklik, politische Eingriffe und wachsende klimapolitische Restriktionen gekennzeichnet. In Europa und Teilen Nordamerikas nimmt die Kohleverstromung langfristig ab, während in vielen asiatischen und afrikanischen Staaten weiterhin neue Kohlekraftwerke geplant oder in Betrieb genommen werden, um Versorgungssicherheit und Netzstabilität zu gewährleisten. Für einen Rohstoffhändler entstehen daraus gegenläufige Trends:
  • In Industrieländern sinkt die Nachfrage strukturell, Kohlepreise unterliegen zugleich kurzfristig hoher Volatilität durch Energiekrisen oder Versorgungsengpässe
  • In Schwellenländern bleibt Kohle mittelfristig ein zentraler Energieträger, insbesondere dort, wo erneuerbare Energien noch nicht in ausreichendem Umfang verfügbar oder speicherbar sind
Regional ist HMS Bergbau in Beschaffungsmärkten wie Indonesien, Südafrika oder weiteren Produzentenländern präsent und beliefert insbesondere Abnehmer in Europa, Asien und Afrika. Damit ist das Unternehmen von Transportketten, politischen Rahmenbedingungen in Export- und Importstaaten sowie von Wechselkurs- und Seefrachtraten abhängig.

Unternehmensgeschichte und Entwicklung

Die HMS Bergbau AG hat ihren Ursprung als in Deutschland ansässiger Kohlehändler und entwickelte sich im Laufe der Jahre zu einem international ausgerichteten Rohstoffhandelsunternehmen. Ausgehend von europäischen Kundenbeziehungen wurden nach und nach Lieferbeziehungen zu überseeischen Förderländern aufgebaut, was dem Unternehmen den Einstieg in den weltweiten Seehandel mit Steinkohle ermöglichte. Über die Zeit hat HMS Bergbau die reine Handelsfunktion um Projektbeteiligungen und logistische Kooperationen ergänzt, um langfristigen Zugang zu Förderkapazitäten und Transportwegen zu sichern. Die Börsennotierung schuf Zugang zum Kapitalmarkt und erhöhte Transparenz gegenüber institutionellen und privaten Investoren. Die Unternehmensgeschichte ist dabei stark von den Zyklen des internationalen Kohlemarktes geprägt: Phasen hoher Nachfrage und knapper Verfügbarkeit führten zu Expansionsschritten, während Phasen niedriger Preise Anpassungen und Fokussierung auf profitablere Nischen erforderten.

Besonderheiten und ESG-Herausforderungen

Als Kohle- und Energierohstoffhändler steht HMS Bergbau in einem Spannungsfeld zwischen Versorgungssicherheit und Umwelt- sowie Klimaschutzanforderungen. Investoren und Kreditgeber achten zunehmend auf ESG-Kriterien, wodurch sich Finanzierungsbedingungen für kohlebezogene Aktivitäten verschärfen können. Gleichzeitig sind viele Abnehmerländer noch für Jahre auf konventionelle Energieträger angewiesen. Eine Besonderheit des Unternehmens liegt in seiner starken Ausrichtung auf Emerging Markets, in denen Infrastrukturdefizite und politische Risiken mit langfristigen Wachstumschancen einhergehen. Für Kapitalmarktteilnehmer ist zudem relevant, dass die Aktie im Segment kleinerer, weniger liquider Titel gehandelt wird, was Kursausschläge verstärken und den Ein- und Ausstieg für größere Volumina erschweren kann.

Chancen und Risiken für konservative Anleger

Für konservative Anleger ergeben sich im Zusammenhang mit einem potenziellen Engagement in die HMS Bergbau AG sowohl Chancen als auch Risiken, die sorgfältig abgewogen werden sollten. Zu den Chancen zählen:
  • Exponierung gegenüber physischen Rohstoff- und Energiemärkten, die in Zeiten geopolitischer Spannungen und Angebotsengpässen Aufwärtspotenzial bei Handelsmargen bieten können
  • Fokus auf reale Güter mit hoher industrieller Relevanz, insbesondere in Schwellenländern mit wachsendem Energiebedarf
  • Schlanke, handelsorientierte Struktur, die eine flexible Anpassung an Marktbedingungen ermöglicht
Dem stehen wesentliche Risiken gegenüber:
  • Struktureller Rückgang der Kohlenachfrage in wichtigen Industriemärkten aufgrund von Dekarbonisierung und Energiewende
  • Hohe Rohstoffpreisvolatilität sowie Abhängigkeit von Seefracht- und Logistikkosten
  • Politische und regulatorische Risiken in Förder- und Abnehmerländern einschließlich Exportbeschränkungen, Umweltauflagen und Fördersteuern
  • ESG-bedingte Reputations- und Finanzierungsrisiken, die sich auf Bewertung und Kapitalmarktzugang auswirken können
  • Unternehmensgröße und Marktliquidität, die Kursbewegungen verstärken und das Risiko höherer Spreads mit sich bringen
Aus Sicht eines konservativen Anlegers ist die HMS Bergbau AG damit ein spektrumsspezifisches Investment im Rohstoff- und Energiesektor, dessen Risiko-Rendite-Profil stark von globalen Energie- und Klimapolitiken, von Marktschocks und von der Fähigkeit des Managements abhängt, Lieferketten und Kontraktstrukturen stabil zu halten. Eine Anlageentscheidung sollte daher in einen breit diversifizierten Portfolioansatz eingebettet und mit der individuellen Risikotragfähigkeit abgeglichen werden, ohne dass daraus eine Empfehlung im Sinne von Kaufen, Halten oder Verkaufen abgeleitet werden darf.
Hinweis

Stammdaten

Marktkapitalisierung 211,56 Mio. €
Aktienanzahl 4,54 Mio.
Streubesitz 24,38%
Währung EUR
Land Deutschland
Sektor Energie
Branche Erdöl, Erdgas u. nicht erneuerbare Brennstoffe
Aktientyp Stammaktie

Aktionärsstruktur

+75,62% Weitere
+24,38% Streubesitz

Community-Beiträge zu HMS Bergbau AG

  • Community-Beiträge
  • Aktuellste Threads
Avatar des Verfassers
Lalapo
heute mit 2030 Bond mit 11 % Zinsen ...
schon unanständiger Zinssatz ... ISIN DE000A4DFTU1 / WKN A4DFTU
Avatar des Verfassers
youmake222
HMS Bergbau: Neuer Finanzchef
HMS Bergbau: Neuer Finanzchef | 4investors
Steffen Ewald wird neuer Vorstand bei HMS Bergbau. Der 47jährige wird mit sofortiger Wirkung zum Finanzvorstand berufen. Heinz Schernikau bleibt CEO ...
Avatar des Verfassers
kynyo
Scheiss Ding
Diese aktie ist eine grosse scheisse, es stimmt etwas nicht, ich habe 200 stück gekauft und kann sie nicht zu einem vernünftigen preis verkaufen. Bei 4 mio Aktien werden durchsch. 50 pro Tag auf Xetra in Auktion gehandelt. Der Quote ist normaleweise 8,20- 8,40 und während der Auktion wirt regelmässig 25-30 Stücke auf 8,63 gehandelt. Man kann auch mit dem Marketmaker nie handeln, wenn er eine Order kriegt sperrt er das Orderbuch. Was soll das? Es stimmt etwas nicht? Wo und wiviel wird es auch die Aktie von dem grossen Aktionaer ICHOR COAL N.V. gehandelt???? ICHOR COAL N.V. wird nur in Berlin gehandelt und man kann nur kaufen??? Warum ??? Es ist etwas faul...
Avatar des Verfassers
van.Dorn
HMS Bergbau AG

Wie kann es sein, dass bei der derzeitigen Rohstoffnachfrage die Aktie derart in den Keller geht?!? Ist die Aktie etwa Spielball fragwürdiger Investoren geworden?

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Häufig gestellte Fragen zur HMS Bergbau Aktie und zum HMS Bergbau Kurs

Der aktuelle Kurs der HMS Bergbau Aktie liegt bei 44,80 €.

Für 1.000€ kann man sich 22,32 HMS Bergbau Aktien kaufen.

Die 1 Monats-Performance der HMS Bergbau Aktie beträgt aktuell -3,48%.

Die 1 Jahres-Performance der HMS Bergbau Aktie beträgt aktuell 34,55%.

Der Aktienkurs der HMS Bergbau Aktie liegt aktuell bei 44,80 EUR. In den letzten 30 Tagen hat die Aktie eine Performance von -3,48% erzielt.
Auf 3 Monate gesehen weist die Aktie von HMS Bergbau eine Wertentwicklung von -13,79% aus und über 6 Monate sind es -17,78%.

Das 52-Wochen-Hoch der HMS Bergbau Aktie liegt bei 78,00 €.

Das 52-Wochen-Tief der HMS Bergbau Aktie liegt bei 27,20 €.

Das Allzeithoch von HMS Bergbau liegt bei 78,00 €.

Das Allzeittief von HMS Bergbau liegt bei 18,40 €.

Die Volatilität der HMS Bergbau Aktie liegt derzeit bei 32,68%. Diese Kennzahl zeigt, wie stark der Kurs von HMS Bergbau in letzter Zeit schwankte.

Die Marktkapitalisierung beträgt 211,56 Mio. €

Insgesamt sind 4,6 Mio HMS Bergbau Aktien im Umlauf.

HMS Bergbau hat seinen Hauptsitz in Deutschland.

HMS Bergbau gehört zum Sektor Erdöl, Erdgas u. nicht erneuerbare Brennstoffe.

Das KGV der HMS Bergbau Aktie beträgt 10,07.

Der Jahresumsatz des Geschäftsjahres 2024 von HMS Bergbau betrug 1.363.715.302 €.

Laut Daten gab es in den letzten 3 Monaten Insidertransaktionen, die Hinweise auf die Stimmung innerhalb von HMS Bergbau geben. Dabei gab es 2 Verkäufe der HMS Bergbau Aktie und keine Käufe der HMS Bergbau Aktie.

Ja, HMS Bergbau zahlt Dividenden. Zuletzt wurde am 15.08.2025 eine Dividende in Höhe von 1,05 € gezahlt.

Zuletzt hat HMS Bergbau am 15.08.2025 eine Dividende in Höhe von 1,05 € gezahlt.
Dies entspricht einer Dividendenrendite von 2,39%. Die Dividende wird jährlich gezahlt.

Die letzte Dividende von HMS Bergbau wurde am 15.08.2025 in Höhe von 1,05 € je Aktie ausgeschüttet.
Das ergibt, basierend auf dem aktuellen Kurs, eine Dividendenrendite von 2,39%.

Die Dividende wird jährlich gezahlt.

Der letzte Zahltag der Dividende war am 15.08.2025. Es wurde eine Dividende in Höhe von 1,05 € gezahlt.

Um eine Dividende ausgezahlt zu bekommen, muss man die Aktie am Ex-Tag (Ex-Date) im Depot haben.