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Welche Unternehmen überraschen positiv und welche enttäuschen? Jetzt lesen!
| Geld/Brief | - / - |
| Spread | - |
| Schluss Vortag | 3,05 € |
| Gehandelte Stücke | 0 |
| Tagesvolumen Vortag | - |
| Tagestief 3,076 € Tageshoch 3,076 € | |
| 52W-Tief 1,269 € 52W-Hoch 4,442 € | |
| Jahrestief 2,446 € Jahreshoch 4,442 € | |
| Umsatz in Mio. | 10,10 $ |
| Operatives Ergebnis (EBIT) in Mio. | -1,34 $ |
| Jahresüberschuss in Mio. | -3,41 $ |
| Umsatz je Aktie | 0,06 $ |
| Gewinn je Aktie | -0,02 $ |
| Gewinnrendite | -0,61% |
| Umsatzrendite | - |
| Return on Investment | -0,46% |
| Marktkapitalisierung in Mio. | 197,91 $ |
| KGV (Kurs/Gewinn) | -60,00 |
| KBV (Kurs/Buchwert) | 0,35 |
| KUV (Kurs/Umsatz) | 20,00 |
| Eigenkapitalrendite | - |
| Eigenkapitalquote | +75,70% |
| Datum | Dividende |
| 16.06.2023 | 0,010 $ |
| 14.12.2022 | 0,010 $ |
| 19.09.2022 | 0,010 $ |
| 16.06.2022 | 0,010 $ |
| Handelsplatz | Letzter | Änderung | Vortag | Zeit | |
|---|---|---|---|---|---|
| Düsseldorf | 3,076 € | +0,85% | 3,05 € | 17.04.26 | |
| Frankfurt | 3,186 € | +0,19% | 3,18 € | 17.04.26 | |
| Hamburg | 3,174 € | +1,08% | 3,14 € | 17.04.26 | |
| München | 3,186 € | 0 % | 3,186 € | 17.04.26 | |
| L&S RT | 3,254 € | 0 % | 3,254 € | 18.04.26 | |
| NYSE | 3,825 $ | +2,82% | 3,72 $ | 17.04.26 | |
| Nasdaq | 3,815 $ | +2,69% | 3,715 $ | 17.04.26 | |
| AMEX | 3,81 $ | +2,42% | 3,72 $ | 17.04.26 | |
| Tradegate | 3,25 € | +2,78% | 3,162 € | 17.04.26 | |
| Quotrix | 3,29 € | +4,78% | 3,14 € | 17.04.26 | |
| Gettex | 3,246 € | +2,98% | 3,152 € | 17.04.26 | |
| Zeitraum | Kurs | % |
|---|---|---|
| 1 Woche | 3,088 € | -0,39% |
| 1 Monat | 3,358 € | -8,40% |
| 6 Monate | 3,186 € | -3,45% |
| 1 Jahr | 1,465 € | +109,97% |
| 5 Jahre | - | - |
| Marktkapitalisierung | 516,62 Mio. € |
| Aktienanzahl | 144,97 Mio. |
| Streubesitz | 57,09% |
| Währung | EUR |
| Land | Kanada |
| Sektor | Grundstoffe |
| Branche | Metalle u. Bergbau |
| Aktientyp | Stammaktie |
| +42,91% | Weitere |
| +57,09% | Streubesitz |
Gold Royalty Corp. ist für mich zum Stand 17.4.2026 keine klassische „sichere“ Royalty-Aktie wie Franco-Nevada oder Royal Gold, sondern eine kleinere, deutlich spekulativere Wachstumsstory, die aber inzwischen wesentlich belastbarer wirkt als noch vor zwei oder drei Jahren. Beim Kurs von rund 3,82 US$ lag die Börsenbewertung grob bei 882 Mio. US$ auf unverwässerter Basis und bei gut 981 Mio. US$ voll verwässert. Das ist für ein Unternehmen mit noch relativ kleiner aktueller Umsatzbasis ambitioniert, aber nicht absurd, wenn der operative Hochlauf der großen Kernassets tatsächlich so kommt wie angekündigt. Meine Grundhaltung ist deshalb: chancenreich, aber nichts für vorsichtige Einkommensinvestoren. (Gold Royalty)
Die Geschichte von Gold Royalty ist kurz, aber aggressiv aufgebaut. Die Gesellschaft entstand als Tochter von GoldMining Inc. und ging am 11. März 2021 an die Börse. Damals startete sie mit 18 Royalties; seitdem wurde das Portfolio über eine Reihe von Transaktionen massiv ausgebaut, unter anderem über Ely Gold im August 2021, Golden Valley und Abitibi Royalties im November 2021, die Côté-Royalty 2022, das Nevada-Gold-Mines-Portfolio 2022, Cozamin 2023, Borborema und das SOQUEM-Portfolio Ende 2023, den Vareš-Stream 2024, Pedra Branca im Dezember 2025 und eine zusätzliche Borborema-Royalty im Januar 2026. Heute spricht das Unternehmen von über 250 Royalties und Streams. Das ist beeindruckend schnell, aber genau darin liegt auch das Risiko: Gold Royalty ist bislang vor allem ein Roll-up mit laufender Integration und nicht das fertige Endprodukt. (SEC)
Das Geschäftsmodell ist grundsätzlich attraktiv. Gold Royalty finanziert Minenentwicklungen, kauft bestehende Royalties von Dritten, nutzt M&A und generiert in Teilen Royalties auch intern über eigene Prospektionsarbeit. Der große Vorteil solcher Modelle ist bekannt: keine operativen Minenkosten, keine direkten Capex-Nachschüsse auf den Royalty-Anteilen und meist hohe Hebel auf Metallpreise und Fördermengen. Laut Unternehmensangaben entfallen nach Buchwert rund 92 % des Portfolios auf Gold und 8 % auf Kupfer; regional liegen etwa 57 % in Kanada, 24 % in den USA und 12 % in Brasilien. Das ist vernünftig diversifiziert, aber nicht völlig breit gestreut, weil der ökonomische Wert eben an einigen wenigen Kernassets hängt.
Fundamental war 2025 ein echter Fortschritt. Der Umsatz stieg auf 15,6 Mio. US$ nach 10,1 Mio. US$ im Vorjahr und 3,0 Mio. US$ 2023. Der operative Cashflow war mit 6,2 Mio. US$ positiv, der Jahresverlust lag dennoch noch bei 4,1 Mio. US$. In der Bilanz standen Ende 2025 822,8 Mio. US$ Aktiva und 699,2 Mio. US$ Eigenkapital. Besonders wichtig: Zum Jahresende gab es weder Bankschulden noch ausstehende Wandelanleihen mehr; gleichzeitig lagen 12,4 Mio. US$ Cash und 1,5 Mio. US$ kurzfristige Anlagen in der Kasse, und im Februar 2026 wurde die revolvierende Kreditlinie auf bis zu 150 Mio. US$ erweitert. Rechnet man den Börsenwert gegen das Eigenkapital, kommt man grob auf ein Kurs-Buchwert-Verhältnis von etwa 1,26; gegen den 2025er Umsatz liegt das Kurs-Umsatz-Verhältnis bei rund 56. Das zeigt das Kernproblem sehr klar: Die Aktie ist auf heutige Zahlen teuer und lebt von der Zukunft, nicht von der Gegenwart. (Gold Royalty)
Bei der Dividende ist die Lage eindeutig: Für Einkommensinvestoren ist die Aktie derzeit unattraktiv. Gold Royalty hatte 2022 eine Quartalsdividende eingeführt, diese aber am 31. Juli 2023 im Zuge der Wachstumsstrategie ausgesetzt. 2024 und 2025 wurden keine Dividenden gezahlt. Das ist sachlich nachvollziehbar, weil das Unternehmen Kapital bislang klar in Zukäufe und Portfoliowachstum steckt. Meine Einschätzung ist deshalb, dass eine baldige Rückkehr zu einer nennenswerten Dividende nicht das Basisszenario ist. Erst einmal muss Gold Royalty beweisen, dass der Cashflow pro Aktie nachhaltig steigt. (Gold Royalty)
Der eigentliche Investment Case liegt im Hochlauf der Kernassets. Côté Gold erreichte 2025 knapp 399.800 Unzen Produktion auf 100%-Basis; für 2026 wurden 390.000 bis 440.000 Unzen in Aussicht gestellt. Canadian Malartic/Odyssey soll laut Agnico über 2026 bis 2028 weiter zulegen. Borborema ist bereits in Produktion und hat 2025 sichtbar Fahrt aufgenommen. Ren soll laut Barrick ab 2027 im Vollbetrieb rund 140.000 Unzen pro Jahr liefern. Vareš wird nach dem Eigentümerwechsel weiter hochgefahren; DPM zielt auf eine Betriebsrate von 850.000 Tonnen pro Jahr bis Ende 2026. Hinzu kommen längerfristige Optionswerte wie South Railroad und Tonopah West. Das Management selbst erwartet für 2026 insgesamt 7.500 bis 9.300 GEOs nach 5.173 GEOs 2025 und bis 2030 sogar 28.000 bis 34.000 GEOs. Wenn davon ein großer Teil eintritt, wächst Gold Royalty in eine ganz andere Ertragsklasse hinein. Wenn nicht, bleibt die Aktie schlicht zu teuer.
Der größte Haken ist die Verwässerung. Die Zahl der Aktien ist von rund 143,9 Mio. Ende 2022 auf 170,2 Mio. Ende 2024 und 224,5 Mio. Ende 2025 gestiegen; in der Unternehmenspräsentation vom April 2026 werden bereits 230,8 Mio. ausstehende Aktien und 256,9 Mio. voll verwässerte Aktien genannt. Allein im Dezember 2025 wurden 25,875 Mio. neue Aktien zu 4,00 US$ ausgegeben, um die Pedra-Branca-Royalty mitzufinanzieren und Schulden zurückzuführen. Genau hier entscheidet sich die Qualität des Managements: Nicht das Wachstum an sich ist entscheidend, sondern ob der Nettoinventarwert und der Cashflow je Aktie wachsen. Wenn künftige Deals wieder zu teuer oder zu aktienlastig finanziert werden, frisst die Verwässerung einen erheblichen Teil des operativen Fortschritts auf.
Meine Bewertung ist deshalb zweigeteilt. Operativ gefällt mir die Richtung: bessere Bilanz, positive operative Cashflows, mehrere reale Wachstumstreiber und deutlich mehr Substanz als zur IPO-Zeit. Börsentechnisch und fundamental ist die Aktie aber immer noch ein Vorschuss auf 2027 bis 2030. Mein 12-Monats-Basiskursziel liegt bei 5,20 US$. Das bullishe Szenario sehe ich bei 7,00 US$, falls Borborema, Côté und Vareš sauber liefern, Ren näher rückt und der Goldpreis hoch bleibt. Mein bearishes Szenario liegt bei 2,80 US$, falls Gold schwächer wird, der operative Hochlauf stockt oder wieder stärker über Aktien finanziert werden muss. Damit liegt meine Basiseinschätzung grob in der Nähe des vom Unternehmen zitierten FactSet-Medianziels von 6,00 US$. Auf Sicht von fünf Jahren halte ich bei guter Ausführung einen Bereich von 6 bis 10 US$ für plausibel; deutlich mehr wäre möglich, aber nur bei anhaltend starkem Goldpreis und disziplinierter Kapitalallokation. Ein seriöses 15-Jahres-Kursziel nenne ich nicht, weil das geraten wäre. Mein Fazit ist klar: Gold Royalty ist keine langweilige Qualitätsaktie, sondern eine interessante, aber riskante Royalty-Aufbaustory. Wer hier investiert, kauft nicht die Gegenwart, sondern den erwarteten Cashflow-Hebel der nächsten Jahre. Genau deshalb kann die Aktie stark aufwerten – oder bei Enttäuschungen ebenso deutlich zurückfallen. (Gold Royalty)
Autor: ChatGPT