Ex-Ministerpräsident Sellering hält Comeback von Nord Stream 2 für möglich

dpa-AFX  | 
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Große Metallpipeline
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SCHWERIN (dpa-AFX) - Der frühere Ministerpräsident Mecklenburg-Vorpommerns schließt eine Wiedereröffnung der umstrittenen Gas-Pipeline Nord Stream 2 nicht aus. "Ich bin sehr dafür, dass die Pipeline, wenn der Zeitpunkt dafür gekommen ist, repariert und in Betrieb genommen wird. Und ganz klar als deutsch-russisches Projekt, im Einklang mit den Partnern in der EU", sagte Erwin Sellering dem "Nordkurier".

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Eine für den Bau der Gaspipeline Nord Stream 2 gegründete und vor allem vom russischen Staatskonzern Gazprom finanzierte Landes-Klimastiftung sollte nach Beginn des russischen Angriffskriegs in der Ukraine aufgelöst werden. "Was aus meiner Sicht gar nicht geht, ist, jetzt Trump den Zugriff zu überlassen, damit amerikanische Konzerne und sicherlich auch er persönlich wirtschaftlich profitieren können", sagte Sellering der Zeitung.

Sein Verhältnis zu Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) nach den Auseinandersetzungen rund um den Versuch der Auflösung der Stiftung "war gut und ist gut", sagte Sellering.

Pipeline unter dem Schutzmantel der Stiftung gebaut

"Die Frage der Auflösung der Stiftung war allerdings eine Belastungsprobe. Nach dem Einmarsch Russlands in die Ukraine waren wir uns schnell einig, dass die Zusammenarbeit mit Nord Stream 2 zur Vollendung der Pipeline nicht fortgesetzt werden könnte."

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Schwesig wäre es demnach lieber gewesen, die Klimastiftung selbst nicht fortbestehen zu lassen, heißt es im Bericht. "Als Vorstandsvorsitzender bestand für mich aber die wichtige rechtliche Pflicht, die Stiftung zu schützen und zu erhalten und weiter gute Klimaschutzarbeit in Mecklenburg-Vorpommern zu ermöglichen."

Die Stiftung war 2021 auf Beschluss des Schweriner Landtags gegründet worden. Die Pipeline wurde unter dem Schutzmantel der Stiftung bis Ende 2021 fertiggestellt. Sie ging aber wegen des russischen Überfalls auf die Ukraine im Februar 2022 nicht in Betrieb. Im Mai 2022 war ein Untersuchungsausschuss eingesetzt worden, um die Rolle der Landesregierung beim Bau von Nord Stream 2 zu untersuchen./lsa/DP/stw


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