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Games Workshop Group Aktie

Aktie
WKN:  900512 ISIN:  GB0003718474 US-Symbol:  GMWKF Branche:  Hotels, Restaurants u. Freizeit Land:  Großbritannien
247,00 $
-1,00 $
-0,40%
210,57 € 15:51:40 Uhr
Depot/Watchlist
Marktkapitalisierung *
7,21 Mrd. €
Streubesitz
28,59%
KGV
26,80
Dividende
1,00 £
Index-Zuordnung
Games Workshop Group Aktie Chart

Unternehmensbeschreibung

Games Workshop Group plc ist ein spezialisierter britischer Hersteller und Vertreiber von Tabletop-Miniaturenspielen mit globaler Markenreichweite und einer starken Nischenposition im Segment strategischer Fantasy- und Science-Fiction-Spiele. Das börsennotierte Unternehmen mit Sitz in Nottingham fokussiert sich auf vertikal integrierte Wertschöpfung rund um die Kernmarke Warhammer und lizenziert ergänzend seine geistigen Eigentumsrechte an externe Partner in den Bereichen Videospiele, Bücher und Merchandise. Für langfristig orientierte Anleger ist die Aktie vor allem als Exponierung gegenüber einem etablierten Intellectual-Property-Ökosystem im wachsenden Fantasy- und Fantasy-Gaming-Markt relevant, das auf wiederkehrende Umsätze aus Sammlern, Spielern und Fans zielt.

Geschäftsmodell und Erlösquellen

Das Geschäftsmodell von Games Workshop basiert auf der Entwicklung, Produktion und Vermarktung eigener Fantasy-Universen mit starkem Fokus auf Figuren, Spielsysteme und begleitende Publikationen. Kern ist ein integriertes Modell, das mehrere Erlösströme bündelt:
  • Verkauf von Miniaturen, Bausätzen und Spielzubehör über eigene Retail-Stores, Online-Shop und Großhändler
  • Publikationen und Regelwerke, inklusive Codices, Kampagnenbänden und Hintergrundliteratur
  • Lizenzierung der Intellectual Property an externe Partner, vor allem im Segment Videospiele, digitale Plattformen und Medienadaptionen
  • Verkauf von Fanartikeln und Merchandising-Produkten innerhalb der Warhammer-Markenwelt
Das Unternehmen verfolgt ein hochmargiges, IP-getriebenes Modell, bei dem die Wertschöpfung primär aus dem Eigentum an den kreativen Universen und weniger aus reiner Fertigungstätigkeit resultiert. Die Kombination aus physischem Tabletop-Produkt, Community-Bindung und digitalen Lizenzdeals zielt auf eine langfristige Monetarisierung der Warhammer-Marken über den gesamten Lebenszyklus der Kundenbeziehung.

Mission und strategische Leitlinie

Games Workshop beschreibt seine Mission im Kern als die Schaffung der besten Fantasy-Miniaturenspiele der Welt. Die Unternehmensausrichtung zielt auf die konsequente Pflege und Erweiterung der eigenen Welten, insbesondere Warhammer Age of Sigmar und Warhammer 40,000, unter Wahrung kreativer Kontrolle. Im Mittelpunkt steht die Entwicklung immersiver, konsistenter Narrative, die eine hohe Kundenbindung auslösen. Die Strategie setzt auf langfristige Markenpflege statt kurzfristiger Trendexploitation. Der Konzern betont wiederholt Produktqualität, Verlässlichkeit gegenüber der Spielerbasis sowie Disziplin beim Schutz des geistigen Eigentums als Kern seiner Mission.

Produkte und Dienstleistungen

Das Produktportfolio ist um einige zentrale Säulen strukturiert:
  • Tabletop-Miniaturen und Bausätze: Hochdetaillierte Kunststoff- und Resinfiguren, Armee-Boxen, Gelände und Zubehör für Warhammer 40,000, Warhammer Age of Sigmar und weitere Spezialspiele
  • Regelwerke und Publikationen: Grundregelbücher, Armeebücher, Erweiterungsbände und Kampagnensysteme, die das Metagame und die Spielbalance definieren
  • Black Library: Romane, Hörbücher und Hintergrundliteratur, die das Worldbuilding vertiefen und den narrativen Kern der Marken stärken
  • Digital- und Medienlizenzen: Lizenzen für PC- und Konsolenspiele, Mobile-Games, Streaming-Inhalte und andere Medienadaptionen auf Basis der Warhammer-Universen
  • Merchandising: Kleidung, Sammlerobjekte und Fanartikel, die das Franchise im Lifestyle-Bereich verankern
Zusätzlich bietet das Unternehmen Community-orientierte Dienstleistungen an, darunter In-Store-Spielveranstaltungen, Turniere und Events, die die Kundentreue fördern und den Absatz der Kernprodukte flankieren.

Business Units und Segmentstruktur

Die operative Struktur von Games Workshop lässt sich grob in mehrere Geschäftsbereiche gliedern:
  • Manufacturing & Supply: Entwicklung, Design und Herstellung der Miniaturen und Publikationen, überwiegend in eigenen britischen Produktionsstätten
  • Retail: Netz eigener Markenshops (Warhammer Stores) in Kernmärkten, ergänzt durch E-Commerce über die eigene Website
  • Trade: Belieferung unabhängiger Fachhändler, Distributoren und ausgewählter Ketten, insbesondere in Nordamerika, Europa und Asien-Pazifik
  • Licensed Products: Verwaltung und Ausbau der Lizenzverträge mit Drittanbietern im Bereich Videospiele, Medien und Konsumgüter
Diese Struktur unterstützt eine Kombination aus Direktvertrieb mit hoher Margenkontrolle und einem breiteren, skalierbaren Distributionsnetz über Handelspartner.

Alleinstellungsmerkmale und Burggräben

Der zentrale Burggraben von Games Workshop liegt im Eigentum und der konsequenten Pflege der Warhammer-IP. Das Unternehmen verfügt über ein über Jahrzehnte gewachsenes, kohärentes Universum mit starkem Wiedererkennungswert und hoher Markentreue. Entscheidende Alleinstellungsmerkmale sind:
  • Starke, eigenständige Markenidentität im Tabletop- und Fantasy-Segment mit globaler Fanbasis
  • Vertikale Integration von Design, Produktion, Publikation und Vertrieb, wodurch Qualität, Margen und Markenerscheinungsbild kontrolliert werden
  • Hohe Wechselkosten für bestehende Spieler, die oft signifikant in Armeen, Regelwerke und bemalte Miniaturen investiert haben
  • Ausgebaute Community-Struktur mit Clubs, Turnieren und Online-Plattformen, die als Netzwerkeffekt fungiert
  • Breite und tiefe Lore, die kontinuierliche Content-Erweiterung und Cross-Media-Verwertung ermöglicht
Diese Faktoren wirken zusammen als Schutzwall gegen neue Wettbewerber, die vergleichbare Welten und Community-Strukturen erst mit erheblichem Kapital- und Zeitaufwand aufbauen müssten.

Wettbewerbsumfeld

Games Workshop agiert in einem stark fragmentierten Markt für Tabletop-Spiele, Brettspiele und Fantasy-Entertainment, der zugleich mit digitalen Unterhaltungsformen konkurriert. Relevante Wettbewerber im näheren Umfeld sind unter anderem:
  • Privateer Press mit der Marke Warmachine/Hordes
  • Corvus Belli mit Infinity
  • Warlord Games und andere spezialisierte Tabletop-Anbieter
  • Große Brettspiel- und Rollenspielverlage wie Hasbro/Wizards of the Coast mit Dungeons & Dragons und Magic: The Gathering als indirekte Konkurrenz um Freizeitbudgets
Darüber hinaus konkurriert Games Workshop um die Aufmerksamkeit der Zielgruppe auch mit Videospiel-Publishern und Streaming-Diensten. Trotzdem besetzt das Unternehmen eine eigenständige Nische, in der die Kombination aus physischen Sammlerprodukten und tiefem Worldbuilding bisher nur begrenzt substituierbar erscheint.

Management und Unternehmensstrategie

Das Management von Games Workshop verfolgt eine klar fokussierte Strategie, die auf die Stärkung des Kerngeschäfts sowie den kontrollierten Ausbau von Lizenzeinnahmen setzt. Im Vordergrund steht die Priorisierung der eigenen Kernmarken vor breiter Diversifikation. Strategische Schwerpunkte umfassen:
  • Kontinuierliche Produktpflege und zyklische Überarbeitung der Hauptsysteme Warhammer 40,000 und Age of Sigmar
  • Ausbau des globalen Retail-Netzwerks, insbesondere in Nordamerika und Asien
  • Disziplinierte IP-Lizenzierung mit Fokus auf Qualitätskontrolle bei Videospiel- und Medienadaptionen
  • Verbesserung der operativen Effizienz in Produktion und Logistik sowie Stabilisierung der Lieferketten
Das Management kommuniziert traditionell in relativ nüchterner, auf langfristige Wertschöpfung ausgerichteter Form und meidet überzogene Wachstumsversprechen. Für konservative Anleger ist dies ein Indiz für eine eher vorsichtige Kapitalallokation und eine klare Fokussierung auf das Kerngeschäft.

Branchen- und Regionsanalyse

Branchenseitig bewegt sich Games Workshop im Schnittbereich von Spielwarenindustrie, Hobbysegment, Publishing und Entertainment. Der globale Markt für Brett- und Tabletop-Spiele hat in den vergangenen Jahren strukturell von einer Renaissance analoger Spiele profitiert, während gleichzeitig die Digitalisierung neue Vertriebskanäle und crossmediale Verwertungsmöglichkeiten eröffnet. Die Nachfrage ist allerdings zyklisch und abhängig von Konsumlaune und Freizeitbudgets, insbesondere im Premiumsegment. Regional erzielt Games Workshop wesentliche Umsätze in Großbritannien und Europa, mit zunehmender Bedeutung Nordamerikas als Wachstumsmarkt. Der asiatisch-pazifische Raum, vor allem Japan und Australien, gewinnt an Relevanz, bleibt allerdings im Vergleich zu westlichen Märkten noch kleiner. Regulatorische Risiken sind im Kerngeschäft begrenzt, jedoch können Wechselkursbewegungen und Handelsbarrieren, etwa Zölle oder Logistikeinschränkungen, die Profitabilität beeinflussen.

Unternehmensgeschichte

Games Workshop wurde in den 1970er-Jahren in Großbritannien gegründet und entwickelte sich ursprünglich als Importeur und Händler von Brett- und Rollenspielen. Mit der Zeit verlagerte sich der Fokus deutlich in Richtung eigener Tabletop-Systeme. In den 1980er-Jahren entstand das Warhammer-Fantasy-Universum, kurz darauf das Science-Fiction-Pendant Warhammer 40,000. Diese Eigenentwicklungen legten den Grundstein für das heutige IP-getriebene Geschäftsmodell. In den 1990er-Jahren und frühen 2000er-Jahren folgte der Ausbau der internationalen Präsenz, einschließlich eines Netzes eigener Läden. Parallel formierte sich mit der Black Library ein eigenständiger Publishing-Arm für Romane und Hintergrundgeschichten. In den vergangenen Jahren hat Games Workshop seine Marken verstärkt in Richtung digitaler Medien und Videospiele lizenziert und damit die Reichweite weit über den klassischen Tabletop-Markt hinaus gesteigert.

Sonstige Besonderheiten

Eine Besonderheit von Games Workshop ist die starke Verzahnung von Produkt, Community und Storytelling. Die Unternehmensstrategie setzt bewusst auf eine enthusiastische Fanbasis, die erhebliche Zeit und Geld in Sammeln, Bemalen und Spielen investiert. Die Marke Warhammer fungiert als Plattform, auf der verschiedene Produktlinien, Events und Medieninhalte zusammenlaufen. Darüber hinaus pflegt das Unternehmen eine vergleichsweise restriktive Haltung gegenüber inoffiziellen Produktnachbildungen und nutzt sein IP-Recht aktiv zur Verteidigung des Franchise. Gleichzeitig öffnet sich Games Workshop zunehmend für Kooperationen mit Streaming- und Medienpartnern, um die Markenbekanntheit zu erhöhen und neue Zielgruppen zu erschließen.

Chancen und Risiken für konservative Anleger

Aus Sicht eines konservativen Anlegers bietet Games Workshop mehrere strukturelle Chancen:
  • Starke, etablierte Marken mit hoher Kundenloyalität im Nischensegment der Tabletop- und Fantasy-Spiele
  • Hoher Anteil wiederkehrender Umsätze aus bestehenden Spieler-Communities und laufenden Editionszyklen
  • Wachstumspotenzial durch Internationalisierung, insbesondere in Nordamerika und ausgewählten asiatischen Märkten
  • Skalierbare Monetarisierung des geistigen Eigentums über Videospiele, Streaming und Merchandise
Dem stehen signifikante Risiken gegenüber:
  • Abhängigkeit von wenigen Kernmarken, insbesondere Warhammer 40,000 und Age of Sigmar, mit Konzentrationsrisiko
  • Veränderungen im Freizeitverhalten, etwa eine stärkere Verlagerung hin zu rein digitalen Angeboten
  • Wechselkurs- und Logistikrisiken aufgrund der internationalen Ausrichtung und zentralisierten Produktion
  • Potenzielle Ermüdungserscheinungen in der Community bei wahrgenommenen Fehlentscheidungen bezüglich Regelbalance, Preispolitik oder Produktverfügbarkeit
  • Reputationsrisiken im Falle unpopulärer IP-Durchsetzung oder kontroverser Medienkooperationen
Insgesamt handelt es sich um ein spezialisiertes, IP-zentriertes Geschäftsmodell mit klaren Wettbewerbsvorteilen, aber auch ausgeprägter Abhängigkeit von einer engagierten, aber anspruchsvollen Nischenkundschaft. Eine Anlageentscheidung sollte sorgfältig gegen die persönliche Risikotragfähigkeit und Diversifikationsziele abgewogen werden, ohne sich ausschließlich auf die vergangene Entwicklung der Marke und des Aktienkurses zu stützen.

Kursdaten

Geld/Brief -   / -  
Spread -
Schluss Vortag 248,00 $
Gehandelte Stücke 53
Tagesvolumen Vortag 63.158,73 $
Tagestief 247,00 $
Tageshoch 253,75 $
52W-Tief 160,00 $
52W-Hoch 274,73 $
Jahrestief 235,28 $
Jahreshoch 267,84 $

News

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Fundamentale Kennzahlen (2024)

Umsatz in Mio. 525,70 GBX
Operatives Ergebnis (EBIT) in Mio. 204,50 GBX
Jahresüberschuss in Mio. 203,00 GBX
Umsatz je Aktie 15,92 GBX
Gewinn je Aktie 5,93 GBX
Gewinnrendite +80,75%
Umsatzrendite +31,76%
Return on Investment +57,79%
Marktkapitalisierung in Mio. 5.256 GBX
KGV (Kurs/Gewinn) 26,80
KBV (Kurs/Buchwert) 18,72
KUV (Kurs/Umsatz) 8,51
Eigenkapitalrendite +69,84%
Eigenkapitalquote +73,32%

Dividenden Kennzahlen

Auszahlungen/Jahr 7
Gesteigert seit 2 Jahre
Keine Senkung seit 4 Jahre
Stabilität der Dividende 0,85 (max 1,00)
Jährlicher 25,77% (5 Jahre)
Dividendenzuwachs 34,3% (10 Jahre)
Ausschüttungs- 123,3% (auf den Gewinn/FFO)
quote 85,1% (auf den Free Cash Flow)
Erwartete Dividendensteigerung 0,77%

Dividenden Historie

Datum Dividende
18.12.2025 1,00 £ (1,14 €)
16.10.2025 0,85 £ (0,98 €)
28.08.2025 0,55 £ (0,64 €)
10.07.2025 0,85 £ (0,99 €)
27.03.2025 1,00 £ (1,20 €)
23.01.2025 1,55 £ (1,83 €)
09.01.2025 0,80 £ (0,96 €)
24.10.2024 0,85 £ (1,02 €)
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Prognose & Kursziel

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Übersicht Handelsplätze

Handelsplatz
Letzter
Änderung
Vortag
Zeit
Düsseldorf 204,80 € -0,87%
206,60 € 12:31
Frankfurt 210,60 € +1,25%
208,00 € 08:08
Hamburg 212,20 € +0,47%
211,20 € 08:08
Stuttgart 206,60 € -2,09%
211,00 € 16:33
L&S RT 210,20 € -1,27%
212,90 € 16:55
Nasdaq OTC Other 247,00 $ -0,40%
248,00 $ 15:51
Tradegate 210,20 € -1,04%
212,40 € 16:56
Quotrix 212,20 € +2,22%
207,60 € 07:27
Gettex 209,60 € -0,76%
211,20 € 16:43
Weitere Börsenplätze

Historische Kurse

Datum
Kurs
Volumen
21.01.26 248,00 63 T
20.01.26 249,375 56 T
16.01.26 254,4375 45.523
15.01.26 255,00 77 T
14.01.26 263,1535 60 T
Weitere Historische Kurse

Performance

Zeitraum Kurs %
1 Woche 255,00 $ -2,75%
1 Monat 255,16 $ -2,81%
6 Monate 212,75 $ +16,57%
1 Jahr 177,00 $ +40,11%
5 Jahre 143,90 $ +72,34%

Unternehmensprofil Games Workshop Group plc

Games Workshop Group plc ist ein spezialisierter britischer Hersteller und Vertreiber von Tabletop-Miniaturenspielen mit globaler Markenreichweite und einer starken Nischenposition im Segment strategischer Fantasy- und Science-Fiction-Spiele. Das börsennotierte Unternehmen mit Sitz in Nottingham fokussiert sich auf vertikal integrierte Wertschöpfung rund um die Kernmarke Warhammer und lizenziert ergänzend seine geistigen Eigentumsrechte an externe Partner in den Bereichen Videospiele, Bücher und Merchandise. Für langfristig orientierte Anleger ist die Aktie vor allem als Exponierung gegenüber einem etablierten Intellectual-Property-Ökosystem im wachsenden Fantasy- und Fantasy-Gaming-Markt relevant, das auf wiederkehrende Umsätze aus Sammlern, Spielern und Fans zielt.

Geschäftsmodell und Erlösquellen

Das Geschäftsmodell von Games Workshop basiert auf der Entwicklung, Produktion und Vermarktung eigener Fantasy-Universen mit starkem Fokus auf Figuren, Spielsysteme und begleitende Publikationen. Kern ist ein integriertes Modell, das mehrere Erlösströme bündelt:
  • Verkauf von Miniaturen, Bausätzen und Spielzubehör über eigene Retail-Stores, Online-Shop und Großhändler
  • Publikationen und Regelwerke, inklusive Codices, Kampagnenbänden und Hintergrundliteratur
  • Lizenzierung der Intellectual Property an externe Partner, vor allem im Segment Videospiele, digitale Plattformen und Medienadaptionen
  • Verkauf von Fanartikeln und Merchandising-Produkten innerhalb der Warhammer-Markenwelt
Das Unternehmen verfolgt ein hochmargiges, IP-getriebenes Modell, bei dem die Wertschöpfung primär aus dem Eigentum an den kreativen Universen und weniger aus reiner Fertigungstätigkeit resultiert. Die Kombination aus physischem Tabletop-Produkt, Community-Bindung und digitalen Lizenzdeals zielt auf eine langfristige Monetarisierung der Warhammer-Marken über den gesamten Lebenszyklus der Kundenbeziehung.

Mission und strategische Leitlinie

Games Workshop beschreibt seine Mission im Kern als die Schaffung der besten Fantasy-Miniaturenspiele der Welt. Die Unternehmensausrichtung zielt auf die konsequente Pflege und Erweiterung der eigenen Welten, insbesondere Warhammer Age of Sigmar und Warhammer 40,000, unter Wahrung kreativer Kontrolle. Im Mittelpunkt steht die Entwicklung immersiver, konsistenter Narrative, die eine hohe Kundenbindung auslösen. Die Strategie setzt auf langfristige Markenpflege statt kurzfristiger Trendexploitation. Der Konzern betont wiederholt Produktqualität, Verlässlichkeit gegenüber der Spielerbasis sowie Disziplin beim Schutz des geistigen Eigentums als Kern seiner Mission.

Produkte und Dienstleistungen

Das Produktportfolio ist um einige zentrale Säulen strukturiert:
  • Tabletop-Miniaturen und Bausätze: Hochdetaillierte Kunststoff- und Resinfiguren, Armee-Boxen, Gelände und Zubehör für Warhammer 40,000, Warhammer Age of Sigmar und weitere Spezialspiele
  • Regelwerke und Publikationen: Grundregelbücher, Armeebücher, Erweiterungsbände und Kampagnensysteme, die das Metagame und die Spielbalance definieren
  • Black Library: Romane, Hörbücher und Hintergrundliteratur, die das Worldbuilding vertiefen und den narrativen Kern der Marken stärken
  • Digital- und Medienlizenzen: Lizenzen für PC- und Konsolenspiele, Mobile-Games, Streaming-Inhalte und andere Medienadaptionen auf Basis der Warhammer-Universen
  • Merchandising: Kleidung, Sammlerobjekte und Fanartikel, die das Franchise im Lifestyle-Bereich verankern
Zusätzlich bietet das Unternehmen Community-orientierte Dienstleistungen an, darunter In-Store-Spielveranstaltungen, Turniere und Events, die die Kundentreue fördern und den Absatz der Kernprodukte flankieren.

Business Units und Segmentstruktur

Die operative Struktur von Games Workshop lässt sich grob in mehrere Geschäftsbereiche gliedern:
  • Manufacturing & Supply: Entwicklung, Design und Herstellung der Miniaturen und Publikationen, überwiegend in eigenen britischen Produktionsstätten
  • Retail: Netz eigener Markenshops (Warhammer Stores) in Kernmärkten, ergänzt durch E-Commerce über die eigene Website
  • Trade: Belieferung unabhängiger Fachhändler, Distributoren und ausgewählter Ketten, insbesondere in Nordamerika, Europa und Asien-Pazifik
  • Licensed Products: Verwaltung und Ausbau der Lizenzverträge mit Drittanbietern im Bereich Videospiele, Medien und Konsumgüter
Diese Struktur unterstützt eine Kombination aus Direktvertrieb mit hoher Margenkontrolle und einem breiteren, skalierbaren Distributionsnetz über Handelspartner.

Alleinstellungsmerkmale und Burggräben

Der zentrale Burggraben von Games Workshop liegt im Eigentum und der konsequenten Pflege der Warhammer-IP. Das Unternehmen verfügt über ein über Jahrzehnte gewachsenes, kohärentes Universum mit starkem Wiedererkennungswert und hoher Markentreue. Entscheidende Alleinstellungsmerkmale sind:
  • Starke, eigenständige Markenidentität im Tabletop- und Fantasy-Segment mit globaler Fanbasis
  • Vertikale Integration von Design, Produktion, Publikation und Vertrieb, wodurch Qualität, Margen und Markenerscheinungsbild kontrolliert werden
  • Hohe Wechselkosten für bestehende Spieler, die oft signifikant in Armeen, Regelwerke und bemalte Miniaturen investiert haben
  • Ausgebaute Community-Struktur mit Clubs, Turnieren und Online-Plattformen, die als Netzwerkeffekt fungiert
  • Breite und tiefe Lore, die kontinuierliche Content-Erweiterung und Cross-Media-Verwertung ermöglicht
Diese Faktoren wirken zusammen als Schutzwall gegen neue Wettbewerber, die vergleichbare Welten und Community-Strukturen erst mit erheblichem Kapital- und Zeitaufwand aufbauen müssten.

Wettbewerbsumfeld

Games Workshop agiert in einem stark fragmentierten Markt für Tabletop-Spiele, Brettspiele und Fantasy-Entertainment, der zugleich mit digitalen Unterhaltungsformen konkurriert. Relevante Wettbewerber im näheren Umfeld sind unter anderem:
  • Privateer Press mit der Marke Warmachine/Hordes
  • Corvus Belli mit Infinity
  • Warlord Games und andere spezialisierte Tabletop-Anbieter
  • Große Brettspiel- und Rollenspielverlage wie Hasbro/Wizards of the Coast mit Dungeons & Dragons und Magic: The Gathering als indirekte Konkurrenz um Freizeitbudgets
Darüber hinaus konkurriert Games Workshop um die Aufmerksamkeit der Zielgruppe auch mit Videospiel-Publishern und Streaming-Diensten. Trotzdem besetzt das Unternehmen eine eigenständige Nische, in der die Kombination aus physischen Sammlerprodukten und tiefem Worldbuilding bisher nur begrenzt substituierbar erscheint.

Management und Unternehmensstrategie

Das Management von Games Workshop verfolgt eine klar fokussierte Strategie, die auf die Stärkung des Kerngeschäfts sowie den kontrollierten Ausbau von Lizenzeinnahmen setzt. Im Vordergrund steht die Priorisierung der eigenen Kernmarken vor breiter Diversifikation. Strategische Schwerpunkte umfassen:
  • Kontinuierliche Produktpflege und zyklische Überarbeitung der Hauptsysteme Warhammer 40,000 und Age of Sigmar
  • Ausbau des globalen Retail-Netzwerks, insbesondere in Nordamerika und Asien
  • Disziplinierte IP-Lizenzierung mit Fokus auf Qualitätskontrolle bei Videospiel- und Medienadaptionen
  • Verbesserung der operativen Effizienz in Produktion und Logistik sowie Stabilisierung der Lieferketten
Das Management kommuniziert traditionell in relativ nüchterner, auf langfristige Wertschöpfung ausgerichteter Form und meidet überzogene Wachstumsversprechen. Für konservative Anleger ist dies ein Indiz für eine eher vorsichtige Kapitalallokation und eine klare Fokussierung auf das Kerngeschäft.

Branchen- und Regionsanalyse

Branchenseitig bewegt sich Games Workshop im Schnittbereich von Spielwarenindustrie, Hobbysegment, Publishing und Entertainment. Der globale Markt für Brett- und Tabletop-Spiele hat in den vergangenen Jahren strukturell von einer Renaissance analoger Spiele profitiert, während gleichzeitig die Digitalisierung neue Vertriebskanäle und crossmediale Verwertungsmöglichkeiten eröffnet. Die Nachfrage ist allerdings zyklisch und abhängig von Konsumlaune und Freizeitbudgets, insbesondere im Premiumsegment. Regional erzielt Games Workshop wesentliche Umsätze in Großbritannien und Europa, mit zunehmender Bedeutung Nordamerikas als Wachstumsmarkt. Der asiatisch-pazifische Raum, vor allem Japan und Australien, gewinnt an Relevanz, bleibt allerdings im Vergleich zu westlichen Märkten noch kleiner. Regulatorische Risiken sind im Kerngeschäft begrenzt, jedoch können Wechselkursbewegungen und Handelsbarrieren, etwa Zölle oder Logistikeinschränkungen, die Profitabilität beeinflussen.

Unternehmensgeschichte

Games Workshop wurde in den 1970er-Jahren in Großbritannien gegründet und entwickelte sich ursprünglich als Importeur und Händler von Brett- und Rollenspielen. Mit der Zeit verlagerte sich der Fokus deutlich in Richtung eigener Tabletop-Systeme. In den 1980er-Jahren entstand das Warhammer-Fantasy-Universum, kurz darauf das Science-Fiction-Pendant Warhammer 40,000. Diese Eigenentwicklungen legten den Grundstein für das heutige IP-getriebene Geschäftsmodell. In den 1990er-Jahren und frühen 2000er-Jahren folgte der Ausbau der internationalen Präsenz, einschließlich eines Netzes eigener Läden. Parallel formierte sich mit der Black Library ein eigenständiger Publishing-Arm für Romane und Hintergrundgeschichten. In den vergangenen Jahren hat Games Workshop seine Marken verstärkt in Richtung digitaler Medien und Videospiele lizenziert und damit die Reichweite weit über den klassischen Tabletop-Markt hinaus gesteigert.

Sonstige Besonderheiten

Eine Besonderheit von Games Workshop ist die starke Verzahnung von Produkt, Community und Storytelling. Die Unternehmensstrategie setzt bewusst auf eine enthusiastische Fanbasis, die erhebliche Zeit und Geld in Sammeln, Bemalen und Spielen investiert. Die Marke Warhammer fungiert als Plattform, auf der verschiedene Produktlinien, Events und Medieninhalte zusammenlaufen. Darüber hinaus pflegt das Unternehmen eine vergleichsweise restriktive Haltung gegenüber inoffiziellen Produktnachbildungen und nutzt sein IP-Recht aktiv zur Verteidigung des Franchise. Gleichzeitig öffnet sich Games Workshop zunehmend für Kooperationen mit Streaming- und Medienpartnern, um die Markenbekanntheit zu erhöhen und neue Zielgruppen zu erschließen.

Chancen und Risiken für konservative Anleger

Aus Sicht eines konservativen Anlegers bietet Games Workshop mehrere strukturelle Chancen:
  • Starke, etablierte Marken mit hoher Kundenloyalität im Nischensegment der Tabletop- und Fantasy-Spiele
  • Hoher Anteil wiederkehrender Umsätze aus bestehenden Spieler-Communities und laufenden Editionszyklen
  • Wachstumspotenzial durch Internationalisierung, insbesondere in Nordamerika und ausgewählten asiatischen Märkten
  • Skalierbare Monetarisierung des geistigen Eigentums über Videospiele, Streaming und Merchandise
Dem stehen signifikante Risiken gegenüber:
  • Abhängigkeit von wenigen Kernmarken, insbesondere Warhammer 40,000 und Age of Sigmar, mit Konzentrationsrisiko
  • Veränderungen im Freizeitverhalten, etwa eine stärkere Verlagerung hin zu rein digitalen Angeboten
  • Wechselkurs- und Logistikrisiken aufgrund der internationalen Ausrichtung und zentralisierten Produktion
  • Potenzielle Ermüdungserscheinungen in der Community bei wahrgenommenen Fehlentscheidungen bezüglich Regelbalance, Preispolitik oder Produktverfügbarkeit
  • Reputationsrisiken im Falle unpopulärer IP-Durchsetzung oder kontroverser Medienkooperationen
Insgesamt handelt es sich um ein spezialisiertes, IP-zentriertes Geschäftsmodell mit klaren Wettbewerbsvorteilen, aber auch ausgeprägter Abhängigkeit von einer engagierten, aber anspruchsvollen Nischenkundschaft. Eine Anlageentscheidung sollte sorgfältig gegen die persönliche Risikotragfähigkeit und Diversifikationsziele abgewogen werden, ohne sich ausschließlich auf die vergangene Entwicklung der Marke und des Aktienkurses zu stützen.
Hinweis

Stammdaten

Marktkapitalisierung 7,21 Mrd. €
Aktienanzahl 32,97 Mio.
Streubesitz 28,59%
Währung EUR
Land Großbritannien
Sektor zyklischer Konsum
Branche Hotels, Restaurants u. Freizeit
Aktientyp Stammaktie

Aktionärsstruktur

+71,41% Weitere
+28,59% Streubesitz

Community-Beiträge zu Games Workshop Group plc

  • Community-Beiträge
  • Aktuellste Threads
Avatar des Verfassers
Digitale Kunst
sehr gute Entwicklung
Ich hatte jetzt endlich mal Zeit den Halbjahresbericht zu lesen und bin insgesamt sehr zufrieden. Ich kann deren Berichte übrigens sehr empfehlen. Der CEO schreibt sehr direkt und mit Witz. Was mir besonders gefällt sind natürlich die Rekordergebnisse, dass diese auf Basis eines noch deutlich zu verbessernden Produktions- und Lieferprozesses so schon möglich sind und auch dass Warhammer+ immer mehr Abos bekommt.
Avatar des Verfassers
delta_lima
Expansionen
nachdem im August eine Investition von 9 Millionen GBP für eine neue Miniaturenfabrik bekanntgegeben wurde, kann man endlich damit rechnen dass GW ab 2026 die Nachfrage nach ihren Miniaturen bedienen kann. Ständig ist alles ausverkauft und gerade in den USA kann das Angebot nicht mit der Nachfrage mithalten. Jetzt will man auc hdie Produktion der Farben hochschrauben: https://www.nottinghampost.com/news/nottingham-news/warhammer-firm-games-workshop-reveals-9636117 Sollte die Amazon Serie den erwarteten Erfolg als Werbung für das Hobby erzielen, ist das alles jedoch nur ein Tropfen auf den heissen Stein... Einen ersten Vorgeschmack auf eine Warhammer 40k Show auf Amazon kann man ja bereits ab 10. Dezember in der 'Secret Level' Anthalogie erhalten, wo sich eine Folge um Space Marines drehen wird. Ick freu mir.
Avatar des Verfassers
delta_lima
Ich habe noch nie Fallout gespielt.
Aber nachdem ich die Serie auf Amazon gesehen habe, habe ich richtig Lust mir die Spiele zu kaufen. Ich bin zuversichtlich, dass die Games Workshop Serie auf Amazon einen ähnlichen Effekt auf die Zielgruppe haben wird. Meine Wette ist, dass viele, die noch nie daran gedacht hatten Plastikfiguren zu kaufen, zu bemalen und auf einem Tisch hin und her zu schieben, dies plötzlich tun werden. Oder auf eine andere der vielfältigen Arten zur Umsatzsteigerung von GW beitragen werden.
Avatar des Verfassers
delta_lima
aber wohl noch ein jahr bis sich was tut

Games Workshop and Amazon will work together for a period of 12 months to agree creative guidelines for the films and television series to be developed by Amazon. The agreement will only proceed once the creative guidelines are mutually agreed between Games Workshop and Amazon.


https://investor.games-workshop.com/news-posts/agreementtodevelopfilmsandtelevisionseries181223

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Häufig gestellte Fragen zur Games Workshop Group Aktie und zum Games Workshop Group Kurs

Der aktuelle Kurs der Games Workshop Group Aktie liegt bei 210,5694 €.

Für 1.000€ kann man sich 4,75 Games Workshop Group Aktien kaufen.

Das Tickersymbol der Games Workshop Group Aktie lautet GMWKF.

Die 1 Monats-Performance der Games Workshop Group Aktie beträgt aktuell -2,81%.

Die 1 Jahres-Performance der Games Workshop Group Aktie beträgt aktuell 40,11%.

Der Aktienkurs der Games Workshop Group Aktie liegt aktuell bei 210,5694 EUR. In den letzten 30 Tagen hat die Aktie eine Performance von -2,81% erzielt.
Auf 3 Monate gesehen weist die Aktie von Games Workshop Group eine Wertentwicklung von 23,35% aus und über 6 Monate sind es 16,57%.

Das 52-Wochen-Hoch der Games Workshop Group Aktie liegt bei 274,73 $.

Das 52-Wochen-Tief der Games Workshop Group Aktie liegt bei 160,00 $.

Das Allzeithoch von Games Workshop Group liegt bei 274,73 $.

Das Allzeittief von Games Workshop Group liegt bei 0,01 $.

Die Volatilität der Games Workshop Group Aktie liegt derzeit bei 654,53%. Diese Kennzahl zeigt, wie stark der Kurs von Games Workshop Group in letzter Zeit schwankte.

Die Marktkapitalisierung beträgt 7,21 Mrd. €

Insgesamt sind 33,0 Mio Games Workshop Group Aktien im Umlauf.

Games Workshop Group hat seinen Hauptsitz in Großbritannien.

Games Workshop Group gehört zum Sektor Hotels, Restaurants u. Freizeit.

Das KGV der Games Workshop Group Aktie beträgt 26,80.

Der Jahresumsatz des Geschäftsjahres 2024 von Games Workshop Group betrug 525.700.000 GBX.

Ja, Games Workshop Group zahlt Dividenden. Zuletzt wurde am 18.12.2025 eine Dividende in Höhe von 1,00 £ (1,14 €) gezahlt.

Zuletzt hat Games Workshop Group am 18.12.2025 eine Dividende in Höhe von 1,00 £ (1,14 €) gezahlt.
Dies entspricht einer Dividendenrendite von 0,00%. Die Dividende wird vierteljährlich gezahlt.

Die letzte Dividende von Games Workshop Group wurde am 18.12.2025 in Höhe von 1,00 £ (1,14 €) je Aktie ausgeschüttet.
Das ergibt, basierend auf dem aktuellen Kurs, eine Dividendenrendite von 0,00%.

Die Dividende wird vierteljährlich gezahlt.

Der letzte Zahltag der Dividende war am 18.12.2025. Es wurde eine Dividende in Höhe von 1,00 £ (1,14 €) gezahlt.

Um eine Dividende ausgezahlt zu bekommen, muss man die Aktie am Ex-Tag (Ex-Date) im Depot haben.