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Friedrich Vorwerk Group Aktie

Aktie
WKN:  A255F1 ISIN:  DE000A255F11 US-Symbol:  FDVWF Branche:  Bau- u. Ingenieurswesen Land:  Deutschland
77,70 €
-2,70 €
-3,36%
17:46:45 Uhr
Depot/Watchlist
Marktkapitalisierung *
1,62 Mrd. €
Streubesitz
16,25%
KGV
15
Dividende
0,30 €
Dividendenrendite
0,39%
neu: Nachhaltigkeits-Score
21 %
Friedrich Vorwerk Group Aktie Chart

Unternehmensbeschreibung

Die Friedrich Vorwerk Group SE ist ein auf Energieinfrastruktur spezialisiertes Anlagenbau- und Dienstleistungsunternehmen mit Fokus auf Leitungs- und Anlagenprojekte für Gas, Strom und Wasserstoff in Deutschland und ausgewählten europäischen Märkten. Das Unternehmen agiert entlang der gesamten Wertschöpfungskette komplexer Netzinfrastruktur und adressiert damit zentrale Elemente der Energie- und Wärmewende. Kernkompetenzen liegen im Bau von Hochdruck-Pipeline-Systemen, Umspannwerken, Kompressor-, Konverter- und Netzknotenstationen sowie in Engineering- und Serviceleistungen für Netzbetreiber und die energieintensive Industrie. Die Aktie wird im regulierten Markt in Deutschland gehandelt und ist vor allem für langfristig orientierte Investoren mit Fokus auf Infrastruktur- und Energietransformationsthemen relevant.

Geschäftsmodell

Friedrich Vorwerk verfolgt ein projektbasiertes Geschäftsmodell, das auf der Planung, Realisierung und Instandhaltung kritischer Energieinfrastruktur beruht. Die Gesellschaft tritt überwiegend als Generalunternehmer oder Systemlieferant auf und übernimmt Engineering, Beschaffung, Bauausführung und Inbetriebnahme (EPC) aus einer Hand. Auftraggeber sind typischerweise Übertragungs- und Fernleitungsnetzbetreiber, große regionale Versorger, Industriekonzerne und öffentliche Institutionen. Die Wertschöpfung basiert auf technisch anspruchsvollen Großprojekten mit hohen regulatorischen und sicherheitstechnischen Anforderungen. Ein wesentlicher Teil der Leistungen ist durch langlaufende Regulierungs- und Netzausbaupläne der öffentlichen Hand und der Netzbetreiber determiniert, was für eine relativ hohe Visibilität des Projektpipelines sorgt. Daneben generiert das Unternehmen wiederkehrende Erlöse aus Wartung, Service, Modernisierung und Umbau bestehender Anlagen. Das Geschäftsmodell ist kapital- und personalintensiv, basiert auf hochqualifizierten Fachkräften und erfordert ein striktes Projekt-, Risiko- und Claims-Management, um Margenstabilität über den Zyklus zu sichern.

Mission und strategische Leitlinien

Die Mission von Friedrich Vorwerk besteht darin, als technischer Enabler der Energiewende und der Dekarbonisierung der europäischen Industrie zu fungieren. Das Unternehmen will die physische Infrastruktur bereitstellen, die den Übergang von fossilen Energieträgern zu einem zunehmend elektrifizierten und wasserstoffbasierten Energiesystem ermöglicht. Strategisch richtet sich das Unternehmen auf drei Stoßrichtungen aus: Erstens die Modernisierung und Erweiterung des Gas- und Stromnetzes, zweitens den Aufbau von Wasserstoff- und Power-to-X-Infrastruktur, drittens die effiziente Kopplung von Gas- und Stromsystemen durch integrierte Lösungen. Leitend sind dabei langfristige Partnerschaften mit Netzbetreibern und Industriekunden, eine hohe technische Integrationskompetenz sowie strenge Sicherheits-, Umwelt- und Qualitätsstandards. Die Unternehmenssteuerung zielt auf nachhaltige, nicht auf kurzfristig maximale Gewinnvolatilität ab, um die Rolle als verlässlicher Infrastrukturpartner zu sichern.

Produkte und Dienstleistungen

Die Produkt- und Dienstleistungspalette deckt wesentliche Segmente der Energieinfrastruktur ab. Zentrale Schwerpunkte sind:
  • Planung und Bau von Hochdruck-Pipelines für Erdgas und perspektivisch Wasserstoff inklusive Trassenplanung, Tiefbau, Schweißtechnik, Korrosionsschutz und Druckprüfung
  • Errichtung von Kompressorstationen, Mess- und Regelstationen, Netzknotenpunkten und Verdichteranlagen für Fernleitungsnetze
  • Elektrotechnische Infrastruktur wie Umspannwerke, Schaltanlagen, Konverter- und Umrichterstationen im Übertragungs- und Verteilnetz
  • Power-to-Gas- und Power-to-Heat-Lösungen, insbesondere Anlagen zur Erzeugung und Einspeisung von Wasserstoff sowie zur Sektorkopplung
  • Engineering-Dienstleistungen, Projektierung, Detailplanung, Genehmigungsmanagement und Dokumentation
  • Service, Instandhaltung, Retrofit, Modernisierung und Erweiterung bestehender Netzinfrastruktur und Anlagen
Daneben bietet das Unternehmen spezialisierte technische Dienstleistungen wie Horizontalbohrungen, Spezialtiefbau und Leitungsquerungen an, die insbesondere bei komplexen Großprojekten mit anspruchsvoller Topographie oder sensiblen Schutzgebieten relevant sind.

Business Units und organisatorische Struktur

Die Geschäftstätigkeit der Friedrich Vorwerk Group SE ist in mehrere operative Einheiten gegliedert, die entlang der Energieinfrastruktur-Wertschöpfung ausgerichtet sind. Im Kern lassen sich drei Geschäftsfelder unterscheiden:
  • Gas- und Pipeline-Infrastruktur: Fokus auf Fernleitungen, regionale Netze, Kompressor- und Messstationen, inklusive Spezialtiefbau und Rohrleitungsbau für Hochdrucksysteme
  • Strom- und Umspannwerktechnik: Realisierung von Umspannwerken, Hochspannungsanlagen und Netzanbindungslösungen für Übertragungs- und Verteilnetzbetreiber, teilweise im Verbund mit erneuerbaren Erzeugungsanlagen
  • Wasserstoff- und Energiewende-Lösungen: Projekte im Bereich Wasserstofftransport, Umrüstung bestehender Gasleitungen, Power-to-Gas-Anlagen, Sektorkopplungsprojekte und Infrastruktur für industrielle Dekarbonisierung
Die operative Umsetzung erfolgt über spezialisierte Tochtergesellschaften und Einheiten, die jeweils auf bestimmte Technologien, Projektgrößen oder regionale Schwerpunkte ausgerichtet sind. Zentralfunktionen wie Projektcontrolling, Einkauf, Personal und Risikomanagement sind weitgehend integriert, um Skaleneffekte, Know-how-Transfer und einheitliche Qualitätsstandards sicherzustellen.

Alleinstellungsmerkmale und Burggräben

Friedrich Vorwerk verfügt über mehrere potenzielle Moats, die im Infrastruktur- und Energiewendemarkt von Bedeutung sind. Ein zentrales Alleinstellungsmerkmal ist die Kombination aus Tiefbau-, Rohrleitungs-, Elektro- und Anlagenbaukompetenz unter einem Dach. Diese vertikale Integration reduziert Schnittstellenrisiken und macht das Unternehmen für Auftraggeber als EPC-Partner attraktiv. Zudem besitzt der Konzern langjährige Referenzen bei Großprojekten für zentrale europäische Netzbetreiber, was das Vertrauen in die Ausführungsqualität und Termintreue stärkt. Eintrittsbarrieren ergeben sich aus streng regulierten Sicherheits- und Qualitätsstandards, anspruchsvollen Präqualifikationsverfahren und hohen Anforderungen an technische Zulassungen und Zertifizierungen. Diese Faktoren erschweren den Markteintritt neuer Wettbewerber in die profitableren Großprojekte. Ein weiterer potenzieller Burggraben liegt im qualifizierten Personalbestand, insbesondere in erfahrenen Ingenieuren, Schweißfachleuten, Bauleitern und Projektmanagern, die in diesem Segment knapp und schwer ersetzbar sind. Darüber hinaus wirkt die spezielle Expertise für wasserstofftaugliche Leitungs- und Anlageninfrastruktur als Differenzierungsmerkmal in einem noch jungen, aber strategisch wichtigen Marktsegment.

Wettbewerbsumfeld

Der Markt für Energieinfrastruktur in Europa ist fragmentiert, zugleich aber durch einige etablierte Spezialisten geprägt. Im Pipeline- und Leitungsbau konkurriert Friedrich Vorwerk mit regionalen und internationalen Rohrleitungsbauern, Tiefbauunternehmen und großen Industrieanlagenbauern. Im Hochspannungs- und Umspannwerkssegment stehen Generalunternehmer, elektrotechnische Ausrüster und Ingenieurgesellschaften im Wettbewerb. Zu den relevanten Wettbewerbern zählen spezialisierte Infrastrukturdienstleister im Bereich Gas- und Stromnetzausbau, Baufirmen mit Energiefokus sowie internationale EPC-Anbieter, die vermehrt auf den europäischen Energiewendemarkt drängen. Der Wettbewerb ist projektbezogen und wird häufig über technische Kompetenz, Referenzen, Termin- und Kostensicherheit sowie die Fähigkeit zur Übernahme komplexer Risikoallokation entschieden. Margendruck kann insbesondere bei Ausschreibungen mit hohem Preisdruck, strikten Strafklauseln und kurzen Ausführungsfristen entstehen. Gleichzeitig profitieren etablierte Anbieter mit nachweislicher Großprojekt-Erfahrung von einer gewissen Konsolidierungstendenz, da Auftraggeber ihre Partnerbasis auf wenige, verlässliche Anbieter konzentrieren.

Management und Strategie

Das Management der Friedrich Vorwerk Group SE ist stark technisch geprägt und besitzt langjährige Erfahrung im Energieinfrastruktur- und Anlagenbau. Die strategische Ausrichtung fokussiert sich auf drei Kernziele: Erstens die Positionierung als Schlüsselpartner für große Netzbetreiber bei der Umsetzung der nationalen und europäischen Netzentwicklungspläne für Gas, Wasserstoff und Strom. Zweitens der gezielte Ausbau des Wasserstoff- und Dekarbonisierungsgeschäfts, sowohl durch Anpassung bestehender Kompetenzen als auch durch technologische Weiterentwicklung und Partnerschaften. Drittens eine strikte Projektselektion mit Fokus auf Risiko-Rendite-Profil, um Überlastung der Kapazitäten, überdimensionale Losgrößen und unverhältnismäßige Vertragsrisiken zu vermeiden. Das Management setzt auf eine robuste Bilanz, konservatives Working-Capital-Management und ein systematisches Risikomanagement im Projektgeschäft. Die Kapitalallokation ist auf kontrolliertes Wachstum, selektive Investitionen in Technologie und Kapazitätserweiterung sowie Stärkung der operativen Resilienz ausgerichtet.

Branchen- und Regionenfokus

Friedrich Vorwerk ist überwiegend in der europäischen Energieinfrastruktur-Branche tätig, mit einem Schwerpunkt auf dem deutschen Markt. Deutschland stellt mit seiner ambitionierten Energie- und Klimapolitik, dem Ausstieg aus Kernenergie und Kohle sowie dem geplanten Hochlauf erneuerbarer Energien und Wasserstoffkapazitäten einen der dynamischsten Märkte für Netzausbau dar. Die relevanten Segmente umfassen den Ausbau der Fernleitungsnetze für Gas und perspektivisch Wasserstoff, die Verstärkung der Übertragungsnetze für Strom, die Integration von Offshore- und Onshore-Windenergie sowie die Anpassung der Netzinfrastruktur an volatile Einspeisung und Lastverschiebung. In ausgewählten Nachbarländern ist das Unternehmen ebenfalls aktiv, insbesondere dort, wo Projekte mit deutscher oder europäischer Förderlogik sowie grenzüberschreitende Pipeline- und Stromtrassen realisiert werden. Die Branche ist stark reguliert und von politischen Rahmenbedingungen, Netzentwicklungsplänen, EU-Richtlinien und nationalen Förderprogrammen abhängig. Zugleich unterliegt sie zyklischen Investitionsphasen, Projektverschiebungen und der Verfügbarkeit öffentlicher Budgets sowie regulatorischen Genehmigungsverfahren.

Unternehmensgeschichte

Die Wurzeln der Friedrich Vorwerk Group reichen mehrere Jahrzehnte zurück und liegen im klassischen Rohrleitungs- und Leitungsbau für Energie- und Versorgungsunternehmen in Deutschland. Aus einem ursprünglich handwerklich geprägten Betrieb entwickelte sich schrittweise ein spezialisierter Infrastrukturdienstleister, der seine Kompetenzen im Tief-, Rohrleitungs- und Anlagenbau kontinuierlich ausbaute. Im Zuge der Liberalisierung der Energiemärkte, der zunehmenden Bedeutung von Großprojekten und der wachsenden regulatorischen Anforderungen professionalisierte das Unternehmen seine Strukturen, investierte in moderne Gerätetechnik und spezialisierte Fachkräfte. In jüngerer Zeit erfolgte die Neuausrichtung als integrierte Energieinfrastrukturgruppe mit Fokus auf die Energiewende, einschließlich einer stärkeren Beteiligung an Projekten für Hochspannungs- und Umspannwerktechnik sowie Wasserstoffinfrastruktur. Der Börsengang in Deutschland markierte einen strategischen Meilenstein zur Finanzierung weiterer Wachstumsschritte, internationalen Positionierung und Professionalisierung von Governance und Berichterstattung. Über Zukäufe, Beteiligungen und organisches Wachstum wurden zusätzliche Kompetenzen in elektrotechnischer Infrastruktur und innovativen Energiewende-Technologien aufgebaut.

Besondere Merkmale und ESG-Aspekte

Als Akteur im Zentrum der Energiewende steht Friedrich Vorwerk naturgemäß in engem Bezug zu Umwelt-, Sozial- und Governance-Themen. Die Projekte des Unternehmens tragen zur Dekarbonisierung und Modernisierung der Energieversorgung bei, zugleich sind Bau- und Leitungsprojekte mit Eingriffen in Landschaft, Böden und Ökosysteme verbunden. Das Unternehmen agiert in einem Umfeld strenger Umweltauflagen, Arbeitssicherheitsnormen und Compliance-Anforderungen und muss diese konsequent einhalten. Besondere Merkmale sind die Ausrichtung auf wasserstofftaugliche Infrastrukturlösungen, die Beteiligung an Pilot- und Referenzprojekten im Bereich Wasserstoffnetze und Sektorkopplung sowie die Fähigkeit, komplexe Genehmigungsanforderungen und Umweltauflagen in die Projektplanung zu integrieren. Im Personalbereich ist die Sicherung und Qualifizierung von Fachkräften ein kritischer Erfolgsfaktor, da der Fachkräftemangel in Bau- und Ingenieurberufen ausgeprägt ist. Governance-seitig unterliegt das Unternehmen den Kapitalmarkt- und Transparenzanforderungen eines börsennotierten Emittenten, inklusive Aufsichts- und Kontrollgremien, Risikoreports und Compliance-Strukturen. Für institutionelle und konservative Anleger sind diese Aspekte insbesondere im Hinblick auf Reputationsrisiken und langfristige Investitionssicherheit bedeutsam.

Chancen für Investoren

Für konservativ orientierte Anleger bieten sich bei der Friedrich Vorwerk Group SE verschiedene strukturelle Chancen. Die zentrale Positionierung im Netzausbau für Gas, Strom und Wasserstoff verknüpft das Geschäftsmodell mit langfristigen Megatrends wie Energiewende, Dekarbonisierung der Industrie und Infrastrukturmodernisierung. Politische Programme auf EU- und nationaler Ebene, Netzentwicklungspläne und Fördermechanismen lassen einen anhaltend hohen Investitionsbedarf in die von Friedrich Vorwerk adressierten Segmente erwarten. Das Unternehmen profitiert potenziell von einer gut gefüllten Projektpipeline, langfristigen Kundenbeziehungen zu Netzbetreibern und Versorgern sowie von steigenden Anforderungen an technische Qualität und Zuverlässigkeit. Die Spezialisierung auf wasserstofftaugliche Leitungs- und Anlageninfrastruktur eröffnet Wachstumsoptionen in einem noch jungen Markt, der durch nationale Wasserstoffstrategien zunehmend konkrete Konturen erhält. Für Investoren ergeben sich daraus Chancen auf eine mittel- bis langfristig wachsende Nachfragebasis und eine gewisse Resilienz gegenüber konjunkturellen Abschwüngen, da ein Teil der Infrastrukturinvestitionen politisch und regulatorisch getrieben ist. Zudem kann die Kombination aus Projektgeschäft und Serviceleistungen zu einer schrittweisen Stabilisierung des Geschäftsprofils beitragen.

Risiken für Investoren

Trotz der attraktiven strukturellen Trends ist ein Investment in Friedrich Vorwerk mit signifikanten Risiken verbunden, die insbesondere konservative Anleger berücksichtigen sollten. Das Projektgeschäft ist inhärent zyklisch und mit hohen Einzelprojekt-Risiken behaftet. Verzögerungen bei Genehmigungen, Lieferkettenstörungen, Preissteigerungen bei Material und Personal, Vertragsstrafen oder technische Probleme können Projektmargen erheblich belasten. Eine hohe Abhängigkeit von wenigen großen Auftraggebern, insbesondere Netzbetreibern und öffentlichen Institutionen, birgt Konzentrationsrisiken und erhöht die Sensitivität gegenüber Ausschreibungszyklen und regulatorischen Entscheidungen. Politische Veränderungen, Anpassungen von Förderregimen oder Prioritätenverschiebungen in der Energiepolitik können Investitionspläne verzögern oder neu gewichten. Der Fachkräftemangel stellt ein zentrales operatives Risiko dar, da knappe Kapazitäten zu Projektengpässen, Kostensteigerungen und Qualitätsrisiken führen können. Zudem konkurriert das Unternehmen mit kapitalstarken internationalen EPC-Anbietern, die in Phasen intensiven Wettbewerbsdrucks Margen weiter unter Druck setzen können. Für Anleger resultiert daraus ein Profil mit potenziell attraktiven strukturellen Wachstumstreibern, aber auch erheblichen operativen, regulatorischen und projektspezifischen Unsicherheiten. Eine sorgfältige Beobachtung der Projektqualität, der Risikosteuerung und der politischen Rahmenbedingungen bleibt daher essenziell, ohne dass daraus eine Anlageempfehlung abgeleitet werden kann.

Realtime-Kursdaten

Geld/Brief 78,00 € / 78,40 €
Spread +0,51%
Schluss Vortag 80,40 €
Gehandelte Stücke 5.222
Tagesvolumen Vortag 515.728,8 €
Tagestief 75,60 €
Tageshoch 79,60 €
52W-Tief 31,20 €
52W-Hoch 109,00 €
Jahrestief 75,60 €
Jahreshoch 90,20 €

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Nachrichtenlage zusammengefasst

  • Die Friedrich Vorwerk Group SE hat in den letzten Tagen einen bedeutenden Auftrag im Bereich der nachhaltigen Infrastruktur erhalten, was die zukünftigen Wachstumsprognosen des Unternehmens stärkt.
  • Analysten heben die strategische Ausrichtung der Unternehmensführung hervor, die auf innovative Technologien und umweltfreundliche Lösungen setzt.
  • Die Marktanalysen zeigen, dass die Nachfrage nach den Produkten der Friedrich Vorwerk Group SE weiterhin steigt, was auf eine positive Entwicklung des Umsatzes hindeutet.
Hinweis

Fundamentale Kennzahlen (2024)

Umsatz in Mio. 498,35 €
Operatives Ergebnis (EBIT) in Mio. 53,95 €
Jahresüberschuss in Mio. 59,28 €
Umsatz je Aktie 24,92 €
Gewinn je Aktie 1,79 €
Gewinnrendite +28,91%
Umsatzrendite +7,18%
Return on Investment +13,55%
Marktkapitalisierung in Mio. 537,00 €
KGV (Kurs/Gewinn) 15,00
KBV (Kurs/Buchwert) 2,62
KUV (Kurs/Umsatz) 1,08
Eigenkapitalrendite +17,45%
Eigenkapitalquote +46,86%

Derivate

Anlageprodukte (111)
Discount-Zertifikate 97
Aktienanleihen 14
Hebelprodukte (446)
Optionsscheine 219
Knock-Outs 204
Faktor-Zertifikate 23

Dividenden Kennzahlen

Auszahlungen/Jahr 1
Gesteigert seit 1 Jahr
Keine Senkung seit 2 Jahre
Stabilität der Dividende 0,61 (max 1,00)
Ausschüttungs- 16,8% (auf den Gewinn/FFO)
quote 6,6% (auf den Free Cash Flow)
Erwartete Dividendensteigerung 153,33%

Dividenden Historie

Datum Dividende
03.06.2025 0,30 €
04.06.2024 0,12 €
02.06.2023 0,12 €
02.06.2022 0,20 €
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Termine

Keine Termine bekannt.

Prognose & Kursziel

Die Friedrich Vorwerk Group Aktie wird von Analysten als unterbewertet eingestuft.
Ø Kursziel Akt. Kurs Abstand
105,00 € 77,00 € +36,36%

Übersicht Handelsplätze

Handelsplatz
Letzter
Änderung
Vortag
Zeit
Düsseldorf 78,10 € -2,25%
79,90 € 16:32
Frankfurt 77,10 € -3,75%
80,10 € 13:20
Hamburg 79,40 € -1,24%
80,40 € 08:20
Hannover 79,50 € -1,12%
80,40 € 08:16
München 80,10 € 0 %
80,10 € 08:00
Stuttgart 77,70 € -2,88%
80,00 € 17:46
Xetra 78,20 € -2,74%
80,40 € 17:35
L&S RT 78,20 € -2,62%
80,30 € 18:15
Nasdaq OTC Other 99,60 $ +4,02%
95,75 $ 08.01.26
Tradegate 77,70 € -3,36%
80,40 € 17:46
Quotrix 79,60 € -0,87%
80,30 € 07:38
Gettex 78,00 € -2,13%
79,70 € 18:13
Weitere Börsenplätze

Historische Kurse

Datum
Kurs
Volumen
20.01.26 76,50 305 T
19.01.26 80,40 0,52 M
16.01.26 82,60 309 T
15.01.26 80,10 0,55 M
14.01.26 81,80 0,62 M
13.01.26 85,40 141 T
Weitere Historische Kurse

Performance

Zeitraum Kurs %
1 Woche 85,40 € -10,42%
1 Monat 82,50 € -7,27%
6 Monate 82,90 € -7,72%
1 Jahr 34,95 € +118,88%
5 Jahre - -

Unternehmensprofil Friedrich Vorwerk Group SE

Die Friedrich Vorwerk Group SE ist ein auf Energieinfrastruktur spezialisiertes Anlagenbau- und Dienstleistungsunternehmen mit Fokus auf Leitungs- und Anlagenprojekte für Gas, Strom und Wasserstoff in Deutschland und ausgewählten europäischen Märkten. Das Unternehmen agiert entlang der gesamten Wertschöpfungskette komplexer Netzinfrastruktur und adressiert damit zentrale Elemente der Energie- und Wärmewende. Kernkompetenzen liegen im Bau von Hochdruck-Pipeline-Systemen, Umspannwerken, Kompressor-, Konverter- und Netzknotenstationen sowie in Engineering- und Serviceleistungen für Netzbetreiber und die energieintensive Industrie. Die Aktie wird im regulierten Markt in Deutschland gehandelt und ist vor allem für langfristig orientierte Investoren mit Fokus auf Infrastruktur- und Energietransformationsthemen relevant.

Geschäftsmodell

Friedrich Vorwerk verfolgt ein projektbasiertes Geschäftsmodell, das auf der Planung, Realisierung und Instandhaltung kritischer Energieinfrastruktur beruht. Die Gesellschaft tritt überwiegend als Generalunternehmer oder Systemlieferant auf und übernimmt Engineering, Beschaffung, Bauausführung und Inbetriebnahme (EPC) aus einer Hand. Auftraggeber sind typischerweise Übertragungs- und Fernleitungsnetzbetreiber, große regionale Versorger, Industriekonzerne und öffentliche Institutionen. Die Wertschöpfung basiert auf technisch anspruchsvollen Großprojekten mit hohen regulatorischen und sicherheitstechnischen Anforderungen. Ein wesentlicher Teil der Leistungen ist durch langlaufende Regulierungs- und Netzausbaupläne der öffentlichen Hand und der Netzbetreiber determiniert, was für eine relativ hohe Visibilität des Projektpipelines sorgt. Daneben generiert das Unternehmen wiederkehrende Erlöse aus Wartung, Service, Modernisierung und Umbau bestehender Anlagen. Das Geschäftsmodell ist kapital- und personalintensiv, basiert auf hochqualifizierten Fachkräften und erfordert ein striktes Projekt-, Risiko- und Claims-Management, um Margenstabilität über den Zyklus zu sichern.

Mission und strategische Leitlinien

Die Mission von Friedrich Vorwerk besteht darin, als technischer Enabler der Energiewende und der Dekarbonisierung der europäischen Industrie zu fungieren. Das Unternehmen will die physische Infrastruktur bereitstellen, die den Übergang von fossilen Energieträgern zu einem zunehmend elektrifizierten und wasserstoffbasierten Energiesystem ermöglicht. Strategisch richtet sich das Unternehmen auf drei Stoßrichtungen aus: Erstens die Modernisierung und Erweiterung des Gas- und Stromnetzes, zweitens den Aufbau von Wasserstoff- und Power-to-X-Infrastruktur, drittens die effiziente Kopplung von Gas- und Stromsystemen durch integrierte Lösungen. Leitend sind dabei langfristige Partnerschaften mit Netzbetreibern und Industriekunden, eine hohe technische Integrationskompetenz sowie strenge Sicherheits-, Umwelt- und Qualitätsstandards. Die Unternehmenssteuerung zielt auf nachhaltige, nicht auf kurzfristig maximale Gewinnvolatilität ab, um die Rolle als verlässlicher Infrastrukturpartner zu sichern.

Produkte und Dienstleistungen

Die Produkt- und Dienstleistungspalette deckt wesentliche Segmente der Energieinfrastruktur ab. Zentrale Schwerpunkte sind:
  • Planung und Bau von Hochdruck-Pipelines für Erdgas und perspektivisch Wasserstoff inklusive Trassenplanung, Tiefbau, Schweißtechnik, Korrosionsschutz und Druckprüfung
  • Errichtung von Kompressorstationen, Mess- und Regelstationen, Netzknotenpunkten und Verdichteranlagen für Fernleitungsnetze
  • Elektrotechnische Infrastruktur wie Umspannwerke, Schaltanlagen, Konverter- und Umrichterstationen im Übertragungs- und Verteilnetz
  • Power-to-Gas- und Power-to-Heat-Lösungen, insbesondere Anlagen zur Erzeugung und Einspeisung von Wasserstoff sowie zur Sektorkopplung
  • Engineering-Dienstleistungen, Projektierung, Detailplanung, Genehmigungsmanagement und Dokumentation
  • Service, Instandhaltung, Retrofit, Modernisierung und Erweiterung bestehender Netzinfrastruktur und Anlagen
Daneben bietet das Unternehmen spezialisierte technische Dienstleistungen wie Horizontalbohrungen, Spezialtiefbau und Leitungsquerungen an, die insbesondere bei komplexen Großprojekten mit anspruchsvoller Topographie oder sensiblen Schutzgebieten relevant sind.

Business Units und organisatorische Struktur

Die Geschäftstätigkeit der Friedrich Vorwerk Group SE ist in mehrere operative Einheiten gegliedert, die entlang der Energieinfrastruktur-Wertschöpfung ausgerichtet sind. Im Kern lassen sich drei Geschäftsfelder unterscheiden:
  • Gas- und Pipeline-Infrastruktur: Fokus auf Fernleitungen, regionale Netze, Kompressor- und Messstationen, inklusive Spezialtiefbau und Rohrleitungsbau für Hochdrucksysteme
  • Strom- und Umspannwerktechnik: Realisierung von Umspannwerken, Hochspannungsanlagen und Netzanbindungslösungen für Übertragungs- und Verteilnetzbetreiber, teilweise im Verbund mit erneuerbaren Erzeugungsanlagen
  • Wasserstoff- und Energiewende-Lösungen: Projekte im Bereich Wasserstofftransport, Umrüstung bestehender Gasleitungen, Power-to-Gas-Anlagen, Sektorkopplungsprojekte und Infrastruktur für industrielle Dekarbonisierung
Die operative Umsetzung erfolgt über spezialisierte Tochtergesellschaften und Einheiten, die jeweils auf bestimmte Technologien, Projektgrößen oder regionale Schwerpunkte ausgerichtet sind. Zentralfunktionen wie Projektcontrolling, Einkauf, Personal und Risikomanagement sind weitgehend integriert, um Skaleneffekte, Know-how-Transfer und einheitliche Qualitätsstandards sicherzustellen.

Alleinstellungsmerkmale und Burggräben

Friedrich Vorwerk verfügt über mehrere potenzielle Moats, die im Infrastruktur- und Energiewendemarkt von Bedeutung sind. Ein zentrales Alleinstellungsmerkmal ist die Kombination aus Tiefbau-, Rohrleitungs-, Elektro- und Anlagenbaukompetenz unter einem Dach. Diese vertikale Integration reduziert Schnittstellenrisiken und macht das Unternehmen für Auftraggeber als EPC-Partner attraktiv. Zudem besitzt der Konzern langjährige Referenzen bei Großprojekten für zentrale europäische Netzbetreiber, was das Vertrauen in die Ausführungsqualität und Termintreue stärkt. Eintrittsbarrieren ergeben sich aus streng regulierten Sicherheits- und Qualitätsstandards, anspruchsvollen Präqualifikationsverfahren und hohen Anforderungen an technische Zulassungen und Zertifizierungen. Diese Faktoren erschweren den Markteintritt neuer Wettbewerber in die profitableren Großprojekte. Ein weiterer potenzieller Burggraben liegt im qualifizierten Personalbestand, insbesondere in erfahrenen Ingenieuren, Schweißfachleuten, Bauleitern und Projektmanagern, die in diesem Segment knapp und schwer ersetzbar sind. Darüber hinaus wirkt die spezielle Expertise für wasserstofftaugliche Leitungs- und Anlageninfrastruktur als Differenzierungsmerkmal in einem noch jungen, aber strategisch wichtigen Marktsegment.

Wettbewerbsumfeld

Der Markt für Energieinfrastruktur in Europa ist fragmentiert, zugleich aber durch einige etablierte Spezialisten geprägt. Im Pipeline- und Leitungsbau konkurriert Friedrich Vorwerk mit regionalen und internationalen Rohrleitungsbauern, Tiefbauunternehmen und großen Industrieanlagenbauern. Im Hochspannungs- und Umspannwerkssegment stehen Generalunternehmer, elektrotechnische Ausrüster und Ingenieurgesellschaften im Wettbewerb. Zu den relevanten Wettbewerbern zählen spezialisierte Infrastrukturdienstleister im Bereich Gas- und Stromnetzausbau, Baufirmen mit Energiefokus sowie internationale EPC-Anbieter, die vermehrt auf den europäischen Energiewendemarkt drängen. Der Wettbewerb ist projektbezogen und wird häufig über technische Kompetenz, Referenzen, Termin- und Kostensicherheit sowie die Fähigkeit zur Übernahme komplexer Risikoallokation entschieden. Margendruck kann insbesondere bei Ausschreibungen mit hohem Preisdruck, strikten Strafklauseln und kurzen Ausführungsfristen entstehen. Gleichzeitig profitieren etablierte Anbieter mit nachweislicher Großprojekt-Erfahrung von einer gewissen Konsolidierungstendenz, da Auftraggeber ihre Partnerbasis auf wenige, verlässliche Anbieter konzentrieren.

Management und Strategie

Das Management der Friedrich Vorwerk Group SE ist stark technisch geprägt und besitzt langjährige Erfahrung im Energieinfrastruktur- und Anlagenbau. Die strategische Ausrichtung fokussiert sich auf drei Kernziele: Erstens die Positionierung als Schlüsselpartner für große Netzbetreiber bei der Umsetzung der nationalen und europäischen Netzentwicklungspläne für Gas, Wasserstoff und Strom. Zweitens der gezielte Ausbau des Wasserstoff- und Dekarbonisierungsgeschäfts, sowohl durch Anpassung bestehender Kompetenzen als auch durch technologische Weiterentwicklung und Partnerschaften. Drittens eine strikte Projektselektion mit Fokus auf Risiko-Rendite-Profil, um Überlastung der Kapazitäten, überdimensionale Losgrößen und unverhältnismäßige Vertragsrisiken zu vermeiden. Das Management setzt auf eine robuste Bilanz, konservatives Working-Capital-Management und ein systematisches Risikomanagement im Projektgeschäft. Die Kapitalallokation ist auf kontrolliertes Wachstum, selektive Investitionen in Technologie und Kapazitätserweiterung sowie Stärkung der operativen Resilienz ausgerichtet.

Branchen- und Regionenfokus

Friedrich Vorwerk ist überwiegend in der europäischen Energieinfrastruktur-Branche tätig, mit einem Schwerpunkt auf dem deutschen Markt. Deutschland stellt mit seiner ambitionierten Energie- und Klimapolitik, dem Ausstieg aus Kernenergie und Kohle sowie dem geplanten Hochlauf erneuerbarer Energien und Wasserstoffkapazitäten einen der dynamischsten Märkte für Netzausbau dar. Die relevanten Segmente umfassen den Ausbau der Fernleitungsnetze für Gas und perspektivisch Wasserstoff, die Verstärkung der Übertragungsnetze für Strom, die Integration von Offshore- und Onshore-Windenergie sowie die Anpassung der Netzinfrastruktur an volatile Einspeisung und Lastverschiebung. In ausgewählten Nachbarländern ist das Unternehmen ebenfalls aktiv, insbesondere dort, wo Projekte mit deutscher oder europäischer Förderlogik sowie grenzüberschreitende Pipeline- und Stromtrassen realisiert werden. Die Branche ist stark reguliert und von politischen Rahmenbedingungen, Netzentwicklungsplänen, EU-Richtlinien und nationalen Förderprogrammen abhängig. Zugleich unterliegt sie zyklischen Investitionsphasen, Projektverschiebungen und der Verfügbarkeit öffentlicher Budgets sowie regulatorischen Genehmigungsverfahren.

Unternehmensgeschichte

Die Wurzeln der Friedrich Vorwerk Group reichen mehrere Jahrzehnte zurück und liegen im klassischen Rohrleitungs- und Leitungsbau für Energie- und Versorgungsunternehmen in Deutschland. Aus einem ursprünglich handwerklich geprägten Betrieb entwickelte sich schrittweise ein spezialisierter Infrastrukturdienstleister, der seine Kompetenzen im Tief-, Rohrleitungs- und Anlagenbau kontinuierlich ausbaute. Im Zuge der Liberalisierung der Energiemärkte, der zunehmenden Bedeutung von Großprojekten und der wachsenden regulatorischen Anforderungen professionalisierte das Unternehmen seine Strukturen, investierte in moderne Gerätetechnik und spezialisierte Fachkräfte. In jüngerer Zeit erfolgte die Neuausrichtung als integrierte Energieinfrastrukturgruppe mit Fokus auf die Energiewende, einschließlich einer stärkeren Beteiligung an Projekten für Hochspannungs- und Umspannwerktechnik sowie Wasserstoffinfrastruktur. Der Börsengang in Deutschland markierte einen strategischen Meilenstein zur Finanzierung weiterer Wachstumsschritte, internationalen Positionierung und Professionalisierung von Governance und Berichterstattung. Über Zukäufe, Beteiligungen und organisches Wachstum wurden zusätzliche Kompetenzen in elektrotechnischer Infrastruktur und innovativen Energiewende-Technologien aufgebaut.

Besondere Merkmale und ESG-Aspekte

Als Akteur im Zentrum der Energiewende steht Friedrich Vorwerk naturgemäß in engem Bezug zu Umwelt-, Sozial- und Governance-Themen. Die Projekte des Unternehmens tragen zur Dekarbonisierung und Modernisierung der Energieversorgung bei, zugleich sind Bau- und Leitungsprojekte mit Eingriffen in Landschaft, Böden und Ökosysteme verbunden. Das Unternehmen agiert in einem Umfeld strenger Umweltauflagen, Arbeitssicherheitsnormen und Compliance-Anforderungen und muss diese konsequent einhalten. Besondere Merkmale sind die Ausrichtung auf wasserstofftaugliche Infrastrukturlösungen, die Beteiligung an Pilot- und Referenzprojekten im Bereich Wasserstoffnetze und Sektorkopplung sowie die Fähigkeit, komplexe Genehmigungsanforderungen und Umweltauflagen in die Projektplanung zu integrieren. Im Personalbereich ist die Sicherung und Qualifizierung von Fachkräften ein kritischer Erfolgsfaktor, da der Fachkräftemangel in Bau- und Ingenieurberufen ausgeprägt ist. Governance-seitig unterliegt das Unternehmen den Kapitalmarkt- und Transparenzanforderungen eines börsennotierten Emittenten, inklusive Aufsichts- und Kontrollgremien, Risikoreports und Compliance-Strukturen. Für institutionelle und konservative Anleger sind diese Aspekte insbesondere im Hinblick auf Reputationsrisiken und langfristige Investitionssicherheit bedeutsam.

Chancen für Investoren

Für konservativ orientierte Anleger bieten sich bei der Friedrich Vorwerk Group SE verschiedene strukturelle Chancen. Die zentrale Positionierung im Netzausbau für Gas, Strom und Wasserstoff verknüpft das Geschäftsmodell mit langfristigen Megatrends wie Energiewende, Dekarbonisierung der Industrie und Infrastrukturmodernisierung. Politische Programme auf EU- und nationaler Ebene, Netzentwicklungspläne und Fördermechanismen lassen einen anhaltend hohen Investitionsbedarf in die von Friedrich Vorwerk adressierten Segmente erwarten. Das Unternehmen profitiert potenziell von einer gut gefüllten Projektpipeline, langfristigen Kundenbeziehungen zu Netzbetreibern und Versorgern sowie von steigenden Anforderungen an technische Qualität und Zuverlässigkeit. Die Spezialisierung auf wasserstofftaugliche Leitungs- und Anlageninfrastruktur eröffnet Wachstumsoptionen in einem noch jungen Markt, der durch nationale Wasserstoffstrategien zunehmend konkrete Konturen erhält. Für Investoren ergeben sich daraus Chancen auf eine mittel- bis langfristig wachsende Nachfragebasis und eine gewisse Resilienz gegenüber konjunkturellen Abschwüngen, da ein Teil der Infrastrukturinvestitionen politisch und regulatorisch getrieben ist. Zudem kann die Kombination aus Projektgeschäft und Serviceleistungen zu einer schrittweisen Stabilisierung des Geschäftsprofils beitragen.

Risiken für Investoren

Trotz der attraktiven strukturellen Trends ist ein Investment in Friedrich Vorwerk mit signifikanten Risiken verbunden, die insbesondere konservative Anleger berücksichtigen sollten. Das Projektgeschäft ist inhärent zyklisch und mit hohen Einzelprojekt-Risiken behaftet. Verzögerungen bei Genehmigungen, Lieferkettenstörungen, Preissteigerungen bei Material und Personal, Vertragsstrafen oder technische Probleme können Projektmargen erheblich belasten. Eine hohe Abhängigkeit von wenigen großen Auftraggebern, insbesondere Netzbetreibern und öffentlichen Institutionen, birgt Konzentrationsrisiken und erhöht die Sensitivität gegenüber Ausschreibungszyklen und regulatorischen Entscheidungen. Politische Veränderungen, Anpassungen von Förderregimen oder Prioritätenverschiebungen in der Energiepolitik können Investitionspläne verzögern oder neu gewichten. Der Fachkräftemangel stellt ein zentrales operatives Risiko dar, da knappe Kapazitäten zu Projektengpässen, Kostensteigerungen und Qualitätsrisiken führen können. Zudem konkurriert das Unternehmen mit kapitalstarken internationalen EPC-Anbietern, die in Phasen intensiven Wettbewerbsdrucks Margen weiter unter Druck setzen können. Für Anleger resultiert daraus ein Profil mit potenziell attraktiven strukturellen Wachstumstreibern, aber auch erheblichen operativen, regulatorischen und projektspezifischen Unsicherheiten. Eine sorgfältige Beobachtung der Projektqualität, der Risikosteuerung und der politischen Rahmenbedingungen bleibt daher essenziell, ohne dass daraus eine Anlageempfehlung abgeleitet werden kann.
Hinweis

Stammdaten

Marktkapitalisierung 1,62 Mrd. €
Aktienanzahl 20,00 Mio.
Streubesitz 16,25%
Währung EUR
Land Deutschland
Sektor Industrie
Branche Bau- u. Ingenieurswesen
Aktientyp Stammaktie

Aktionärsstruktur

+83,75% Weitere
+16,25% Streubesitz

Community-Beiträge zu Friedrich Vorwerk Group SE

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Zusammengefasst - darüber diskutiert aktuell die Community

  • Die Beiträge beschreiben die Vorwerk-Aktie als Teil eines seit Anfang 2024 laufenden starken Aufwärtstrends mit teils hohen Kursgewinnen und deutlich erhöhten Handelsvolumina, wobei Kurse in den Beiträgen zwischen rund 80 € und über 100 € genannt werden.
  • Als Haupttreiber werden starke Q3‑Zahlen, eine nochmals angehobene Jahresprognose, volles Auftragsbuch sowie Großprojekte (Rohrleitungen, Wasserstoff/CO2‑Netze) und positive Analysten- sowie CFO‑Kommentare genannt, zudem wird auf erwartete Cash‑ und Kapazitätsverbesserungen hingewiesen.
  • Dem stehen kritische Punkte gegenüber wie Short‑Angriffe (u. a. Jefferies mit niedrigerem Kursziel), Unsicherheiten in einzelnen Geschäftsbereichen (AE/AB), Fragen zu institutionellen Käufern (z. B. DWS) und die übliche Volatilität, wobei die Forenteilnehmer insgesamt überwiegend optimistisch und häufig (wieder) investiert sind.
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Juliette
Bin wieder voll investiert


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AngelaF.
Hammer-Prognoseerhöhung!
https://www.ariva.de/aktien/friedrich-vorwerk-group-se-aktie/news/eqs-adhoc-friedrich-vorwerk-waechst-im-ersten-halbjahr-um-56-11700869
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Campari Orange
Langsam scheinen sich auch wieder größere
Adressen für FW zu interessieren. DWS Investment 3,17 % / Erreichen der Meldegrenze 14. Mei 2025 Schlusskurs heute auf Xetra: 56,60 € (- 4,87 %)
EQS-PVR: Friedrich Vorwerk Group SE: Release according to Article 40, Section 1 of the WpHG [the German Securities Trading Act] with the objective of Europe-wide distribution - 20.05.25 - News - ARIVA.DE
Nachricht: EQS-PVR: Friedrich Vorwerk Group SE: Release according to Article 40, Section 1 of the WpHG [the German Securities Trading Act] with the objective of Europe-wide distribution - 20.05.25 - News
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cat235
Teilgewinnmitnahmen
Habe mal bei einer gutlaufenden Aktie bei 100% Meinen Einsatz rausgenommenen, diese Aktie ist jetzt bei 1000% im Plus , ja wie macht man es richtig ? Allen viel Glück
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HamBurch
Menschenskind
Hatte gerade den aktuellen Kurs gesucht und ihn erst gefunden nachdem ich meinen Kopf in den Nacken gelegt habe...:))) Das Tempo ist schon extrem dynamisch...laufen da im Hintergrund evtl. Gespräche zwischen MBB und der EnBW ?? Aber vermutlich höre ich jetzt gerade einfach nur das Gras wachsen...
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Juliette
Zahlen und Ausblick
Die bombastischen Zahlen 2024 wurden bestätigt und zum Rekordauftragsbestand will man im Mittel beim Umsatz ca. 12 % wachsen bei leicht erhöhter EBITDA-Marge: https://www.eqs-news.com/de/news/corporate/friedrich-vorwerk-bestaetigt-finanzzahlen-fuer-das-geschaeftsjahr-2024-schlaegt-dividende-in-hoehe-von-030-e-je-aktie-vor-und-plant-fuer-2025-eine-fortsetzung-des-wachstumskurses/79d2cb7c-c100-4192-b196-34c5a642e8d7_de
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Kleinaktionaer0815
Schakal
Mit einem kurzfristigen Rücksetzer habe ich kein Problem. Die Rahmenbedingungen für FV könnten kaum besser sein. Wenn das Management keine gravierenden Fehler macht, kann man sich von Quartal zu Quartal über steigende Gewinne freuen. Sollte nun auch noch ein lukrativer Zukauf dazukommen, wie cat235 #1021 erwartet, wird es weiter Auftrieb geben. Ich schätze der Umsatz kann in den nächsten 3 Jahren um jeweils 15 % pro Jahr auf ca. 750 Mio.€ gesteigert werden und die EBITDA-Marge auf 20 %. Somit wäre ein Ergebnis je Aktie nach Steuern im Bereich von 4-5 € je Aktie durchaus denkbar. Bei einem realistischen KGV von 20 wären dann Kurse im Bereich 80-100 € möglich. Garantien gibt es natürlich keine , aber ich werde weiter an der Aktie festhalten.
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HamBurch
Die Sitzung der Fraktionsspitzen ist vorbei!
Ein erstes Detail: Es soll 100 Milliarden Euro für den Klimaschutz-Fonds KTF geben, erfuhr BILD. Bisher hatten Union und SPD 50 Milliarden Euro geboten... Das freut nicht nur FV-Aktionäre. ;)
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Nicolas95
Letzte Meldung November
Ich zitiere aus der Meldung von November..... Während der Auftragseingang von 184,2 Mio. EUR nach neun Monaten aufgrund der Verschiebung von Projektvergaben um 9,9 % unter Vorjahr lag, erhöhte sich der Auftragsbestand zum 30. September 2021 um 5,0 % auf 281,8 Mio. EUR. Trotz der temporären Verschiebung von Vergaben in den letzten Monaten zeichnet sich zuletzt jedoch wieder eine erhöhte Vergabeaktivität insbesondere im Bereich der Fernwärme ab. So planen die Städte Hamburg, Bremen und Berlin auf dem Weg zur Klimaneutralität innerhalb der nächsten Jahre, weite Teile ihres Fernwärmenetzes und ihrer Energieinfrastruktur auf die Anforderungen der Energiewende auszurichten. Also bald auch eine Meldung aus Berlin? In den Vergabe Portalen finden sich schon diverse Aufträge aus Berlin
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cat235
Großauftrag
Großauftrag auf Großauftrag folgt und der Kurs immer noch ca 40% unter Ausgabekurs . Wenn irgend eine H2 Klitsche mit Milliarden Börsen Wert einen Auftrag in dieser Höhe bekommen würde der Kurs würde explodieren. Das sind immerhin 120 Millionen so ca 1 Fünftel des Börsenwertes von FV .
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Campari Orange
weiter Großauftrag für Vorwerk!
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Nicolas95
Großauftrag Hamburg Fernwärme
http://mobile.dgap.de/dgap/News/corporate/friedrich-vorwerk-gewinnt-auftrag-fuer-hamburger-fernwaermeleitung-ueber-mio/?newsID=1508707
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Häufig gestellte Fragen zur Friedrich Vorwerk Group Aktie und zum Friedrich Vorwerk Group Kurs

Der aktuelle Kurs der Friedrich Vorwerk Group Aktie liegt bei 77,70 €.

Für 1.000€ kann man sich 12,87 Friedrich Vorwerk Group Aktien kaufen.

Das Tickersymbol der Friedrich Vorwerk Group Aktie lautet FDVWF.

Die 1 Monats-Performance der Friedrich Vorwerk Group Aktie beträgt aktuell -7,27%.

Die 1 Jahres-Performance der Friedrich Vorwerk Group Aktie beträgt aktuell 118,88%.

Der Aktienkurs der Friedrich Vorwerk Group Aktie liegt aktuell bei 77,70 EUR. In den letzten 30 Tagen hat die Aktie eine Performance von -7,27% erzielt.
Auf 3 Monate gesehen weist die Aktie von Friedrich Vorwerk Group eine Wertentwicklung von -10,11% aus und über 6 Monate sind es -7,72%.

Das 52-Wochen-Hoch der Friedrich Vorwerk Group Aktie liegt bei 109,00 €.

Das 52-Wochen-Tief der Friedrich Vorwerk Group Aktie liegt bei 31,20 €.

Das Allzeithoch von Friedrich Vorwerk Group liegt bei 109,00 €.

Das Allzeittief von Friedrich Vorwerk Group liegt bei 8,92 €.

Die Volatilität der Friedrich Vorwerk Group Aktie liegt derzeit bei 51,31%. Diese Kennzahl zeigt, wie stark der Kurs von Friedrich Vorwerk Group in letzter Zeit schwankte.

Das aktuelle durchschnittliche Kursziel liegt bei 105,00 €. Verglichen mit dem aktuellen Kurs bedeutet dies einen Unterschied von +36,36%.

Die aktuelle durchschnittliche Prognose von Analysten liegt bei 105,00 €. Verglichen mit dem aktuellen Kurs bedeutet dies einen Unterschied von +36,36%.

Analysten haben ein Kursziel für 2027 abgegeben. Das durchschnittliche Friedrich Vorwerk Group Kursziel beträgt 105,00 €. Das ist +36,36% höher als der aktuelle Aktienkurs. Die Analysten empfehlen Friedrich Vorwerk Group 1 x zum Kauf, 0 x zum Halten und 0 x zum Verkauf.

Analysten haben ein Kursziel 2027 abgegeben. Das durchschnittliche Friedrich Vorwerk Group Kursziel beträgt 105,00 €. Das ist +36,36% höher als der aktuelle Aktienkurs. Die Analysten empfehlen Friedrich Vorwerk Group 1 x zum Kauf, 0 x zum Halten und 0 x zum Verkauf.

Analysten haben ein Kursziel für 2027 abgegeben. Laut Analysten liegt das durchschnittliche Kursziel bei 105,00 €. Verglichen mit dem aktuellen Kurs bedeutet dies ein Kurspotenzial von +36,36%.

Laut aktuellen Analystenschätzungen liegt das durchschnittliche Kursziel für die Friedrich Vorwerk Group Aktie bei 105,00 €. Viele Analysten sehen damit Potenzial nach oben bei der Friedrich Vorwerk Group Aktie.

Die Marktkapitalisierung beträgt 1,62 Mrd. €

Insgesamt sind 20,0 Mio Friedrich Vorwerk Group Aktien im Umlauf.

Laut money:care Nachhaltigkeitsscore liegt die Nachhaltigkeit von Friedrich Vorwerk Group bei 21%. Erfahre hier mehr

Friedrich Vorwerk Group hat seinen Hauptsitz in Deutschland.

Friedrich Vorwerk Group gehört zum Sektor Bau- u. Ingenieurswesen.

Das KGV der Friedrich Vorwerk Group Aktie beträgt 15.

Der Jahresumsatz des Geschäftsjahres 2024 von Friedrich Vorwerk Group betrug 498.353.000 €.

Laut Daten gab es in den letzten 3 Monaten Insidertransaktionen, die Hinweise auf die Stimmung innerhalb von Friedrich Vorwerk Group geben. Dabei gab es 2 Verkäufe der Friedrich Vorwerk Group Aktie und keine Käufe der Friedrich Vorwerk Group Aktie.

Ja, Friedrich Vorwerk Group zahlt Dividenden. Zuletzt wurde am 03.06.2025 eine Dividende in Höhe von 0,30 € gezahlt.

Zuletzt hat Friedrich Vorwerk Group am 03.06.2025 eine Dividende in Höhe von 0,30 € gezahlt.
Dies entspricht einer Dividendenrendite von 0,39%. Die Dividende wird jährlich gezahlt.

Die letzte Dividende von Friedrich Vorwerk Group wurde am 03.06.2025 in Höhe von 0,30 € je Aktie ausgeschüttet.
Das ergibt, basierend auf dem aktuellen Kurs, eine Dividendenrendite von 0,39%.

Die Dividende wird jährlich gezahlt.

Der letzte Zahltag der Dividende war am 03.06.2025. Es wurde eine Dividende in Höhe von 0,30 € gezahlt.

Um eine Dividende ausgezahlt zu bekommen, muss man die Aktie am Ex-Tag (Ex-Date) im Depot haben.