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Fortec Elektronik Aktie

Aktie
13,45 €
+0,3 €
+2,28%
19.01.26
Depot/Watchlist
Marktkapitalisierung *
35,75 Mio. €
Streubesitz
66,62%
KGV
39,63
Dividende
0,85 €
Dividendenrendite
6,64%
Fortec Elektronik Aktie Chart

Unternehmensbeschreibung

Fortec Elektronik AG ist ein deutscher Spezialist für industrielle Elektronik mit Fokussierung auf Display-, Embedded- und Stromversorgungslösungen. Das Unternehmen agiert als kombinierter Value-Added-Distributor und Systemanbieter und adressiert vorrangig professionelle Anwendungen in Industrie, Medizintechnik, Transport, Automation und digitaler Signage. Durch die Verbindung von Handel, technischer Beratung, Eigenentwicklungen und kundenspezifischer Systemintegration positioniert sich Fortec im Segment hochwertiger Nischenlösungen des Elektronikmarktes. Die Gesellschaft ist im regulierten Markt gelistet und unterliegt damit erhöhten Transparenz- und Governance-Anforderungen, was für institutionelle und konservative Privatanleger relevant ist.

Geschäftsmodell und Wertschöpfung

Das Geschäftsmodell von Fortec Elektronik basiert auf einer vertikal gegliederten Elektronik-Wertschöpfungskette. Im Kern kombiniert das Unternehmen drei Leistungsstufen: Erstens den spezialisierten Elektronik-Distribution-Handel mit Displays, Embedded-Computing-Modulen und Stromversorgungen internationaler Hersteller. Zweitens die technische Beratung, Auswahl, Qualifikation und Anpassung dieser Komponenten an applikationsspezifische Anforderungen der Kunden. Drittens die Entwicklung, Konfiguration und Fertigung kundenspezifischer Systemlösungen, von maßgeschneiderten Netzteilen bis hin zu kompletten Panel- und HMI-Systemen. Fortec fungiert damit als Bindeglied zwischen globalen Komponentenherstellern und europäischen OEM-Kunden. Die Erlösstruktur fußt auf margenstärkeren, individualisierten Systemlösungen und langfristigen Kundenbeziehungen, ergänzt um standardisierte Distributionsumsätze. Der Fokus liegt auf Anwendungen mit hohen Anforderungen an Zuverlässigkeit, Langzeitverfügbarkeit und technische Unterstützung.

Mission und strategische Ausrichtung

Die Mission von Fortec Elektronik lässt sich als Bereitstellung zuverlässiger, anwendungsnaher Elektroniklösungen für industrielle und professionelle Umgebungen beschreiben. Im Mittelpunkt stehen Betriebssicherheit, technische Exzellenz und langfristige Versorgungssicherheit. Die Unternehmensstrategie zielt darauf, die Rolle als Systempartner für Display-, Embedded- und Power-Lösungen in Europa auszubauen. Schwerpunkte sind die Vertiefung der Systemintegration, der Ausbau eigener Engineering- und Entwicklungskompetenzen sowie selektive Akquisitionen, um Technologie- und Marktportfolios zu verbreitern. Nachhaltige Kundenbeziehungen, Qualitätsorientierung und strikte Fokussierung auf profitable Nischenmärkte haben Vorrang vor aggressivem Volumenwachstum. Fortec positioniert sich damit bewusst als Anbieter mit industrieller Langfristperspektive statt als kurzfristig wachstumsgetriebener Elektronikdistributor.

Produkte, Lösungen und Dienstleistungen

Das Leistungsangebot von Fortec Elektronik deckt zentrale Bausteine industrieller Elektroniksysteme ab. Im Bereich Display Solutions umfasst das Portfolio industrielle TFT-Displays, Touch-Lösungen, HMI-Module, Panel-PCs sowie kundenspezifische Monitorlösungen für anspruchsvolle Umgebungen. Im Segment Embedded Systems bietet Fortec Single-Board-Computer, System-on-Modules, Box-PCs und komplette Embedded-Plattformen für Steuerungs-, Visualisierungs- und Kommunikationsaufgaben. Im Bereich Power Supplies werden AC/DC-Netzteile, DC/DC-Wandler, USV-Lösungen, Batteriemanagement und maßgeschneiderte Stromversorgungssysteme für industrielle, medizinische und transportbezogene Anwendungen bereitgestellt. Hinzu kommen umfangreiche Dienstleistungen entlang des Projektzyklus, darunter technische Beratung, Design-In-Unterstützung, Life-Cycle-Management, Obsoleszenzmanagement, Zertifizierungsbegleitung und After-Sales-Support. Fortec verfolgt dabei einen lösungsorientierten Ansatz: Komponenten, Subsysteme und Komplettgeräte werden zu applikationsspezifischen Systemlösungen kombiniert.

Business Units und organisatorische Struktur

Fortec Elektronik ist als Holding mit spezialisierten operativen Einheiten organisiert. Über Tochtergesellschaften in Deutschland und weiteren europäischen Ländern werden die Geschäftsbereiche Display-Technologie, Embedded-Computing und Stromversorgungslösungen abgebildet. Typischerweise gliedert sich die Gruppe in Business Units für Display Solutions, Embedded Systems und Power Supplies, die jeweils eigenständige Produktportfolios, Lieferantenbeziehungen und Entwicklungsressourcen verantworten. Ergänzend existieren zentrale Funktionen für Einkauf, Logistik, Qualitätssicherung und Finanzen. Diese Struktur ermöglicht eine fokussierte Marktbearbeitung in technologisch klar abgegrenzten Segmenten bei gleichzeitiger Nutzung von Synergien auf Gruppenebene, etwa im Supply-Chain-Management und im internationalen Vertrieb.

Alleinstellungsmerkmale und Burggräben

Die Alleinstellungsmerkmale von Fortec Elektronik liegen in der Kombination aus tiefem anwendungsspezifischem Know-how und einem breiten, technologisch diversifizierten Produktportfolio. Als Value-Added-Distributor mit eigener Entwicklung kann das Unternehmen Standardkomponenten in kundenspezifische, zertifizierte Gesamtlösungen überführen. Der Burggraben speist sich aus mehreren Faktoren:
  • Langjährige, oft exklusive Partnerschaften mit internationalen Komponentenherstellern
  • Hohe technische Beratungskompetenz und Design-In-Erfahrung in regulierten Anwendungen
  • Fokus auf Langzeitverfügbarkeit, Obsoleszenzmanagement und stabile Lieferketten
  • Hohe Wechselkosten für Kunden aufgrund spezifischer Systemintegration und Qualifizierung
  • Reputations- und Qualitätsvorsprung in Nischenmärkten mit strengen Zulassungsanforderungen
Diese Struktur erschwert Nachahmung durch rein preisorientierte Händler und bietet Schutz gegenüber kurzfristigen Margendruckphasen im Standarddistributionsgeschäft.

Wettbewerbsumfeld

Fortec Elektronik agiert in einem fragmentierten Wettbewerbsumfeld aus internationalen Broadline-Distributoren, spezialisierten Nischenanbietern und OEM-Systemhäusern. Auf der Distributionsseite konkurriert das Unternehmen mit globalen Elektronikdistributoren, die jedoch häufig stärker volumen- und weniger lösungsorientiert arbeiten. Im Bereich Industrie-Displays und Embedded-Computing trifft Fortec auf spezialisierte Systemintegratoren und Hersteller, die entweder vertikal integrierte Komplettlösungen oder dedizierte Subsysteme anbieten. Im Stromversorgungssegment stehen neben großen internationalen Power-Supply-Herstellern regionale Spezialisten mit eigenem Entwicklungsfokus. Fortecs Wettbewerbsvorteil besteht in der Verzahnung dieser Segmente und der Möglichkeit, aus einer Hand abgestimmte Gesamtlösungen zu liefern. Der Markt bleibt dennoch stark wettbewerbsintensiv, insbesondere bei Standardkomponenten und preissensitiven Anwendungen.

Management, Governance und Strategieumsetzung

Das Management von Fortec Elektronik wird von einem Vorstand geführt, der für operative Steuerung und strategische Weiterentwicklung verantwortlich ist. Der Aufsichtsrat übernimmt die Überwachung der Geschäftsführung und die Wahrung der Aktionärsinteressen. Die Unternehmensführung verfolgt eine Strategie der kontrollierten, profitabilitätsorientierten Expansion, in der organisches Wachstum durch selektive Akquisitionen flankiert wird. Zentrale Managementprioritäten sind die Stärkung der Systemanbieter-Rolle, der Ausbau der Engineering-Kompetenzen, die Optimierung von Supply-Chain-Prozessen sowie eine solide Bilanz- und Liquiditätspolitik. Aus Sicht eines konservativen Anlegers sind Corporate-Governance-Strukturen, Transparenzanforderungen des regulierten Marktes und eine tendenziell vorsichtige Finanzierungsstrategie relevante Stabilitätsfaktoren, auch wenn die Unternehmensgröße inhärente Klumpenrisiken mit sich bringt.

Branche, Märkte und regionale Präsenz

Fortec Elektronik ist in der Elektronikindustrie mit Fokus auf industrielle und professionelle Anwendungen tätig. Der Markt für industrielle Displays, Embedded-Computing und Stromversorgungslösungen profitiert strukturell von Digitalisierung, Automatisierung, Internet of Things und steigenden Anforderungen an Energieeffizienz und Betriebssicherheit. Zugleich ist die Branche zyklisch geprägt und reagiert sensibel auf Investitionszyklen im Maschinenbau, in der Medizintechnik, der Verkehrstechnik und der industriellen Automation. Regional ist Fortec vor allem im deutschsprachigen Raum und weiteren europäischen Märkten aktiv. Die Kundenbasis umfasst mittelständische Industrieunternehmen ebenso wie größere OEMs und Systemanbieter. Diese regionale Fokussierung kombiniert einen hohen Qualitäts- und Serviceanspruch mit einer gewissen Abhängigkeit von der konjunkturellen Entwicklung in Zentraleuropa.

Unternehmensgeschichte und Entwicklung

Fortec Elektronik wurde in Deutschland als Spezialdistributor für elektronische Komponenten gegründet und hat sich im Laufe der Jahrzehnte von einem reinen Handelshaus zu einem technologieorientierten Systemanbieter entwickelt. Mit der schrittweisen Erweiterung des Produktportfolios um industrielle Displays, Stromversorgungslösungen und Embedded-Computing hat das Unternehmen sein Geschäftsmodell kontinuierlich in Richtung höherwertiger, beratungsintensiver Lösungen verschoben. Akquisitionen spezialisierter Gesellschaften und die Integration deren Kompetenzen spielten dabei eine zentrale Rolle. Die Börsennotierung diente der Finanzierung der Expansion und erhöhte gleichzeitig die Sichtbarkeit bei Kunden und Lieferanten. Über die Zeit hat sich Fortec im Segment industrieller Elektroniklösungen als etablierter Nischenanbieter positioniert, der von den langfristigen Trends zu Digitalisierung und Vernetzung industrieller Systeme profitieren will.

Besonderheiten und strategische Positionierung

Eine Besonderheit von Fortec Elektronik liegt in der klaren Fokussierung auf professionelle und industrielle Anwendungen, die hohe Anforderungen an Qualität, Langzeitverfügbarkeit und Service stellen. Das Unternehmen bedient überwiegend Applikationen mit längeren Produktlebenszyklen, in denen technologische Kontinuität und Kompatibilität wichtiger sind als kurzfristige Kostenoptimierung. Die Rolle als Schnittstelle zwischen asiatischen und amerikanischen Technologieanbietern einerseits und europäischen OEMs andererseits schafft eine besondere Position in den Lieferketten. Darüber hinaus setzt Fortec auf eine diversifizierte Branchenabdeckung, um zyklische Einbrüche in einzelnen Segmenten zu glätten. Die Kombination aus Distribution, Entwicklung, Systemintegration und Service führt zu einer relativ hohen Wertschöpfungstiefe für ein Unternehmen dieser Größenordnung.

Chancen und Risiken für konservative Anleger

Aus Sicht eines konservativen Anlegers ergeben sich sowohl strukturelle Chancen als auch substanzielle Risiken. Zu den Chancen zählen:
  • Partizipation an langfristigen Megatrends wie Industrie 4.0, Automatisierung und Medizintechnik
  • Stärkung der Position als Systemanbieter mit höherer Wertschöpfung und tendenziell stabileren Margen
  • Potenzial aus selektiven Akquisitionen, die Technologie- und Kundenportfolios verbreitern
  • Nutzen der regulatorischen und qualitätsbezogenen Eintrittsbarrieren in anspruchsvollen Nischenmärkten
Dem stehen verschiedene Risikofaktoren gegenüber:
  • Zyklische Abhängigkeit von Investitionsgüterbranchen und damit erhöhte Konjunktursensitivität
  • Intensiver Wettbewerb im Distributions- und Systemgeschäft mit potenziellem Margendruck
  • Abhängigkeit von Schlüsselzulieferern, insbesondere in Asien, sowie Risiken in globalen Lieferketten
  • Technologische Disruptionen und verkürzte Innovationszyklen, die kontinuierliche Investitionen in Know-how erfordern
  • Unternehmensgrößenbedingte Klumpenrisiken bei größeren Einzelkunden oder -projekten
Für risikobewusste Anleger ist Fortec Elektronik damit vor allem als spezialisierter Nischenwert in einem zyklischen, technologiegetriebenen Umfeld zu betrachten. Eine Investitionsentscheidung sollte die spezifische Risikotoleranz, die technologische Affinität und die Bereitschaft zur Auseinandersetzung mit einem mittelgroßen Spezialwert berücksichtigen, ohne daraus eine pauschale Handlungsempfehlung abzuleiten.

Realtime-Kursdaten

Geld/Brief 13,25 € / 13,50 €
Spread +1,89%
Schluss Vortag 13,15 €
Gehandelte Stücke 1.656
Tagesvolumen Vortag 24.004,2 €
Tagestief 13,05 €
Tageshoch 13,45 €
52W-Tief 9,40 €
52W-Hoch 20,00 €
Jahrestief 10,40 €
Jahreshoch 13,45 €

News

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Fundamentale Kennzahlen (2025)

Umsatz in Mio. 79,72 €
Operatives Ergebnis (EBIT) in Mio. 1,86 €
Jahresüberschuss in Mio. 1,35 €
Umsatz je Aktie 24,53 €
Gewinn je Aktie 0,41 €
Gewinnrendite +2,40%
Umsatzrendite +1,69%
Return on Investment +1,84%
Marktkapitalisierung in Mio. 52,82 €
KGV (Kurs/Gewinn) 39,63
KBV (Kurs/Buchwert) 0,94
KUV (Kurs/Umsatz) 0,66
Eigenkapitalrendite +2,40%
Eigenkapitalquote +76,60%

Dividenden Kennzahlen

Auszahlungen/Jahr 1
Stabilität der Dividende 0,95 (max 1,00)
Jährlicher 8,53% (5 Jahre)
Dividendenzuwachs 5,9% (10 Jahre)
Ausschüttungs- 173,6% (auf den Gewinn/FFO)
quote 239,6% (auf den Free Cash Flow)
Erwartete Dividendensteigerung -52,94%

Dividenden Historie

Datum Dividende
14.02.2025 0,85 €
08.02.2024 0,85 €
16.02.2023 0,70 €
25.02.2022 0,60 €
12.02.2021 0,60 €
07.02.2020 0,70 €
15.02.2019 0,60 €
16.02.2018 0,60 €
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Termine

11.02.2026 Hauptversammlung
Quelle: EQS

Prognose & Kursziel

Keine aktuellen Prognosen oder Kursziele bekannt.

Übersicht Handelsplätze

Handelsplatz
Letzter
Änderung
Vortag
Zeit
Düsseldorf 13,20 € +1,54%
13,00 € 19.01.26
Frankfurt 13,70 € +9,16%
12,55 € 19.01.26
Hamburg 13,00 € +3,59%
12,55 € 19.01.26
München 12,90 € +1,57%
12,70 € 19.01.26
Stuttgart 13,25 € +1,53%
13,05 € 19.01.26
Xetra 13,65 € +5,41%
12,95 € 19.01.26
L&S RT 13,375 € +2,69%
13,025 € 19.01.26
Tradegate 13,45 € +2,28%
13,15 € 19.01.26
Quotrix 13,05 € +5,24%
12,40 € 16.01.26
Gettex 13,55 € +4,63%
12,95 € 19.01.26
Weitere Börsenplätze

Historische Kurse

Datum
Kurs
Volumen
19.01.26 13,40 8.090
16.01.26 13,15 24.004
15.01.26 12,75 21.735
14.01.26 12,40 38.084
13.01.26 12,70 35.277
12.01.26 12,15 26.858
Weitere Historische Kurse

Performance

Zeitraum Kurs %
1 Woche 12,15 € +10,29%
1 Monat 11,00 € +21,82%
6 Monate 14,85 € -9,76%
1 Jahr 19,60 € -31,63%
5 Jahre 17,80 € -24,72%

Unternehmensprofil Fortec Elektronik AG

Fortec Elektronik AG ist ein deutscher Spezialist für industrielle Elektronik mit Fokussierung auf Display-, Embedded- und Stromversorgungslösungen. Das Unternehmen agiert als kombinierter Value-Added-Distributor und Systemanbieter und adressiert vorrangig professionelle Anwendungen in Industrie, Medizintechnik, Transport, Automation und digitaler Signage. Durch die Verbindung von Handel, technischer Beratung, Eigenentwicklungen und kundenspezifischer Systemintegration positioniert sich Fortec im Segment hochwertiger Nischenlösungen des Elektronikmarktes. Die Gesellschaft ist im regulierten Markt gelistet und unterliegt damit erhöhten Transparenz- und Governance-Anforderungen, was für institutionelle und konservative Privatanleger relevant ist.

Geschäftsmodell und Wertschöpfung

Das Geschäftsmodell von Fortec Elektronik basiert auf einer vertikal gegliederten Elektronik-Wertschöpfungskette. Im Kern kombiniert das Unternehmen drei Leistungsstufen: Erstens den spezialisierten Elektronik-Distribution-Handel mit Displays, Embedded-Computing-Modulen und Stromversorgungen internationaler Hersteller. Zweitens die technische Beratung, Auswahl, Qualifikation und Anpassung dieser Komponenten an applikationsspezifische Anforderungen der Kunden. Drittens die Entwicklung, Konfiguration und Fertigung kundenspezifischer Systemlösungen, von maßgeschneiderten Netzteilen bis hin zu kompletten Panel- und HMI-Systemen. Fortec fungiert damit als Bindeglied zwischen globalen Komponentenherstellern und europäischen OEM-Kunden. Die Erlösstruktur fußt auf margenstärkeren, individualisierten Systemlösungen und langfristigen Kundenbeziehungen, ergänzt um standardisierte Distributionsumsätze. Der Fokus liegt auf Anwendungen mit hohen Anforderungen an Zuverlässigkeit, Langzeitverfügbarkeit und technische Unterstützung.

Mission und strategische Ausrichtung

Die Mission von Fortec Elektronik lässt sich als Bereitstellung zuverlässiger, anwendungsnaher Elektroniklösungen für industrielle und professionelle Umgebungen beschreiben. Im Mittelpunkt stehen Betriebssicherheit, technische Exzellenz und langfristige Versorgungssicherheit. Die Unternehmensstrategie zielt darauf, die Rolle als Systempartner für Display-, Embedded- und Power-Lösungen in Europa auszubauen. Schwerpunkte sind die Vertiefung der Systemintegration, der Ausbau eigener Engineering- und Entwicklungskompetenzen sowie selektive Akquisitionen, um Technologie- und Marktportfolios zu verbreitern. Nachhaltige Kundenbeziehungen, Qualitätsorientierung und strikte Fokussierung auf profitable Nischenmärkte haben Vorrang vor aggressivem Volumenwachstum. Fortec positioniert sich damit bewusst als Anbieter mit industrieller Langfristperspektive statt als kurzfristig wachstumsgetriebener Elektronikdistributor.

Produkte, Lösungen und Dienstleistungen

Das Leistungsangebot von Fortec Elektronik deckt zentrale Bausteine industrieller Elektroniksysteme ab. Im Bereich Display Solutions umfasst das Portfolio industrielle TFT-Displays, Touch-Lösungen, HMI-Module, Panel-PCs sowie kundenspezifische Monitorlösungen für anspruchsvolle Umgebungen. Im Segment Embedded Systems bietet Fortec Single-Board-Computer, System-on-Modules, Box-PCs und komplette Embedded-Plattformen für Steuerungs-, Visualisierungs- und Kommunikationsaufgaben. Im Bereich Power Supplies werden AC/DC-Netzteile, DC/DC-Wandler, USV-Lösungen, Batteriemanagement und maßgeschneiderte Stromversorgungssysteme für industrielle, medizinische und transportbezogene Anwendungen bereitgestellt. Hinzu kommen umfangreiche Dienstleistungen entlang des Projektzyklus, darunter technische Beratung, Design-In-Unterstützung, Life-Cycle-Management, Obsoleszenzmanagement, Zertifizierungsbegleitung und After-Sales-Support. Fortec verfolgt dabei einen lösungsorientierten Ansatz: Komponenten, Subsysteme und Komplettgeräte werden zu applikationsspezifischen Systemlösungen kombiniert.

Business Units und organisatorische Struktur

Fortec Elektronik ist als Holding mit spezialisierten operativen Einheiten organisiert. Über Tochtergesellschaften in Deutschland und weiteren europäischen Ländern werden die Geschäftsbereiche Display-Technologie, Embedded-Computing und Stromversorgungslösungen abgebildet. Typischerweise gliedert sich die Gruppe in Business Units für Display Solutions, Embedded Systems und Power Supplies, die jeweils eigenständige Produktportfolios, Lieferantenbeziehungen und Entwicklungsressourcen verantworten. Ergänzend existieren zentrale Funktionen für Einkauf, Logistik, Qualitätssicherung und Finanzen. Diese Struktur ermöglicht eine fokussierte Marktbearbeitung in technologisch klar abgegrenzten Segmenten bei gleichzeitiger Nutzung von Synergien auf Gruppenebene, etwa im Supply-Chain-Management und im internationalen Vertrieb.

Alleinstellungsmerkmale und Burggräben

Die Alleinstellungsmerkmale von Fortec Elektronik liegen in der Kombination aus tiefem anwendungsspezifischem Know-how und einem breiten, technologisch diversifizierten Produktportfolio. Als Value-Added-Distributor mit eigener Entwicklung kann das Unternehmen Standardkomponenten in kundenspezifische, zertifizierte Gesamtlösungen überführen. Der Burggraben speist sich aus mehreren Faktoren:
  • Langjährige, oft exklusive Partnerschaften mit internationalen Komponentenherstellern
  • Hohe technische Beratungskompetenz und Design-In-Erfahrung in regulierten Anwendungen
  • Fokus auf Langzeitverfügbarkeit, Obsoleszenzmanagement und stabile Lieferketten
  • Hohe Wechselkosten für Kunden aufgrund spezifischer Systemintegration und Qualifizierung
  • Reputations- und Qualitätsvorsprung in Nischenmärkten mit strengen Zulassungsanforderungen
Diese Struktur erschwert Nachahmung durch rein preisorientierte Händler und bietet Schutz gegenüber kurzfristigen Margendruckphasen im Standarddistributionsgeschäft.

Wettbewerbsumfeld

Fortec Elektronik agiert in einem fragmentierten Wettbewerbsumfeld aus internationalen Broadline-Distributoren, spezialisierten Nischenanbietern und OEM-Systemhäusern. Auf der Distributionsseite konkurriert das Unternehmen mit globalen Elektronikdistributoren, die jedoch häufig stärker volumen- und weniger lösungsorientiert arbeiten. Im Bereich Industrie-Displays und Embedded-Computing trifft Fortec auf spezialisierte Systemintegratoren und Hersteller, die entweder vertikal integrierte Komplettlösungen oder dedizierte Subsysteme anbieten. Im Stromversorgungssegment stehen neben großen internationalen Power-Supply-Herstellern regionale Spezialisten mit eigenem Entwicklungsfokus. Fortecs Wettbewerbsvorteil besteht in der Verzahnung dieser Segmente und der Möglichkeit, aus einer Hand abgestimmte Gesamtlösungen zu liefern. Der Markt bleibt dennoch stark wettbewerbsintensiv, insbesondere bei Standardkomponenten und preissensitiven Anwendungen.

Management, Governance und Strategieumsetzung

Das Management von Fortec Elektronik wird von einem Vorstand geführt, der für operative Steuerung und strategische Weiterentwicklung verantwortlich ist. Der Aufsichtsrat übernimmt die Überwachung der Geschäftsführung und die Wahrung der Aktionärsinteressen. Die Unternehmensführung verfolgt eine Strategie der kontrollierten, profitabilitätsorientierten Expansion, in der organisches Wachstum durch selektive Akquisitionen flankiert wird. Zentrale Managementprioritäten sind die Stärkung der Systemanbieter-Rolle, der Ausbau der Engineering-Kompetenzen, die Optimierung von Supply-Chain-Prozessen sowie eine solide Bilanz- und Liquiditätspolitik. Aus Sicht eines konservativen Anlegers sind Corporate-Governance-Strukturen, Transparenzanforderungen des regulierten Marktes und eine tendenziell vorsichtige Finanzierungsstrategie relevante Stabilitätsfaktoren, auch wenn die Unternehmensgröße inhärente Klumpenrisiken mit sich bringt.

Branche, Märkte und regionale Präsenz

Fortec Elektronik ist in der Elektronikindustrie mit Fokus auf industrielle und professionelle Anwendungen tätig. Der Markt für industrielle Displays, Embedded-Computing und Stromversorgungslösungen profitiert strukturell von Digitalisierung, Automatisierung, Internet of Things und steigenden Anforderungen an Energieeffizienz und Betriebssicherheit. Zugleich ist die Branche zyklisch geprägt und reagiert sensibel auf Investitionszyklen im Maschinenbau, in der Medizintechnik, der Verkehrstechnik und der industriellen Automation. Regional ist Fortec vor allem im deutschsprachigen Raum und weiteren europäischen Märkten aktiv. Die Kundenbasis umfasst mittelständische Industrieunternehmen ebenso wie größere OEMs und Systemanbieter. Diese regionale Fokussierung kombiniert einen hohen Qualitäts- und Serviceanspruch mit einer gewissen Abhängigkeit von der konjunkturellen Entwicklung in Zentraleuropa.

Unternehmensgeschichte und Entwicklung

Fortec Elektronik wurde in Deutschland als Spezialdistributor für elektronische Komponenten gegründet und hat sich im Laufe der Jahrzehnte von einem reinen Handelshaus zu einem technologieorientierten Systemanbieter entwickelt. Mit der schrittweisen Erweiterung des Produktportfolios um industrielle Displays, Stromversorgungslösungen und Embedded-Computing hat das Unternehmen sein Geschäftsmodell kontinuierlich in Richtung höherwertiger, beratungsintensiver Lösungen verschoben. Akquisitionen spezialisierter Gesellschaften und die Integration deren Kompetenzen spielten dabei eine zentrale Rolle. Die Börsennotierung diente der Finanzierung der Expansion und erhöhte gleichzeitig die Sichtbarkeit bei Kunden und Lieferanten. Über die Zeit hat sich Fortec im Segment industrieller Elektroniklösungen als etablierter Nischenanbieter positioniert, der von den langfristigen Trends zu Digitalisierung und Vernetzung industrieller Systeme profitieren will.

Besonderheiten und strategische Positionierung

Eine Besonderheit von Fortec Elektronik liegt in der klaren Fokussierung auf professionelle und industrielle Anwendungen, die hohe Anforderungen an Qualität, Langzeitverfügbarkeit und Service stellen. Das Unternehmen bedient überwiegend Applikationen mit längeren Produktlebenszyklen, in denen technologische Kontinuität und Kompatibilität wichtiger sind als kurzfristige Kostenoptimierung. Die Rolle als Schnittstelle zwischen asiatischen und amerikanischen Technologieanbietern einerseits und europäischen OEMs andererseits schafft eine besondere Position in den Lieferketten. Darüber hinaus setzt Fortec auf eine diversifizierte Branchenabdeckung, um zyklische Einbrüche in einzelnen Segmenten zu glätten. Die Kombination aus Distribution, Entwicklung, Systemintegration und Service führt zu einer relativ hohen Wertschöpfungstiefe für ein Unternehmen dieser Größenordnung.

Chancen und Risiken für konservative Anleger

Aus Sicht eines konservativen Anlegers ergeben sich sowohl strukturelle Chancen als auch substanzielle Risiken. Zu den Chancen zählen:
  • Partizipation an langfristigen Megatrends wie Industrie 4.0, Automatisierung und Medizintechnik
  • Stärkung der Position als Systemanbieter mit höherer Wertschöpfung und tendenziell stabileren Margen
  • Potenzial aus selektiven Akquisitionen, die Technologie- und Kundenportfolios verbreitern
  • Nutzen der regulatorischen und qualitätsbezogenen Eintrittsbarrieren in anspruchsvollen Nischenmärkten
Dem stehen verschiedene Risikofaktoren gegenüber:
  • Zyklische Abhängigkeit von Investitionsgüterbranchen und damit erhöhte Konjunktursensitivität
  • Intensiver Wettbewerb im Distributions- und Systemgeschäft mit potenziellem Margendruck
  • Abhängigkeit von Schlüsselzulieferern, insbesondere in Asien, sowie Risiken in globalen Lieferketten
  • Technologische Disruptionen und verkürzte Innovationszyklen, die kontinuierliche Investitionen in Know-how erfordern
  • Unternehmensgrößenbedingte Klumpenrisiken bei größeren Einzelkunden oder -projekten
Für risikobewusste Anleger ist Fortec Elektronik damit vor allem als spezialisierter Nischenwert in einem zyklischen, technologiegetriebenen Umfeld zu betrachten. Eine Investitionsentscheidung sollte die spezifische Risikotoleranz, die technologische Affinität und die Bereitschaft zur Auseinandersetzung mit einem mittelgroßen Spezialwert berücksichtigen, ohne daraus eine pauschale Handlungsempfehlung abzuleiten.
Hinweis

Stammdaten

Marktkapitalisierung 35,75 Mio. €
Aktienanzahl 3,25 Mio.
Streubesitz 66,62%
Währung EUR
Land Deutschland
Sektor Technologie
Branche Computer-Ausrüstung, Geräte u. Bauteile
Aktientyp Stammaktie

Aktionärsstruktur

+33,38% Weitere
+66,62% Streubesitz

Community-Beiträge zu Fortec Elektronik AG

  • Community-Beiträge
  • Aktuellste Threads

Zusammengefasst - darüber diskutiert aktuell die Community

  • Die Diskussion dreht sich um den testierten Konzernabschluss 2024/25 mit bestätigten, aber rückläufigen Kennzahlen (Umsatz 79,7 Mio. EUR, EBIT 1,9 Mio. EUR), einem reduzierten Dividendenvorschlag von 0,40 EUR, einer vorsichtigen Prognose für 2025/26 (Umsatz 80–85 Mio., EBIT 0,9–2,1 Mio.) sowie strategischen Akquisitionen in Benelux.
  • Teilnehmer debattieren intensiv über die Liquiditätslage und Net-Cash-Position (verschiedene Angaben zwischen etwa 8–15 Mio. EUR liquider Mittel und erwartete Abflüsse durch Dividende, Nottrot-Kaufpreis und Leasing), wodurch einige Anleger die kurzfristigen Kaufargumente schwinden sehen, während andere die hohe Eigenkapitalquote (~76,6 %) und die niedrige Marktbewertung als langfristiges Potenzial hervorheben.
  • Weitere Themen sind die überraschende Abberufung der CEO Sandra Maile wegen eines Compliance-Verstoßes in einer Tochtergesellschaft, die Interimsunterstützung durch Henrik Christiansen, Kritik an Kommunikation und insgesamt enttäuschte bis vorsichtig zuversichtliche Anlegerreaktionen auf die Zahlen und die erwartete Entwicklung.
Hinweis
Avatar des Verfassers
crunch time
kann man keinem verübel der jetzt verkauft
Das ganze Vorgehen wirkt doch sehr unprofessionell in Bezug auf den Ablauf der Kommunikation sowie in der angedachten weiteren Fortführung der Vorstandsgeschäfte. Da wirft man ... ach ne.. da geht aus "wichtigem Grund" die langjährige Vorstandsvorsitzende Maile, bei der der AR noch ohne Not vorzeitig den Vertrag verlängert hatte, und der andere Vorstand, Herr Ermel, der jetzt den CEO spielen soll, sagt gleichzeitig er hätte keinen Bock mehr für den Laden weiter zu arbeiten nach Ende seiner Vertragslaufzeit Mitte 2026, und der AR meint mit so einer erbärmlich dünnen Kommunikation wäre es getan? Das hat schon etwas von amateurhafter Pommesbude wie dieser Vorgänge gehandhabt werden. Es gab bei der Meldung über den Abgang von Frau Maile keine Worte des Dankes für die langjährige Arbeit als Vorstandvorsitzende. Das ist sonst üblich, z.B. auch wenn Krankheitsgründe vorliegen würden. Das zeigt schon indirekt ein tiefes Zerwürfnis zwischen AR und Vorstand. Kann ja sein es sind Streitigkeiten gewesen welche Strategie man weiter fahren soll oder wie sie umgesetzt werden. Kann auch sein es hat persönliche Dinge / Verfehlungen gegeben die Frau Maile begangen hat. Das Problem ist nur bei dieser WischiWaschi-Aussage "wichtiger Grund", daß dadurch der Ruf von Frau Maille jetzt leiden könnte, wenn nicht klarer erläutert wird, ob es nur rein professionelle Gründe waren oder eher private Gründe/Vergehen. Wenn es lediglich Streitigkeiten über die Strategie waren, dann wäre es eine Sauerei des AR, daß man Frau Maile durch so eine wage Begründung nicht davon entlastet persönliche Verfehlungen begangen zu haben. Und was die weitere Besetzung der Vorstands angeht. Das kann doch nur ein Witz sein, daß man mit dem Herrn Ermel jetzt bis Mitte 26 weiter fahren will als CEO, der offenbar keinen sonderlichen Bock mehr hat auf die Bude. Welche größere Entscheidung / Ausrichtung soll der Mann als "lame duck" denn jetzt noch machen bis dahin, wenn dann vielleicht ein Nachfolger kommt der alles wieder anders will? Da müßte viel schneller eine Nachfolgeregelung her. Mir kommt es jedenfalls seltsam vor, daß beide Vorstände mit der Firma / dem AR gebrochen haben. Spräche ja eher dafür, daß hier nicht Frau Maile alleine etwas anders sieht oder getan hat. Insgesamt ein unwürdiges Bild einer deutschen Firma die meint man müsse zwar an der Börse notiert sein, sich aber so verhält als wäre man alleine bzw. nur wenige Großaktionäre bekommen nach Gutsherrenart im Hintergrund reinen Wein eingeschenkt und dem Streubesitz zeigt man kommunikativ den Stinkefinger. So kann man sich auch seinen Ruf zerstören. Daher immer Vorsicht, wenn man in solche Läden von Pommesbudengröße investieren will. Der lästige Streubesitz wird dort gerne mit Märchen abgespeist oder gar nicht informiert. Nebenwerte sind zu oft ein Tanz im Minenfeld und werden daher auch von vielen Anlegern gemieden.
Avatar des Verfassers
Scansoft
Die CEO
muss jetzt wirklich gehen. Ist doch lächerlich, was dir da seit den letzten Jahren an Prognosen raushaut. Peinlich und Fortec hat jetzt erstmal zurecht jedes Vertrauen an der Börse eingebüsst.
The vision to see, the courage to buy and the patience to hold
Avatar des Verfassers
Katjuscha
Die Gewinnwarnung ist heftig
Man hat also auch im Schlussquartal wenig bis nichts verdient. Einfach desaströs wie der Vorstand seit Jahren nun sein Geschäftsverlauf einschätzt bzw. besser nicht einschätzen kann. Würde mich nicht wundern wenn wir nun doch die 13 € Marke noch sehen.
the harder we fight the higher the wall
Avatar des Verfassers
Juliette
Ich denke auch,
das Fortec im Laufe des Jahres die Ergebnisprognose nach unten korriegieren werden wird. Das kann man zwischen den Zeilen im 9Monatsbericht schon fast raushören. Allerdings finde ich das dritte Quartal separat betrachtet, ergebnisseitig gar nicht so schlecht. Fortec schein langsam wieder in Fahrt zu kommen (die Defensesparte scheint gut angenommen zu werden). Mit 0,23 EPS im 3. Quartal jetzt ist man sogar minimal besser als 2024 (0,22 Euro EPS im 3. Quartal 2023/2024)
Avatar des Verfassers
Katjuscha
Charttechnik, Fundamental, Psychologie Mix
Wie schon am Tag der Gewinnwarnung angesprochen, glaube ich, dass wir bis Jahresende eher wenig Vola sehen werden, weil man fundamental und psychologisch ganz gut Kurse von unten 14-15 € und oben 17-18 € darstellen kann, was dann auch mit dem Chart korreliert. Genauer gesagt oben dürften wir es sehr schwerhaben, die nun zum Widerstand werdende Zone zwischen 17,0 und 17,7 € zu dirchstoßen. Unten gibt es nun die Zwischentiefs von 2020 bei 15,1 und die Tiefs am Tag der Gewinnwarnung von 14,9 €. Diese Zone müsste normalerweise auch halten, weil man da ein cashbereinigtes KGV von etwa 9 hätte. Ich gehe jedenfalls von EPS von 1,00-1,05 € im laufenden Jahr aus, wobei ich eher befürchte, dass Fortec diesbezüglich nochmals enttäuschen wird als das man da positiv überraschen wird. Aber der Markt konzentriert sich im positiven Fall vielleicht schon eher darauf, dass es im Geschäftsjahr 2025/26 wieder besser wird, wovon ich auch ausgehe. Trotzdem glaub ich nicht, dass wir Kurse von 18 € oder höher sehen werden. Dafür wurde zu viel Porzelan in den letzten Jahren mit gleich drei Gewinnwarnungen zerschlagen, und vor allem haut die Verschiebung der Mittelfristplanung um gleich 3-4 Jahre auf das Jahr 2030 stark ins Kontor. Daher für mich schwer zu glauben, dass man hier die nächsten 12-18 Monate wieder KGVs über 16-17 zugestehen wird. Es sei denn, und das ist der einzige für mich positive Trigger, Fortec stemmt in diesem Zeitraum eine größere Übernahme, die in vielerlei Hinsicht passt, also beim Kaufpreis, beim Geschäftsmodell und bei Synergien. Ich hab jedenfalls die Konsequenz gezogen meine Position am Tag der Gewinnwarnung bei 17,1 € im Schnitt deutlich zu reduzieren. Die nächsten Monate könnte man zwischen 15 und 17 € traden, aber eigentlich ist die Range zu eng, damit sich das lohnt. Ich halte also meine verbliebene Position mit der Hoffnung auf langfristig bessere Kurse, und würde ansonsten nur dann zukaufen, falls der Kurs (beispielsweise bei weiter enttäuschenden Zahlen) mal auf die im Chart eingezeichnete Unterstützung bei 12,7-13,0 € fallen würde. Das ist allerdings eher unwahrscheinlich, dass wir dort hinfallen würde. Das waren die Wochenschlusskurs-Tiefs im Corona-Crash.
the harder we fight the higher the wall
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Katjuscha
11Dollarfor50c, die Frage ist halt was da jetzt
eingepreist ist. Klar will man nicht auf 2030 warten, aber wenn es wirklich erreicht wird was der Vorstand 2030 prognostiziert (glaubt aktuell wohl eh niemand), dann würde der Kurs dann auf 30-40 € steigen. Jetzt bei 15-16 € ist halt eingepreist, dass man jahrelang auf dem jetzigen Niveau von 85 Mio Umsatz und 4-5 Mio Ebit bleibt. Insofern kann man auch jetzt durchaus über Kursverläufe spekulieren und traden, aber ich befürchte auch, es wird schwer werden wieder auf 19-20 € in den nächsten 12-18 Monaten zu steigen, es sei denn es kommt irgendwas überraschend Gutes in Sachen anorganisches Wachstum. Aber nach unte wird es halt auch irgdnwie dann lächerlich, wenn man bedenkt, dass man ja alleine knapp 5,5 € Netcash pro Aktie hat. So volatil die Aktie auch heute ist, aber im Fazit würde ich eher vermuten, dass es in diesem Kalenderjahr eher ne langweilige Seitwärtsbewegung zwischen 14-15 € unten und 17-18 € oben wird.
the harder we fight the higher the wall
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Netfox
Für Fortec interessierten sich nur einige
wenige Nebenwerteanleger - wegen der soliden Bilanz, guten Dividendenrendite, vertrauenswürdiger CEO, stabiler Wachstumshistorie auch in schwierigen Zeiten. All die positiven Dinge sind auf einige Quartale mit der heutigen Meldung verpufft. Während viele Nebenwerte schon wieder positive Meldungen signalisieren und schon von ihren Tiefs deutlich entfernt sind, hat Fortec das noch vor sich. Ich bin zum Großteil heute mit Verlust raus.
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Scansoft
An Fortec sieht man
wirklich wie mausetot die deutsche Wirtschaft aktuell ist. 2025 dürfte dann wieder ein Rezessionsjahr werden.
The vision to see, the courage to buy and the patience to hold
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Jörg9
...
Fortec wird jetzt auch die schwache Entwicklung der Wirtschaft spüren. Die großen Konzerne haben einfach die besseren Kontakte, weshalb dort die Geschäfte brummen. Eine kleine Fortec wird hoffentlich nicht an die "Wand gedrückt".
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shuntifumi
Fortec
"... Im Worst Case könnte es auf 15€ runter gehen. ..." Wer weiss schon, was Mr. Market so macht. :D Er neigt ja zu Übertreibungen nach oben wie unten. ;) Ich würde grundsätzlich unterscheiden zwischen Kurs- und Geschäftsverlauf. Ich würde zustimmen, dass der Kurs vermutlich deutlich einbrechen dürfte, wenn der Gesamtmarkt weiter Krise spielt. Die übliche SmallCap-Krankheit. Dann kann ich mir auch einstellige Kurse vorstellen. Was die Geschäftsentwicklung betrifft, glaube ich jedoch, dass diese gar nicht so stark betroffen sein wird, wie Mr. Market es einem dann vorgaukelt. Fortec ist schuldenfrei. Das Umlaufvermögen ist Faktor 3,5 (!) zu den kurzfristigen Verbindlichkeiten/Rückstellungen, Faktor 2,6 zu allen Verbindlichkeiten. Selbst wenn man alle Vorräte (wertlos) ausbucht und 50 % der Forderungen abschreibt, könnte man damit noch immer alles bedienen. Und mir fällt kein plausibler Grund ein, der das Geschäftsmodell (krisenbedingt) so derart in Frage stellen würde, dass man sich nicht über Darlehen vorübergehend finanzieren könnte, sofern dies notwendig sein sollte. Insofern sehe ich eine Krise eher als Chance für (kreditfinanzierte) Zukäufe zu dann sehr attraktiven Preisen. Also von mir aus kann der Kurs gern einstellig werden. Ich kaufe dann den ganzen Laden. ;)
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simplify
Worst Case
Im Worst Case könnte es auf 15€ runter gehen. Tiefere Kurse sehe ich nicht. Klar der Markt hat aktuell bei den Zulieferern etwas Angst. Wobei Fortec da ja ein großhändler ist. Wir werden sehen. Ich bleibe auf jeden Fall investiert. Die Investitionen halte ich auf jeden Fall für richtig. Würden sie in eine Rezession fallen, wäre dies natürlich etwas unglücklich. Aber langfristig werden sie sich rechen und die Bilanz von Fortec ist ja durchaus als solide bis gut zu bezeichnen.
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simplify
Jörg9
Ich verstehe seine Gedankengänge. Jörg9 meint, dass Fortec in eine Rezession hinein fett investiert hat, also schlechtes Timing. Und das bringt Fortec so in die Bredullie, dass sie die daraus resultierenden Verluste nur noch mit einer weiteren Kapitalerhöhung auffangen können, um überhaupt zu überleben. Ja wenn der DAX Richtung 9000 geht, dann müssen wir uns hier wohl auf 9€, also einstellige Kurse einstellen. Frau Malle hat nicht um sonst bei ihrem Zukauf so geknausert. Sie weiß warum. Ja und in einer beginnenden Rezession sind immer die Verkäufer die Schlauen und die Käufer die Dummen. Fortec expandiert und hätte sich stattdessen einigeln sollen, wie ein Igel in den Winterschlaf gehen sollen. Ja der Gegenwind wird spürbar rauher. Als Zulieferer wird Fortec dies schneller merken, als ihnen lieb ist. Jörg9 habe ich gut deine Gedankengänge wider gegeben?
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Häufig gestellte Fragen zur Fortec Elektronik Aktie und zum Fortec Elektronik Kurs

Der aktuelle Kurs der Fortec Elektronik Aktie liegt bei 13,45 €.

Für 1.000€ kann man sich 74,35 Fortec Elektronik Aktien kaufen.

Die 1 Monats-Performance der Fortec Elektronik Aktie beträgt aktuell 21,82%.

Die 1 Jahres-Performance der Fortec Elektronik Aktie beträgt aktuell -31,63%.

Der Aktienkurs der Fortec Elektronik Aktie liegt aktuell bei 13,45 EUR. In den letzten 30 Tagen hat die Aktie eine Performance von 21,82% erzielt.
Auf 3 Monate gesehen weist die Aktie von Fortec Elektronik eine Wertentwicklung von 3,47% aus und über 6 Monate sind es -9,76%.

Das 52-Wochen-Hoch der Fortec Elektronik Aktie liegt bei 20,00 €.

Das 52-Wochen-Tief der Fortec Elektronik Aktie liegt bei 9,40 €.

Das Allzeithoch von Fortec Elektronik liegt bei 29,50 €.

Das Allzeittief von Fortec Elektronik liegt bei 7,15 €.

Die Volatilität der Fortec Elektronik Aktie liegt derzeit bei 33,40%. Diese Kennzahl zeigt, wie stark der Kurs von Fortec Elektronik in letzter Zeit schwankte.

Die Marktkapitalisierung beträgt 35,75 Mio. €

Insgesamt sind 3,2 Mio Fortec Elektronik Aktien im Umlauf.

Am 01.06.2006 gab es einen Split im Verhältnis 1:3.

Am 01.06.2006 gab es einen Split im Verhältnis 1:3.

Fortec Elektronik hat seinen Hauptsitz in Deutschland.

Fortec Elektronik gehört zum Sektor Computer-Ausrüstung, Geräte u. Bauteile.

Das KGV der Fortec Elektronik Aktie beträgt 39,63.

Der Jahresumsatz des Geschäftsjahres 2025 von Fortec Elektronik betrug 79.717.000 €.

Die nächsten Termine von Fortec Elektronik sind:
  • 11.02.2026 - Hauptversammlung

Ja, Fortec Elektronik zahlt Dividenden. Zuletzt wurde am 14.02.2025 eine Dividende in Höhe von 0,85 € gezahlt.

Zuletzt hat Fortec Elektronik am 14.02.2025 eine Dividende in Höhe von 0,85 € gezahlt.
Dies entspricht einer Dividendenrendite von 6,64%. Die Dividende wird jährlich gezahlt.

Die letzte Dividende von Fortec Elektronik wurde am 14.02.2025 in Höhe von 0,85 € je Aktie ausgeschüttet.
Das ergibt, basierend auf dem aktuellen Kurs, eine Dividendenrendite von 6,64%.

Die Dividende wird jährlich gezahlt.

Der letzte Zahltag der Dividende war am 14.02.2025. Es wurde eine Dividende in Höhe von 0,85 € gezahlt.

Um eine Dividende ausgezahlt zu bekommen, muss man die Aktie am Ex-Tag (Ex-Date) im Depot haben.