Dell verdreifacht KI-Server-Ziel: Aktie explodiert nach Börsenschluss!
Julian Schick
Julian Schick
Julian Schick schreibt seit 2020 über die Themen, die Anleger bewegen – mit einem besonderen Fokus auf Aktienanalysen, Dividendenstrategien und ETFs. Der ausgebildete Journalist absolvierte die Kölner Journalistenschule und sammelte Erfahrungen unter anderem beim Handelsblatt, der Financial Times Deutschland sowie Euronews und WDR5. Für Ariva bringt er fundiertes Marktwissen und einen klaren Blick für das Wesentliche mit.
Dell hat seine Jahresziele gerade so weit nach oben geschraubt, dass selbst erfahrene Analysten zweimal hinschauen mussten. Nachbörslich zieht die Aktie um 40 Prozent an.
Für dich zusammengefasst:
Dell verdreifacht sein KI-Server-Ziel auf 167 Milliarden US-Dollar.
Im letzten Quartal stieg der Gesamtumsatz um 88 Prozent.
Das US-Militär erteilte Dell einen Auftrag über 9,7 Milliarden US-Dollar.
Der US-Hardwareriese Dell hat nach Börsenschluss am Donnerstag Zahlen vorgelegt, die den Markt regelrecht überrumpelt haben. Die Aktie schoss im nachbörslichen Handel auf knapp 442 US-Dollar, nachdem sie regulär bei 317 US-Dollar geschlossen hatte.
Seit Jahresbeginn hatte das Papier bereits mehr als 150 Prozent zugelegt. Dell erwartet im Geschäftsjahr bis Januar 2027 einen Gesamtumsatz von rund 167 Milliarden US-Dollar. Allein 60 Milliarden davon sollen aus dem Verkauf von KI-Servern kommen. Noch vor kurzem hatte das Unternehmen selbst nur rund 140 Milliarden als Gesamtziel ausgegeben. Der Analystenkonsens lag bei etwa 142 Milliarden. Man darf das ruhig beim Namen nennen: Dell hat die Erwartungen nicht übertroffen, sondern pulverisiert.
Im abgelaufenen Quartal, das Ende April endete, kletterte der Gesamtumsatz um 88 Prozent auf 43,8 Milliarden US-Dollar. Analysten hatten im Schnitt mit 35,5 Milliarden gerechnet. Das KI-Servergeschäft allein brachte 16,1 Milliarden ein, der Auftragseingang in diesem Segment lag bei 24,4 Milliarden. Der Auftragsrückstand, also bereits gebuchte, aber noch nicht ausgelieferte KI-Server, türmt sich auf 51,3 Milliarden US-Dollar auf.
Finanzvorstand David Kennedy brachte es im Bloomberg-Interview auf den Punkt: Der Schwenk der Kunden weg vom Trainieren von KI-Modellen hin zur aktiven Nutzung eröffne Möglichkeiten weit über Server hinaus. "Das macht es für uns zu einem breit aufgestellten, dauerhaften Wachstum auf lange Sicht", sagte Kennedy.
Untermauert wird das durch zwei weitere Entwicklungen. Erstens: Das klassische PC-Geschäft legte um 17 Prozent auf 14,6 Milliarden US-Dollar zu, getrieben vor allem von Unternehmenskunden. Zweitens: Das US-Militär hat Dell einen Auftrag über 9,7 Milliarden US-Dollar erteilt, im Kern für Microsoft-Softwarelizenzen. Diversifizierung als Absicherung.
Für Anleger bleibt die Frage, ob nach über 150 Prozent Kursplus noch Luft ist. Die Antwort hängt davon ab, ob Dell die gefüllten Auftragsbücher auch profitabel abarbeiten kann. Das Ergebnis je Aktie von bereinigt 4,86 US-Dollar übertraf die Erwartung von knapp drei Dollar (Dollarkurs) deutlich.
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