(Berichtigt wird in der Meldung vom 18. August 2026, 14.49 Uhr, die Quelle in Überschrift und 1. Absatz: Es handelt sich um Berichte regierungsnaher Medien unter Berufung auf die Behörde. Im 4. Absatz wurde zudem die Quelle "nach Angaben einer Sprecherin der Deutschen Flugsicherung (DFS)" eingefügt.)
Für dich zusammengefasst:
Boeing 787-9 hatte Probleme beim Beschleunigen.
Die Maschine verlor während des Starts zwei Reifen.
Nach der Rückkehr wurde keine Gefahr festgestellt.
HANOI (dpa-AFX) - Nach dem Beinahe-Unglück am Münchner Flughafen legen Berichte staatsnaher vietnamesischer Medien ein technisches Problem an der Vietnam-Airlines-Maschine schon beim Start nahe. Beim Beschleunigen auf dem Rollfeld habe die Besatzung bereits Probleme bei der Boeing 787-9 festgestellt, berichten die regierungsnahen Tageszeitungen Tuoi Tre and Thanh Nien unter Berufung auf erste Erkenntnisse von Vietnams Luftfahrtbehörde, die sich auf Darstellungen der Piloten stützen. Die Behörde wollte den Inhalt der Medienberichte nicht bestätigen.
Ungefähr auf halbem Weg auf der Startbahn habe die Maschine rund zwei Sekunden lang nicht an Tempo zugelegt, heißt es in den Berichten weiter. Danach habe die Maschine zunächst bis zur kritisch erforderlichen Geschwindigkeit beschleunigt, aber dann sei das Tempo abgefallen. Da nicht mehr genug Strecke auf der Bahn vorhanden gewesen sei, um den Start sicher abzubrechen, habe der Pilot den Startvorgang fortgesetzt. Der Pilot habe die Triebwerks-Schubhebel auf maximale Position gebracht und die Flugzeugnase hochgezogen.
Warnmeldung veranlassten Pilot zur Umkehr
Nach dem gerade noch erfolgreichen Abheben habe die Maschine Warnmeldungen abgegeben, dass das Heck auf das Rollfeld getroffen sei
- ein sogenannter Tailstrike - und zudem vier der acht Reifen Luft
verlören, heißt es weiter. Bei einer späteren ersten Inspektion sei festgestellt worden, dass die Reifen - drei auf der linken Fahrwerksseite, einer auf der rechten - geplatzt waren. Die Besatzung habe daraufhin die Flugsicherung informiert und entschieden, für eine technische Überprüfung nach München zurückzukehren.
Vor dem Landen ließ die Maschine nach Angaben einer Sprecherin der Deutschen Flugsicherung (DFS) noch Kerosin ab, um die Maschine leicht genug für eine sichere Landung zu machen. Zudem habe der Pilot die Maschine zwei Schleifen in niedriger Höhe über dem Flughafen drehen lassen, damit die Flugsicherung den Zustand des Fahrwerks beurteilen konnte. Nachdem keine Abnormitäten daran festgestellt wurden, habe der Pilot das Flugzeug gelandet.
Aufnahmen in sozialen Medien zeigten, wie die Boeing von Flug VN34 am Samstag beim Start über die Bahn hinaus raste und - eine Staubwolke hinterlassend - abhob. Bei der Landung rund zwei Stunden später war Qualm zu sehen, der am Fahrwerk aufstieg. Den Berichten zufolge gab es im Flugzeug mit 271 Passagieren und 16 Crew-Mitgliedern selbst kein Feuer oder Rauch. Verletzt wurde niemand./juw/DP/stw
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