Bloom Energy schießt nach Short-Attacke zurück: "Falsch und irreführend"
Markus Weingran
Markus Weingran
Markus Weingran ist seit mehr als 20 Jahren als Kapitalmarkt-Stratege und Aktien-Experte aktiv. Geprägt durch die langjährige Zusammenarbeit mit dem Finanzexperten Hans A. Bernecker verfolgt er einen klaren Anspruch: in jeder Börsenphase das Beste für Anleger herauszuholen. Weitere Einschätzungen und Trading-Ideen teilt er auch täglich in der wallstreetONLINE Börsenlounge auf YouTube.
Die Aktie von Bloom Energy erholt sich wieder. Nach der Short-Attake von Hunterbrook Capital schlägt der US-Konzern mit scharfen Worten zurück. Den Anlegern gefällt das!
Für dich zusammengefasst:
Bloom Energy wehrt sich gegen Vorwürfe von Hunterbrook.
Das Unternehmen hat ausreichend Scandiumoxid-Vorräte.
Bloom Energy bestätigt die Richtigkeit seiner Finanzberichte.
Bloom Energy wehrt sich gegen die Short-Attacke von Hunterbrook. Der US-Konzern weist schwere Vorwürfe zurück. Im Zentrum der Beschuldigungen stehen die Finanzergebnisse, die Buchhaltung und die Frage, wie abhängig der Brennstoffzellenanbieter von Scandiumoxid-Lieferungen aus China ist. Scandiumoxid ist ein wichtiger Rohstoff für die Technologie des Unternehmens.
Bloom Energy weist die Vorwürfe deutlich zurück. Das Unternehmen spricht von "falschen und irreführenden" Behauptungen und erklärt, man weise diese "kategorisch zurück".
Besonders klar fällt die Antwort bei den Finanzberichten aus. "Wir stehen hinter der Richtigkeit und Integrität unserer geprüften Jahresabschlüsse und Finanzberichte und verweisen Investoren auf die Angaben in unseren jüngsten Formularen 10-K und 10-Q", erklärte Bloom Energy.
Auch beim Rohstoffthema versucht der Konzern, den Druck aus der Debatte zu nehmen. Bloom Energy teilte mit, über ausreichend Scandiumoxid-Vorräte zu verfügen, um die aktuelle Brennstoffzellennachfrage und den Auftragsbestand zu bedienen. Zudem sei das Unternehmen weder für die Lieferung noch für den Ausbau der Scandiumoxid-Produktion zur Deckung des künftigen Nachfragewachstums auf China angewiesen.
Die vielleicht wichtigste Aussage richtet sich direkt an Investoren, die nach der Shortseller-Attacke an der Lieferkette zweifeln. "Wir haben einen klaren Überblick über unsere Lieferkette, um die Produktion von 25 Gigawatt Brennstoffzellen pro Jahr zu gewährleisten, und wir werden diese Kapazität weiter ausbauen", erklärte Bloom Energy.
Hunterbrook hatte dem Unternehmen vorgeworfen, die Abhängigkeit von chinesischen Scandiumlieferanten zu verschleiern. Das stehe laut dem Leerverkäufer im Widerspruch zu Aussagen von CEO KR Sridhar, der eine Abhängigkeit von der chinesischen Lieferkette verneint hatte.
Für Anleger ist das Szenario mal wieder verwirrend. Kein Investor steckt so tief in den Geschäftsabläufen von Konzernen drin, dass er direkt feststellen kann, ob die Anschuldigungen richtig sind. Hier kommt es in erster Linie darauf an, wie vertrauensvoll der Konzern in der Vergangenheit gearbeitet hat.
Für Short-Seller sind Highflyer-Aktien immer ein beliebtes Angriffsziel Gerade in einer Zeit, in der die KI-Ängste wieder größer werden. Trotzdem hat sich Bloom Energy in der Vergangenheit nichts zuschulden kommen lassen und auch keinen Grund geliefert, Aussagen der Geschäftsführung in Zweifel zu ziehen.
Daher sollten sich Anleger von der Short-Attacke nicht aus der Ruhe bringen lassen und darauf setzen, dass Bloom Energy weiterhin seinen Weg gehen wird.
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