Julian Schick schreibt seit 2020 über die Themen, die Anleger bewegen – mit einem besonderen Fokus auf Aktienanalysen, Dividendenstrategien und ETFs. Der ausgebildete Journalist absolvierte die Kölner Journalistenschule und sammelte Erfahrungen unter anderem beim Handelsblatt, der Financial Times Deutschland sowie Euronews und WDR5. Für Ariva bringt er fundiertes Marktwissen und einen klaren Blick für das Wesentliche mit.
BASF hat mit vorläufigen Zahlen zum zweiten Quartal die Erwartungen der Analysten klar übertroffen, doch die Aktie reagierte am Mittwoch mit einem Kursrückgang von rund drei Prozent. Der Grund: Anleger zweifeln daran, dass die aktuell hohen Gewinne von Dauer sind.
Der Chemiekonzern meldete für Q2 einen Umsatz von 17,2 Milliarden Euro, gut vier Prozent mehr als von der Straße erwartet. Höhere Preise von elf Prozent und ein Volumenplus von sieben Prozent trieben das Ergebnis.
Das bereinigte EBITDA kletterte auf 2,4 Milliarden Euro und lag damit rund 15 Prozent über den Schätzungen, getragen vor allem von außergewöhnlich starken Ammoniak und MDI Preisen sowie einem guten Agrargeschäft. Der Nettogewinn schnellte dank des Verkaufs der Coatings Sparte an Carlyle auf 4,1 Milliarden Euro, das operative bereinigte Ergebnis blieb mit etwa 600 bis 700 Millionen Euro allerdings unter der Konsensschätzung.
Weniger überzeugend fiel der freie Cashflow aus. Er rutschte wegen eines deutlichen Anstiegs des Working Capital auf minus 200 Millionen Euro ab, während der Markt mit einem Plus von gut zwei Milliarden Euro gerechnet hatte.
Das Management hob die Jahresprognose zwar an, die neue Bandbreite beim EBITDA von 6,9 bis 7,7 Milliarden Euro trifft in etwa die Konsenserwartung. Beim freien Cashflow allerdings liegt die Prognose von 1,5 bis 2,3 Milliarden Euro am oberen Ende und im Mittel unter dem, was Investoren erhofft hatten.
Berenberg Analyst Sebastian Bray sieht darin ein bekanntes Muster: Anleger in zyklischen Werten würden typischerweise dann verkaufen, wenn die Gewinne ihren Höhepunkt erreichen, und genau das habe sich hier bestätigt. Die Bank senkte ihr Kursziel von 52 auf 47 Euro und beließ die Einstufung bei Hold.
Als Belastung gilt vor allem, dass viele Chemiepreise inzwischen wieder auf das Niveau vor dem Iran Konflikt zurückgefallen sind, die Nachfrage in China schwächelt und Chinas Industriepolitik die globalen Überkapazitäten kaum abbaut. Für 2027 rechnet Berenberg deshalb mit rückläufigen Gewinnen. Immerhin: Ein zügiges Fortsetzen des Aktienrückkaufprogramms könnte Spekulationen über BASF (BASF Aktie) als möglichen Übernehmer im europäischen Chemiesektor dämpfen.
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Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlagestrategien geeignet.
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