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Archer-Daniels-Midland Corp

Aktie
WKN:  854161 ISIN:  US0394831020 US-Symbol:  ADM Branche:  Nahrungsmittel Land:  USA
56,98 €
-0,05 €
-0,09%
22:43:57 Uhr
Depot/Watchlist
Marktkapitalisierung *
23,54 Mrd. €
Streubesitz
12,52%
KGV
16,90
Dividende
1,82 EUR
Dividendenrendite
3,73%
Nachhaltigkeits-Score
41 %
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Archer-Daniels-Midland Aktie Chart

ADM Unternehmensbeschreibung

Archer-Daniels-Midland Corp (ADM) zählt zu den weltweit führenden Agrar- und Nahrungsmittelkonzernen mit Fokus auf Beschaffung, Verarbeitung und Vermarktung von Agrarrohstoffen. Das Unternehmen agiert entlang der gesamten Wertschöpfungskette von Getreide, Ölsaaten und weiteren Agrarkommoditäten bis hin zu spezialisierten Ingredients für Lebensmittel-, Futtermittel- und Industriekunden. Für Anleger ist ADM ein klassischer Value-Titel im globalen Agribusiness mit starker Position in Handel, Logistik und Veredelung. Die geografische Diversifikation, die Rolle als systemrelevanter Rohstoffverarbeiter und ein auf Effizienz, Risikomanagement und Cashflow ausgerichtetes Management prägen das Risiko-Rendite-Profil.

Geschäftsmodell und Wertschöpfungskette

Das Geschäftsmodell von ADM basiert auf einem integrierten Ansatz entlang der Agrarwertschöpfungskette. Kern ist der Einkauf großer Volumina an Agrarrohstoffen bei Landwirten und Kooperativen, die Bündelung dieser Mengen, deren physische Bewegung über ein eigenes Logistiknetzwerk sowie die industrielle Verarbeitung in Mühlen, Ölmühlen, Fermentations- und Mischanlagen. ADM erzielt Erträge aus Handelsmargen, Verarbeitungsmargen, Logistikdienstleistungen und höherwertigen Ingredients. Durch aktives Commodity- und Währungs-Hedging über Terminmärkte versucht das Unternehmen, Preis- und Volatilitätsrisiken der physischen Bestände zu steuern. Der Fokus liegt auf der Transformation relativ austauschbarer Rohstoffe in differenzierte, teils funktionale Produkte für die Lebensmittel-, Getränke-, Futtermittel- und Industrieproduktion. Die vertikale Integration ermöglicht Skaleneffekte in Beschaffung, Transport, Lagerung und Verarbeitung. Gleichzeitig nutzt ADM seine globale Präsenz, um Arbitragemöglichkeiten zwischen Regionen und Qualitäten auszuschöpfen. Das Geschäftsmodell ist stark volumengetrieben, zyklisch, aber durch Diversifikation in höhermargige Ingredients und Nutrition-Produkte zunehmend resilienter.

Mission und Unternehmensausrichtung

ADM beschreibt seine Mission vereinfacht als Versorgung der Welt mit Nahrungsmitteln, Futtermitteln und nachhaltigen Lösungen auf Basis landwirtschaftlicher Rohstoffe. Das Unternehmen positioniert sich als Brücke zwischen Landwirten, Nahrungsmittelherstellern, Tiermastbetrieben, Energieproduzenten und der konsumierenden Bevölkerung. Die Mission umfasst drei strategische Leitlinien: erstens die Sicherung effizienter, verlässlicher Lieferketten für Agrarrohstoffe; zweitens die Entwicklung innovativer Ingredients für gesündere und funktional optimierte Lebensmittel und Futtermittel; drittens die Nutzung pflanzenbasierter Rohstoffe für alternative Proteine, Biokraftstoffe und biobasierte Industrieanwendungen. Nachhaltigkeit, Rückverfolgbarkeit und CO₂-Reduktion werden zunehmend als integraler Bestandteil des Geschäftsmodells kommuniziert. ADM richtet seine Mission darauf aus, globale Ernährungstrends, Urbanisierung und wachsendes Wohlstandsniveau in Schwellenländern mit industrieller Effizienz und technologischer Forschung zu verbinden.

Produkte und Dienstleistungen

ADM deckt ein breites Spektrum an Produkten und Services ab, die sich von Basisrohstoffen bis zu hochspezialisierten Ingredients erstrecken. Wichtige Säulen sind:
  • Ölsaatenverarbeitung: Herstellung von Pflanzenölen, Proteinschroten und Nebenprodukten aus Sojabohnen, Raps, Sonnenblumen und weiteren Ölsaaten für Nahrungsmittel-, Futtermittel- und Industrieanwendungen.
  • Getreideverarbeitung: Mahlprodukte aus Mais, Weizen und anderen Getreiden, die zu Stärke, Süßungsmitteln, Ethanol, Futtermitteln und industriellen Spezialprodukten weiterverarbeitet werden.
  • Nutrition und Ingredients: Spezialzutaten wie Proteinkonzentrate, Aromen, Emulgatoren, Ballaststoffe, Textur- und Süßungslösungen für die Lebensmittel- und Getränkeindustrie sowie funktionale Futtermitteladditive.
  • Logistik- und Origination-Dienstleistungen: Beschaffung, Lagerung, Transport und Export von Getreide und Ölsaaten über ein globales Netzwerk von Silos, Terminals, Binnenschiffen und Exporthäfen.
  • Tierernährung: Komplettfutter, Premixe und Spezialfuttermittel für Nutztiere und Aquakulturen mit Fokus auf Effizienz, Gesundheit und Performance.
  • Industrie- und Energieanwendungen: Biokraftstoffe, biobasierte Chemikalien, technische Stärkeprodukte und weitere Derivate pflanzlicher Rohstoffe.
Zusätzlich bietet ADM Beratungsleistungen in den Bereichen Beschaffungsoptimierung, Rezepturentwicklung und Nachhaltigkeitskonzepte für Industriekunden an.

Business Units und Segmentstruktur

ADM berichtet seine Aktivitäten im Wesentlichen über mehrere große Segmente, die entlang funktionaler Wertschöpfungsstufen organisiert sind. Zentral ist das Segment Agricultural Services & Oilseeds, das den physischen Handel, die Origination und Logistik von Agrarrohstoffen sowie die Ölsaatenverarbeitung bündelt. Hier generiert ADM bedeutende Volumina bei gleichzeitig hohem Kapitaleinsatz in Lager- und Transportinfrastruktur. Das Segment Carbohydrate Solutions konzentriert sich auf die Verarbeitung von Mais und anderen Kohlenhydratquellen zu Stärke, Süßungsmitteln, Ethanol und diversen industriellen Zwischenprodukten. Es bedient sowohl die Nahrungsmittel- als auch die Kraftstoff- und Chemieindustrie. Das Segment Nutrition umfasst Ingredients für Lebensmittel, Getränke, Nahrungsergänzungsmittel und Tierernährung mit höherer Wertschöpfung und zumeist stabileren Margen. ADM entwickelt diesen Bereich strategisch weiter, um die Abhängigkeit vom volatilen Commodity-Geschäft zu mindern und von Trends wie pflanzenbasierten Proteinen, Clean Label, Functional Food und Spezialfuttermitteln zu profitieren.

Alleinstellungsmerkmale und Burggräben

ADM verfügt über mehrere strukturelle Moats, die Markteintrittsbarrieren für Wettbewerber erhöhen. Erstens besitzt das Unternehmen ein globales Netzwerk an Silos, Elevators, Binnenschiffen, Waggons, Ölmühlen, Mühlen und Verarbeitungsanlagen, das über Jahrzehnte aufgebaut wurde. Diese Kapitalintensität und die regulatorischen Anforderungen im Infrastruktur- und Lebensmittelbereich erschweren Nachahmerstrategien. Zweitens fungiert ADM als zentraler Intermediär zwischen Millionen Landwirten und einer großen Zahl industrieller Abnehmer. Diese Position schafft Informationsvorteile in Bezug auf Ernteerwartungen, Nachfrageentwicklungen und Preisrelationen. Drittens kombiniert ADM Commodity-Know-how mit einem wachsenden Portfolio differenzierter Ingredients, die kundenspezifische Lösungen und langfristige Lieferverträge ermöglichen. Forschungskompetenz, anwendungstechnische Beratung und Co-Development mit Lebensmittel- und Futtermittelherstellern stärken die Kundenbindung. Viertens generiert das Unternehmen durch seine Größe Einkaufs- und Finanzierungsvorteile und kann Risiken über Regionen, Kulturen und Endmärkte diversifizieren. Diese Skalen- und Netzwerkeffekte wirken als bedeutender Burggraben in einem ansonsten fragmentierten Agrarmarkt.

Wettbewerbsumfeld

ADM operiert in einem intensiven globalen Wettbewerbsumfeld, in dem einige große integrierte Agrarkonzerne dominieren. Zu den wichtigsten Wettbewerbern zählen Bunge Global, Cargill und Louis Dreyfus im Bereich Handel, Originierung und Verarbeitung von Getreide und Ölsaaten. Im Segment Nutrition und Ingredients konkurriert ADM mit spezialisierten Herstellern wie International Flavors & Fragrances, Kerry Group, DSM-Firmenich und anderen Ingredients-Anbietern. Im Bereich Tierernährung und Futtermittelzusätze trifft das Unternehmen auf Akteure wie Cargill, Nutreco und weitere regionale Marktführer. Zusätzlich steht ADM im Wettbewerb mit lokalen Getreidehändlern, Mühlen und Ölmühlen, insbesondere in Schwellenländern, wo staatliche oder genossenschaftliche Strukturen stark sind. Die Wettbewerbsintensität zeigt sich in zyklischen Margen, Preisdruck bei Standardprodukten und einem Innovationswettlauf bei Spezialzutaten, nachhaltigen Lösungen und pflanzenbasierten Proteinen. ADM versucht, sich über globale Reichweite, Lieferzuverlässigkeit, Risikomanagement, Qualitätsstandards und zunehmend auch über Nachhaltigkeitsprofile von Wettbewerbern zu differenzieren.

Management, Corporate Governance und Strategie

Die Führung von ADM liegt bei einem erfahrenen Managementteam mit starker Verankerung im Commodity- und Lebensmittelbereich. Der langjährige CEO hat den Konzern von einem überwiegend rohstofforientierten Trader und Verarbeiter hin zu einem stärker diversifizierten Ingredients- und Nutrition-Anbieter weiterentwickelt. Die Strategie folgt im Kern drei Achsen: Optimierung der bestehenden Agrar- und Logistikinfrastruktur, Ausbau margenstärkerer Wertschöpfungsstufen sowie systematische Integration von Nachhaltigkeitszielen in Beschaffung, Produktion und Produktportfolio. Das Management fokussiert sich auf Kapitaldisziplin, Portfolio-Optimierung und eine Balance zwischen Wachstumsinvestitionen, Zukäufen im Nutrition-Bereich und Ausschüttungen an Aktionäre. In der Kommunikation legt das Unternehmen Wert auf Risikokontrolle, vorsichtige Bilanzpolitik und die Fähigkeit, durch Zyklen hindurch stabilen Cashflow zu generieren. Corporate-Governance-Strukturen unterliegen den US-Börsenstandards mit unabhängigen Board-Mitgliedern und etablierten Compliance- und Risikomanagementsystemen, was für konservative Anleger in Bezug auf Transparenz und Kontrollmechanismen relevant ist.

Regionale Präsenz und Branchenanalyse

ADM ist global tätig, mit besonders starker Präsenz in Nordamerika, Europa, Lateinamerika und ausgewählten asiatischen Märkten. Die physische Infrastruktur folgt im Wesentlichen den großen Export- und Importströmen für Getreide und Ölsaaten, mit einem Schwerpunkt auf dem US-Midwest, brasilianischen Anbauregionen, wichtigen Flusssystemen und bedeutenden Tiefseehäfen. Branchenseitig ist ADM an der Schnittstelle von Agrarwirtschaft, Lebensmittelindustrie, Futtermittelindustrie, Biokraftstoffen und biobasierten Materialien positioniert. Der Agrar- und Nahrungsmittelsektor gilt grundsätzlich als defensiv, da die Basiskonsumnachfrage relativ stabil bleibt. Gleichzeitig wirken strukturelle Trends wie Bevölkerungswachstum, veränderte Ernährungsgewohnheiten, höhere Proteinaufnahme in Schwellenländern und Nachfrage nach nachhaltigen, pflanzenbasierten Produkten unterstützend. Dem stehen jedoch hohe Zyklizität bei Agrarpreisen, wetterbedingte Ernteschwankungen, geopolitische Spannungen, Exportrestriktionen und regulatorische Eingriffe gegenüber. ADM bewegt sich damit in einem Umfeld, das langfristig von globaler Ernährungssicherung getragen wird, kurzfristig aber erheblichen Volatilitäten unterliegt.

Unternehmensgeschichte und Entwicklung

ADM hat eine lange Unternehmensgeschichte, die bis ins frühe 20. Jahrhundert zurückreicht. Ausgehend von Mühlen- und Ölsaatenaktivitäten in den USA entwickelte sich das Unternehmen über Jahrzehnte zu einem globalen Player im Agrarhandel und in der Rohstoffverarbeitung. Durch organisches Wachstum, den Aufbau von Exportkorridoren und eine Reihe von Akquisitionen wurde ein dichtes Netzwerk an Aufkaufstationen, Silos, Verarbeitungsanlagen und Logistikkapazitäten geschaffen. Mit der Zeit verlagerte sich der Schwerpunkt von reinen Grundprodukten hin zu höherwertigen Spezialzutaten und Nutrition-Lösungen. Strategische Zukäufe im Bereich Aromen, Proteine, Futtermittelzusätze und Spezialingredients spiegeln diesen Wandel wider. Parallel hierzu hat ADM seine Rolle beim Ausbau von Ethanol- und Biodieselkapazitäten mitgestaltet und sich im Bereich biobasierter Industrieanwendungen positioniert. Die Unternehmensgeschichte ist zudem von mehreren Anpassungsphasen geprägt, in denen Portfolios gestrafft, nicht mehr strategische Geschäfte veräußert und Effizienzprogramme umgesetzt wurden, um die Profitabilität zu stabilisieren.

Besondere Faktoren und Nachhaltigkeitsaspekte

Als globaler Agrarkonzern steht ADM im Zentrum von Debatten über Nachhaltigkeit, Entwaldung, Lieferketten-Transparenz und Klimaschutz. Das Unternehmen hat Programme zur Rückverfolgbarkeit von Soja- und Palmöl-Lieferketten, zur Reduktion von Treibhausgasemissionen und zur Verbesserung landwirtschaftlicher Praktiken in Kooperation mit Landwirten und NGOs aufgesetzt. Gleichzeitig bleibt ADM aufgrund der Größe und Komplexität seiner Wertschöpfungsketten angreifbar für Kritik bezüglich Umwelt- und Sozialstandards. Für institutionelle Anleger mit Fokus auf ESG-Kriterien spielt die Entwicklung der entsprechenden Richtlinien, Ziele und Berichterstattung eine zunehmende Rolle. ADM integriert Nachhaltigkeit auch als kommerziellen Treiber, indem es CO₂-effizientere Produkte, zertifizierte Lieferketten und regenerative Landwirtschaftskonzepte vermarktet. Zudem ist das Unternehmen durch seine Infrastruktur in Binnenschifffahrt und Transportlogistik ein wichtiger Akteur in Fragen der Versorgungssicherheit und Krisenresilienz der Ernährungssysteme.

Chancen für konservative Anleger

Aus Sicht eines konservativen Anlegers bietet ADM mehrere potenzielle Chancen. Erstens profitiert das Unternehmen strukturell von der global steigenden Nachfrage nach Nahrungsmitteln, Proteinen und Futtermitteln, unabhängig von kurzfristigen Zyklen. Zweitens wirken die vertikale Integration, die globale Logistikinfrastruktur und die Diversifikation nach Regionen und Produkten grundsätzlich stabilisierend auf die Ertragsbasis. Drittens eröffnet die strategische Verschiebung in Richtung Nutrition, Specialty Ingredients und pflanzenbasierte Proteine die Möglichkeit, Margen und Wachstumsprofil langfristig zu verbessern. Viertens kann ADM durch Effizienzprogramme, Digitalisierung der Lieferketten, Datennutzung in Handel und Origination sowie technische Innovationen in Verarbeitung und Formulierung Produktivitätspotenziale heben. Für risikoaverse Investoren ist zudem relevant, dass der Geschäftsbereich Nahrungsmittel- und Futtermittelzutaten im Vergleich zu rein zyklischen Industrien eine tendenziell defensivere Nachfragebasis aufweist.

Risiken und zentrale Unsicherheiten

Dem stehen jedoch substanzielle Risiken gegenüber, die konservative Anleger berücksichtigen müssen. ADM ist stark von makroökonomischen, geopolitischen und regulatorischen Faktoren abhängig. Wetterextreme, Dürren, Überschwemmungen oder Ernteausfälle können Angebotsschocks auslösen, die zwar Handelsvolumen, aber auch operative Risiken erhöhen. Handelskonflikte, Exportbeschränkungen und Subventionsregime einzelner Staaten beeinflussen die Flussrichtung von Agrarrohstoffen und damit die Auslastung der Infrastruktur. Rohstoffpreisvolatilität, Währungsbewegungen und Zinsniveau wirken direkt auf Working Capital, Lagerbewertung und Finanzierungskosten. Zudem unterliegt ADM fortlaufend Lebensmittelsicherheits-, Umwelt- und Wettbewerbsvorschriften, deren Verschärfung Investitionen erzwingen oder Geschäftsmodelle in Teilbereichen verändern kann. ESG-bezogene Reputationsrisiken, etwa bei Entwaldung oder Menschenrechten in Lieferketten, können zu regulatorischem Druck und Anpassungskosten führen. Schließlich bleibt das Unternehmen in einzelnen Segmenten stark von politisch beeinflussten Märkten wie Biokraftstoffen abhängig, was die Planbarkeit reduziert. Ein Investment in ADM erfordert daher die Bereitschaft, kurzfristige Ergebnisvolatilität zu akzeptieren, um von der langfristigen Rolle des Unternehmens im globalen Ernährungssystem zu profitieren, ohne dass hieraus eine konkrete Anlageempfehlung abgeleitet werden sollte.

Realtime-Kursdaten

Geld/Brief 56,98 € / 57,23 €
Spread +0,44%
Schluss Vortag 57,03 €
Gehandelte Stücke 84
Tagesvolumen Vortag 91.770,96 €
Tagestief 56,80 €
Tageshoch 57,43 €
52W-Tief 36,93 €
52W-Hoch 59,65 €
Jahrestief 48,74 €
Jahreshoch 59,65 €

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ADM Aktie - Nachrichtenlage zusammengefasst:

  • Archer-Daniels-Midland Corp. hat seine Strategie im Bereich nachhaltige Landwirtschaft weiter ausgebaut und setzt auf innovative Technologien für effizientere Produktionssysteme.
  • Das Unternehmen investiert verstärkt in die Entwicklung von biobasierten Produkten, um den wachsenden Anforderungen der Verbraucher an Nachhaltigkeit und Umweltschutz gerecht zu werden.
  • Die jüngsten Quartalszahlen zeigen ein starkes Umsatzwachstum, was auf eine steigende Nachfrage nach den Produkten von Archer-Daniels-Midland hindeutet.
Hinweis

Community: Diskussion zur ADM Aktie

Zusammengefasst - darüber diskutiert aktuell die Community

  • Die Postings thematisieren schwerwiegende Compliance‑ und Governance‑Probleme bei Archer‑Daniels‑Midland, darunter Bilanzkorrekturen, Ermittlungen von SEC/DOJ, Geldbußen sowie wiederholte Sicherheitsvorfälle, die das Vertrauen in das Management belasten.
  • Gleichzeitig werden operative und finanzielle Kennzahlen diskutiert — stark gesunkene Quartalsgewinne, ein Kursrückgang in manchen Phasen, aber auch ein Jahresplus von rund 18% und positive Analystenstimmen (z. B. UBS), ergänzt durch Hinweise auf Dividendenzahlungen und Verzögerungen bei der Gutschrift durch verschiedene Broker.
  • Die Meinungen reichen von vorsichtigem Halten mit Beobachtung möglicher Turnaround‑Signale (Kostenabbau, Diversifizierung, bessere Governance) bis zu Empfehlung zu Reduktion oder Verkauf, wobei die Unsicherheit durch Biofuel‑Politik und laufende Untersuchungen als zentrales Risiko genannt wird.
Hinweis
Jetzt mitdiskutieren

ADM Aktie: Fundamentale Kennzahlen (2024)

Umsatz in Mio. 85.530 $
Operatives Ergebnis (EBIT) in Mio. 2.216 $
Jahresüberschuss in Mio. 1.779 $
Umsatz je Aktie 176,71 $
Gewinn je Aktie 3,72 $
Gewinnrendite +8,03%
Umsatzrendite +2,10%
Return on Investment +3,34%
Marktkapitalisierung in Mio. 24.452 $
KGV (Kurs/Gewinn) 13,58
KBV (Kurs/Buchwert) 1,10
KUV (Kurs/Umsatz) 0,29
Eigenkapitalrendite +8,12%
Eigenkapitalquote +41,61%

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Derivate

Anlageprodukte (14)
Discount-Zertifikate 14
Hebelprodukte (369)
Knock-Outs 147
Optionsscheine 135
Faktor-Zertifikate 71
Capped Optionssch. 16

Dividenden Kennzahlen

Auszahlungen/Jahr 4
Gesteigert seit 51 Jahre
Keine Senkung seit 51 Jahre
Stabilität der Dividende 0,99 (max 1,00)
Jährlicher 8,3% (5 Jahre)
Dividendenzuwachs 6,07% (10 Jahre)
Ausschüttungs- 59,8% (auf den Gewinn/FFO)
quote 23,6% (auf den Free Cash Flow)
Erwartete Dividendensteigerung 3,43%

Dividenden Historie

Datum Dividende
17.02.2026 0,52 $
19.11.2025 0,51 $
20.08.2025 0,51 $
21.05.2025 0,51 $
18.02.2025 0,51 $
21.11.2024 0,50 $
21.08.2024 0,50 $
15.05.2024 0,50 $
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ADM Termine

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ADM Aktie: Übersicht Handelsplätze

Handelsplatz
Letzter
Änderung
Vortag
Zeit
Düsseldorf 57,07 +1,42%
56,27 € 19:30
Frankfurt 56,96 -0,78%
57,41 € 08:10
Hamburg 57,10 +1,35%
56,34 € 17:45
Hannover 56,82 +0,92%
56,30 € 08:01
München 57,20 -1,23%
57,91 € 09:10
Stuttgart 56,92 -0,23%
57,05 € 21:55
Xetra 57,16 +1,06%
56,56 € 17:35
L&S RT 57,08 -0,05%
57,11 € 22:49
NYSE 67,42 $ -0,04%
67,45 $ 22:10
Nasdaq 67,415 $ -0,04%
67,445 $ 21:59
AMEX 67,29 $ +0,03%
67,27 $ 21:50
Wien 57,15 +0,99%
56,59 € 17:32
SIX Swiss Exchange -   -
-   -
Tradegate 57,11 -0,04%
57,13 € 21:54
Quotrix 56,95 +0,71%
56,55 € 07:27
Gettex 56,98 -0,09%
57,03 € 22:43
Weitere Börsenplätze

Historische Kurse

Datum
Kurs
Volumen
26.02.26 56,94 0
25.02.26 57,03 92 T
24.02.26 58,01 13.859
23.02.26 57,64 34.493
20.02.26 57,72 75 T
19.02.26 58,56 19.885
Weitere Historische Kurse

Performance

Zeitraum Kurs %
1 Woche 58,56 € -2,77%
1 Monat 56,80 € +0,25%
6 Monate 54,22 € +5,02%
1 Jahr 44,75 € +27,24%
5 Jahre 47,165 € +20,73%

Unternehmensprofil ADM

Archer-Daniels-Midland Corp (ADM) zählt zu den weltweit führenden Agrar- und Nahrungsmittelkonzernen mit Fokus auf Beschaffung, Verarbeitung und Vermarktung von Agrarrohstoffen. Das Unternehmen agiert entlang der gesamten Wertschöpfungskette von Getreide, Ölsaaten und weiteren Agrarkommoditäten bis hin zu spezialisierten Ingredients für Lebensmittel-, Futtermittel- und Industriekunden. Für Anleger ist ADM ein klassischer Value-Titel im globalen Agribusiness mit starker Position in Handel, Logistik und Veredelung. Die geografische Diversifikation, die Rolle als systemrelevanter Rohstoffverarbeiter und ein auf Effizienz, Risikomanagement und Cashflow ausgerichtetes Management prägen das Risiko-Rendite-Profil.

Geschäftsmodell und Wertschöpfungskette

Das Geschäftsmodell von ADM basiert auf einem integrierten Ansatz entlang der Agrarwertschöpfungskette. Kern ist der Einkauf großer Volumina an Agrarrohstoffen bei Landwirten und Kooperativen, die Bündelung dieser Mengen, deren physische Bewegung über ein eigenes Logistiknetzwerk sowie die industrielle Verarbeitung in Mühlen, Ölmühlen, Fermentations- und Mischanlagen. ADM erzielt Erträge aus Handelsmargen, Verarbeitungsmargen, Logistikdienstleistungen und höherwertigen Ingredients. Durch aktives Commodity- und Währungs-Hedging über Terminmärkte versucht das Unternehmen, Preis- und Volatilitätsrisiken der physischen Bestände zu steuern. Der Fokus liegt auf der Transformation relativ austauschbarer Rohstoffe in differenzierte, teils funktionale Produkte für die Lebensmittel-, Getränke-, Futtermittel- und Industrieproduktion. Die vertikale Integration ermöglicht Skaleneffekte in Beschaffung, Transport, Lagerung und Verarbeitung. Gleichzeitig nutzt ADM seine globale Präsenz, um Arbitragemöglichkeiten zwischen Regionen und Qualitäten auszuschöpfen. Das Geschäftsmodell ist stark volumengetrieben, zyklisch, aber durch Diversifikation in höhermargige Ingredients und Nutrition-Produkte zunehmend resilienter.

Mission und Unternehmensausrichtung

ADM beschreibt seine Mission vereinfacht als Versorgung der Welt mit Nahrungsmitteln, Futtermitteln und nachhaltigen Lösungen auf Basis landwirtschaftlicher Rohstoffe. Das Unternehmen positioniert sich als Brücke zwischen Landwirten, Nahrungsmittelherstellern, Tiermastbetrieben, Energieproduzenten und der konsumierenden Bevölkerung. Die Mission umfasst drei strategische Leitlinien: erstens die Sicherung effizienter, verlässlicher Lieferketten für Agrarrohstoffe; zweitens die Entwicklung innovativer Ingredients für gesündere und funktional optimierte Lebensmittel und Futtermittel; drittens die Nutzung pflanzenbasierter Rohstoffe für alternative Proteine, Biokraftstoffe und biobasierte Industrieanwendungen. Nachhaltigkeit, Rückverfolgbarkeit und CO₂-Reduktion werden zunehmend als integraler Bestandteil des Geschäftsmodells kommuniziert. ADM richtet seine Mission darauf aus, globale Ernährungstrends, Urbanisierung und wachsendes Wohlstandsniveau in Schwellenländern mit industrieller Effizienz und technologischer Forschung zu verbinden.

Produkte und Dienstleistungen

ADM deckt ein breites Spektrum an Produkten und Services ab, die sich von Basisrohstoffen bis zu hochspezialisierten Ingredients erstrecken. Wichtige Säulen sind:
  • Ölsaatenverarbeitung: Herstellung von Pflanzenölen, Proteinschroten und Nebenprodukten aus Sojabohnen, Raps, Sonnenblumen und weiteren Ölsaaten für Nahrungsmittel-, Futtermittel- und Industrieanwendungen.
  • Getreideverarbeitung: Mahlprodukte aus Mais, Weizen und anderen Getreiden, die zu Stärke, Süßungsmitteln, Ethanol, Futtermitteln und industriellen Spezialprodukten weiterverarbeitet werden.
  • Nutrition und Ingredients: Spezialzutaten wie Proteinkonzentrate, Aromen, Emulgatoren, Ballaststoffe, Textur- und Süßungslösungen für die Lebensmittel- und Getränkeindustrie sowie funktionale Futtermitteladditive.
  • Logistik- und Origination-Dienstleistungen: Beschaffung, Lagerung, Transport und Export von Getreide und Ölsaaten über ein globales Netzwerk von Silos, Terminals, Binnenschiffen und Exporthäfen.
  • Tierernährung: Komplettfutter, Premixe und Spezialfuttermittel für Nutztiere und Aquakulturen mit Fokus auf Effizienz, Gesundheit und Performance.
  • Industrie- und Energieanwendungen: Biokraftstoffe, biobasierte Chemikalien, technische Stärkeprodukte und weitere Derivate pflanzlicher Rohstoffe.
Zusätzlich bietet ADM Beratungsleistungen in den Bereichen Beschaffungsoptimierung, Rezepturentwicklung und Nachhaltigkeitskonzepte für Industriekunden an.

Business Units und Segmentstruktur

ADM berichtet seine Aktivitäten im Wesentlichen über mehrere große Segmente, die entlang funktionaler Wertschöpfungsstufen organisiert sind. Zentral ist das Segment Agricultural Services & Oilseeds, das den physischen Handel, die Origination und Logistik von Agrarrohstoffen sowie die Ölsaatenverarbeitung bündelt. Hier generiert ADM bedeutende Volumina bei gleichzeitig hohem Kapitaleinsatz in Lager- und Transportinfrastruktur. Das Segment Carbohydrate Solutions konzentriert sich auf die Verarbeitung von Mais und anderen Kohlenhydratquellen zu Stärke, Süßungsmitteln, Ethanol und diversen industriellen Zwischenprodukten. Es bedient sowohl die Nahrungsmittel- als auch die Kraftstoff- und Chemieindustrie. Das Segment Nutrition umfasst Ingredients für Lebensmittel, Getränke, Nahrungsergänzungsmittel und Tierernährung mit höherer Wertschöpfung und zumeist stabileren Margen. ADM entwickelt diesen Bereich strategisch weiter, um die Abhängigkeit vom volatilen Commodity-Geschäft zu mindern und von Trends wie pflanzenbasierten Proteinen, Clean Label, Functional Food und Spezialfuttermitteln zu profitieren.

Alleinstellungsmerkmale und Burggräben

ADM verfügt über mehrere strukturelle Moats, die Markteintrittsbarrieren für Wettbewerber erhöhen. Erstens besitzt das Unternehmen ein globales Netzwerk an Silos, Elevators, Binnenschiffen, Waggons, Ölmühlen, Mühlen und Verarbeitungsanlagen, das über Jahrzehnte aufgebaut wurde. Diese Kapitalintensität und die regulatorischen Anforderungen im Infrastruktur- und Lebensmittelbereich erschweren Nachahmerstrategien. Zweitens fungiert ADM als zentraler Intermediär zwischen Millionen Landwirten und einer großen Zahl industrieller Abnehmer. Diese Position schafft Informationsvorteile in Bezug auf Ernteerwartungen, Nachfrageentwicklungen und Preisrelationen. Drittens kombiniert ADM Commodity-Know-how mit einem wachsenden Portfolio differenzierter Ingredients, die kundenspezifische Lösungen und langfristige Lieferverträge ermöglichen. Forschungskompetenz, anwendungstechnische Beratung und Co-Development mit Lebensmittel- und Futtermittelherstellern stärken die Kundenbindung. Viertens generiert das Unternehmen durch seine Größe Einkaufs- und Finanzierungsvorteile und kann Risiken über Regionen, Kulturen und Endmärkte diversifizieren. Diese Skalen- und Netzwerkeffekte wirken als bedeutender Burggraben in einem ansonsten fragmentierten Agrarmarkt.

Wettbewerbsumfeld

ADM operiert in einem intensiven globalen Wettbewerbsumfeld, in dem einige große integrierte Agrarkonzerne dominieren. Zu den wichtigsten Wettbewerbern zählen Bunge Global, Cargill und Louis Dreyfus im Bereich Handel, Originierung und Verarbeitung von Getreide und Ölsaaten. Im Segment Nutrition und Ingredients konkurriert ADM mit spezialisierten Herstellern wie International Flavors & Fragrances, Kerry Group, DSM-Firmenich und anderen Ingredients-Anbietern. Im Bereich Tierernährung und Futtermittelzusätze trifft das Unternehmen auf Akteure wie Cargill, Nutreco und weitere regionale Marktführer. Zusätzlich steht ADM im Wettbewerb mit lokalen Getreidehändlern, Mühlen und Ölmühlen, insbesondere in Schwellenländern, wo staatliche oder genossenschaftliche Strukturen stark sind. Die Wettbewerbsintensität zeigt sich in zyklischen Margen, Preisdruck bei Standardprodukten und einem Innovationswettlauf bei Spezialzutaten, nachhaltigen Lösungen und pflanzenbasierten Proteinen. ADM versucht, sich über globale Reichweite, Lieferzuverlässigkeit, Risikomanagement, Qualitätsstandards und zunehmend auch über Nachhaltigkeitsprofile von Wettbewerbern zu differenzieren.

Management, Corporate Governance und Strategie

Die Führung von ADM liegt bei einem erfahrenen Managementteam mit starker Verankerung im Commodity- und Lebensmittelbereich. Der langjährige CEO hat den Konzern von einem überwiegend rohstofforientierten Trader und Verarbeiter hin zu einem stärker diversifizierten Ingredients- und Nutrition-Anbieter weiterentwickelt. Die Strategie folgt im Kern drei Achsen: Optimierung der bestehenden Agrar- und Logistikinfrastruktur, Ausbau margenstärkerer Wertschöpfungsstufen sowie systematische Integration von Nachhaltigkeitszielen in Beschaffung, Produktion und Produktportfolio. Das Management fokussiert sich auf Kapitaldisziplin, Portfolio-Optimierung und eine Balance zwischen Wachstumsinvestitionen, Zukäufen im Nutrition-Bereich und Ausschüttungen an Aktionäre. In der Kommunikation legt das Unternehmen Wert auf Risikokontrolle, vorsichtige Bilanzpolitik und die Fähigkeit, durch Zyklen hindurch stabilen Cashflow zu generieren. Corporate-Governance-Strukturen unterliegen den US-Börsenstandards mit unabhängigen Board-Mitgliedern und etablierten Compliance- und Risikomanagementsystemen, was für konservative Anleger in Bezug auf Transparenz und Kontrollmechanismen relevant ist.

Regionale Präsenz und Branchenanalyse

ADM ist global tätig, mit besonders starker Präsenz in Nordamerika, Europa, Lateinamerika und ausgewählten asiatischen Märkten. Die physische Infrastruktur folgt im Wesentlichen den großen Export- und Importströmen für Getreide und Ölsaaten, mit einem Schwerpunkt auf dem US-Midwest, brasilianischen Anbauregionen, wichtigen Flusssystemen und bedeutenden Tiefseehäfen. Branchenseitig ist ADM an der Schnittstelle von Agrarwirtschaft, Lebensmittelindustrie, Futtermittelindustrie, Biokraftstoffen und biobasierten Materialien positioniert. Der Agrar- und Nahrungsmittelsektor gilt grundsätzlich als defensiv, da die Basiskonsumnachfrage relativ stabil bleibt. Gleichzeitig wirken strukturelle Trends wie Bevölkerungswachstum, veränderte Ernährungsgewohnheiten, höhere Proteinaufnahme in Schwellenländern und Nachfrage nach nachhaltigen, pflanzenbasierten Produkten unterstützend. Dem stehen jedoch hohe Zyklizität bei Agrarpreisen, wetterbedingte Ernteschwankungen, geopolitische Spannungen, Exportrestriktionen und regulatorische Eingriffe gegenüber. ADM bewegt sich damit in einem Umfeld, das langfristig von globaler Ernährungssicherung getragen wird, kurzfristig aber erheblichen Volatilitäten unterliegt.

Unternehmensgeschichte und Entwicklung

ADM hat eine lange Unternehmensgeschichte, die bis ins frühe 20. Jahrhundert zurückreicht. Ausgehend von Mühlen- und Ölsaatenaktivitäten in den USA entwickelte sich das Unternehmen über Jahrzehnte zu einem globalen Player im Agrarhandel und in der Rohstoffverarbeitung. Durch organisches Wachstum, den Aufbau von Exportkorridoren und eine Reihe von Akquisitionen wurde ein dichtes Netzwerk an Aufkaufstationen, Silos, Verarbeitungsanlagen und Logistikkapazitäten geschaffen. Mit der Zeit verlagerte sich der Schwerpunkt von reinen Grundprodukten hin zu höherwertigen Spezialzutaten und Nutrition-Lösungen. Strategische Zukäufe im Bereich Aromen, Proteine, Futtermittelzusätze und Spezialingredients spiegeln diesen Wandel wider. Parallel hierzu hat ADM seine Rolle beim Ausbau von Ethanol- und Biodieselkapazitäten mitgestaltet und sich im Bereich biobasierter Industrieanwendungen positioniert. Die Unternehmensgeschichte ist zudem von mehreren Anpassungsphasen geprägt, in denen Portfolios gestrafft, nicht mehr strategische Geschäfte veräußert und Effizienzprogramme umgesetzt wurden, um die Profitabilität zu stabilisieren.

Besondere Faktoren und Nachhaltigkeitsaspekte

Als globaler Agrarkonzern steht ADM im Zentrum von Debatten über Nachhaltigkeit, Entwaldung, Lieferketten-Transparenz und Klimaschutz. Das Unternehmen hat Programme zur Rückverfolgbarkeit von Soja- und Palmöl-Lieferketten, zur Reduktion von Treibhausgasemissionen und zur Verbesserung landwirtschaftlicher Praktiken in Kooperation mit Landwirten und NGOs aufgesetzt. Gleichzeitig bleibt ADM aufgrund der Größe und Komplexität seiner Wertschöpfungsketten angreifbar für Kritik bezüglich Umwelt- und Sozialstandards. Für institutionelle Anleger mit Fokus auf ESG-Kriterien spielt die Entwicklung der entsprechenden Richtlinien, Ziele und Berichterstattung eine zunehmende Rolle. ADM integriert Nachhaltigkeit auch als kommerziellen Treiber, indem es CO₂-effizientere Produkte, zertifizierte Lieferketten und regenerative Landwirtschaftskonzepte vermarktet. Zudem ist das Unternehmen durch seine Infrastruktur in Binnenschifffahrt und Transportlogistik ein wichtiger Akteur in Fragen der Versorgungssicherheit und Krisenresilienz der Ernährungssysteme.

Chancen für konservative Anleger

Aus Sicht eines konservativen Anlegers bietet ADM mehrere potenzielle Chancen. Erstens profitiert das Unternehmen strukturell von der global steigenden Nachfrage nach Nahrungsmitteln, Proteinen und Futtermitteln, unabhängig von kurzfristigen Zyklen. Zweitens wirken die vertikale Integration, die globale Logistikinfrastruktur und die Diversifikation nach Regionen und Produkten grundsätzlich stabilisierend auf die Ertragsbasis. Drittens eröffnet die strategische Verschiebung in Richtung Nutrition, Specialty Ingredients und pflanzenbasierte Proteine die Möglichkeit, Margen und Wachstumsprofil langfristig zu verbessern. Viertens kann ADM durch Effizienzprogramme, Digitalisierung der Lieferketten, Datennutzung in Handel und Origination sowie technische Innovationen in Verarbeitung und Formulierung Produktivitätspotenziale heben. Für risikoaverse Investoren ist zudem relevant, dass der Geschäftsbereich Nahrungsmittel- und Futtermittelzutaten im Vergleich zu rein zyklischen Industrien eine tendenziell defensivere Nachfragebasis aufweist.

Risiken und zentrale Unsicherheiten

Dem stehen jedoch substanzielle Risiken gegenüber, die konservative Anleger berücksichtigen müssen. ADM ist stark von makroökonomischen, geopolitischen und regulatorischen Faktoren abhängig. Wetterextreme, Dürren, Überschwemmungen oder Ernteausfälle können Angebotsschocks auslösen, die zwar Handelsvolumen, aber auch operative Risiken erhöhen. Handelskonflikte, Exportbeschränkungen und Subventionsregime einzelner Staaten beeinflussen die Flussrichtung von Agrarrohstoffen und damit die Auslastung der Infrastruktur. Rohstoffpreisvolatilität, Währungsbewegungen und Zinsniveau wirken direkt auf Working Capital, Lagerbewertung und Finanzierungskosten. Zudem unterliegt ADM fortlaufend Lebensmittelsicherheits-, Umwelt- und Wettbewerbsvorschriften, deren Verschärfung Investitionen erzwingen oder Geschäftsmodelle in Teilbereichen verändern kann. ESG-bezogene Reputationsrisiken, etwa bei Entwaldung oder Menschenrechten in Lieferketten, können zu regulatorischem Druck und Anpassungskosten führen. Schließlich bleibt das Unternehmen in einzelnen Segmenten stark von politisch beeinflussten Märkten wie Biokraftstoffen abhängig, was die Planbarkeit reduziert. Ein Investment in ADM erfordert daher die Bereitschaft, kurzfristige Ergebnisvolatilität zu akzeptieren, um von der langfristigen Rolle des Unternehmens im globalen Ernährungssystem zu profitieren, ohne dass hieraus eine konkrete Anlageempfehlung abgeleitet werden sollte.
Hinweis

Stammdaten

Marktkapitalisierung 23,54 Mrd. €
Aktienanzahl 478,53 Mio.
Streubesitz 12,52%
Währung EUR
Land USA
Sektor Nichtzyklischer Konsum
Branche Nahrungsmittel
Aktientyp Stammaktie

Aktionärsstruktur

+12,53% Vanguard Group Inc
+9,74% State Farm Mutual Automobile Ins Co
+9,31% BlackRock Inc
+7,21% State Street Corp
+5,85% Wellington Management Company LLP
+3,76% Charles Schwab Investment Management Inc
+2,59% Geode Capital Management, LLC
+2,30% Northern Trust Corp
+1,47% Morgan Stanley - Brokerage Accounts
+1,36% Dodge & Cox
+1,34% NORGES BANK
+1,31% Amvescap Plc.
+0,93% UBS Group AG
+0,72% Dimensional Fund Advisors, Inc.
+0,70% ProShare Advisors LLC
+0,68% Moneta Group Investment Advisors Inc
+0,58% Bank of New York Mellon Corp
+0,55% FMR Inc
+0,55% First Trust Advisors L.P.
+0,54% Legal & General Group PLC
+23,45% Weitere
+12,52% Streubesitz

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MrTrillion3
US0394831020 - Archer Daniels Midland Co
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MrTrillion3
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Archer Daniels Midland Is Up 18% Year to Date. Here’s What to Expect in 2026 | TIKR.com
ADM stock is up about 18% year to date as investors price in earnings stabilization and improving biofuel policy visibility. Here’s what could drive performance in 2026.
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MrTrillion3
US0394831020 - Archer Daniels Midland Co

Archer-Daniels-Midland: Dividend King Stability Meets Biofuel Policy Uncertainty

Feb. 04, 2026 7:06 PM ET

https://seekingalpha.com/article/4866104-archer-daniels-midland-dividend-king-stability-meets-biofuel-policy-uncertainty

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MrTrillion3
US0394831020 - Archer Daniels Midland Co
Bilanz geschönt: XXL-Agrarhändler ADM zahlt Millionen | agrarheute.com
Die US-Aufsichtsbehörde SEC erhebt schwere Vorwürfe gegen den Konzern Archer Daniels Midland. ADM zahlt eine Geldbuße.
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Highländer49
Archer Daniels Midland
Die Aktie des US-amerikanischen Agrarkonzerns Archer Daniels Midland gerät zunehmend unter Druck. Am Mittwochabend verzeichnete das Papier im nachbörslichen Handel einen massiven Kurseinbruch von rund 5,6 Prozent auf etwa 51 US-Dollar. Auslöser ist eine für das Unternehmen dramatisch klingende Trump-Aussage. https://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2025-07/65929126-archer-daniels-midland-dramatische-trump-ankuendigung-486.htm
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MrTrillion3
US0394831020 - Archer Daniels Midland Co
Autor: ChatGPT


Archer Daniels Midland Co (US0394831020) – Turnaround oder Fallen Angel?

Stand: 01.07.2025

Kurzprofil:
ADM gehoert zu den weltweit groessten Agrarhändlern und Verarbeitern von Getreide, Soja und anderen Rohstoffen. Sitz in Chicago, taetig in ueber 160 Laendern. Seit einiger Zeit in schwerem Fahrwasser.


1. Aktuelle Probleme

  • Bilanzskandal: ADM musste Anfang 2024 die Bilanzen fuer mehrere Jahre rueckwirkend korrigieren. Die US-Boersenaufsicht SEC und das US-Justizministerium (DOJ) ermitteln.

  • Gewinnrueckgang: Q1 2025 brachte das niedrigste Ergebnis seit 5 Jahren. Segment Ag Services & Oilseeds um 52 Prozent eingebrochen.

  • Kostenabbau: ADM streicht bis zu 700 Stellen weltweit. Ziel: 500 bis 750 Mio USD weniger Kosten in 3 bis 5 Jahren.

  • Unfaelle und Sicherheit: Seit 2018 mehrere Explosionen in Getreideanlagen, teils toedlich. OSHA wirft ADM mangelhaftes Staubmanagement und Wartung vor.

  • Strafen und Regelverstösse: In den letzten 11 Jahren ueber 50 Mio USD an Strafzahlungen wegen Umwelt-, Sicherheits- und Steuerverstoessen.


2. Managementbewertung

CEO Juan Luciano ist seit 2015 im Amt. Trotz Rueckschlaegen weiterhin im Amt, Gehalt zuletzt auf 21,6 Mio USD gesenkt.
Auffaellig: Der neue Chief Operating Officer (Chris Cuddy) war zuvor Leiter des Problemsegments und Teil der internen Bilanzkontroverse.

Aus meiner Sicht fehlt dem aktuellen Management die Glaubwuerdigkeit, echten Wandel einzuleiten. Das Sicherheitsmanagement ist mangelhaft. Die operative Fuehrung agiert zu reaktiv.


3. Bewertung Turnaround vs. Fallen Angel

Aktuell wuerde ich ADM als Zwitter bezeichnen:
Es gibt Turnaround-Potenzial, aber viele Risiken sprechen dafuer, dass ADM zum Fallen Angel werden koennte, wenn kein echter Kultur- und Strategiewechsel folgt.


4. Aussichten

1 Jahr:
ADM koennte sich stabilisieren, wenn das Sparprogramm greift und keine weiteren Rueckstellungen auftauchen. Guidance liegt bei 4,00 bis 4,75 USD EPS.

5 Jahre:
Wenn Diversifikation in die Bereiche Human Nutrition, Enzyme und Carbohydrate Solutions gelingt, koennte ADM staerker und margenstabiler dastehen.

15 Jahre:
Nur mit Reform des Sicherheitsverhaltens, echter Bilanzkultur und strategischer Fuehrung koennte ADM wieder zu einem defensiven Ertragswert werden. Ansonsten ist die Gefahr hoch, dass ADM dauerhaft ein unterdurchschnittlicher, zyklischer Titel bleibt.


5. Halten oder Aussteigen?

Dividende:
Solide, derzeit ca. 3,9 Prozent, Quartalsweise Zahlung. Aber nicht garantiert.
Bewertung:
Mit einem KGV von rund 11 und einem Buchwert nahe Kursniveau scheint ADM guenstig. Aber: Das Marktvertrauen ist erschuettert.

Meine Einschaetzung:

  • Wer Turnaround-Chancen sieht und Geduld mitbringt, kann halten – unter Beobachtung.

  • Wer Wert auf Planbarkeit, Vertrauen und stabile Governance legt, sollte eher aussteigen oder deutlich reduzieren.

  • Neueinstieg nur bei klaren Signalen der Besserung.


6. Beobachtungspunkte

  • Quartalszahlen und EPS-Trend

  • Fortschritte bei SEC- und DOJ-Untersuchungen

  • Entwicklung der Margen im Segment Nutrition

  • Sicherheitsberichte und eventuelle neue Strafen

  • Managementwechsel oder Corporate-Governance-Massnahmen


Fazit von ChatGPT (chatgpt.com):
ADM ist angeschlagen, aber nicht erledigt. Wer investiert ist, sollte das Unternehmen eng verfolgen. Das Management hat viel Vertrauen verspielt. Ein echter Turnaround ist moeglich – aber kein Selbstlaeufer.


Quelle: https://chatgpt.com


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Häufig gestellte Fragen zur ADM Aktie und zum ADM Kurs

Der aktuelle Kurs der ADM Aktie liegt bei 56,98 €.

Für 1.000€ kann man sich 17,55 ADM Aktien kaufen.

Das Tickersymbol der ADM Aktie lautet ADM.

Die 1 Monats-Performance der ADM Aktie beträgt aktuell 0,25%.

Die 1 Jahres-Performance der ADM Aktie beträgt aktuell 27,24%.

Der Aktienkurs der ADM Aktie liegt aktuell bei 56,98 EUR. In den letzten 30 Tagen hat die Aktie eine Performance von 0,25% erzielt.
Auf 3 Monate gesehen weist die Aktie von ADM eine Wertentwicklung von 8,87% aus und über 6 Monate sind es 5,02%.

Das 52-Wochen-Hoch der ADM Aktie liegt bei 59,65 €.

Das 52-Wochen-Tief der ADM Aktie liegt bei 36,93 €.

Das Allzeithoch von ADM liegt bei 99,39 €.

Das Allzeittief von ADM liegt bei 27,98 €.

Die Volatilität der ADM Aktie liegt derzeit bei 30,36%. Diese Kennzahl zeigt, wie stark der Kurs von ADM in letzter Zeit schwankte.

Die Marktkapitalisierung beträgt 23,54 Mrd. €

Insgesamt sind 484,0 Mio ADM Aktien im Umlauf.

Vanguard Group Inc hält +12,53% der Aktien und ist damit Hauptaktionär.

Am 06.12.1994 gab es einen Split im Verhältnis 2:3.

Am 06.12.1994 gab es einen Split im Verhältnis 2:3.

Laut money:care Nachhaltigkeitsscore liegt die Nachhaltigkeit von ADM bei 41%. Erfahre hier mehr

ADM hat seinen Hauptsitz in USA.

ADM gehört zum Sektor Nahrungsmittel.

Das KGV der ADM Aktie beträgt 16,90.

Der Jahresumsatz des Geschäftsjahres 2024 von ADM betrug 85,53 Mrd $.

Ja, ADM zahlt Dividenden. Zuletzt wurde am 17.02.2026 eine Dividende in Höhe von 0,52 $ (0,44 €) gezahlt.

Zuletzt hat ADM am 17.02.2026 eine Dividende in Höhe von 0,52 $ (0,44 €) gezahlt.
Dies entspricht einer Dividendenrendite von 0,77%. Die Dividende wird vierteljährlich gezahlt.

Die letzte Dividende von ADM wurde am 17.02.2026 in Höhe von 0,52 $ (0,44 €) je Aktie ausgeschüttet.
Das ergibt, basierend auf dem aktuellen Kurs, eine Dividendenrendite von 0,77%.

Die Dividende wird vierteljährlich gezahlt.

Der letzte Zahltag der Dividende war am 17.02.2026. Es wurde eine Dividende in Höhe von 0,52 $ (0,44 €) gezahlt.

Um eine Dividende ausgezahlt zu bekommen, muss man die Aktie am Ex-Tag (Ex-Date) im Depot haben.