Weltweit wurden 1,4 Milliarden Liter weniger Bier gebraut

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NÜRNBERG (dpa-AFX) - Weltweit wird weniger Bier gebraut. Die globale Produktion ging vergangenes Jahr nach einer Analyse des weltgrößten Hopfenhändlers BarthHaas aus Nürnberg um 0,7 Prozent auf 189,6 Milliarden Liter zurück. Der Wert beinhaltet auch alkoholfreies Bier, das in einigen Teilen der Welt zuletzt an Bedeutung gewonnen hat.

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Besonders stark sank der Bierausstoß in Australien und Ozeanien, wo es um 2,4 Prozent nach unten ging. Dort wird mit 1,8 Milliarden Litern aber auch nur ein kleiner Bruchteil des weltweiten Bieres gebraucht.

Doch auch bei den Schwergewichten sank der Ausstoß: In Europa um 1,6 Prozent auf 51 Milliarden Liter. Hier drückten insbesondere Rückgänge in Deutschland und Polen auf die Zahlen. Die Bundesrepublik konnte mit 7,9 Milliarden Litern dennoch Rang sechs der größten Bierproduzenten halten - hinter China, den USA, Brasilien, Mexiko und Russland.

China zieht Asien nach unten

In Asien sank der Ausstoß um 1,2 Prozent auf 59 Milliarden Liter. Ein Anstieg in Indien wurde durch Rückgänge in China, Vietnam, Japan, Südkorea und Myanmar mehr als ausgeglichen. China bleibt dennoch mit großem Abstand größter Bierproduzent der Welt mit einem Anteil von mehr als einem Sechstel.

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Nordamerika verzeichnete mit einem Minus von 1,9 Prozent auf 34 Milliarden Liter ebenfalls einen deutlichen Rückgang. Dass alleine in den USA fast eine Milliarde Liter auf nun noch gut 17 Milliarden Liter wegfiel, konnte auch durch einen deutlichen Anstieg in Mexiko auf knapp 15 Milliarden Liter nicht ausgeglichen werden.

In Südamerika ging es dagegen um 1,7 Prozent auf 25 Milliarden Liter nach oben, hauptsächlich dank Brasilien, das auf gut 15 Milliarden Liter zulegte. Noch stärker stieg die Produktion in Afrika mit einem Plus um 2,6 Prozent auf knapp 17 Milliarden Liter.

Weniger Hopfen - und dennoch zu viel

Beim weltweiten Hopfenanbau ist Deutschland derzeit sowohl bei der Anbaufläche als auch der Erntemenge Nummer eins vor den USA. Weltweit geht es aber auch hier nach unten - und zwar noch schneller als beim Bier. So sank die weltweite Hopfenanbaufläche um 5,5 Prozent auf 52.660 Hektar. Die Erntemenge sank um 3,8 Prozent auf 109.188 Tonnen. Doch auch das ist nach Ansicht der Experten noch zu viel: "Die Produktion überstieg auch 2025 den Bedarf", sagt Heinrich Meier von BarthHaas.

Für das laufende Jahr erwartet BarthHaas kein Wachstum beim Bierausstoß: "Wir rechnen mit einer weitgehend gleichbleibenden, tendenziell etwas niedrigeren Produktion", sagt Geschäftsführer Thomas Raiser. "Wachstum in Afrika, Asien sowie Mittel- und Südamerika dürfte durch Rückgänge in Europa und Nordamerika aufgezehrt werden." Auch für den Hopfenmarkt bleibe die Lage deshalb angespannt./ruc/DP/jha


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