AMD-Aktie: BofA traut Chipkonzern Kurssprung auf 620 US-Dollar zu

Julian Schick Julian Schick
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Julian Schick schreibt seit 2020 über die Themen, die Anleger bewegen – mit einem besonderen Fokus auf Aktienanalysen, Dividendenstrategien und ETFs. Der ausgebildete Journalist absolvierte die Kölner Journalistenschule und sammelte Erfahrungen unter anderem beim Handelsblatt, der Financial Times Deutschland sowie Euronews und WDR5. Für Ariva bringt er fundiertes Marktwissen und einen klaren Blick für das Wesentliche mit.

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Ein Prozessor (Symbolbild).
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BofA sieht bei AMD deutlich mehr Potenzial nach oben und traut dem Chip-Konzern ein neues Kursziel von 620 Dollar zu. Grund ist vor allem die erwartete Gewinnexplosion durch KI-Prozessoren.
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Die Bank of America hat ihre Kaufempfehlung für Advanced Micro Devices nach der Investorenkonferenz "Advancing AI" in San Francisco bekräftigt. Das Kursziel bleibt bei 620 US-Dollar. Analyst Vivek Arya sieht in dem Chiphersteller inzwischen deutlich mehr als einen reinen Grafikchip-Lieferanten.

AMD habe sich zu einem vollwertigen Anbieter kompletter Rechnersysteme für künstliche Intelligenz entwickelt und positioniere sich damit zunehmend als ernstzunehmende Alternative zu Marktführer Nvidia.

Kern der neuen Produktgeneration ist das Servergestell mit dem Namen "Helios", das nach Angaben des Unternehmens inzwischen in voller Serienfertigung läuft. Ausgestattet mit 72 Grafikprozessoren und 18 Serverchips pro Rack, soll das System im Vergleich zur kommenden Nvidia-Generation "Vera Rubin" bei bestimmten Rechenaufgaben bis zu 30 Prozent mehr Leistung pro investiertem Dollar (Dollarkurs) liefern.

Auch beim Arbeitsspeicher will AMD deutlich zulegen. Der Preis pro Rack dürfte laut BofA bei rund fünf Millionen Dollar liegen, spürbar unter dem, was Nvidia für vergleichbare Systeme aufruft.

Werte aus dem Artikel:
AMD Aktie 509,01 $ +5,38%

Besonders bemerkenswert für die Analysten: Die Kundenliste liest sich inzwischen wie ein Who is Who der KI-Branche. Anthropic hat demnach eine Vereinbarung über bis zu zwei Gigawatt Rechenleistung mit Helios-Systemen unterzeichnet, die erste Stufe soll bereits in der ersten Jahreshälfte 2027 starten.

Auch OpenAI und Meta wurden auf der Konferenz als Großkunden präsentiert, deren milliardenschwere Mehrjahresverträge in der zweiten Jahreshälfte 2026 anlaufen. Für BofA ist entscheidend, dass sich kein Kunde den Aufwand einer Systemintegration nur für eine einzige Chipgeneration antut, wodurch aus einmaligen Deals langfristige Partnerschaften werden dürften.

Die Bank hat zudem ihre Markterwartungen kräftig angehoben. Der gesamte Markt für Rechenleistung soll bis 2030 auf zwei Billionen Dollar wachsen, deutlich mehr als bisher angenommen. Auch die eigene Softwareplattform ROCm, lange eine Schwachstelle gegenüber Nvidias Cuda-System, hole nach unabhängigen Tests spürbar auf. Der Fahrplan reicht inzwischen bis ins Jahr 2028 mit den Nachfolgegenerationen MI500 und MI600.


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