Julian Schick Amazon hat im zweiten Quartal 2026 die Erwartungen deutlich übertroffen und damit vier große Analysehäuser in ihrem Optimismus bestätigt. Der Konzern erzielte einen Umsatz von 200,6 Milliarden US-Dollar, während der Markt im Schnitt nur mit rund 197 Milliarden gerechnet hatte. Der operative Gewinn nach GAAP kletterte auf 27,5 Milliarden US-Dollar und lag damit klar über den Konsensschätzungen von etwa 23,6 Milliarden.
Treiber der Überraschung war einmal mehr die Cloud-Sparte AWS. Sie wuchs um 37 Prozent zum Vorjahr, das schnellste Tempo seit 18 Quartalen und ein deutlicher Sprung gegenüber den 28 Prozent im ersten Quartal. Die operative Marge bei AWS kletterte auf rund 39 Prozent. Der Auftragsbestand der Sparte stieg um 132 Milliarden US-Dollar binnen eines Quartals auf fast 500 Milliarden US-Dollar, unter anderem durch eine Vereinbarung mit KI-Anbieter Anthropic über 100 Milliarden US-Dollar. Auch das Werbegeschäft legte kräftig zu, um 26 Prozent auf knapp 19,8 Milliarden US-Dollar.
Gleichzeitig erhöhte Amazon seine Investitionsplanung für 2026 von 200 auf 220 Milliarden US-Dollar, begründet mit gestiegenen Speicherkosten für den Ausbau der Rechenzentren. Das drückt auf den freien Cashflow, der zuletzt ins Negative gerutscht ist. Für das dritte Quartal fiel die Umsatzprognose mit 197 bis 202 Milliarden US-Dollar vorsichtiger aus als von der Straße erwartet, was Analysten aber vor allem auf den früheren Prime-Day-Termin und Währungseffekte zurückführen.
Bei den Kurszielen zeigen sich klare Unterschiede. Goldman Sachs ist mit Abstand am optimistischsten und hob sein Ziel von 335 auf 375 US-Dollar an, was einem Kurspotenzial von fast 60 Prozent entspricht. Jefferies erhöhte sein Ziel von 320 auf 330 US-Dollar, Bank of America von 310 auf 320 US-Dollar. HSBC hält mit 310 US-Dollar am bislang unveränderten Kursziel fest, da höhere Gewinnschätzungen durch die gestiegene Investitionsplanung wieder aufgezehrt werden. Bei einem aktuellen Kurs von 235,50 US-Dollar ergeben sich damit Aufwärtspotenziale zwischen rund 32 und knapp 60 Prozent, alle vier Häuser bestätigen ihre Kaufempfehlung.
Als Risiken nennen die Analysten übereinstimmend eine mögliche Verlangsamung des Cloud-Wachstums, steigende regulatorische Hürden sowie die Belastung durch den anhaltend hohen Investitionsbedarf in der KI-Infrastruktur.
| Strategie | Hebel | |||
| Steigender Kurs |
Call
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5
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10
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| Fallender Kurs |
Put
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5
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10
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20
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