SpaceX vor Zahlen: Droht jetzt die nächste Kurslawine?

Nicolas Ebert Nicolas Ebert
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Nicolas Ebert steht für kompakte Nachrichten mit einem sicheren Gespür für relevante Marktthemen. Nach über 6 Jahren für wallstreetONLINE und ariva.de im Einsatz fühlt sich der Berliner in der Finanzwelt wie zu Hause. Seine Inhalte reichen querbeet von Value-Titeln und den Märkten in Asien über die US Big-Techs bis hin zu aktuellen Top-Performern auf dem globalen Börsenparkett. So entstehen informative News, die Anlegern echten Halt geben.

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Ein SpaceX Crew Dragon Raumschiff nähert sich der Internationalen Raumstation zur Andockung.
©NASA Kennedy CC2
SpaceX hat seit dem Rekordhoch brutal an Wert verloren. Jetzt müssen Starlink, xAI und die ersten Quartalszahlen als Börsenkonzern liefern, während eine gewaltige Aktienfreigabe zusätzlichen Druck erzeugt.

SpaceX legt am Dienstag, den 4. August, nach Börsenschluss seine Zahlen für das 2. Quartal vor. Der Börsenwert liegt bei rund 1,4 Billionen US-Dollar. Vor wenigen Wochen waren es noch drei Billionen US-Dollar. Entsprechend hoch sind die Erwartungen. Die Prognosen liegen weit auseinander.

SpaceX berichtet in den Bereichen Raumfahrt, Konnektivität und Künstliche Intelligenz. Zur KI-Sparte gehört die im Februar übernommene Firma xAI. Sie erzielte im ersten Quartal 818 Millionen US-Dollar Umsatz. Gleichzeitig fiel ein operativer Verlust von 2,5 Milliarden US-Dollar an. Die Investitionsausgaben erreichten 7,7 Milliarden US-Dollar.

SpaceX vermietet Rechenleistung an Anthropic und Alphabet-Tochter Google. Der Vertrag mit Anthropic soll monatlich 1,25 Milliarden US-Dollar einbringen. Anleger warten nun auf Angaben zu Umsatz, Margen und weiteren Investitionen.

Auch geplante KI-Rechenzentren im All dürften Thema werden. SpaceX will dafür Rechensatelliten mit Starship in die Umlaufbahn bringen.

Werte aus dem Artikel:

Starship absolvierte im Juli seinen 13. Testflug. Im ersten Quartal investierte SpaceX 1,1 Milliarden US-Dollar in die Raumfahrtsparte. Das Segment erzielte 4,1 Milliarden US-Dollar Umsatz und einen operativen Verlust von 657 Millionen US-Dollar.

Starlink bleibt der wichtigste Gewinnbringer. Die Zahl der Abonnenten stieg innerhalb eines Jahres von fünf Millionen auf 10,3 Millionen. Die Sparte erzielte 11,4 Milliarden US-Dollar Umsatz und 4,4 Milliarden US-Dollar operativen Gewinn.

Die Wall Street erwartet für das zweite Quartal einen Gesamtumsatz von 6,9 Milliarden US-Dollar. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen soll 2,1 Milliarden US-Dollar erreichen.

Aktie steht stark unter Druck

Seit dem Rekordhoch vom 16. Juni verlor sie in etwa die Hälfte ihres Wertes. Zusätzlich werden am 6. August etwa 912 Millionen Aktien für den Handel freigegeben. Rund eine Woche später folgen weitere 319 Millionen Papiere.

SpaceX muss nun zeigen, dass Starlink weiter wächst und die hohen KI-Ausgaben langfristig Gewinne liefern. Nur starke Zahlen dürften der Aktie nach vier Verlustwochen die Chance auf ein Comeback geben.


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