Zero Waste Foundation fördert den Austausch über Finanzierungsfragen von Berlin bis Antalya

EQS  | 
aufrufe Aufrufe: 79
A-
A+
Lesemodus
playAudio
playTeilen
Das Brandenburger Tor in der deutschen Hauptstadt Berlin.
- pixabay.com

EQS-Media / 13.10.2026 / 09:31 CET/CEST

Berlin

Bei einem hochrangigen Treffen in Berlin ging es um die Frage, wie Klimafinanzierung in konkrete Maßnahmen umgesetzt werden kann – mit Blick auf die COP31 in der Türkei. Im Mittelpunkt der Gespräche standen die Mobilisierung privaten Kapitals, der sektorale Wandel und Prioritäten, die in die COP31-Aktionsagenda in Antalya einfließen sollen.

Berlin, Deutschland — Die Zero Waste Foundation war Mitveranstalterin eines hochrangigen Austauschs zur Finanzierung des Klimaschutzes in Berlin unter dem Motto „Auf dem Weg zur COP31: Kapital für die Transformation der Realwirtschaft mobilisieren“. Im Mittelpunkt des Treffens stand die Frage, wie Klimaziele in Investitionsentscheidungen, Finanzierungslösungen und konkrete Maßnahmen in der Realwirtschaft umgesetzt werden können.

Der Austausch fand im Rahmen der Vorbereitungen der Türkei auf die COP31 statt, die im November 2026 in Antalya ausgerichtet wird. Ziel der Gespräche war es, die Klimafinanzierung mit konkreten Maßnahmen zur Umsetzung von Klimazielen zu verknüpfen. 

Der Dialog spiegelte den von S. E. vorangetriebenen Ansatz der Ressourceneffizienz, Abfallvermeidung und Kreislaufwirtschaft wider. Emine Erdoğan, Gründerin der Zero-Waste-Bewegung, Vorsitzende des Hochrangigen UN-Beratungsgremiums für Zero Waste und Ehrenpräsidentin der Zero Waste Foundation.

Das Treffen in Berlin griff zudem die zentralen Prioritäten der türkischen COP31-Präsidentschaft in den Bereichen Umsetzung und Finanzierung auf. Diese steht unter der Leitung von S. E. Murat Kurum, Minister für Umwelt, Urbanisierung und Klimawandel sowie designiertem Präsidenten der COP31.

Finanzierung und Umsetzung im Mittelpunkt des Treffens in Berlin

An der Eröffnungs- und Begrüßungsrunde nahmen die Mitveranstalter Samed Ağırbaş, Präsident der Zero Waste Foundation und hochrangiger COP31-Klimabeauftragter, sowie Frank Scheidig, Global Head Senior Executive Banking bei der DZ BANK, teil.

Dmitry Mariyasin, stellvertretender Exekutivsekretär der Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen für Europa (UNECE), hielt den Hauptvortrag.

Ağırbaş betonte die Notwendigkeit, öffentliche und private Akteure stärker zusammenzubringen, tragfähige Ideen mit Finanzierungsmöglichkeiten zu verknüpfen und Klimaziele in konkrete, finanzierbare Projekte zu überführen. Zudem hob er hervor, dass der Privatsektor nicht nur bei der Finanzierung, sondern auch bei der konkreten Umsetzung eine wichtige Rolle spielt. Zugleich rief er dazu auf, die in Berlin entwickelten Ideen aufzugreifen und in Antalya in konkrete Maßnahmen zu überführen.

„Klimaschutz beschränkt sich nicht auf finanzielle und technische Zielvorgaben, sondern im Mittelpunkt stehen die Menschen“, sagte er. „Klimaschutz sollte sauberere Städte, neue Beschäftigungsmöglichkeiten, stärkere Gemeinschaften und einen verantwortungsvolleren Umgang mit unseren Ressourcen bedeuten.“

Vom sektoralen Wandel zu konkreten, finanzierbaren Projekten

Im Mittelpunkt der ersten Sitzung stand die Finanzierung des Wandels in den Bereichen Energie, Schwerindustrie, Verkehr, Gebäude, Ernährungssysteme und Stadtentwicklung.

Darüber hinaus standen Zero Waste, Ressourceneffizienz und Kreislaufwirtschaft auf der Agenda. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Entwicklung konkreter Investitionsvorhaben, finanzierungsfähiger Projekte, geeigneter Finanzierungsstrukturen und kombinierter Finanzierungsmodelle.

Auch die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie wurde thematisiert. Dabei wurde deutlich, wie wichtig es ist, Klimaziele mit passenden Finanzierungsmodellen und Projektportfolios zu verknüpfen, um deren Umsetzung voranzubringen.

Institutionelles Kapital und Realwirtschaft

In der zweiten Sitzung ging es darum, wie institutionelle Anleger den Wandel beschleunigen können, indem sie langfristiges Kapital gezielt für Klima- und Nachhaltigkeitsziele einsetzen.

Zu den diskutierten Themen gehörten die Ausrichtung von Anlageportfolios, Investitionen im Einklang mit dem Pariser Klimaabkommen, Transformationspläne, die Verantwortung von Investoren sowie der Austausch zwischen institutionellen Anlegern und der Realwirtschaft.

Die Rolle privater Finanzakteure beim Wandel

Die dritte Sitzung widmete sich der Rolle von Banken, Versicherungen und Kapitalmärkten bei der Unterstützung von Klimaschutzmaßnahmen in der Realwirtschaft.

In den Gesprächen ging es um den Übergang zu Netto-Null-Emissionen, die Anpassung an den Klimawandel, die Verantwortung des Bankensektors, den Beitrag von Versicherungen zur Stärkung der Klimaresilienz, nachhaltige Kapitalmärkte sowie den Ausbau kombinierter Finanzierungsmodelle.

Vom Austausch zur Umsetzung

Der Executive Roundtable unter dem Titel „From Dialogue to Delivery“ bündelte die Diskussionen des Tages mit Blick auf die Umsetzung der besprochenen Ansätze und die nächsten Schritte auf dem Weg zur COP31.

Auf der Agenda standen die Identifizierung vorrangiger Umsetzungspartnerschaften, die zur COP31-Aktionsagenda beitragen können, sowie die Ausarbeitung des Entwurfs für das „Road to COP31 Finance Action Paper“.

Die Teilnehmenden diskutieren außerdem, welche zentralen Botschaften zur Klimafinanzierung von Berlin nach Antalya weitergetragen werden sollen.

Ziel der Gespräche war es, die Prioritäten der Klimafinanzierung mit konkreten Maßnahmen zur Mobilisierung privaten Kapitals, zur Steigerung der Ressourceneffizienz, zur Abfallvermeidung, zur Förderung der Kreislaufwirtschaft und zur Transformation der Realwirtschaft zu verknüpfen und damit zur umsetzungsorientierten Agenda der COP31 in Antalya beizutragen.

Kontakt: Ahmet Musa Bala | basin@sifiratikvakfi.org 


Emittent/Herausgeber: Zero Waste Foundation Schlagwort(e): Umwelt

Veröffentlichung einer Mitteilung, übermittelt durch EQS Group. Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich. Originalinhalt anzeigen: EQS News




Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.

Themen im Trend

Weitere Vorteile:

  • Kursalarme
  • Watchlists & Musterdepots
  • Börsenspiele & Community-Forum
  • Historische Kurse im CSV-Format
  • News & Themen abonnieren