- Die Wirtschaftsvereinigung der Grünen fordert Rentenreformen.
- Karl Haeusgen ist Co-Vorstandsvorsitzender der Vereinigung.
- Deutschland will bis 2045 klimaneutral sein.
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Abtragen des "Bürokratiebergs"
Haeusgen ist seit Juni Co-Vorstandsvorsitzender der Wirtschaftsvereinigung. Er ist zudem Aufsichtsratsvorsitzender und Hauptaktionär des bayerischen Maschinenbauunternehmens HAWE Hydraulik. Zuvor war er mehrere Jahre lang Präsident des Maschinenbauer-Verbands VDMA.
"Die größten Wünsche, die viele Wirtschaftsvertreter an die Bundesregierung haben, sind erstens wirksame Reformen der Rente und der Unternehmensbesteuerung sowie niedrigere Sozialabgaben, zweitens mehr Netze und Speicher im Energiesystem", erklärte Haeusgen. Auch der "über Jahrzehnte angehäufte Bürokratieberg" müsse abgetragen werden. "Investitionen für die Transformation kann ich mir als Unternehmer nur leisten, wenn ich genug Netto vom Brutto habe."
Lob für Engagement auf EU-Ebene
Er selbst wünsche sich, dass die Bundesregierung den Weg zu wettbewerbsfähiger Klimaneutralität ernst nehme, sagte Haeusgen. Deutschland will bis 2045 klimaneutral sein, also nicht mehr Treibhausgase ausstoßen als wieder gebunden werden können. "Die Chancen für Deutschland als Technologienation sind riesig, und als Familienunternehmer denke ich umgekehrt bei den enormen Klimarisiken auch immer an die nächste Generation".
Haeusgen lobte indes, die schwarz-rote Bundesregierung unter Friedrich Merz (CDU) bringe sich wieder aktiver auf EU-Ebene ein. "Der Rückzug unter Olaf Scholz (SD) auf diesem Gebiet war eine der größten Schwächen der Ampel." Nur mit der EU lasse sich den weitreichenden staatlichen Eingriffen Chinas und der USA in den Handel etwas entgegensetzen. "Wenn zum Beispiel Fördergelder in Industrieprojekte fließen, dann braucht es Vorgaben, dass da dann auch ein ordentlicher Teil etwa der Maschinen aus Europa kommt."/hrz/DP/he
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