WDR stellt 76 Angebote bis Ende 2027 ein

dpa-AFX  | 
aufrufe Aufrufe: 188
A-
A+
Lesemodus
playAudio
playTeilen
Sitz des WDR in Düsseldorf (Symbolbild).
- pixabay.com / CC0

KÖLN (dpa-AFX) - Der WDR stellt bis Ende des kommenden Jahres 76 seiner Angebote ein. Das kündigte der größte ARD-Sender in Köln an. Auch beim Personal plant der WDR Einschnitte: Jede dritte Stelle, die durch Verrentung frei wird, soll bis 2030 nicht neu besetzt werden.

Für dich zusammengefasst:
Hinweis

Mit den weitreichenden Veränderungen will der WDR nach eigenen Angaben Ressourcen stärker ins Digitale verlagern. Druck gibt es für den Sender aus mehreren Richtungen. Intendantin Katrin Vernau verwies in einer Mitteilung auf die sich verändernde Mediennutzung, steigende Kosten und eine ungewisse Finanzierung. Derzeit seien noch gut drei Viertel der Ressourcen im klassischen linearen Programm gebunden.

Von 600 auf 300 Angebote

Bereits im Frühjahr hatte der WDR angekündigt, sein Portfolio von derzeit etwa 600 auf 300 Angebote im Jahr 2030 zu verkleinern. Zugleich sollen bis zu 100 neue Angebote entwickelt werden.

Im Zuge dessen werden nun zunächst 76 lineare und digitale Angebote bis Ende 2027 eingestellt. Dazu gehört etwa das Fernsehmagazin "Frau tv". Auch die WDR-4-Sendung "Satire am Sonntag" sowie digitale Angebote wie "studio M", "Lisas Paarschitt" und mehrere Angebote rund um "Doc Esser" werden beendet. Andere Angebote werden ins Digitale verlagert. So entfällt etwa für "Erlebnis Erde" die Ausstrahlung im WDR Fernsehen. Welche Angebote im nächsten Schritt eingestellt werden, soll im Frühjahr 2027 entschieden werden.

Umbau auch bei Produktion und Technik

Neben dem Programm sollen sich auch Produktion, Technik und Verwaltung verändern. Bis 2030 will der WDR rund 20 Prozent der Stellen aus klassischen Produktionsbereichen in technologieorientierte Aufgabenfelder verlagern. Bei Dokumentationen und Unterhaltung soll zudem stärker auf externe Produktionsfirmen und Dienstleister gesetzt werden.

Auch die Beauftragung freier Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter soll zurückgehen. In welchem Umfang, blieb zunächst unklar./svv/DP/stk



Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.

Themen im Trend