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Wadephul vor Treffen in Genf: Iran ist nun am Zug

KIEL/GENF (dpa-AFX) - Außenminister Johann Wadephul hat vor einem Treffen mit dem iranischen Außenminister Abbas Araghtschi betont, dass er mit Blick auf eine diplomatische Initiative den nächsten Schritt von Teheran erwartet. "Aber Iran ist jetzt am Zug und Israel kann sich darauf verlassen, dass die Bundesrepublik Deutschland die Sicherheit und die Existenz des israelischen Staates immer im Auge behalten wird, verteidigen wird", sagte der CDU-Politiker am Vormittag am Rande einer Konferenz in Kiel. Das sei Teil der deutschen Staatsräson.

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Die Flagge des Iran. (Symbolbild)
Quelle: - ©unsplash.com:

Mit seinem französischen Kollegen Jean-Noël Barrot, dem britischen Außenminister David Lammy sowie der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas will er im Laufe des Tages in Genf mit Araghtschi sprechen. Diese hätten stets Gesprächsbereitschaft signalisiert, sagte Wadephul. "Das setzt die ernsthafte Bereitschaft des Iran voraus, auf jede Anreicherung von nuklearem Material zu verzichten, was in Richtung einer atomaren Bewaffnung gehen könnte." Voraussetzung sei ebenfalls, dass das Raketenprogramm einbezogen werden könne. Bestehe diese ernsthafte Bereitschaft, könnten weitere Gespräche folgen.

Israel und Iran seit vergangener Woche im Krieg

Am vergangenen Freitag hatte Israel einen Großangriff auf den Erzfeind Iran begonnen. Seither greifen die israelischen Streitkräfte immer wieder Ziele in der Islamischen Republik an, während die iranischen Streitkräfte ihrerseits Raketen auf die Atommacht Israel abfeuern. Nach israelischer Darstellung ist das wichtigste Ziel des Krieges, den Iran an der Entwicklung von Atomwaffen zu hindern. Die iranische Führung hingegen dementiert seit Jahren, den Bau von Kernwaffen anzustreben - und pocht auf das Recht, Atomkraft für friedliche Zwecke zu nutzen./akl/DP/jha


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