In der Hauptstadt Washington will Wadephul an diesem Mittwoch mit seinem US-Kollegen Marco Rubio über ein gemeinsames Vorgehen bei den aktuellen internationalen Krisen beraten.
Wadephul betont gemeinsame Ziele mit den USA
Wie wichtig ein transatlantischer Schulterschluss für die Freiheit in Europa sei, führe Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine eindringlich vor Augen, mahnte Wadephul. Putin setze seine Angriffe trotz intensiver Friedensdiplomatie auch und gerade durch die USA mit unverminderter Brutalität fort. Bei seinen Gesprächen in Washington werde es daher um die gemeinsamen Ziele gehen: "Wir wollen das Sterben in der Ukraine endlich beenden, wir wollen einen sofortigen Waffenstillstand, und wir wollen einen nachhaltigen Frieden."
Zweistaatenlösung als Chance für dauerhaften Frieden ausloten
Mit den US-Partnern wolle er vor dem Hintergrund des unerträglichen Leidens der Menschen im Gazastreifen ausloten, wie sich eine Zweistaatenlösung als beste Chance für einen dauerhaften Frieden in der Region realisieren lasse, kündigte Wadephul an. "Wir brauchen dringend einen Durchbruch in den Verhandlungen über einen Waffenstillstand, der zur Freilassung der Geiseln und einer massiven Ausweitung der humanitären Hilfe führt", fügte er hinzu.
Angesichts der Drohungen von Trump mit Strafzöllen von 50 Prozent auf Importe aus Europa appellierte Wadephul an die USA: "In einer global vernetzten Welt wollen wir keine neuen Zollmauern errichten, sondern stabile Brücken aus Partnerschaft und Vertrauen bauen." Zugleich kündigte er an: "Unsere Interessen werden wir - wie auch unsere Partner in den USA - weiter selbstbewusst in der Welt vertreten."
Bisher wichtigster Antrittsbesuch des neuen Außenministers
Es ist die bisher kniffligste und wohl wichtigste Reise des neuen deutschen Außenministers. Die Reise Wadephuls gilt auch als Vorbereitung für einen USA-Besuch von Kanzler Friedrich Merz (CDU). Merz hat mehrfach angekündigt, in Kürze nach Washington reisen und Trump treffen zu wollen./bk/DP/he
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