dpa-AFX  | 
aufrufe Aufrufe: 152

Wadephul fordert rasche Strukturreformen in der EU

BERLIN (dpa-AFX) - Außenminister Johann Wadephul fordert rasche Strukturreformen der Europäischen Union (EU). "Gerade weil die Krise mehr und mehr zum Normalfall zu werden droht, dulden entscheidende, strukturelle Reformen keinen Aufschub mehr", sagte der CDU-Politiker vor seinem Abflug nach Irland. In der Hauptstadt Dublin will Wadephul unter anderem seine Amtskollegin Helen McEntee treffen. Irland übernimmt zum 1. Juli die EU-Ratspräsidentschaft.

play Anhören
share Teilen
feedback Feedback
copy Kopieren
newsletter
font_big Schrift vergrößern
Für dich zusammengefasst:
Hinweis

Irland übernehme die Präsidentschaft an einer entscheidenden Wegmarke für Europa, sagte Wadephul. "Nach den Wahlen in Ungarn haben wir nun ein ungewöhnlich gutes Zeitfenster, das wir nutzen wollen, nutzen müssen, um Europa nachhaltig stärker zu machen." Unter anderem wolle man den mehrjährigen EU-Finanzrahmen zu Ende verhandeln, "der uns den Spielraum und die Flexibilität gibt, besser auf Krisen zu reagieren". Zudem wolle man den Frieden in Europa sichern, indem die Ukraine weiter entschlossen in der Verteidigung gegen den russischen Angriffskrieg unterstützt werde.

Wadephul: Unsolidarische Blockademöglichkeiten in EU überwinden

Der Sieger der ungarischen Parlamentswahl, Peter Magyar, wird voraussichtlich in zweieinhalb Wochen das Amt des Ministerpräsidenten antreten. Damit wird der konservative Oppositionspolitiker den seit 16 Jahren regierenden Rechtspopulisten Viktor Orban ablösen. In der EU, in der Ungarn zuletzt durch eine russlandfreundliche Haltung für Spannungen und Blockaden gesorgt hatte, soll das mitteleuropäische Land nach Magyars Vorstellung wieder ein zuverlässiger Partner werden.

Man wolle in Brüssel unter anderem entscheidende Wettbewerbsreformen auf den Weg bringen, um das wirtschaftliche Potenzial der europäischen Einheit besser zu nutzen, betonte Wadephul. Zudem wolle man "unsolidarische Blockademöglichkeiten Einzelner, die uns in den vergangenen Jahren zurückgeworfen haben, überwinden", ergänzte er mit Blick auf Orban. Irland ist kein Nato-Mitglied, da es den Ansatz militärischer Neutralität verfolgt./bk/DP/nas

Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.


Weitere Artikel des Autors

Themen im Trend