- Das Kehlsteinhaus wurde bei einem Feuer fast zerstört.
- Ein verletzter Motorradfahrer wurde als Verdächtiger festgenommen.
- Die Höhe des Sachschadens ist derzeit unklar.
- Energiekrise als Kurstreiber:
Diese 5 Aktien könnten durchstarten (hier klicken)
Hitlers "Eagles Nest"
Das Kehlsteinhaus war in den 1930er Jahren von den Nationalsozialisten als Teil des von Adolf Hitler genutzten Komplexes am Obersalzberg erbaut worden und wird inzwischen als frei zugängliche Berggaststätte genutzt. International ist das Ausflugsziel als "Eagles Nest" bekannt, was mit "Adlerhorst" übersetzt werden kann.
Das historisch bedeutsame und jedes Jahr von Zehntausenden Menschen besuchte Haus soll nach den Worten Herrmanns wieder aufgebaut werden. "Wir werden da kaum eine Ruine stehen lassen können", sagte der Innenminister, in dessen Zuständigkeit das Gebäude fällt. Der Freistaat Bayern ist Eigentümer, verwaltet wird das 1.834 Meter hoch gelegene Berglokal von der kommunalen Berchtesgadener Landesstiftung, die es in Nießbrauch unterhält.
Sachschaden noch völlig unklar
Die Höhe des Sachschadens ist wegen der unklaren Situation am Brandort und auch der historischen Einordnung noch völlig unklar. Menschen wurden bei dem Brand nach ersten Erkenntnissen nicht verletzt. Allerdings konnte das Areal auch am Samstagmorgen zunächst nur mit schwerem Atemschutz betreten werden, was die Suche zusätzlich erschwerte.
Die bereits am Freitagabend begonnenen Löscharbeiten liefen am Samstag weiter. Die ersten Rettungskräfte waren nach Angaben des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd um 21.52 Uhr eingetroffen und hatten einen Großbrand festgestellt.
Schwierige Löscharbeiten
Die Löscharbeiten gestalteten sich ausgesprochen schwierig. Unter anderem behinderten Regen und Schneefall den Einsatz. Auch mit der Zufuhr von ausreichend Löschwasser habe es Probleme gegeben, sagte Herrmann. Die Löschzüge mussten 700 Höhenmeter überwindend und sich dabei die steile Kehlsteinstraße hinaufquälen - ein Löschhubschrauber konnte nicht eingesetzt werden. Der starke Wind machte den Einsatzkräften zusätzlich zu schaffen.
Das Haus am Obersalzberg unweit der Grenze zu Österreich ist schwer zu erreichen - normalerweise wird das Kehlsteinhaus mit Bahnbussen der sogenannten Kehlsteinline für die jährlich unzähligen Touristen aus dem In- und Ausland erschlossen. Die letzten 100 Höhenmeter überwindet ein Lift durch den Berg oder ein Fußweg. Laut Deutscher Bahn dauert die Auffahrt 20 Minuten und verläuft durch fünf Tunnels. Das Gebiet wurde weiträumig abgesperrt.
Erbaut in NS-Zeit
Das Gebäude ist seit 1952 eine Berggaststätte. Es wurde 1938 fertiggestellt und befand sich in einem damals abgeriegelten und für die Öffentlichkeit gesperrten Wohn- und Regierungsareal der nationalsozialistischen Führung. Eine Ausstellung dort widmet sich der Geschichte des Gebäudes.
Der Zweckverband Bergerlebnis Berchtesgaden schreibt auf seiner Seite über das Haus: "Erbaut 1937/38, sollte in der NS-Zeit das damals sogenannte Teehaus als politischer Repräsentationsort abseits der Öffentlichkeit dienen. Tatsächlich blieb die Bedeutung des Kehlsteinhauses gering." Häufig sei das Haus von der am Obersalzberg versammelten NS-Entourage zur Erholung und für private Feiern genutzt worden. Adolf Hitler soll im Gegensatz zu seiner späteren Ehefrau Eva Braun nur selten im Kehlsteinhaus gewesen sein./gma/DP/zb
Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.