| EQS-Media / 29.10.2026 / 17:09 CET/CEST Kabinettsbeschluss: Verbio gestärkt durch strengere Regeln gegen Betrug im Biokraftstoffmarkt
Leipzig, 29. Oktober 2026 - Mit dem gestrigen Kabinettsbeschluss zur Novellierung der Biokraftstoff-Nachhaltigkeitsverordnung wurde die Reform des Vertrauensschutzes bei Nachhaltigkeitsnachweisen umgesetzt und eine wesentliche Lücke im regulatorischen Rahmen geschlossen. Künftig können falsch deklarierte Biokraftstoffe von der Anrechnung auf die Treibhausgasminderungsquote (THG-Quote) ausgeschlossen werden. Erweiterte Kontrollmöglichkeiten der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) unterstützen zusätzlich die Durchsetzung der Nachhaltigkeitsanforderungen. Die Verschärfungen entsprechen einer langjährigen Forderung von Verbio. Das Unternehmen hatte wiederholt auf Schwachstellen beim bisherigen Vertrauensschutz hingewiesen und damit verbundene Wettbewerbsverzerrungen kritisiert. Die neuen Regelungen stärken die Wettbewerbsposition von Anbietern wie Verbio, die Nachhaltigkeit belastbar nachweisen und geltende Regeln konsequent einhalten. Kabinettsentscheidung stärkt faire Wettbewerbsbedingungen im Biokraftstoffmarkt Gemeinsam mit den bereits verabschiedeten Maßnahmen zur Umsetzung der europäischen Erneuerbare-Energien-Richtlinie RED III vervollständigt der Beschluss das regulatorische Fundament für eine wirksame Betrugsbekämpfung und faire Wettbewerbsbedingungen im Biokraftstoffmarkt. Nach Jahren massiver Marktverzerrungen hat sich das Marktumfeld seit Jahresbeginn bereits deutlich verbessert. Der Beschluss festigt diese Entwicklung. Als europäischer Produzent und etablierter Qualitätsanbieter ist Verbio unter diesen Bedingungen sehr gut positioniert. „Mit der heutigen Kabinettsentscheidung wird nun auch die letzte wesentliche Lücke bei der Betrugsbekämpfung geschlossen. Damit gilt endlich wieder Fair Play im deutschen und europäischen Biokraftstoffmarkt. Jetzt zählen wieder technologische Leistungsfähigkeit, Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit statt fragwürdiger Zertifikate. In diesem Umfeld kann Verbio seine Stärken voll ausspielen“, sagt Claus Sauter, Vorstandsvorsitzender der Verbio SE. Debatte um Verbrenner-Aus eröffnet Chancen für nachhaltige Biokraftstoffe Verbio begrüßt zugleich die deutsch-französische Initiative zur Anpassung der europäischen CO₂-Flottengrenzwerte ab 2035 sowie den Vorstoß des Bundesverkehrsministeriums zur Einführung von E20. Zertifizierte Biokraftstoffe aus europäischer Biomasse können bereits heute über ihren Lebenszyklus hinweg Treibhausgaseinsparungen von nahezu 100 Prozent gegenüber fossilen Kraftstoffen erreichen. Sowohl E20-Benzin mit bis zu 20 Prozent Bioethanol als auch B10-Diesel mit bis zu zehn Prozent Biodiesel bieten die Möglichkeit, kurzfristig zusätzliche CO₂-Einsparungen im bestehenden Fahrzeugbestand zu erzielen, die Abhängigkeit von fossilen Energieimporten zu verringern sowie Preisstabilität und regionale Wertschöpfung zu stärken. Potenzial nachhaltiger Biokraftstoffe voll ausschöpfen Entscheidend ist aus Sicht von Verbio, dass die weitere politische und regulatorische Ausgestaltung das gesamte Potenzial nachhaltiger Biokraftstoffe ausschöpft. Dies gilt insbesondere für die geplante neue emissionsarme Fahrzeugkategorie im Rahmen der europäischen CO₂-Flottengrenzwerte. Alle Biokraftstoffe, die den Nachhaltigkeitsanforderungen der RED III entsprechen, können als Erfüllungsoptionen dazu beitragen – unabhängig davon, ob sie aus Anbaubiomasse, Rest- oder Abfallstoffen hergestellt werden. „Wenn die Politik jetzt die gesamte Klaviatur nachhaltiger Biokraftstoffe geschickt spielt, können wir mehr Klimaschutz auf die Straße bringen, den Industriestandort Deutschland stärken und die Verbraucher an der Tankstelle nachhaltiger entlasten als mit kurzfristigen milliardenschweren Tankrabatten aus Steuergeldern“, betont Claus Sauter, Vorstandsvorsitzender der Verbio SE. Er fügt hinzu: „Das Problem ist nicht der Verbrenner. Das Problem ist der Kraftstoff. Wenn wir fossile durch erneuerbare Moleküle ersetzen, haben wir eine sofort verfügbare praxistaugliche Lösung.“
Über Verbio Wir bei Verbio machen mehr aus Biomasse: In Europa, Nordamerika und Asien verarbeiten wir lokal verfügbare Biomasse zu nachhaltigen Kraftstoffen und biobasierten Produkten für Chemie und Industrie. „Pioneering green solutions“ fasst zusammen, was unser internationales Team antreibt: Wir entwickeln innovative Technologien und überführen sie in wirtschaftlich tragfähige industrielle Lösungen. Nachhaltigkeit ist dabei ein zentraler Bestandteil unseres Geschäftsmodells. Im Mittelpunkt unseres Bioraffineriekonzepts steht deshalb die konsequente Mehrfachnutzung der eingesetzten Biomasse. Als ein führendes Bioökonomieunternehmen stellen wir erneuerbare Moleküle bereit, die für den zunehmenden Ersatz fossiler Rohstoffe und die Erreichung der Klimaziele gebraucht werden. Der Einsatz regionaler Biomasse stärkt die Unabhängigkeit von globalen Lieferketten, schafft Wertschöpfung im ländlichen Raum und unterstützt eine sichere und kosteneffiziente Energie- und Rohstoffversorgung. Die Verbio-Aktie (ISIN DE000A0JL9W6 / WKN A0JL9W) ist seit Oktober 2006 im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse gelistet. Unser Hauptsitz ist Zörbig, Deutschland. www.verbio.de | www.verbiogas.de | www.strohklug.de | www.verbiolifechemicals.com Facebook & Instagram: @verbio.se | LinkedIn: @verbio-se | LinkedIn: @claussauter Kontakt: Verbio SE Ritterstraße 23 (Oelßner's Hof) 04109 Leipzig Alina Köhler (IR) Ulrike Kurze (PR) Tel: +49(0)341/308530-299 E-Mail: ir@verbio.de/pr@verbio.deEmittent/Herausgeber: Verbio SE Schlagwort(e): Politik 29.10.2026 CET/CEST Veröffentlichung einer Pressemitteilung, übermittelt durch EQS News - ein Service der EQS Group. Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich. Die EQS Distributionsservices umfassen gesetzliche Meldepflichten, Corporate News/Finanznachrichten und Pressemitteilungen. Originalinhalt anzeigen: EQS News |
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