US-Wahl als Börsen-Killer? Dieser Herbst könnte turbulent werden
Nicolas Ebert
Nicolas Ebert
Nicolas Ebert steht für kompakte Nachrichten mit einem sicheren Gespür für relevante Marktthemen. Nach über 6 Jahren für wallstreetONLINE und ariva.de im Einsatz fühlt sich der Berliner in der Finanzwelt wie zu Hause. Seine Inhalte reichen querbeet von Value-Titeln und den Märkten in Asien über die US Big-Techs bis hin zu aktuellen Top-Performern auf dem globalen Börsenparkett. So entstehen informative News, die Anlegern echten Halt geben.
Die Wall Street wirkt entspannt, doch wenige Wochen vor den US-Zwischenwahlen warnen Analysten vor einer gefährlichen Mischung aus hohen Bewertungen, geringer Absicherung und kaum eingepreisten Risiken.
Der S&P 500 notiert nahe Rekordständen, während der Volatilitätsindex VIX mit rund 15 Punkten nahe seinem Jahrestief liegt. "Die VIX-Kurve spiegelt keinerlei Aufschlag für die Zwischenwahlen wider", zitiert Reuters Michael Purves von Tallbacken Capital Advisors.
Wahlrisiko wird unterschätzt
Historisch war die Phase September bis Oktober in Zwischenwahljahren oft turbulent. Laut Cantor Fitzgerald fiel der S&P 500 in 15 von 24 Zwischenwahljahren seit 1930 in diesem Zeitraum um mindestens 5 Prozent.
Besonders im Fokus steht die Frage, welche Partei künftig den Kongress kontrolliert. Ein Machtwechsel könnte laut Julian Emanuel von Evercore ISI zusätzliche Unsicherheit an den Märkten auslösen.
UBS warnt vor anfälligem Markt
Die UBS sieht die Börse derzeit schlecht gegen Überraschungen geschützt. Das hauseigene Modell "Turbu-lens" erreichte Ende August den höchsten Wert für möglichen Marktstress. "Es signalisiert seit mehreren Wochen eine extreme Anfälligkeit", sagte Maxwell Grinacoff von der UBS.
Neben der Wahl könnten auch Inflationsdaten, Arbeitsmarktzahlen, die Federal Reserve und der geplante Besuch des chinesischen Präsidenten Xi Jinping in den USA neue Impulse liefern.
Anleger bleiben dank Gewinnen gelassen
Viele Investoren setzen weiter auf starke Unternehmensgewinne und eine robuste US-Wirtschaft. "Der Aktienmarkt wurde von einer einzigen Sache angetrieben – den Gewinnen", sagt Purves weiter.
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