dpa-AFX  | 
aufrufe Aufrufe: 304

UN-Chef: Algorithmen verstärken Diskriminierung von Frauen

NEW YORK (dpa-AFX) - UN-Generalsekretär António Guterres warnt vor drastischen Rückschritten für Frauenrechte durch Internettechnologie und künstliche Intelligenz. "Das Patriarchat wirft immer noch einen langen Schatten in den Silicon Valleys der Welt, sie verankern die Hierarchien der Vergangenheit in der Infrastruktur der Zukunft", erklärte Guterres zu Beginn der 70. Sitzung der UN-Frauenrechtskommission in New York.

play Anhören
share Teilen
feedback Feedback
copy Kopieren
newsletter
font_big Schrift vergrößern
Für dich zusammengefasst:
Hinweis
Flagge der Vereinten Nationen.
Quelle: - ©pixabay.com:
Alphabet Inc A 270,75 € Alphabet Inc A Chart -0,48%
Zugehörige Wertpapiere:
Alphabet Inc C 269,45 € Alphabet Inc C Chart -0,41%
Zugehörige Wertpapiere:
Meta Platforms Inc 537,00 € Meta Platforms Inc Chart -0,15%
Zugehörige Wertpapiere:
Microsoft Corp 316,30 € Microsoft Corp Chart -1,00%
Zugehörige Wertpapiere:

In der Technologiebranche gebe es nur ein Viertel Frauen. "Wenn Frauen am Design von digitalen Systemen nicht beteiligt sind, füllt männlicher Chauvinismus diese Lücke", erklärte der UN-Generalsekretär in seinem vorab verbreiteten Redemanuskript. "Algorithmen, die Diskriminierung verdrahten, Online-Plattformen, die Megafone der Frauenfeindlichkeit sind, und künstliche Intelligenz, die Ungleichheit verstärkt, anstatt sie zu korrigieren: Die Technologie-Firmen müssen Verantwortung übernehmen."

Frauen weltweit mit einem Drittel weniger Rechte

In der UN-Frauenrechtskommission ringen die Mitgliedsländer seit 1946 um Fortschritte bei Gleichberechtigung und Gleichstellung von Frauen weltweit. Für Deutschland nimmt Bundesfrauenministerin Karin Prien (CDU) teil, begleitet von einer Delegation des Deutschen Frauenrats, des Vereins UN Women Deutschland und anderer Organisationen.

Dieses Jahr steht im Mittelpunkt die rechtliche Gleichstellung und der Zugang für Frauen zur Justiz, um ihre Rechte durchzusetzen. Guterres sagte, es gebe weiter diskriminierende Gesetze - weltweit gesehen hätten Frauen nur 64 Prozent der Rechte von Männern.

Knockout von Ing Markets Werbung

Passende Knock-Outs

Strategie Hebel
Steigender Kurs
Call
5
10
20
Fallender Kurs
Put
5
10
20
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen finden Sie jeweils hier: DE000NB54X26 , DE000NG7BNE4 , DE000NG7BM43 , DE000NB5B307 , DE000NB5WVJ1 , DE000NB51514 . Bitte informieren Sie sich vor Erwerb ausführlich über Funktionsweise und Risiken der Produkte. Bitte beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung.

"Epidemie der Gewalt" - auch in höchsten Kreisen

Das sei nicht zufällig so, sondern es sei ein strukturelles Problem. "Wir sind eine Welt, die von Konflikten, Klimachaos, immer größeren Ungleichheiten und technologischem Umbruch unter Spannung gesetzt wird", sagte der UN-Chef. "Und in dieser turbulenten Welt werden Frauenrechte gerade auf Hochtouren zurückgedrängt." Mühsam errungene Schutzrechte und die Selbstbestimmung über den eigenen Körper würden untergraben, Frauen attackiert, wenn sie sich für Menschenrechte einsetzten.

Guterres sprach auch von einer "Epidemie von Gewalt gegen Frauen und Mädchen" in Form von häuslicher Gewalt, Menschenhandel, sexueller Gewalt in Konflikten und Belästigung. "Diese Verbrechen gibt es auf jeder Ebene der Gesellschaft", sagte der UN-Generalsekretär. "Und wir können traurigerweise beobachten, dass die Ausbeutung von Frauen und Mädchen die einflussreichsten Kreise erreichen kann - unterstützt von einer toxischen Verbindung von Geld, Patriarchat und Straflosigkeit. Das muss enden."/vsr/DP/stw

Für dich aus unserer Redaktion zusammengestellt

Dein Kommentar zum Artikel im Forum

Jetzt anmelden und diskutieren Registrieren Login

Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.


Weitere Artikel des Autors

Themen im Trend