BERLIN (dpa-AFX) - Teure Lebensmittel bereiten laut einer Umfrage mehr Menschen Probleme als vor einem Jahr. Dass sie sich wegen gestiegener Preise beim Lebensmitteleinkauf einschränken müssen, gaben nun 45 Prozent an, wie die Befragung im Auftrag des Verbraucherzentrale Bundesverbands im November ergab. Vor einem Jahr hatten dies noch 39 Prozent der Befragten von sich selbst gesagt.
Verbandschefin Ramona Pop sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Eine gesunde Ernährung wird immer mehr zu einer Frage des Geldbeutels. Das darf nicht sein." Besonders Menschen mit geringem Einkommen machten hohe Preise zu schaffen. Die Mehrwertsteuersenkung auf Speisen in der Gastronomie zum 1. Januar 2026 werde auch nicht dazu führen, dass die Menschen mehr Geld im Portemonnaie haben. Profitieren würden vor allem Fast-Food-Ketten.
Skepsis fürs neue Jahr
Allgemein gibt es der Umfrage zufolge viel Skepsis bei den Erwartungen aus Verbrauchersicht. Wenn sie an ihre persönliche Situation als Verbraucherin und Verbraucher denken, blicken demnach 52 Prozent "eher negativ" auf das neue Jahr. "Eher positiv" schauen 47 Prozent voraus. Für die Umfrage befragte das Institut Forsa vom 12. bis 14. November 1.002 Menschen ab 18 Jahren.
Verbraucherschützerin Pop erläuterte, die Lebensmittelpreise seien seit 2020 um mehr als 35 Prozent gestiegen. Die Bundesregierung dürfe dabei nicht länger tatenlos zusehen. Sie müsse eine Beobachtungsstelle einrichten, die Kosten und Preise entlang der Kette von der Landwirtschaft bis in die Regale erfasst. "So lassen sich unfaire Preistreiber aufdecken, denn die hohen Preise lassen sich nicht allein durch gestiegene Produktionskosten erklären."/sam/DP/he
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